Eine weitere wunderschöne Stockrose, diesmal in zartem Pink, hat ihre ersten Blüten geöffnet. Sie hat sich im Bereich der Ranken des Geißblattes angesiedelt und die beiden Pflanzen bilden jetzt eine seltsame aber aparte Mischung. Das Geißblatt selbst zeigt bislang nur vereinzelte Blüten. Mal sehn, ob in diesem Jahr doch noch eine Blütenfülle entsteht wie in den beiden vergangenen Jahren.

Knospe der Stockrose, so zart wie beim Mohn

Sie wächst im Schatten von Geißblatt und Ahorn

Regentropfen auf der Außenseite schimmern nach innen durch
Stockrosen sind für mich der Inbegriff südlichen Sommers. Schon die ersten Urlaubserinnerungen an Südfrankreich und Spanien verbinden sich bei mir immer mit Stockrosen. Dort wachsen sie meistens in voller Sonne an den Hauswänden. Und so zart wie die Blüte auch wirkt, so stabil erscheint der Rest der Pflanze. Die Stockrose ist in Wirklichkeit eine Malve (Alcea rosea, Syn.: Althaea rosea), die ursprünglich aus der Türkei oder Palästina stammt. Aus Malvenblüten einer bestimmten Malvenart (A. r. var. nigra) lässt sich ein purpurroter Farbstoff gewinnen, der in Frankreich und in der Türkei verwendet wurde, um Wein und Likör zu färben. Malven- bzw. Hibiskustee wird gerne getrunken und die Malve auch in der Medizin eingesetzt. In Ägypten habe ich den dunkelroten, dort sehr beliebten Karkadee-Tee (Hibiskustee) zum ersten Mal getrunken. Malve, Hibiskus und der Eibisch gehören zur selben Familie oder werden synonym benutzt. Die lateinische Bezeichnung Hibiscus sabdariffa Linne, wird in Deutschland ersetzt durch: Afrikanische Malve / Afrikanischer Eibisch / Hibiscus-Tee / Karkade / Karkade-Tee / Malven-Tee / Roselle / Rosselahanf / Rote Malve und Sabdariffa-Eibisch.
Im englischen Sprachraum heißt er: Florida cranberry / Guinea sorrel / Hibiscus / Indian sorrel / Jamaica sorrel / Jamaica tea flower / Karkadé / Nubia tea / Pink lemonade flower / Red sorrel / Roselle und Sour-sour. Die Franzosen sagen: Karkadé / Oseille de Guinée / Oseille rouge und Roselle und die Spanier: Flor de Jamaica / Hibisco / Jamaica / Quetmia ácida / Quimbombó chino / Rosa de Jamaica / Sereni / Viña und Viñuela.


Ganz ohne Malvenrost geht es auch bei meinem Stockrosen nie ab. Zeitweise war es ganz schlimm, in diesem Jahr geht es erstaunlicherweise. Ich schneide aber inzwischen auch die befallenen Blätter frühzeitig ab.
Wow, diese Stockrose sieht ja wirklich klasse aus!
Sie wirkt so zart und filigran. Auch die Farbe gefällt mir. Meine Stockrosen hatten leider immer Malvenrost, deshalb habe ich zur Zeit keine mehr.
LG
Angelika