Ahnungslos
Vom Gehölze beschneiden versteh ich grad gar nichts. Da müsste ich direkt mal einen Kurs besuchen, denn dabei kann man soviel falsch machen. So habe ich z.B. einen ziemlich neuen, gefüllten Gartenjasmin oder Pfeifenstrauch mit dem schönen Namen “Schneesturm” (von Horstmann) vorne am Hof stehen. Der hatte in diesem Frühjahr enorm viele und lange Triebe, aber doch recht wenige Blüten. Teilweise habe ich an ihm noch vor der Blüte Triebe ohne Knospen runtergeschnitten, damit man von den Blüten überhaupt was sehen konnte.Aber – wie gesagt – der ist noch jung, da habe ich noch Hoffnung, dass das die nächsten Jahre vielleicht noch besser wird.
Hinter unserem Carport steht ein uralter verholzter Philadelphus, den die Gärtner im März zurückgeschnitten hatten und der hat nun auch getrieben wie blöd, lauter ewig lange dünne Triebe mit unglaublich viel Blattmasse. Das sah furchtbar aus. Ich habe ihn vorhin wieder komplett runtergeschnitten bis ins alte Holz – darf ich morgen alles verhäckseln – und nehme mir mal vor, ihn im kommenden Jahr genau zu beobachten. Ich weiß, dass der früher mal schön geblüht und wundervoll geduftet hat. Da hätte ich schon gerne wieder.
Nun habe ich mal im Internet geguckt, wann man den schneiden soll und bin auf sehr unterschiedliche Ansichten gestoßen. Unter Gartenbank.de steht, dass der Philadelphus nur direkt nach der Blüte etwas ausgelichtet werden soll, da er ähnlich wie Flieder oder die Hortensie nur am Vorjahresholz blüht. Da habe ich wieder alles falsch gemacht. Andererseits woran soll man sich halten, wenn er so wuchert, wie er es getan hat und gar keine Blüten ausbildet? Andere schreiben, man solle ihn erst im Winter, also vor der nächsten Blüte schneiden. Also wie denn jetzt? Jedenfalls gehört er zu den Hydrangeae, also den Hortensien ähnlichen Pflanzen. Danach würde ich denken, dass die Angaben bei Gartenbank.de richtig sind.
Also ich werde beide im Auge behalten, mich kundig machen und wenn der alte hinterm Carport weiterhin nur wuchert, dann wird er irgendwann komplett entfernt.
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Ahnungslos bin ich auch in Bezug auf diese Erdhummel, die mir im Wintergarten gerade von oben vor die Füße geplumpst ist. Bevor ich bei Wikipedia nachgeguckt hatte, wusste ich nicht, das es sowohl eine dunkle Erdhummel gibt (Bombus terrestris) als auch eine hellgelbe Erdhummel (Bombus lucorum), zumal die eigentlich ganz ähnlich aussehen. Hummeln gibt es in Wintergarten und Küche immer zuhauf, sobald wir alle Fenster und Türen offen stehn haben. – Und jetzt gibt es vermutlich gleich ein Gewitter! – Also, mal sehn, ob ich den Unterschied heraus finde. Die Insektenbox kennt überhaupt nur eine Erdhummel! Aber – die Wildbienenseite kennt eine helle Erdhummel! Dennoch kann ich nicht sagen, was ich fotografiert habe. Denn die sehen alle sehr ähnlich aus, andererseits unterscheiden sich Arbeiter, Drohnen, Männchen und Weibchen – alles furchtbar kompliziert. Jedenfalls nisten die bei uns sehr gerne unter der Terrasse. Sie krabbeln durch die Fugen der einzelnen Holzplanken in die Tiefe. Stören tun sie nicht und diese Behausung ist vermutlich noch besser als jedes Insektenhotel.
Diese Wildbienenseite ist übrigens hochinteressant und sehr lehrreich. Kann ich nur weiterempfehlen.
P.S. War kein Gewitter – nur ein kräftiger Regenschauer. Es wird schon wieder heller. – Heute Nachmittag haben meine Tomaten noch ihre endgültigen Töpfe bekommen. Teilweise hängen schon kleine Früchte dran, auch bei der Paprika. Mal schaun, ob’s was wird.
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Ein seltsamer Tag war das heute. Erst dachte ich, ich tu keinen Schritt vor die Tür und dann habe ich doch noch eine ganze Menge im Garten machen können. Und ich glaube, nun wird das Wetter auch wirklich wieder besser. Es ist nach 20 Uhr und die Abendsonne lässt sich noch mal blicken. Der Sturm hat sich gelegt und wärmer ist es auch schon geworden. Morgen werde ich mal gucken, dass ich einen weiteren Kompostbehälter aus Holz bekomme, den ich dann ans andere Grundstückende hinter den Carport stelle. Nachdem die ganzen Werkzeuge in diese Richtung umgezogen sind und dort auch unser alter Tisch steht, verlagert sich sehr viel Gartenarbeit doch genau dorthin. Der alte Komposter kann ruhig da bleiben, wo er steht. Wir brauchen eh mehr als einen. Nur den schwarzen aus Plastik, den werden wir mal entsorgen.







@Silke: Vermutlich war meine Reaktion nur deshalb so radikal, weil hinterm Carport ja jahrelang alles zugewuchert war und nun endlich mal Licht in den Dschungel gekommen ist. Und als ich dann plötzlich – das ging ja innerhalb von wenigen Tagen – diesen Pfeifenstrauch Struwwelpeter sah, hab ich wohl die Krise gekriegt.
Ja, die Pfeifensträucher! Je mehr man schneidet, umso mehr wuchern sie mit dünnen Trieben, die dann vorzugsweise auch noch verlausen. So ganz habe ich unsere Sträucher auch nicht im Griff, denn eigentlich blühen sie am Schönsten, wenn sie nicht geschnitten werden. In meinem weißen Vorgarten geht das aber leider nicht. Und der Mittelweg (ca. die Hälfte der Triebe auslichten) ist meist auch recht blütenarm. Den bei meiner Mutter hatte ich im vorletzten Sommer radikal und im letzten Sommer gar nicht geschnitten – der blüht traumhaft & üppig! Und unseren unter der Scheinakazie habe ich im letzten Jahr nur etwas in der Breite beschnitten – sonst war es in den Jahren zuvor immer wesentlich mehr. Der war nun übervoll, dafür aber nach 13 Jahren 3,5m hoch und nimmt eine Fläche von etwa 2-3qm ein.
Die Traumsträucher an den Straßenrändern sehen auch nicht sonderlich beschnitten aus. Fazit möglichst wachsen lassen und immer mal wieder auslichten, wenn es zu viel wird. Ich schneidesie immer möglichst nach der Blüte.
Schneesturm haben wir seit 2 Jahren. Er steht vielleicht bei uns etwas ungünstig. Ich habe ihn noch gar nicht geschnitten. Er blüht zwar wenig, aber ich hoffe aufs nächste Jahr, wenn sich genug zweijähriges Holz gebildet hat …
Liebe Grüße
Silke
@Ulinne: Irgendwie “halbtot” hatte ich den Eindruck. Ich hbae sie behutsam nach draußen befördert, aber weggeflogen ist sie erstmal nicht.
@Sunny: Bisher hatte ich mit Rosen auch keinen großen Erfolg, aber allmählich lerne ich dazu. Trotzdem habe ich eine der drei neuen David Austin Rosen ganz doof gepflanzt, die mickert vorsich hin > zu wenig Sonne. Die werde ich im Herbst nochmal umsetzen. Clematis allerdings – die wuchern bei uns nur so.
@Hinterhofgärtner: Hallo – danke für deinen Besuch!
Die Vielzahl der Hummel- und Wildbienenarten habe ich auch vor kurzem erst so richtig entdeckt. Und in der Tat ist die Bestimmung “auf die Schnelle” extrem schwierig, die optischen Unterschiede sind oft recht gering.
Hi Elke,
ja, mit dem Schneiden hab ich auch immer meine Probleme. Da hab ich auch oft den Drang, erst mal alles ratzekahl abzuschnibbeln, denn gerade in diesem Monat scheint einem alles – schon fast bedrohlich – über den Kopf zu wachsen.
Aber es stimmt schon, bei diesen Neutrieben, die erst im folgenden Jahr blühen, sollte man immer zumindest ein paar Zentimeter – vielleicht mit 2-3 Blattpaaren – stehen lassen, damit es im kommenden Jahr wieder Blüten gibt.
War die Hummel tot?
Mir sind während der letzten Tage übrigens auch Hummeln aufgefallen, die sich seltsam langsam bewegten und auch schon mal auf meinem T-Shirt herumkrabbelten, als wollten sie von mir gerettet werden …
LG – Ulrike