Seltsame Hochsommertage
Ich kann über das Wetter heute fast das Selbe schreiben wie gestern, nur dass ein unglaublicher Wind weht, der das Ganze nicht so schwül werden lässt. In der Nacht und vormittags hat es wieder geregnet, dann kam die Sonne raus. Ich bin froh, dass der GöGa erstmal fertig ist mit dem Rumklettern auf dem Wintergartenglasdach zwecks Streichen des Hausgiebels. Ich fand’s ohne Sturm schon nervenzerfetzend, aber heute wäre es wirklich nicht ratsam.
Ich war erneut mit Grabegabel, Schaufel und allem anderen im Garten zugange. Erst musste das gewucherte Unkraut im Wäldchen dran glauben, danach habe ich dort in meiner “Baumschule” das größte der geretteten Buchsstämmchen wieder ausgegraben und zu meiner Trennlinie zwischen Garten vorne und hinten getragen. Da musste ein kaputter Buchs weichen, einer der endständigen wurde an dessen Stelle gesetzt und der Große nun wiederum an die Ecke – alles klar
?

Nun habe ich zwei größere fast kugelige Buchsstämmchen jeweils an den Enden stehen und dazwischen niedrigen, kleinblättrigen Buchs. Das Ganze soll mal die Einfassung zu einem Bauerngartenbeet werden. Im Herbst werde ich umgraben. Im Moment stehen noch meine Tomatentöpfe dahinter.
Immer nur eine Hand voll – aber immerhin!
Anschließend habe ich mit den Säuberungsaktionen im Vorgarten weitergemacht. Das war bitter nötig. Von den ständig bepilzten Rosen habe ich nur die relativ resistenten gelben Bodendeckerrosen stehn gelassen. Die “Nostalgie” wurde zum wiederholten Mal umgepflanzt. Mal sehn, ob sie s auch diesmal überlebt? Die orangerote Rumba habe ich komplett entsorgt. Die sah einfach zu schlimm aus und passte mit ihrer Knallfarbe auch nirgendwo hin.

Die Katzels haben mich immer aufmerksam beobachtet

Ganz sicher wird mir von diesem Sommer die Invasion der Schwebfliegen im Gedächtnis bleiben.

Von der hübschen Clematis viticella Avantgarde . . .

. . . bleiben im Verblühen zunächst mal die ebenso hübschen inneren Puschel übrig.

Als unangefochtener Dauerblüher entpuppt sich dieses Jahr die “Pink Fantasy” am Holzzaun. Dass direkt neben ihr im Wurzelbereich die Piilu von der Welke befallen wurde, hat sie überhaupt nicht gestört.

Schöne Farbkombination im Rosenbeet (ohne Rosen): Astilbe, Rittersporn, Geranien. Und ich habe gesehen, dass die dritte David Austin Rose (Lady Emma Hamilton), die ja erst mit Verspätung vom nassen Vorgarten ins Beet gezogen ist, nun auch Knospen hat *freu*! Und meine Superclematis – die tolle Crystal Fountain – hat doch neue Triebe mit Knospen auch von unten her gebildet. Da musste nur mal Platz geschaffen werden. Ich habe sie vorsichtig aus den gezackten Blättern der Christrose befreit und ebenso vorsichtig in den Rankstab gefädelt. Mal sehn, ob die Knospen sich noch öffnen.
Nun sieht es im Vorgarten auch wieder weitestgehend ordentlich aus und ich muss mir gut überlegen, was ich dort noch pflanze. Jedenfalls keine Rosen mehr.

Langsam wird’s Abend (20 Uhr) . . . die Sonne geht über dem hintersten Eck des Gartens unter.

UND JETZT IST SCHLUSS!
Nachtrag *lach*: Eben hat mir einer von Andis Freunden eine tolle Kehrschaufel mit Besen vorbeigebracht, aber so richtig stabil aus Stahl mit Holzgriff und der Besen ebenso mit festen Borsten, ideal für den Garten *freu*!!! Neulich hatte sich der junge Mann nämlich von mir Schippe und Besen ausgeliehen – so ein Billigmodell – und prompt den Griff abgebrochen. Hätte ich ihm nie und nimmer übelgenommen, war ja ein Mistzeugs. Außerdem fand ich’s eh schon toll, dass da mal einer freiwillig die hintere Trepe saubergemacht hat. Aber er hat mir gleich erklärt, dass er mir eine neue Schaufel mitbringen würde, er hätte da einige davon, so richtig solide. Und genau so was hat er nun gerade vorbei gebracht – klasse. So kenne ich das noch von meinem Eltern, erstens Schippe und Besen, zweitens die Einstellung.





Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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