Momentaufnahmen
. . . vom heutigen Vormittag im Garten und zwar solche der etwas zurückhaltenderen Sorte:
Das Geißblatt am Zaun öffnete die ersten Blüten

Hohe Glockenblume

Niedrig wachsende Nachtkerze

Gelbe Bodendeckerrose mit Hummel

Rittersporn

Kletterrose “Ilse Krohn superior“

Kleinstrauchrose Rumba
Na gut, die ist von der Farbe her alles andere als zurückhaltend

Bodendeckerglockenblumen
Das Wetter ist prima, die Sonne scheint, es weht die typische Sommerurlaubswetter-Segel-Brise, will sagen ein angenehmes Lüftchen, dass die Temperaturen für mich genau richtig macht. Ab und an tauchen ein paar größere Wolken am Himel auf, aber wenn es so bleibt, wie es ist, dann ist es genau richtig.
Kall, mei Drobbe!
Pötschke ohne Ende, ich glaub es nicht! Neulich habe ich von denen einen Kontostand gemailt bekommen, auf dem alles endlich als ausgeglichen aufgeführt war und ich habe erstmal tief Luft geholt. Zwischenzeitlich wollten sie nämlich die von mir zurückgegebene Steinlaterne ein zweites Mal abholen. Glücklicherweise hatte ich den anderen Abholzettel noch. Heute kommt doch tatsächlich wieder eine Spedition mit einem riesigen Paket und ich guck drauf: Steinlaterne! Wie chaotisch ist diese Firma eigentlich??? Das Einzige, was ich nicht storniert habe, ist immer noch so ein Wasserpylon, den eigentlich mein GöGa Anfang des Monats zum Geburtstag bekommen sollte. Ich fürchte, mir bleibt nichts übrig, als denen nun doch per Einschreiben die Freundschaft auf immer und ewig zu kündigen und mitzuteilen, dass sie mir nie, nie wieder irgendwas ins Haus schicken sollen.
Rosarium Hattersheim
Weil mich Ilse neulich nach dem Hattersheimer Rosarium gefragt hatte und ich es ihr für einen Kurzausflug empfohlen habe, bin ich mal selbst wieder hingefahren. Und das war gut so, weil ich nun sagen muss: nein, bloß nicht hinfahren, wenn ihr was Besseres vorhabt. Ich weiß nicht, ob den Hattersheimer das Geld ausgegangen ist oder was los ist, aber es momentan mehr als enttäuschend aus. Ich parke ja mein Auto immer auf dem kleinen Parkplatz am Friedhof – ist auch die einzige Möglichkeit – und laufe dann den eigentlich schön angelegten Weg bis zum Rosarium zu Fuß weiter. Schon vor zwei oder drei Jahren habe ich es mal erlebt, dass dort alles von Gras überwuchert war, aber heute war ich wirklich schockiert. Ein Teil der noch im letzten Jahr wunderschönen Rosenstöcke rechts und links des Weges fehlten ganz, die anderen waren von Unkraut halb erstickt und kaum noch erkennbar. Ich weiß nicht, was da los ist, aber es ist fürchterlich. Auch ein Teil der Rosenfelder liegt brach und verunkrautet. Irgendwie fürchte ich, dass das alles Baugebiet wird. Vor und hinter einem Feld wurden große Gerüste aus Stangen in die Erde gebracht, als wollte man da riesige Werbetafeln aufstellen – Horror!

Alles von Gras und Unkraut überwuchert

In ehemaligen Rosenfelder blühen jetzt Kamille und Mohn
Als schließlich das Rosarium selbst auftauchte, kam der nächste Schock. Ein Großteil der Beete scheint Rasen gewichen zu sein und auch hier Unkraut ohne Ende. Es waren zwar zwei Gärtner am werkeln, aber schön sah das alles keineswegs aus, zumal wenig blühte, wenn man mal von der großen Pyramide und den Lauben absah. Lt. Aushang soll wohl am Pfingstmontag dort eine Führung stattfinden, also ich wäre da sehr enttäuscht.

So, bevor ich versuche hier ein paar Bilder reinzupappen – bin wieder im Firefox und weiß nicht, ob er wieder abstürzen wird, werde ich mal zwischenspeichern. Tja – dann eben wieder mit dem Internet Explorer. Sobald ich Bilder hochladen will, stürzt der FF einfach ab.

In den Wildrosenhecken kurz vor dem Rosarium brummt das Leben
Im Rosarium konnte ich einige Libellen und Schmetterlinge fotografieren, das machte die Sache erträglich. Rosen selbst habe ich kaum fotografiert. Es hat sich einfach nicht gelohnt.

Großlibelle im Teich
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder vertue, ich schätze es ist eine Grosse Königslibelle (Anax imperator), die größte und schwerste europäische Libelle überhaupt. Also das war schon ein ziemlicher Brummer.

Schmetterling auf Salbei
Den tiefblauen Salbei sieht man immer öfter als Rosenbegleiter. Er stiehlt allmählich dem Lavendel die Schau.

Unbekannte Schönheit am Wegesrand
Zurück marsch,marsch
Blechi hat mir die Lösung des Vogelrätsels geliefert: es ist vermutlich doch keine seltene Ammer sondern ein Bluthänfling (Carduelis cannabina). Den kannte ich bisher auch nicht, hatte ihn auch bei meiner Suche nicht entdeckt, aber auf ihn trifft alles bestens zu und er ist auch keineswegs so selten wie die Zippammer. Danke, Brigitte! Mir war neben der roten Brust besonders das gestreifte Kopfgefieder aufgefallen, dass dem Vögelchen auf dem einen Foto von vorne einen leicht eulenartigen Ausdruck gab. Dieses Kopfgefieder hat der Hänfling auch. Auf der Seite von Andreas Holger Klein – Naturfotografie sieht man Hänflinge in ganz verschiedenem Federkleid.
HIER kommt der Link zur Wikipediaseite über den Hänfling.
Auch vom NABU hat mir ein netter Mensch geantwortet und auch den Bluthänfling identifiziert. Man findet ihn auch im Onlinevogelführer vom NABU, man muss halt nur wissen, wonach man genau suchen muss.
Zippammer? Bluthänfling!
War keine Zippammer – ist ein Bluthänfling. Bild ausgetauscht gegen Bild mit korrekter Beschriftung – siehe auch mein Beitrag vom 29.Mai >>>

Wer kann mir sagen, was ich da heute am Teich entdeckt und leider nur sehr undeutlich fotografiert habe? Dieser Vogel fiel mir zuerst durch seinen auffälligen roten Brustlatz auf, ohne dass es ein Rotkehlchen sein konnte. Ein Gimpel (Stieglitz) kann es eigentlich auch nicht sein. Ich habe ein bisschen auf den mir bekannten Vogelkundeseiten rumgesucht und bin auf die Zippammer (Emberiza cia) gestoßen, von der ich vorher noch nie gehört habe. Gefunden habe ich die Zippammer HIER.
Zitat Wikipedia: Der Kopf der erwachsenen Tiere ist grau gefärbt und weist eine schwarze Wangenzeichnung sowie einen weißen Augenstreif auf. Der Oberschnabel ist dunkel gefärbt, der Unterschnabel ist wesentlich heller. Die Weibchen sind jedoch stets etwas matter gefärbt. Der Bauch ist Orangebraun und die Unterseite des Schwanzes hat sehr viel Weiß. Der Rücken ist überwiegend bräunlich gefärbt. Auf der Oberseite des Schwanzes fallen weiße Kanten auf. Weniger auffallend ist die feine, doppelte Flügelbinde. Der Bürzel ist ungestreift, bei Altvögeln hat er einen rostbraunen Farbton.
Falls von euch jemand den Vogel auf meinem Foto identifizieren kann, würde ich mich über einen Kommentar dazu freuen. Das Foto habe ich auch an den NABU Hessen geschickt. Wenn die Zippammer so selten ist – wenn es denn eine war – dann ist das sicher auch für den NABU interessant.






Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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