Gruenzeux
Heute war ganz wider Erwarten – zumindest die Wettervorhersage ließ anderes vermuten – ein wirklich brauchbarer Gartentag. Heute morgen sah es noch so nach Regen aus, dass ich gleich nach dem Frühstück wieder raus bin, um den restliche Rasen zu mähen. Heckenschnitt zusammenrechen war auchwieder angesagt und dann eine Runde Unkraut entfernen rund ums gesamte Grundstück einschließlich Vorderhaus. Was Wunder, dass es dann schon früher Nachmittag war, als ich mich entschloss nun doch Grünzeux in Schöneck-Büdesheim zur Offenen Gartenpforte zu besuchen. Ging natürlich nicht ohne vorher den Gartendreck schnell abzuduschen, Haare waschen und ein sauberes Gewandl anzuziehen. Im Garten sieht frau ja manchmal aus wie . . . na, ihr könnt es euch vorstellen
. Als ich endlich startklar war, war der Himmel schwarz und es fing gerade an zu regnen. Was sonst! Bin dann trotzdem gefahren und auf der Friedberger Landstraße am “Stop and Go” fast verzwarzelt. Und habe nur gehofft, dass ich noch ankomme, bevor die Pforte wieder geschlossen ist.
Nun – es hat geklappt und als Erstes muss ich einfach sagen, dass Andreas und seine Frau zwei ausgesprochen herzliche Menschen sind. Das Haus liegt wirklich ganz am Ende der Straße direkt an den Feldern, so wie vor langer, langer Zeit mein Elternhaus auch mal. Mein Navi kannte jedenfalls die Hausnummer noch nicht *lach*.
Obwohl Haus und Garten noch ziemlich frisch sind, wirkt der Garten enorm eingewachsen. Das kann man kaum glauben, dass das alles in zwei Jahren entstanden ist. Da sind wirklich zwei am gärtnern, die das auch mit Leib und Seele machen. Aufgefallen ist mir ein Hochbeet aus einer Art Gabione. An sich bin ich kein Freund von diesen mit Steinbrocken gefüllten Drahtgestellen, aber dieses hier hat mich umgestimmt:

Und es sieht, wenn man davor steht noch viel besser aus als auf diesem Foto. Im Grunde fällt das Gitter kaum auf, es ist einfach ein toll bepflanztes Hochbeet. Vor allem der kleine Ahorn in der Mitte hat es mir angetan. – Ich habe nicht viel fotografiert, das Licht war nicht danach, es blieb relativ dunkel und regnet auch ab und an ganz leicht. Nicht fotografiert – das fällt mir jetzt erst auf – habe ich den riesigen Holztisch mit ganz, ganz vielen Semperviven. Andreas baut selbst auch Tröge für die Wurzen, die mir gut gefallen haben.

Es gibt auch einen wunderschönen kleinen Bach mit anschließendem Teich.
Andreas und seine Frau haben sehr viele Pflanzen, natürlich auch jede Menge Rosen und Clematis. Eine weiße Clematis viticella ist mir besonders aufgefallen, weil die weißen Blüten grüne Zipfel haben.

Clematis viticella “Alba luxurians” blüht sehr üppig . . .

. . . und so sieht sie von nahem aus *habenwill* ![]()
Auch die hellblaue Cl.viti. Prince Charles wächst dort, die schon länger auf meiner Wunschliste steht.
Die Zeit verging wie im Flug und als ich mich wieder auf den Heimweg machte hatte ich erstens wieder einmal einen sympathischen Blogger mehr kennengelernt und außerdem eine Reihe neuer Ideen für meinen Garten im Gepäck. Das schöne am Grünzeuxgarten: er hat eine ähnliche Größe wie unser Garten – etwas kleiner denke ich – aber es gibt dort schon längst keine schnurgerade Blickrichtung mehr. Dieses Aufheben der reinen Längsachse ist etwas, was ich mir unbedingt vorgenommen habe – schon länger, aber jetzt wieder erstrecht.





Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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