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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Tages-Archive: 8. Oktober 2009

Gartenfreuden

15 Uhr 30 >>> Boah, ich seh total ätzend aus, hab einen barbarischen Hunger aber meine Gartenbuddelfreude endlich wieder gefunden, die mir mit dem Spätsommer bzw. beginnenden Herbst doch etwas abhanden gekommen war. Das Wetter hat sich nach den morgendlichen Regenschauern wieder gemacht und ich bin erstmal in den Vorgarten. Der hat es bitter nötig, weil er von mir doch in diesem Jahr ziemlich vernachlässigt worden ist. Einige Stellen waren nur noch voller Unkraut, dafür war an anderen alles in einander gewachsen, weil ich mit mehr Begeisterung als Wissen im letzten Jahr und auch davor alles mögliche gepflanzt hatte, was nun zu groß geworden ist. Jetzt habe ich ausgegraben, neu gepflanzt, verpflanzt und auch noch ein paar Zwiebeln dazu gesteckt sowie einige Alpenveilchen, die seit Wochen in ihren Minicontainer einfach so rumstanden. Es ist erst ein Teil des Vorgartens, aber wenn’s Wetter nicht zu garstig wird, mach ich die nächsten Tage weiter. Jetzt gibt es erstmal ein großes Stück Pizza. Ich hab noch nicht mal gefrühstückt heute morgen, stell ich fest. Und wenn ich mir ein Jäckchen drüber ziehe, kann ich die Pizza sogar noch auf der Terrasse in der Sonne essen *freu*. Und dann . . . ? Ja, dann mähe ich den restlichen Rasen noch fertig!

vorgarten1Ilex, Zaubernuss, Bartblume
Anemonen, Krokusse, Tulpen

vorgarten2Bartblume, Hosta, Skimmie
Alpenveilchen, Tulpen, Hyazinthen

Diese Fotos sind nur für mich gedacht und erheben keinen Anspruch auf besondere Schönheit. Wichtig war es mir, die Bartblume und die Skimmie zu trennen. Die waren total in einander gewachsen und zudem noch in das Geißblatt hinein. Die Zwiebelblumen werden blühen, bevor die Hosta wieder ihre Blätter ausbildet. Das ist gut so.

Letzte Meldung: 17 Uhr > alles fertsch , ich auch.

Caryopteris, die Bartblume hat mich mit ihrem starken Wachstum sehr überrascht. Und nachdem ich einiges über sie nachgelesen habe, wundere ich mich umso mehr, dass sie sich so toll entwickelt hat. An sich ist es eine Pflanze für einen trockenen Boden und trockenes, warmes Klima. Sie duftet auch ein bisschen wie Lavendel, wenn man sie schneidet. Aber Lavendel gedeiht bei uns auch an den unmöglichsten Stellen gut – ist schon erstaunlich. Ich bin ja ein sehr ungeduldiger Mensch, auch im Garten. Da sind Buchspflanzen zum Beispiel garnichts für mich. Ich bin schon am überlegen, ob ich meine zukünfigen Beete nicht lieber mit Lavendel einfasse. Der wächst viel schneller und sieht geschnitten auch sehr gut aus.

Herbstschnitt

laubhaufen Wie viele wohl noch in diesem Jahr? Rasenschnitte meine ich. Heute ist nicht so ganz das optimale Wetter, aber es muss sein. Es ist zwar angenehmer als gestern, weil nicht mehr so warm, aber es schauert dauernd zwischendurch. Zwei Drittel hab ich schon geschafft, aber nun ist mir das Gras doch zu nass. Die Mischung aber ist perfekt für den Kompost: einerseits der feuchte Rasenschnitt, andererseits das mitgenommene und vom Mäher gehäckselte trockene Laub. Nur die verharzten Schuppen der großen Zapfen nerven, weil ich nämlich nie Handschuhe anziehe. Immer wenn ich den Grasfangsack leere, hab ich den Babsch (hessisch für “das Klebrige”) an den Fingern. Sicher hängt das Zeug auch an den Messern, da hab ich noch nicht nachgeguckt. Das Mähen klappt noch ganz gut.  – nu kommt die Sonne wieder raus – das reinste Aprilwetter.

bussarde

Am Himmel kreischen heute mal wieder die Bussarde. Manchmal scheinen sie zum Greifen nah und ich würde mir wünschen, dass sich mal einer auf dem Dach des Nachbarn niederlässt. Tun sie aber nicht und ich kann sie auch kaum fotografieren. Sie fliegen unglaublich schnell.

ginkobaum

Aber dafür entdecke ich plötzlich in einem etwas weiter entfernten Garten einen Baum mit strahlend gelben Blättern, ein Gelb für das  ich inzwischen sensibiliert bin: tatsächlich es ist ein haushoher Ginkgobaum. Der war mir vorher noch nie aufgefallen. Ich habe mal gegen die Mittagssonne fotografiert – nicht so ganz das optimale Ergebnis.

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9. Februar 2012, 04:27
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