Monats-Archive: Juni 2009
Gute Insekten – böse Insekten, wer will das entscheiden, obwohl man sie auch eher in Schädlinge und Nützlinge unterteilt. Die Wespen in meinem Kompost, die mich so fürchterlich gestochen haben, fallen bei mir derzeit ganz sicher unter die “Bösen”. Im Moment kämpfe ich aber einen für mich fast aussichtslosen Kampf gegen Myriaden von Schwebfliegen im Wintergarten. Seit Tagen tauchen unter den Scheiben des Glasdaches ganze Schwärme auf, die da oben sicher raus wollen und nicht können. Im Prinzip tun die mir nichts, sind sogar eindeutig Nützlinge, weil sie Blattläuse fressen, aber in diesen Massen nerven sie. Wenn man am Tisch sitzt und über dem Kopf schwirrt es rum, dann hat man immer Angst, sie könnten auch im Teller oder der Kaffeetasse landen. Und das fände ich jetzt nicht so toll. Meine Absaug- und sonstigen Vernichtungsaktionen – ja, ja – nicht sehr tierfreundlich – sind zwar für ein paar Stunden erfolgreich, aber dann ist der nächste Schwarm da. Ich vermute, ich muss mal den Riesenficus rausstellen und die Beschattungsstoffe runterholen. Irgendwo muss da doch ein Nest sein. Diese Beschattungsmarkisen, die wir gegen die Mittags- und Nachmittagssonne so dringend brauchen, sind auch eine zweischneidige Sache: auf ihnen sammeln sich die toten Insekten und fallen einem ins Gesicht, wenn man die Teile abmacht – ekelhaft! Inzwischen habe ich aber schon einen Trick raus: vorher stuppse ich mit dem Besenstiel oder ähnlichem von unten solange dagegen, dass sich die Viecher an einem Ende sammeln und dann geschlossen nach unten fallen, wo sie sofort aufgesaugt werden. Also so ein Open Air-Home ist in manchen Sommern nichts für pingelige Leute.
Eine meiner wenigen Taglilien beschert mir eine Blüte:

Vorgestern habe ich mir zwei Töpfe mit “Topflilien” mitgebracht und sie gleich im Garten eingepflanzt. Warum sie Topflilien heißen, ist mir nicht ganz klar, denn sie wachsen im Freien genau so gut wie im Kübel. Vermutlich ist es die Größe der Pflanze – also relativ niedrig – die den Namen ausmacht. Eine Sortenbezeichnung wäre mir lieber gewesen, aber was will man bei Lilien aus dem Realmarkt da schon erwarten?! *** Hauptsache, die Qualität stimmt. Jedenfalls blühen sie im Gegensatz zu den mickrigen Taglilien, die der Gärtner im Frühjahr gepflanzt hat, sehr schön. Von Letzteren hat bisher überhaupt nur eine Einzige geblüht. Aber diese hat noch Knospen und ich hoffe, dass die anderen dann im nächsten Jahr ebenfalls blühen.

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Gestern musste ich feststellen, dass die Schnecken sich doch tatsächlich über meinen wunderschönen Rittersporn hergemacht haben. Das geht wirklich manchmal von jetzt auf gleich. Vor ein paar Tagen erst waren es die Blattläuse, die der Ampel mit den Million Bells fast den Garaus gemacht haben. Gestern Abend habe ich dann Schneckenkorn gestreut. Glücklicherweise haben die Rittersporne noch genug Laub und neue Triebe. Voller Spannung schau ich täglich nach den neuen Trieben der Clematis “Crystal Fountain” am Zaun. Die jungen Triebe ganz oben haben in der Tat nun auch Blütenknospen. Das ist schon eine merkwürdige Pflanze: erst blüht sie kurz über dem Boden und dann das nun.
*** Also auf der (englischen) Seite von Lily Looks gibt es einen Tab mit der Bezeichung “Consumer” dort steht Folgendes: Lily Looks is an assortment of 25 different varieties and has a full range of color. These varieties are split in 3 types of Lilies: Asiatic, Oriental and -Tone.
Dem entnehme ich also, dass es sich um asiatische Lilien, orientalische Lilien und eventuell Hybriden aus beiden handelt. Dieses -tone sagt mir nichts. Mal gucken, was auf der holländischen Seite steht. Ooooo – ich glaube, ich muss da mal Cor zu Rate ziehen. Oder wisst ihr, was tweekleurige lelies bedeutet? Hmmm – zweifarbig vielleicht? Twee für Zwei und -kleurig für Farbe? Das englische Tone steht doch ziemlich sicher für Farbigkeit.
Ist das schön, dass der Sommer endlich da ist!!!

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