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Puuh, jetzt habe ich genug. Nachdem das Wetter heute besser war als erwartet (warm, trocken aber sehr windig), bin ich am Nachmittag wieder in den Garten, aber diesmal nicht in den Liegestuhl. Ich habe mir unsere – entschuldige bitte, liebe Sisah, “Ökoecke” im Wäldchenbereich hinterm Haus vorgenommen. Oder eigentlich in erster Linie den alten, schon ziemlich eingewachsenen Komposter. Das ist die reinste Schatzkiste, bloß das man dort keine echten Schätze findet. Jeder hat da in den letzten 30 Jahren alles mögliche reingeworfen. Das Schlimmste ist ein alter Teppich – für den mein Göttergatte zuständig ist. Von wegen “der zersetzt sich” – nicht wenn er aus Kunststofffasern besteht. Wenn man sich aber erstmal einen Zugang geschaffen hat, kommt unten dann doch ein Schatz zum Vorschein: richtig guter Kompost. So habe ich mich durch überschießende Holunderschösslinge geschnippelt und mit Mistgabel und Schaufel den Komposter traktiert. Sinn der Sache war nicht allein, dahinten mal Ordnung zu schaffen sondern mein zukünftiges Hochbeet weiter zu füllen. Zu gut einem Drittel haben wir es in den letzten Wochen mit Schnittgut aller Art gefüllt und nun soll mal eine ordentliche Schicht Kompost hinein. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt auch durchaus noch halbgarer Kompost sein. Den richtig guten habe ich aber auch noch in einige Beete verteilt. Noch ist es dafür nicht zu spät im Jahr.

Nun darf sich das Ganze wieder etwas setzen, der Kasten ist nun gut über die Hälfte voll. Ich denke, ich werde noch ein-zweimal auch Rasenschnitt reingeben und immer wieder Kompost. Im nächsten Frühjahr soll das Hochbeet bepflanzbar sein.

Anschließend habe ich den ersten Alchemilla”puff” an Teichrandbeet ausgegraben. Für mich ist der Frauenmantel eine gestalterisch total überbewertete Pflanze. Sie sieht im Grunde nur für kurze Zeit schön aus und versamt sich wie Unkraut. An diese Stelle kam jetzt erstmal mein diesjähriges Pennisetum rubrum “Fireworks” – da kann ich mir noch in Ruhe überlegen, was dort in Zukunft dauerhaft hin soll. Wenn auch einjährig – dieses Gras muss sein! Irgendeinen Platz dafür finde ich immer.

Tja und als Abschluß habe ich tatsächlich heute Abend gießen müssen. Die Nordlichter werden es vermutlich kaum glauben, aber die Erde ist an vielen Stellen total trocken. Der ständige scharfe Wind und die jetzt doch relativ warmen Temperaturen sorgen dafür, dass Gießkanne und Schlauch nicht einstauben.

2 Antworten auf Krafttraining im Garten

  • Sara sagt:

    Ohje, solche Ecken “liebe” ich ja – aber wenn gute Komposterde zum Vorschein kommt, ist das ja schon mal was.
    Den Frauenmantel hab’ ich ja hauptsächlich aus medizinischen Gründen – für Tees – angepflanzt, weniger als Gestaltungsmittel. Der soll bei mir im Naturgarten nie fehlen. Aber wenn die Blüten braun werden, wie jetzt, schaut es schon nicht mehr ganz so schön aus. Allerdings – die Rosetten und wenn die Wassertropfen sich in den Blättern fangen, finde ich durchaus einen schönen Anblick.
    Zuviel möchte ich allerdings vom Frauenmantel auch nicht haben, wie ich überhaupt eine zu große Einseitigkeit an Pflanzen nicht für sinnvoll halte. Meist halten sich doch nur die, die für den jeweiligen Standort “gemacht” sind.

    Doch, ich kann mir das schon vorstellen – letztes Jahr hatten wir eine sehr lange Dürreperiode, während es in anderen Teilen Deutschlands heftig regnete. In diesem Jahr nun ist es einfach umgekehrt.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sara

  • Carmen sagt:

    Hallo Elke
    Ich finde nicht, dass Frauenmantel überbewertet wird, denn diese Staude ist ein dankbarer Lückenfüller, blüht schon, wenns die Rosen noch nicht tun, treiben nach dem Rückschnitt wieder mit frischen zartgrünen Blättern nach und die Blüten sehen einfach wundervoll in Bumensträussen aus. Also bei mir kriegt der Frauenmantel eine eins…*lächel* zum Teppich im Komposter ….na,na…gut ist er jetzt raus, auf das Hochbeet bin ich gespannt!
    Lg Carmen …seit 2 Tagen ists bei uns auch so windig, habe 8 Waschmaschinen voller Wäsche an der Luft getrocknet…so schnell wars selten trocken.

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