Sommer
Heute haben wir also hochoffiziell Sommeranfang und gleichzeitig Sommersonnenwende. Das heißt nichts anderes, als das wir heute den längsten Tag des Jahres haben, was die Helligkeit angeht und die kürzeste Nacht. Wir sprechen auch von Mittsommer oder der Johannisnacht. Mittsommer oder Midsommer ist ein Begriff, den ich sehr viel positiver besetzt finde als die Sommersonnenwende, einfach weil das bei so vielen Menschen schon wieder Wehmut auslöst – so nach dem Motto: nun werden die Tage wieder kürzer – *heul*. In Mitteleuropa ist es nun mal so, dass wir vier Jahreszeiten haben und der Sommer eben auch nur eine relativ kurze Zeitspanne im Jahr ist. Je nachdem, ob das Frühjahr warm und schön war und ob wir im September und Oktober noch einen schönen Frühherbst bekommen oder ob – wie in diesem Jahr – das Frühjahr eher kalt und nass war, hadern wir mit unserem Sommer oder freuen uns darüber. Ich bin grundsätzlich dafür mich über die warme helle Jahreszeit zu freuen und nicht schon wieder nach dem nächsten Herbst und Winter zu schielen.
Wer einigermaßen erdverbunden ist und mit der Natur lebt, weiß ja auch, dass das “Werden – Blühen – Vergehen und erneut Werden” einen Kreislauf darstellt, den die Erde braucht. Die Erde braucht das Wasser und die Sonne gleichermaßen, sie braucht vielfach auch den Frost, damit verschiedene Samen überhaupt erst im Frühjahr keimen können, sie braucht den Herbst, indem die Blätter fallen und neuen Humus bilden.
Also macht was aus der Sommerzeit und wenn’s mal nicht so toll heiss ist, wie ihr es gerne hättet, dann zieht halt auch im Juni mal eine Jacke drüber und ein paar Socken an und geht raus ins Freie. Licht ist im Moment jede Menge vorhanden, auch wenn mal Wolken am Himmel hängen. Und je mehr Licht und Sauerstoff ihr bekommt, um so besser geht es euch – da unterscheiden wir Menschen uns nicht von der übrigen Natur (von einigen Tiefseelebewesen, Mikroben und Grottenolmen mal abgesehen. Aber wer will schon ein Grottenolm sein?)
Ich habe heute morgen warm verpackt den Rasen gemäht und am Nachmittag kam die Sonne raus, die ich dann in vollen Zügen genossen habe. Die Vögel singen auch bei 15°C , die Rosen duften und das Unkraut wächst *g*. Falls wer heute Nacht ein schönes Mittsommerfest feiert, dem wünsche ich ganz viel Spaß dabei. Bei mir bleiben jedenfalls die Rolläden oben bis es dunkel ist und danach stell ich noch Windlichter auf die Terrasse.
Solange es nicht sooo aussieht . . .
Und übrigens – auch 2009 war das Wetter am 21. Juni nicht viel anders als heute






Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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