Clematiswelke
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Meistens habe ich ja Glück mit meinen Clematispflanzen. Vor zwei Jahren hatte ich mal eine Welke an der unbekannten am Holzzaun und jetzt hat es mir die weiße Gillian Blade dahingerafft. Das geht immer ruckizucki innerhalb von Stunden. Aber es ist nicht so tragisch, die GB war fast verblüht. Ich habe sie bis auf den Boden runter geschnitten und werde das als Chance nutzen, die falsch gesetzte David Austin Rose (Lady Emma Hamilton) dort wieder auszugraben und an einen besseren Platz zu setzen. Ich bin sicher, dass die Gillian Blade im nächsten Jahr wiederkommt.

Erstmal vorbei
Befürchtet hatte ich nur, dass auch die Piilu die Welke hat, denn die zeigt endlich die ersehnten dicken Knospen. Aber ich hoffe, dass sie doch in Ordnung ist und die wenigen welken Blätter auf die Zaunarbeiten meines GöGa zurück zu führen sind.

Die erste, halbgeöffnete Blüte der Piilu.
Ich hoffe ich kann in den nächsten Tagen noch bessere Bilder machen.
Das Wetter hat sich am Nachmittag wider Erwarten noch richtig gut gemacht. Ich bin noch bei dicken Wolken am Himmel nach Kalbach zu Sunflower gefahren und während ich dort zugange war, wurde es richtig schön. Mitgebracht habe ich mir noch weiteren Storchschnabel (Geranium sanguineum) in kräftigem Pink, 2x blauen Gartensalbei, eine Stockrose “Parkrondell” (die soll einigermaßen unanfällig gegen den Malvenrost sein), was Blühendes für den Steingarten und Sumpfjohanniskraut für den Teich. Das muss ich mir erstmal ergoogeln, denn Johanniskraut habe ich bislang nicht mit Sumpfgebieten in Verbindung gebracht. Für das Kräutermaxregal gab es noch ein Töpfchen Schokominze. Die mag ich, außerdem rankt die so schön.
Ich glaube, dass die Clematiswelke auch etwas mit zu feuchtem, verdichteten Boden zu tun hat, ähnlich wie alle Pilze oder der Malvenrost. Ich muss bei den Pflanzen, die ich am Holzzaun pflanze und die dort nicht mehr direkt der Sonne ausgesetzt sind, in Zukunft aufpassen. An der Stockrose dort habe ich auch schon wieder massenhaft Blattwerk zurück geschnitten, das nimmt sie glücklicherweise nicht übel. Am besten wachsne die halt doch an weiß gekalkten südfranzösischen Hauswänden *seufz*.

Das neue Geranium sanguineum
Geranium sanguineum, der Blutstorchschnabel ist ein dankbarer Dauerblüher, völlig anspruchslos und oft nehmen seine Blätter im Herbst eine schöne rötliche Farbe an. Geranium kennt sehr viele unterschiedliche Arten und war 2004 “Staude des Jahres”. Die andere Sorte, die bei mir rund um den Teich, teilweise im Kiesbeet blüht, ist der “Graue Storchschnabel” – Geranium cinereum “Ballerina”.
Einen kleinen feinen Überblick (und dann viele Angebote im Shop) findet man bei Gaissmayer.

Langsam krieg ich auch rund um den alten Flieder ein paar bunte Farbtupfer hin. Hinter dem Zaun wächst munter das nachbarliche Unkraut – leider auch wieder zu uns rüber. Hoffentlich lassen die da bald was machen oder machen selbst was. Ist ja wirklich eine Minifläche. – Jetzt guck dir das an: Die Elster hat gerade eine Amsel aus dem Teich vertrieben und badet nun selbst! Ich glaub’s nicht! Die sitzt jetzt im Wasser wie Graf Koks persönlich! -
Sunflower hat derzeit ganz viele blühende Containerrosen im Angebot. Das ist ein Augenschmaus dort durch zu gehen und alle rufen sie mir zu: Nimm mich mit. Aber das muss noch warten. Ich habe immer noch kein Konzept für den restlichen Garten und eigentlich reicht es ja für 2009 erstmal. Vorne am alten Haus müssen wir Hoftor und Vordach machen lassen. Da war vorhin jemand da zum Angucken. Das wird auch wieder ein Brocken. Aber das ist ein anderer “Geldtopf” und wenn mein Bruder und ich da nicht immer was machen lassen, dann schluckt die wenigen Mieteinnahmen noch komplett die Steuer. Und das Vordach muss sein. Das ist sowas von verrostet, ein Wunder, dass das Glasdach noch keinem auf den Kopf gefallen ist. Mit einem Uralthaus an der Backe und einem, das langsam auch in die Jahre kommt, hat man immer was zu renovieren und zu reparieren. Aber – das ist das berüchtigte “Jammern auf hohem Niveau” – beschweren will ich mich nicht.
Nachtrag: Sumpf-Johanniskraut (Hypericum elodes) – das gibt es tatsächlich und ist erstens selten und zweitens in freier Natur stark gefährdet.
Extrem heiss
. . . war es auch heute wieder, erst gegen Abend konnte man es im Garten gut aushalten. Jetzt ist die Sonne gerade untergegangen, es ist zu dunkel, um noch weiter zu lesen, aber es herrscht immer noch eine Temperatur um 26°C. Von meinem Schattenplätzchen unter dem verbliebenen Ahorn aus habe ich gute Sicht in den Vorgarten bis zur Haustür. Wenn ich mich dort tagsüber mal in den Liegestuhl lege, habe ich alles unter Kontrolle ohne dass man mich selbst gleich sieht.
Rechts sieht man die neuen breiten Zaunelemente, die grünen mit den Kletterpflanzen (Clematis, Geissblatt) sind noch alt. Links an der Hauswand habe ich heute endlich mal aufgeräumt, das war bitter nötig.
Bis eben noch – 21:45 Uhr – habe ich draußen auf der Terrasse gesessen. Ich bin mal gespannt, ob ich in diesem Sommer auch mal wieder einen Igel zu Gesicht bekomme oder ob die von den Gartenarbeiten vertrieben wurden. Wir haben aber sehr darauf geachtet, dass wir die Laubhügel und den Efeu im Wäldchen im März nicht abgeräumt haben. Kann natürlich auch sein, dass Igel jetzt erstmal vom Bachlauf abgeschreckt werden bzw. sie werden sich einen neuen Weg suchen müssen. Aber über die Terrasse könnten sie immer noch, haben sie auch früher schon gemacht. Abwarten!
Garfield sucht Abkühlung auf der Steintreppe
Hochsommerwetter
. . . herrscht heute – das Thermometer hat die 30°C Grenze locker erreicht. Die Katzels suchen auch den Schatten auf oder liegen platt auf allem rum, was Kühlung verspricht.

Nichts geht über ein schattiges Plätzchen!

Diese schönen weißen Wildrosen habe ich in Hattersheim fotografiert.
Inzwischen ist es 21 Uhr, ich habe den Garten heute Abend gründlich gewässert und noch ein paar Fotos gemacht, teilweise mit dem Makrovorsatz an der Lumix. Frei Hand ist das gar nicht so einfach, vor allem wenn das Licht schon schwach wird. Aber die kleine Fliege in der Glockenblume ist ganz gut gelungen und die Sternchen vom Kugellauch finde ich schon fast genial

Winzfliege im Inneren einer Blüte der hohen Glockenblume

Einzelne “Sternchen” – Blüten des Kugellauchs

Wasser schlabbern war heute das Wichtigste überhaupt

Ganz hinten im Garten blüht eine weitere Deutzie (Deutzia magnifica). Ihre Blüten stehen in Kugeln zusammen. Sie wirkt dadurch doch ganz anders als die kleine im Vorgarten (Deutzia gracilis). Das dürfte der letzte blühende Strauch in diesem Jahr sein.
Gartentage
Nach dem vielen Wasser von oben haben wir im Moment grandioses, tolles Sommerwetter. Gestern und heute habe ich fast ausschließlich im Garten verbracht. Und ich frage mich gerade, warum ich keine Fotos habe *lach*. Aber das liegt wohl daran, dass beide Tage mit Arbeit angefüllt waren und im Garten zumindest nichts Neues aufgeblüht ist.
Gestern war wieder Rasenpflege angesagt und allein das Mähen dauert im Moment ganz schön lange. Das Gras war hoch und noch etwas feucht – das erspart die Muckibude! Heute habe ich mich mal wieder ans Ausschneiden von gewucherten Sträuchern gemacht, zunächst im “Wäldchen”, wo es immer noch wie Kraut und Rüben aussieht (ehrlich, ich weiß nicht woher der Ausdruck stammt. Die fleißigen und ordentlichen NutzgartenbetreiberINNen mögen es mir nachsehen). Dann im Vorgarten, wo ich die Zaubernuss wieder ausgebuddelt habe. Ranunkelstrauch und Philadelphus wachsen eh schon komplett alles zu. Beide habe ich bei der Gelegenheit gleich ausgelichtet. Der Philadelphus blüht jetzt, da hab ich natürlich aufgepasst, dass ich nur das weggeschnitten habe, was keine Knospen hatte. Jetzt ist wieder Luft im Beet und auch die garnicht so kleine Lavendelheide sieht man wieder. Die war vorher komplett verschwunden.
Die Zaubernuss hat nun einen neuen Platz hinten im Garten bekommen, am Zaun zum Nachbarn. Noch ist das ein Bereich, in dem ich mich kaum aufhalte, aber immerhin steht dort das Gartenhäuschen und die Wäschespinne und ich denke, dass dort auch noch ein Sitzplatz hinkommt. Es ist einer der wenigen komplett nicht einsehbaren Gartenteile. Also ich werde dort auch was von der Zaubernuss haben. Insgesamt ist mir heute aufgefallen, dass ich unseren Garten mittlerweile mit ganz anderen Augen sehe als früher und auch viel stärker “in Besitz nehme”. Apropos in Besitz nehmen – heute habe ich mir endlich auch mal ein Stündchen im Liegestuhl am Teich gegönnt. Das war so richtig, richtig schön!
Und wenn ihr heute unbedingt Fotos sehen wollt, dann klickt euch mal in meinen anderen Blog. Da ist gerade das Projekt “Farbe bekennen” zu Ende gegangen und ich habe eine Galerie mit meinen Bildern zum Thema angelegt.
Wasser im Garten
. . . haben wir heute Nachmittag mehr als genug. War der Vormittag noch ganz schön, kamen Gewitter und Wolkenbrüche dann so ab 16 Uhr mit voller Wucht. Bach und Teich können kein Wasser mehr aufnehmen, alles ist extrem durchfeuchtet. Aber ich wollte euch doch meine neu erworbene Morgensternsegge mal zeigen, die Knospe der Hosta “Pauls Glory” und wie schön sich die Clematis Madame Le Coultre im und vor den dunkelgrünen Blättern der Korkenzieherhasel macht.

Die Morgensternsegge (Carex grayi)

Hosta “Pauls Glory” mit Blütenknospe
Hostas oder Funkien sind zwar in erster Linie als Blattschmuckstauden bekannt,aber sie haben
durchaus auch schöne Blüten. Hier sieht man ganz gut,warum sie auch auf deutsch “Herzlilien” genannt werden.
Einige besonders schöne Blüten kann man bei Stauden-Gaissmayer HIER bewundern.

Strahlend weiß vor dunklem Laub: Madame Le Coultre









Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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