Monats-Archive: Mai 2010

Tja – das war er nun, der angebliche Wonnemonat. Grauslich – oder? Auch heute verabschiedet er sich, wie er sich den ganzen Monat lang gebärdet hat. Stop – morgen ist ja erst der 31. Aber ob der noch was raus reißt? Es ist jetzt 18 Uhr und seit einer Viertelstunde kommt sogar mal die Sonne raus. Ich habe im nassen Garten meine Runde gedreht, drei Hände voll Unkraut gerupft und eine zierliche Libelle an einem Rosenblatt entdeckt. Bis ich die Digi geholt hatte, war sie aber schon weg.

Windig ist es heute wie Teufel. Nahaufnahmen sind deshalb sowieso kaum möglich, wurden aber trotzdem versucht.

Die Knospe der Clematis “Arctic Queen” scheint sich selbst zu umarmen um sich zu schützen

Am Teich blüht das kleine Sumpfblutauge

Recht wehrhaft erscheint die Knospe einer Hosta, ebenfalls am Teichrand
Die meisten meiner Hostas sind namenlos, schön sind sie trotzdem

Wer hätte das gedacht? Gestern meinte mein Junior noch, dass nach der Sendung aus Oslo der Lena-Rummel wohl endlich vorbei sei – ich glaube, er hat sich getäuscht.

“Uaaah, Jeanie, warum müssen wir uns das angucken?”
“Guck, der da kommt aus England, dort wo die Beatles herkamen.”
“Nee, oder? Erinnert mich an Alexander Klaws.”
“Alexander wer?” “Na, der Erste damals von DSDS.”
“Manno, das ist ja furchtbar. Wann kommt endlich Lena?”

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Der Juni steht vor der Tür und die ersten Rosen öffnen ihre Blüten. Wie immer sind die roten Strauchrosen im Vorgarten am alten Haus die ersten.

Ein schöner Begleiter wären die weißen Glockenblumen, die sich aber an ganz anderer Stelle angesiedelt haben, nämlich am Rande des Steingartenbeetes, wo sie nicht wirklich hingehören. Puristen würden sie dort vermutlich entfernen, aber zu denen gehöre ich nicht. Sie blühen wunderschön und ergänzen dabei die weiße Clematis Madame Le Coultre, die die Korkenzieherhasel durchdringt. Diese steht schon seit Urzeiten an der Terrassenecke und markiert den Übergang zum übrigen Garten.

Nach Plan läuft in einem Garten sowieso nie alles, warum mir also deshalb graue Haare wachsen lassen? Lieber genieße ich die schönen Aspekte in vollen Zügen, obwohl es mich schon ärgert, dass ich die kleinen grünen Raupen zu spät entdeckt habe, die die Knospen der weißen Kletterrose “Ilse Krohn superior” angeknabbert haben. Ich hoffe mal, dass das nicht so sehr auffällt, wenn sich die Blüte voll geöffnet hat.

Auch an einigen Hostas öffnen sich die ersten Blüten oder treiben zumindest schon die Stängel heraus. Ich habe noch wenig Hostaerfahrung. Bisher habe ich die Blüten immer gelassen, weil sie ja wirklich schön aussehen. Manche Gärtner nehmen sie aber weg, weil sie Hostas nur der Blattschönheit wegen anpflanzen. Bei einer meiner goldgelben Funkien hatte ich im letzten Sommer den Eindruck, dass sie von der Blüte extrem geschwächt wurde. Ich werde das mal beobachten. Vielelicht lässt man sie bei einigen Sorten wie bei diesen dunkellaubigen mit den schönen blauen Blüten und nimmt sie bei anderen besser ab.

Eine zweite Deutzie blüht nun auch, sie ist immer viele später dran als die andere im Vorgarten.

So garnicht zufrieden bin ich in diesem Jahr mit dem Rankobelisken neben dem Hauseingang, an dem sich sonst immer wunderbar  zwei verschiedene Clematispflanzen emporgerankt haben, meist bis zur Lampe an der Hauswand bzw. bis zur Ampelpflanze. Imletzten Winter war mir eine Clematis kaputt gegangen und  die andere hat nun die Clematiswelke erledigt.  Für die erste Pflanze habe ich im zeitigen Frühjahr eine neue gesetzt, die “Mrs. Cholmondeley”, die sich aber nur sehr zögerlich entwickelt. Nun sieht das alles doch etwas mickrig aus – schade. Denn auch die dazu gepflanzte Kletterrose Compassion will nicht so recht. Die ganze Ecke scheint mir für Rosen und Clematis nicht so wirklich ideal.

Mrs. Cholmondeley – nur eine einzige Blüte bisher

Tja – so ist das mit dem Gärtnerleben -immer wieder überraschend  ;-)

Nachdem gestern Nachmitttag der Boden etwas trockener wurde, habe ich den Rasen gemäht und im Anschluss einen großen Teil gedüngt – die Duftnote des Biodüngers verfolgte uns bis in Abendstunden *lach*.  Leider reichte die Düngermenge nicht für alle gelben Stellen, aber heute bin ich ganz froh, dass ich nur den planen Rasen düngen konnte. Denn in den Morgenstunden gingen hier heute sintflutartige Regenfälle runter, die mir an den Seiten, die eine leichte Mulde haben, sonst sicher wieder den Dünger zur Mitte hin gespült hätten. Wenn ich also diesen Rest noch dünge, dann hoffe ich mal, dass ich von einem solchen Regen wie heute früh verschont bleibe.

Gestern Abend wurde es sogar nochmal richtig  schön. Ich habe noch den Farn ausgegraben, der durch die Ritzen der alten Terrasse gewachsen war und sich inzwischen prächtig entwickelt hat, seitdem Stefan die alten Holzdielen abgenommen hat. Nun habe ich ihn zu den anderen Farnen ins Waldbeet gesetzt, etwas vor den Königsfarn, von dem ich immer noch hoffe, dass er sich wieder erholt. Dann bin ich irgendwie im Vorgarten gelandet, wo ja teilweise immer noch wüste Wildnis vorherrscht. Dort habe ich diverse Rosen- und Etagenprimeln ausgegraben, die völlig überwuchert waren und habe sie an den Teichrand gesetzt. Und mich anschließend über das wuchernde Unkraut hergemacht. Ich brauche für diesen vorderen Teil des Vorgartens ein anderes Konzept. Ich glaube, da muss nochmal alles raus und ich werde nur Pflanzen setzen, die viel Feuchtigkeit tolerieren und möglichst wenig Unkraut aufkommen lassen. Sonst wächst mir dort alles über den Kopf. Die andere Seite sieht dagegen schön aus. Die Kombination aus Sträuchern, Clematis und Bodendeckern macht sich gut.

Mehr Wasser als wir brauchen können

Zucchini, Tomaten, Salat, Kräuter und Beeren – alles braucht jetzt Sonne!

Im Wäldchen blüht der Holunder

*

Die zukünftige Terrasse gleicht derzeit eher moderner Kunst

Stefan schmeckt der viele Regen natürlich ganz und gar nicht

. . . macht sich im neuen Rasen breit. Das geht im Moment rasend schnell und macht mir wirklich Sorgen. Es betrifft vor allem den Rollrasen, der andere besteht ja hauptsächlich aus gesundem Unkraut.  Da wir mit sowas Edlem wie neuem Rollrasen noch keinerlei Erfahrung haben, habe ich nicht gedacht, dass der eventuell so schnell Dünger brauchen könnte. Nun habe ich mich mal ein bisschen eingelesen und es wird wohl Nährstoffmangel sein – denn Trockenheit kann’s kaum sein. Obwohl es schon seltsam ist, dass er in den schattigen und feuchten Bereichen eher grün bleibt und auch in der leichten Senke zwischen Bach und Randbepflanzung.  Ich habe so die Vermutung, dass zumindest dort sich in der Tiefe Wasser und ausgelöste Nährstoffe angesammelt haben, während oben an den Rändern Mangel herrscht. Man glaubt gar nicht welche große Rolle Wasser spielt. Auch beim eingesäten Rasen ist der Unkrautbefall dort besonders hoch, wo es im letzten Frühjahr solange extrem trocken war, während es in den schattigen Bereichen kaum Unkraut sondern schönen saftig grünen Rasen gibt. Morgen werde ich mal einen hochwertigen, organischen Langzeitdünger besorgen, ihn mit dem noch vorhandenen Chemodünger mischen und das Gemisch dann sorgfältig ausbringen. Hoffentlich regnet es morgen nicht, denn der Dünger darf nur auf trockenen Rasen ausgebracht werden, sonst löst er sich zu rasch.

Nachdem es heute von morgens bis zum späten Nachmittag in einer Tour geregnet hat wie verrückt, hat es am Abend nachgelassen. Ich hab die Gunst der Stunde genutzt und mich mit meinem Fugenkratzer vorne am alten Haus über das Unkraut hergemacht. Da wuchsen nämlich inzwischen jede Menge kleiner Birken. Auch am Kellerabgang sieht es furchtbar aus.  Überall ist an den Mauern was kaputt und dort wachsen Pflanzen ohne Ende, die alles noch mehr kaputt machen. Ich habe mich grummelnd und schimpfend durch Grünzeug, Dreck und Kellerasseln gewühlt – ich hasse es! Aber ab und an muss ich das machen. Gefreut habe ich mich, dass die Maler nun den Eingang rund um die neue Haustür wieder wunderschön in Ordnung gebracht haben, das sieht fein aus.

Im Garten sieht es heute Abend nicht so berühmt aus, weil alles nass und schwer zu Boden hängt. Bin gespannt, wie die Clematisblüten das überstehen. Stefan hofft auch auf trockenes Wetter, damit er mit der Terrassse voran kommt. Ich merke in vielen Blogs, dass eine ganze Reihe von Leuten inzwischen etwas depressiv auf dieses Frühjahr reagieren, nachdem der Winter schon so lang war. Es ist ja auch zum aus der Haut fahren.

Zum Aufheitern ein paar Blümchen aus Schloss Wolfsgarten

Kein Herbstfoto!
Sehr geschickt wurden im Schlosspark Bäume mit unterschiedlichen Laubfarben kombiniert.

Mehr zum Schlosspark Wolfsgarten in den letzten 3 Tagen im MainZauber-Blog


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Kommentare
Frankfurt-Wetter
23. Mai 2013, 18:41
Bewölkt mit Regenschauern
Bewölkt mit Regenschauern
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