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Tages-Archive: 10. August 2010

Rote Blumen

. . . für Ruthie. Oder sagen wir mal: blühende Pflanzen. Der typische Blümchenbeitrag wird das heute mal nicht *gg*.

Da wäre beispielsweise der Amaranth, fotografiert in Arizona bei Montezuma Castle

Amarant(h)

Amarant ist eine alte Kulturpflanze. Amarant zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Genutzt werden vor allem die Samen der an Hirse erinnernden Körner. Bereits bei den Azteken, Inka (Amaranthus caudatus vorwiegend Kiwicha benannt, diese Bezeichnung wird heute noch in der Andenregion verwendet) und Maya waren die getreideähnlichen Körner neben Quinoa und Mais ein Hauptnahrungsmittel. In fast 9000 Jahre alten Gräbern in Mexiko wurden Samen dieser Pflanzen nachgewiesen.

Die Spanier verboten im 16. Jahrhundert den Anbau von Amarant unter Androhung der Todesstrafe, aufgrund der starken religiösen Bedeutung von Amarant, unter anderem im Rahmen einer kommunionsähnlichen Zeremonie (bei der auch Menschenblut zur Anwendung kam), im Zusammenhang mit einem Fest zu Ehren des Aztekengottes Huitzilopochtli.[1] Diese Maßnahme trug zur allgemein schlechten Versorgungslage bei und ist daher mitverantwortlich für den Tod von Millionen Indios. Nach dem Verbot geriet die Pflanze für Jahrhunderte fast völlig in Vergessenheit. Quelle: Wikipedia

Ähnlich exotisch wirkt auf uns die Rizinuspflanze, die ich euch vor ein paar Tagen im anderen Blog gezeigt habe. Hier kommt das Bild nochmal:

Rizinus

Ricinus communis, manchmal auch Wunderbaum genannt, ist ein Wolfsmilchgewächs und somit wie alle Wolfsmilchgewächse giftig! Wusstet ihr, dass Ricinus “Zecke” heißt (Lat.)  Die Bezeichnung kommt daher, dass die Samen der Pflanze (die sog. Castorbohnen) wie eine vollgesaugte Zecke aussehen. Interessant ist, dass das Gift der Samen in deren Schale sitzt. Wird aus den Samen durch Pressung das Rizinusöl gewonnen, so ist dieses ungiftig (wenn auch wie bekannt für die menschlichen Verdauungsorgane ziemlich .. nun ja … anregend).

Das Gift Rizin ist so gefährlich, dass es sogar als chemischer Kampfstoff gilt. 1978 kam es in London zu einem Attentat auf den bulgarischen Dissidenten Markow. Er wurde von einem bulgarischen Geheimdienstagenten auf offener Straße mit einem Regenschirm angegriffen, dessen Spitze mit Rizin präpariert worden war. Markow starb einige Tage später an den Folgen der Vergiftung.

Die Galerie gibt es auch als Picasaalbum, so bleibt das Projekt erhalten, auch wenn es hier im Blog irgendwann vorbei ist.

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