An sich mag ich Tauben nicht sonderlich, jedenfalls nicht die dicken Stadttauben mit den kleinen Köpfen. Stadttauben??? Diesen Begriff gibt es in der Tat. Es handelt sich um die Art Columba livia forma domestica, die von der Felsentaube abstammt. Ich schätze, dass die Tauben, die sich bei uns im Garten einfinden samt und sonders Stadttauben sind – vielleicht auch Ringeltauben. Lt. Wikipedia ist die Ringeltaube (Columba palumbus) die größte Taubenart Mitteleuropas und durch die weißen Flügelbänder und einen weißen Halsstreifen kaum zu verwechseln. Da muss ich mal drauf achten. Der Stadttaube fehlt diese Bebänderung.
Eindeutig eine Ringeltaube (ich habe kaum Fotos mit Tauben drauf)
Heute morgen sah ich eine ganz andere Taube im Garten, kleiner, sehr helles Gefieder und mit einem dunklen Ring um den Hals. Diese hielt ich nun eigentlich für eine Ringeltaube, aber das war offenbar eine Türkentaube (Streptopelia decaocto). Was für ein Verwirrspiel! Leider habe ich kein Foto machen können. Diese Art fand ich recht hübsch. Da passen Körper und Kopf irgendwie besser zusammen.
In Ermangelung eines eigenen Fotos der Türkentaube
Türkentaube / Quelle: Wikipedia
Türkentauben sind Kulturfolger. Sie haben sich inzwischen als Standvögel etabliert und leben in Parks und Gärten, immer in der Nähe von Siedlungen, gerne in ruhigen Wohngebieten, in denen es ein paar Nadelbäume gibt. Letztere brauchen sie, da sie bevorzugt in Nadelbäumen brüten.


@Georg H: Bei uns hat der Bestand an Sperlingen in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Hier am Rande von Frankfurt haben wir auch weniger Stadttauben – eigentlich gar keine – als Ringeltauben und die zierlichen Türkentauben. Aber ich habe tatsächlich im letzten Winter (nur als es lange sehr eisig war) darauf geachtet, keine für Tauben zugänglichen Futterstellen anzubieten. Der Eintrag, den du kommentiert hast, ist zwei Jahre alt. Seitdem hat sich schon wieder viel geändert. Zugenommen hat inzwischen leider der Bestand an Rabenkrähen, fürchterliche Gesellen, die es sogar geschafft haben die Mäusebussarde wieder zu vertreiben.
Stadttauben mithilfe des Haussperlings bekämpfen:
Viele westdeutsche Städte haben haben eine Taubenplage und kaum noch Haussperlinge, außer Berlin.
Durch Förderung des Haussperlings durch Nistplätze für Sperlinge und vergrämung der Stadttaube ist die Deutsche Hauptstadt auch Hauptstadt des Haussperlings. Man sieht es in der Stadt: Fällt Brot oder Pommes auf den Boden sind die vielen Hausperlinge sofort da und alles ist sauber, die trägen Tauben haben kaum eine Chance was abzubekommen.
Auch bei der Winterfütterung die Futterstelle zb. durch Gittermatten nur für Singvögel zugänglich machen.
Laut Gesetz stehen alle Singvögel unter Naturschutz außer Stadttauben.
Tauben mag ich an sich gerne. Sind sie doch auch Symbole des Friedens
Nur erzeugen sie leider auch viel Dreck. Ärgerlich ist es auch, wenn sie vom Baum herunter auf das vorm Haus abgestellte Auto machen.
Trotzdem kamen sie im jetzigen Winter und taten sich am Vogelfutter gütlich. Sollen sie. Sie sind auch allzu possierlich anzusehen. Eine Türkentaube hatten wir übrigens mal großgezogen. Was war das für ein trauriger Abschied für meine damals noch kleine Schwester
Liebe Grüße
Sara
Diese Taubenart ist mir unbekannt und kommt auch in unseren nordamerikanischen Gegend nicht vor. Wir haben eine Anzahl von heimischen Tauben, aber nur die Mourning Dove (Zenaida macroura) kommt in unseren Garten.
Sehr schoenes Foto, Elke!!
@Sisah: Ach schau an, diese gedankliche Verknüpfung hat mir noch gefehlt. Ja, es leuchtet ein, dass die Abstammung von der Felsentaube dazu führt, dass die Stadttauben dann eben in den Gemäuern nisten. Danke für den Hinweis.
@Melanie: Wieso arme geschundene Geschöpfe? Also den Tauben bei uns im Garten geht es gut – vielleicht zu gut.
@Inge: “Weiß doch keine einzelne dieser Tiere, dass sie als Taube geboren wurde” <> liebe Inge, deine Argumente sind immer unschlagbar ;-)
Guten Morgen, Elke
Es ist ganz sicher eine Ringeltaube auf Deinem Foto, die einen anderen Lebensraum bevorzugt als die Stadttauben, die, wie Du ja bereits beschreibst, von den Felsentauben abstammen. Deshalb brauchen sie auch Felsen zum Brüten, statt Felsen nehmen sie dann halt mit den Häuserwänden und -türmen einer Großstadt vorlieb.
Ringeltauben brüten in Bäumen , weil sie Sichtschutz bevorzugen, besonders gerne in Nadelbäumen…..u.a. auch in der Kiefer in unserem Garten.
Türkentauben bevorzugen ebenfalls Nadelbäume zur Brut, leider habe ich diese hübschen kleinen Wildtauben hier noch nicht gesehen.
LG
Sisah
Liebe Elke,
ich habe nichts gegen Tauben. Weiß doch keine einzelne dieser Tiere, dass sie als Taube geboren wurde und sollen sie leben wie es ihnen möglich ist. Das heißt aber nicht, dass ich Tauben in Massen mag. Leben und leben lassen, auch wenn es Tauben sind, das ist mein Motto, mehr nicht.
Liebe Abendgrüße von Inge
Ich mag Tauben.. mag sie sogar sehr, arme geschundene Geschöpfe :(
Türkentauben gibt es hier bei uns im Stadtteil komischerweise auch ganz viele, ärgern meine Jungs immer *lach* Hübsche Tierchen..
@Pia: Das ist interessant, wohl wieder eine Sache des Standortes innerhalb von Deutschland. Türkentauben habe ich bei uns noch selten gesehen, dafür massig Ringeltauben.
Türkentauben haben wir viele hier oben. Man erkennt sie, auch wenn man sie nicht sieht, an ihrem Ruf, der dem Hu,hu des Käuzchens nicht unähnlich ist. Durch ihre Größe und die Gewöhnung an den Menschen haben sie die Futterplätze fest im griff und die kleineren Vögel haben dann keine Chance mehr an einen so großen Platz wie der unter deinem Vogelhaus. Aber du hast ja noch genügend kleinere Futterstellen, da gibt es für alle ein lauschiges Plätzchen.
hab ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße von Pia-Marie