Tages-Archive: 6. März 2011
. . . habe ich heute die zehn Holzspießchen vom Mittagessen, die ihre Garnelen hergeben mussten. Als ich die Form sah, dachte ich sofort: wunderbar geeignet um damit Samentütchen in den Beeten festzuspießen bis die Samen keimen (oder im Kasten auf der Fensterbank). Also ab in die Spülmaschine. Sie müffeln zwar immer noch ein wenig nach Fisch, aber ich habe sie nun erstmal im Freien deponiert. Da stapele ich auch schon schmale, transparente Kunststoffkästchen, in denen Schweinefilet verkauft wird. Da wir ja keine breiten Fensterbänke haben, eignen die sich prima, um auf kleinstem Raum als Minigewächshäuser herzuhalten. Als Gärtnerin wird man sehr kreativ ;-)
Die Garnelen(spieße) auf thailändische Art waren übrigens außerordentlich lecker. Beinahe wären sie mir etwas zu scharf geraten, aber mit etwas Kokosmilch aus dem Vorrat kann man sich immer helfen. Heute ist es doch sehr kalt draußen. Ich habe es vorgezogen mir meinen Liegestuhl im Wintergarten statt auf der Terrasse aufzustellen. Da ist es in der Sonne um einiges gemütlicher.
. . . ist mir neben der Kamera mittlerweile zum nächstwichtigsten Utensil am Fenster geworden. Es macht einfach viel Freude die Vögel im Garten zu beobachten. Nicht alle kann ich ja fotografieren, dazu sind sie oft hinten im Garten zu weit weg. Aber mit dem Fernglas kann ich sie mir richtig nah ranholen. Eben habe ich einen Buchfinken beobachtet, der erst im Teich gebadet, dann in der Sonne ausgiebige (beinahe hätte ich Fellpflege geschrieben) Gefiederpflege betrieben, und sich schließlich zu einem Sonnenbad im hohen Ahorn niedergelassen hat.
Kein Fernglas brauche ich für die großen Rabenkrähen oder Saatkrähen, die ihren Weg auch immer wieder in den Garten finden. Seit dem vergangenen Jahr nisten sie ja durchaus auch in den hohen alten Bäumen in den Nachbargärten. Und was in unserer Monstertanne alles nistet, kann ich gar nicht übersehen. Wobei es dort wohl eher kleinere Vögel hin zieht, denn diese Tanne ist sehr dicht. Früher hatten wir es nur mit Elstern und Tauben zu tun – wobei auch die Türkentauben eine Neubesiedelung darstellen. Nun also auch Rabenkrähen und Bussarde – die reinste Wildnis wird das hier noch. Aber an sich finde ich diese Vielfalt ja sehr erfreulich und man kann eben nicht nur niedliche Meisen und attraktive Buchfinken haben.
Gerade ist die Sonne zum Vorschein gekommen. Der Morgen war heute mal wieder eher grau, aber das war auch so vorhergesagt. Dann soll es wieder aufklaren und ab morgen wieder richtig viel Sonne geben. Mein Faschingsnarr (siehe MainZauber-Blog von gestern) hat Glück. Morgen ist er mit dem Zug nochmal in Fischbach im Vordertaunus unterwegs.


