Archiv für Juli 2009
Oleander
Oleandersträucher gehören zu den Pflanzen, die bei mir noch selten üppig geblüht haben. Wenn ich im Urlaub im Süden ihre Pracht bewunderte, dann dachte ich immer, es soll halt bei uns nicht sein. In diesem Sommer ist es anders. Ich hatte mir im letzten Jahr mal wieder einen kleinen Strauch gekauft und ihn im Winter ins Haus geholt. Er stand dann im Flur auf der Treppe, direkt an der Glasscheibe nach draußen. Prompt trieb er dort auch aus und bekam kleine Blüten. Ist an sich nicht so toll. Ich habe ihn dann vorsichtig zurück geschnitten, bevor ich ihn im Frühjahr wieder raus gestellt habe. Und nun – o Wunder – blüht er seit Wochen unermüdlich. Und im Moment dürfte er seinen Höhepunkt für diesen Sommer erreicht haben.
Zierlich & schön
Ich verstehe garnicht, warum Funkien immer nur Blattschmuckstauden genannt werden und manche Leute sogar die wunderschönen Blüten abschneiden. Hier blüht die Goldblattfunkie am Teich:

Libellen
Seit wir Bach und Teich unser eigen nennen, warte ich sehnsüchtig auf Libellen. Schließlich gab es früher auch ohne Gewässer schon ab und an ein paar dieser hübschen Gesellen in unserem Garten. Neulich sah ich eine zierlich Blaue vorbeifliegen und heute glückte es mir, dieses Prachtexemplar zu fotografieren:

Ich schätze, es handelt sich um eine Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)

Pummelige Konkurrenz – Erdhummel auf Echinacea ***
*** Sofern es sich nicht auch wieder um eine Schwebfliege – eine Hummelschwebfliege handelt. Die gibt es nämlich auch. Und es gibt Pelzbienen und alles mögliche mehr, was hummelig aussieht – den Wollschweber zum Beispiel. Ich glaube dieses Jahr gar nichts mehr, vor allem weil wir diese Schwebfliegeninvasion haben. Zur Hummelschwebfliege siehe HIER.
Collage fragile
Heute mal ein paar Blüten zusammengefügt, die nicht durch pure Größe protzen und trotzdem einen ganz besonderen Zauber ausstrahlen:

Links oben im Uhrzeigersinn: Schneckenknöterich (Polygonum affine ‘Superbum’) am Teich, Segge (Gras) und Verbena bonariensis (Argentinisches Eisenkraut), Polsterglockenblume, Geißblattblüte und ein Pfauenauge am erst halb erblüten Hortensienball.

Die Verbene war erst so garnicht mein Fall, aber jetzt hat sie mehrere Blüten an ihren hohen, fast blattlosen Stielen und es sieht schön aus, wie sich diese zarten Blüten über den Wasserspiegel neigen.
Das Wetter ist heute etwas merkwürdig. Heute morgen war es fast kalt, Frühstück auf der Terrasse war diesmal nicht angesagt. Den ganzen Tag türmten sich dicke, aber weiße Wolken am Himmel auf und die Luft blieb ziemlich frisch. Erst jetzt am späteren Nachmittag scheint zeitweise die Sonne so heiss, dass es einem schon fast wieder den Schweiss auf die Stirn treibt. Wenn sie sich dann ab und an hinter den Wolken verbirgt, spürt man sofort wieder die niedrige Lufttemperatur.






Blattchallenge2010



