Heute

. . . war wieder ein recht schöner Spätsommertag, auch wenn er kühl und bedeckt angefangen hat. Aus Wiesbaden habe ich viel schöne Bilder mitgebracht, die könnte ihr im anderen Mainzauberblog angucken.

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Später habe ich dann noch kräftig Garten- und Fußwegkosmetik betrieben. So wie der Spätsommer nun doch mit großen Schritten in den Herbst übergeht, gibt es genug zu tun. Aber neben der Beobachtung unserer Eichhörnchen und der Vogelwelt sehe ich auch jeden Tag wieder Blumen, die nochmal durchstarten. Seit heute blüht die Nostalgie-Rose wieder und auch einige meiner orangegelben Taglilien.

Hatte ich gestern endlich mal das dunkle Eichhörnchen vor der Linse, präsentierte sich heute das rotbraune besonders schön.

Umtriebig

. . . sind die Eichhörnchen schon wieder. Auch heute Morgen war im Garten mächtig viel los. Neben dem Dutzend Zilp Zalps waren Meisen jeglicher Art, Rotschwänzchen und auch ein Kleiber unterwegs.  Und dann tauchte eines der dunklen Eichhörnchen auf, die ich ja noch recht selten ordentlich fotografieren konnte. Heute sind mir ein paar wirklich hübsche Aufnahmen gelungen.

Wohin nur damit?

Hier mal buddeln . . .

Also ich weiß nicht recht . . .

Versuchen wir’s doch mal hier.

Hier also nur ein paar Fotos. Zum Thema kalter August, früher Herbst und Sonnenwinde habe ich mir im anderen Mainzauberblog Gedanken gemacht.

Blätter-Challenge

Ab heute startet Frau Kunterbunt ein neues Projekt, bei dem wir jede Woche ein einziges Blatt fotografieren sollen, besser gesagt nur ein Blatt darf auf dem Foto sein, aber es dürfen durchaus mehrere Fotos gemacht werden. Das Ganze nennt sich “The New Challenge” und weil Challenge unter anderem auf Deutsch auch Wettbewerb heißt, können die Bilder in einer Flickr Group eingestellt und später bewertet werden. Das ist nicht so mein Ding. Ich mache deshalb irgendwie außer Konkurrenz mit und weil es um Blätter geht, zeige ich die Fotos hier. Und wie es meistens so halte, werde ich sicher auch immer etwas dazu schreiben.

Noch kritzegrün und schnörkellos – das Blatt einer Eiche

. . . und gleich nochmal vor einem anderen Hintergrund

Die Stiel-Eiche (Quercus robur) ist der Baum der Deutschen schlechthin (Baumkunde siehe HIER). Bei den Germanen war sie dem Gewittergott Donar (= Thor) geweiht. Die Sachsen beteten die Irminsul an.  Bei den Kelten war sie dem Himmelsherrscher und Wettergott Taranis gewidmet. Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius dem Älteren ist überliefert worden, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen. Die sakrale Bedeutung der Eichen für die Kelten ist auch daran zu erkennen, dass das keltische Wort Druide für Priester von duir abgeleitet ist, was Eiche bedeutet. Der heilige Bonifatius  fällte die Donareiche bei Geismar im Jahr 723, um zu beweisen, dass der Gott der Heiden ein ohnmächtiges Wesen sei, das nicht einmal seinen Baum schützen könne. Dennoch wird die Eiche in vielen Gedichten und Liedern besungen und gilt mythologisch als Baum der Ewigkeit, sie steht für Kraft, Ausdauer und Härte. Auch Dr. Edward Bach hat sie in seinen Blütenessenzen als nützlich für den erschöpften Kämpfer, der am Ende seiner Kraft angelangt ist, erkannt (Oak-Essenz). Oder anders ausgedrückt für Menschen, die sich selbst bis zur Erschöpfung unter Druck setzen, sehr ehrgeizig sind, die sich nicht entspannen können bis sie schließlich “ausgebrannt” sind.

Alte – sogenante Hute-Eichen – findet man bei uns in Frankfurt teilweise noch auf der Schwanheimer Mainseite. Sie sind Relikte (und inzwischen Naturdenkmäler) aus einer Zeit, in der die Schweine zum Mästen in die Wälder getrieben wurden. Normalerweise wurde der Baumbewuchs dadurch vernichtet. Hutebäume widerstanden der massiven Beweidung meist als Solitärbäume.

Das erinnert mich doch gerade nochmal an meinen Besuch Ende April im Wildpark “Alte Fasanerie”, in dem man sehr gut erkennen konnte, welche Verwüstungen Horden von (Wild-)Schweinen hinterlassen können.

Diese sehen eher friedlich aus.

Leben

. . . regt sich wieder im Garten. Was haben mir doch die vielen Vögel während dieses verregneten Monats gefehlt. Im Juli bevölkerten ganze Heerscharen Bach und Teich, dann war alles wie ausgestorben. Heute Morgen nun kamen junge Grünfinken Zilp-Zalps [vielen Dank liebe Heike, du hast völlig recht] in Scharen an und unternahmen ihre offenbar ersten größeren Flugversuche im Garten. An allen Ecken tauchten sie plötzlich auf.

Einige sind noch etwas unbeholfen – wie gut dass unsere Katzen inzwischen
doch rechte Stubenhocker sind

Alles was der Zwischenlandung dient ist heiß begehrt

Ich sehe auch Blaumeisen und Schwanzmeisen im Wäldchen, aber die sind sehr viel scheuer und vor allem flinker, wenn sie mich entdecken. Aber auch die Libellen sind wieder da und die Seerose blüht auf.


So – dank Heike von “Querbeet” habe ich gerade was dazu gelernt: Es handelt sich bei den kleinen Vögeln mit grünlichem Gefieder um Zilp-Zalps. Der Zilp-Zalp (Phylloscopus collybita) gehört zur Familie der Grasmücken, kein Wunder dass die Vögelchen so winzig sind. Der Schnabel ist natürlich ein eindeutiges Zeichen, ein Finkenschnabel ist viel kräftiger. Auch der Gesang, den ich gehört habe, passt dazu . . . jetzt wo ich es weiß ;-)   Mit dem Zilp-Zalp hatte ich mich bisher noch nie beschäftigt. Es gibt eine sog. Zwillingsart – den Fitis – mit dem der Zilp-Zalp leicht zu verwechseln ist.  Der Fitis hat wohl in der Regel hellere Beine.

Uff – was sagte ich heute morgen noch von Stubenhockern? Eben war Jeanie an einem Zilp-Zalp aber sooo knapp dran!!!

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