Mein Geißblatt und seine Geschichte
Margit hat nach der Sortenbezeichnung des Geißblatts gefragt und ich weiß es nicht. Es ist eine preiswerte Supermarktpflanze gewesen und ich habe sie seit 1996 oder ’97. Einige von euch kennen sicher die Geschichte dieses Geißblattes aus früheren posts. Gekauft habe ich es nach einem Studienaufenthalt (-urlaub) auf den beiden griechischen Inseln Lesbos und Chios im Mai 1996.

Ich flog damals mit der “Ägyptentruppe” – einer Gruppe von Freunden, die bereits zusammen in Ägypten unterwegs waren und unserem “Guru” Dr. Volkmer nach Thessaloniki und von da aus weiter nach zunächst Lesbos = Mytiline, wie es die Griechen nennen. Nur zur Erläuterung: der Guru ist ein lieber und vor allem sehr kundiger Kollege, was die Antike betrifft, die “Truppe” waren Kollegen aus dem Bereich (Zahn-)Medizin, Naturheilkunde und Pharmazie. – Im Garten unseres Hotels in Mithymna hörte ich übrigens meine erste Nachtigall bzw. wurde auf sie aufmerksam gemacht. Wir wanderten über die Insel, unser Apotheker erklärte uns viele (nur dort) wachsende Heilkräuter, Dr. Volkmer las uns in Olivenhainen Geschichten über die Dichterin Sappho vor – es war traumhaft.
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In Pigi Karinis, einem winzigen Ort mit wunderhübscher Taverne wuchs Geißblatt in rauhen Mengen und das duftete unbeschreiblich gut! Ich beschloß schon dort, dass ich zu Hause im Garten Geißblatt anpflanzen wollte, wurde aber erstmal gewarnt, dass es wie verrückt Blattläuse anziehen würde – hat es bis heute aber nicht getan. Nur hat es einige Jahre (bestimmt 5-6 Jahre) gedauert, bis es zum ersten Mal blühte – daher auch der Name “Jelängerjelieber”.
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In Pigi Karinis steht auch der hohle begehbare Baum, vermutlich eine sehr alte, mächtige Platane. Der Garten rund um die Taverne ist ein wunderschöner Ort mit Bach, üppigen Blumen, es wird dort einheimischer Honig verkauft und es hängt dort – weit ab jeglicher Galerie – ein altes Gemälde von Theóphilos, einem der bekannstesten griechischen Maler der Neuzeit. Lesbos ist im Frühjahr auch reich an wilden Orchideen. Von den bisher nachgewiesenen ca. 60 Orchideenarten können etwa 30-35 Arten im März/April gefunden werden.

Eingescannt und am PC bearbeitet ( bessere Details als beim Original ). Manchmal denke ich, ich sollte alle alten Papierfotos mal digital aufarbeiten. Die Unschärfe dürfte ein Problem des Einscannens sein. Das dicke Fotoalbum verrutscht offenbar, wenn der Scanner vibriert.
Eine schöne Fotostrecke von genau diesem Geißblatt (Lonicera ) habe ich noch HIER gefunden: Heidi Stapfer
Ich stelle gerade wieder fest, die Schweizer haben schöne Gartenseiten, vor allem die auch die Gartencenter: Lubera
Und falls wer Lust auf einen Urlaub auf der Insel Lesbos bekommen hat: Die Hauptstadt und der Hafen von Lesbos ist Mytilini. Mytilini heißt die Insel auch selbst, die Griechen mögen den Namen Lesbos nicht unbedingt. Sehenswert in der Stadt ist das byzantinische Burg (eine der größten im Mittelmeerraum) und das archäologische Museum. Auch über den naiven Maler Theophilos gibt es ein Museum in der Stadt. Im Norden der Insel liegt die denkmalgeschützte Stadt Mithymna. Im Westen der Insel liegt Skala Eresou. Dort wurde Sappho geboren.

Blick auf den Berg mit der byzanthinischen Burg

Blick von der Hotelterrasse auf die Ägäis





Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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