Goldener Herbst
. . . im Eschborner Arboretum.
Nachdem ich heute Mittag für das ABC Projekt schon mein “U”r-Gestein im MainZauber Hauptblog eingefügt habe, folgen nun die restlichen Bilder für das Projekt 52 zum Thema “Goldener Herbst”. So die richtig tolle Indian Summer Färbung scheint es in diesem Jahr nicht zu geben, dazu fallen schon zu viele Blätter. Irgendwie haben die Bäume ihre ganze Kraft in die Produktion ihrer Früchte gesteckt, habe ich den Eindruck.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen . . .
Mein Lieblingsbaum im Eschborner Arboretum ist also auch eine Hainbuche. Lieblingsbaum im Grunde nur deshalb weil er so toll aus dem Dunkel des Weges auftaucht. Der Weg durch den Ahornwald ist im Sommer wirklich ziemlich finster und dann öffnet er sich pötzlich und zur richtigen Tageszeit erscheint dann dieser Baum im Sonnenlicht.
Die Araucaria verändert ihre Farbe wie die meisten Nadelbäume nicht
Das Arboretum hat viel von einem Landschaftspark im englischen Stil
Hin und wieder wachsen jetzt auch Pilze in den Wiesen . . .
. . . und der blaue Storchschnabel ist im herbstlichen Braun-Gold-Grün der absolute Hingucker
Mal eine Rotbuche – keine Bucheckern mehr in den Fruchtkapseln
. . . anders bei den Eichen – Eicheln gibt es massenhaft.
Ich habe mal gelesen, dass Eicheln auch nur ein sehr bitteres Mehl ergeben, während Bucheckern ganz gut schmecken sollen. Deshalb werden Eicheln wohl nur in der Schweinemast eingesetzt. Feinschmecker scheinen die Schweine also nicht zu sein.
Die Pimpernuss (Staphylea pinnata)
Die Pimpernuss gehört bei uns zu den seltenen Gehölzen und gilt auch in Südosteuropa zu den gefährdeten Gehölzen.
Die langen Blütentrauben können zu einer Süßigkeit kandiert werden. In den imposanten Blasenfrüchten sitzen kleine Nüsschen, die wie Haselnüsse aussehen und ähnlich wie Pistazien schmecken. Bekannt ist der daraus gewonnene Pimpernusslikör, der im Bayerischen Wald hergestellt wird. Der Pimpernuss wird eine aphrodisierende Wirkung zugesprochen.Getrocknete Samen der Pflanze, die auch gefärbt werden können, benutzte man früher zur Herstellung von Schmuck, vor allem von Ketten, zum Teil auch von Rosenkränzen (Quelle: Wikipedia)
Ginkgoblätter färben sich im Herbst leuchtend gelb
Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
Der einzige Schmetterling der auch mitten im geschlossenen Wald vorkommt, sofern eine kleine, besonnte Stelle vorhanden ist. Der Falter fliegt von April bis September/Oktober in mehreren Generationen. Er gehört zu den Edelfaltern, Unterfamilie Augenfalter.
Buchen
Kleiner Nachtrag: Also dank Sisah habe ich mich nochmal mit den Früchten der Hainbuche bzw. mit den Buchen überhaupt beschäfigt. Unsere Hainbuche (Carpinus betulus) ist mit der Rotbuche (Fagus sylvatica) nicht verwandt obwohl sie ihr ähnlich sieht (Blattform). Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse und zur Unterfamilie der Haselnussgewächse (steht so bei Wikipedia). Dementsprechend sagt man zu den Früchten der Hainbuche auch nicht Bucheckern sondern einfach nur Nüsse. Dass Birken und Haselnüsse mit einander verwandt sind, ist mir auch neu.
GNU – Klick auf’s Bild führt zum Original
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Die Hainbuche trägt auch den Namen Weißbuche oder Hagebuche. Wir finden hier wieder die Bedeutung von “hain” und “hag” einmal als Einzäunung oder “hartes Holz”. Ich habe das mal am Beispiel des “Hagestolzes” erklärt. Auch das Wort “hanebüchen” nimmt dort seinen Ursprung.
Auszug aus meinem Blogeintrag vom 21.01.2008:
Das Wort “Hain” oder “Hag” ist heute außer in alten Ortsbezeichnungen fast verschwunden, durch das Wort Hecke ersetzt. Der Olivenhain, wie man ihn im Süden kennt, ist etwas anderes. In der deutschen Sprache war der Hain oder Hag eine Abgrenzung, meist durch dichtes Weidengeflecht und Dornengestrüpp. Der Begriff “Hexe” ist aus der Verkürzung des Wortes Hagazussa entstanden – Frauen die angeblich die Grenze zwischen “hier und dort” überwinden konnten. Meistens liest man dafür die Bedeutung “die, die auf den Hecken sitzen”, was aber die wirkliche Bedeutung nicht widergibt. Auch der “Hagestolz” hat den Ursprung im Hag oder Hain – Einer der sich abgrenzt oder ausgegrenzt wird. Lt. Wikipedia waren es im Mittelalter die Söhne ohne Erbrecht, denen nur ein kleines Anwesen zugesprochen wurde: “Demnach bezeichnet hagestalt ein kleines, in einem entfernten Winkel eines Grundbesitzes erbautes und mit einer Hecke umfriedetes Anwesen, meist eine Hütte, das der Bewohner vom Hoferben zur Verfügung gestellt bekam. Dieses Gehege war so bescheiden, dass der Inhaber in der Regel keine eigene Familie gründen konnte.”





Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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