Heilfasten

salat.gif So, nun kommt der letzte Beitrag zu meiner Fastenwoche. Es war wirklich eine komplette Woche, letzten Dienstag habe ich angefangen. – Ein kurzer Landregen hat mich eben mit meinem Salatteller von der Terrasse ins Haus zurück befördert. Viel zu wenig für die ausgetrockneten Erde, aber besser als nichts. – Zurück zum 2. Aufbautag. Heute morgen gab es einen Joghurt mit roten Johannisbeeren aus dem Garten und einen stark verdünnten Kaffee. Mein Gewicht liegt beim gestrigen Wert, also noch -3,5 kg. Zum Mittagessen gab es dann eben den Salatteller mit ein bisschen Feldsalat, einer Tomate und einer viertel Gurke sowie einigen geschnippelten Radieschen. Verziert habe ich das Ganze mit einer winzigen Menge Putenfiletstreifen – weniger als das, was ich mir normalerweise so nebenbei beim Anrichten in den Mund stopfe – und dann gab es dazu ein halbes trockenes Brötchen. Das heißt, wirklich trocken war es gar nicht. In das Brötchen waren kleine Schnippsel Tomate eingebacken, das war sehr lecker. Und jetzt bin ich pappsatt, es ist unglaublich, wie wenig man direkt nach dem Fasten braucht. Und wie intensiv man die Aromen wahr nimmt, wie der Feldsalat schmeckt (nussig), die Gurke (etwas bitter leider), die Tomaten (süß), die Radieschen (scharf) usw.   Beim Einkaufen am Vormittag habe ich darauf geachtet, dass ich zumindest für mich nur naturbelassene Bio-Lebensmittel gekauft habe und vor allem nichts Süßes. Mal sehn, wie lange ich da durchhalten kann.

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tomaten.gif     oder der 1. Aufbautag? Nicht wirklich, aber auch kein richtiger Fastentag mehr. Zum Frühstück gab es Wassermelone und Kiwi, dafür keine Molke wie sonst. Am frühen Nachmittag dann einen kleinen Becher Zitronenjoghurt 0,1% Fett und Wasser neben dem mal eine Kaffeebohne gelegen hat ;-)  am Nachmittag noch den berühmten Apfel, der durch gründliches und langsames Kauen eigentlich das Fastenbrechen einläutet und am Abend Gurkenscheiben – alles in allem nicht gerade viel mehr als Wasser und Obst- bzw. Gemüsesäfte in den letzten Tagen. Für mehr war es mir einfach zu heiß, ich hatte den ganzen Tag nur Durst. An sich wären mittags und abends Gemüsesüppchen dran gewesen und sogar eine Scheibe Knäckebrot. — Die Waage ist heute wieder nach unten gegangen, hat den gestrigen Anstieg nicht nur wieder ausgeglichen sondern ist noch etwas mehr gesunken – insgesamt seit einer Woche nun -3,5 kg. Ich bin gespannt wie der Wiederanstieg ausfällt, wenn ich wieder mehr esse. Immerhin steigt ja auch der Grundumsatz wieder durch die Verdauungstätigkeit. Minus 3,5 kg klingt viel, aber ich habe bei den Weight Watchers durchaus schon erlebt, dass Teilnehmer am Ende der ersten Woche über das WW-Programm -4 kg hatten. Ich selbst habe durch eine Woche Fasten bisher nie mehr als -3kg abgenommen, von denen in der Aufbauphase dann wieder 1 kg zurück kam.

Meine Seite “Heilfasten” habe ich heute ergänzt und beendet mit einigen Hinweisen zu den Aufbautagen.

Heute war ich schwimmen und zwar kräftig. Erstens war das Wetter einfach danach > schwülheiss ohne Ende, zweitens ist mir klar, dass ich mehr Sport machen muss. Und zum Laufen ist es mir derzeit einfach zu warm. Außerdem schwimme ich gerne und wir haben das große Freibad um die Ecke. Heute war ich auch wieder richtig gut drauf, keine Gelüste mehr wie gestern, alles paletti. Die Waage zeigte in der Früh einen kleinen Anstieg, aber dieses Auf- und Ab auch beim Fasten ist ja völlig normal. Nun bin ich wirklich am Überlegen, wie lange noch. Morgen soll es nochmal extrem heiss werden, das schreit im Grunde danach hier nochmal bei Wasser und Säften zu bleiben. Na, schau mer mal . . .

saft1.gif Das hatte ich ja nun nicht erwartet, aber vor Überraschungen ist man nie sicher: heute habe ich Gelüste noch und nöcher, keinen Hunger – nur Gelüste und davon jede Menge. Am liebsten würde ich die Fastenkur sofort abbrechen und mich auf die nächste vorüberlaufende Schweinshaxe stürzen. Das aber würde mir sehr, sehr schlecht bekommen. Das weiß ich, also bleib ich brav. Nach dem Fasten ist es ganz wichtig, dass man einen vernünftigen Fastenaufbau betreibt. Denn die Verdauungsenzyme hatten nun ja eine Weile nichts zu tun und wollen erst wieder aktiviert werden. Deshalb gibt es das traditionelle “Fastenbrechen“, bei dem als erste Speise langsam und genüßlich ein Apfel gegessen wird. Auch die nächsten Tage gibt es nicht sofort wieder Normalkost sondern der Speiseplan wird langsam wieder angereichert. – - – Gelüste hin, Gelüste her – die Waage zeigte heute morgen insgesamt - 3 kg, das ist doch erfreulich. Wie gesagt, das bleibt leider nicht so, mit dem Fastenbrechen nimmt man unweigerlich wieder etwas zu.

saft1.gif Also heute macht der Verzicht auf feste Nahrung nun ü b e r h a u p t  null Probleme. Es ist derartig heiß, dass der Körper von sich aus nur nach Flüssigkeit verlangt und die bekommt er von mir reichlich. Selbst die Katzls sind eindeutig froh, wenn ich ihre diversen Trinkstellen draußen und im Haus immer wieder mit frischem, kühlen Wasser fülle. Dabei habe ich Jeanie heute zum ersten Mal auch wieder springen sehen, die Schale mit Wasser steht im Wintergarten nämlich auf einem Tischchen. Das stammt noch aus der Zeit, als die Schale auch einen Sprudelbrunnen enthielt, den die Katzen sehr schätzten. Damals dachte ich, es sei der Edelsteinbrunnen selbst, der sie anziehen würde, aber dann habe ich gelernt, dass Katzen es nicht mögen, wenn die Wasserschale neben dem Futternapf steht – warum auch immer. Dass diese Theorie stimmt, habe ich inzwischen mehrfach feststellen können. Unsere Katzen trinken reichlich, was sehr gut für ihre Nieren ist. – - – Meine Waage zeigte heute früh keine weitere Abnahme. Das ist völlig normal. Während in den ersten beiden Tagen das Gewicht geradezu rasant nach unten geht, kann es dann plötzlich zum Stillstand, ja sogar zu einem kleinen Anstieg kommen. Das erscheint einem unlogisch, manchem sogar frustrierend, ist aber in Ordung. Obwohl wir viel trinken, scheidet der Körper zunächst Wasser aus. Nach der Umstellung hat sich der Wasserhaushalt eingependelt, wir nehmen durch das Trinken vielleicht sogar wieder an Wasser zu. Der Abbau der Fettdepots geht sehr viel langsamer voran, wie bei einer Diät ja auch. Morgen wäre nach dem üblichen Fastenplan der letzte Fastentag einer einwöchigen Fastenkur, dann käme der Aufbau. Ich habe beschlossen, dass ich noch ein paar Tage weiter mache, zumindest noch über das Wochenende. Jetzt fängt nämlich die Phase an, in der man sich mit der Fasterei so richtig wohlfühlt, nichts mehr vermisst und da soll ich schon wieder aufhören? Nö! Spätestens in einer Woche ist aber Schluss, das ist sicher. Dazwischen schau ich einfach, ob ich noch Lust habe weiter zu machen oder nicht. Eigentlich bin ich ja ein Mensch, der viel zu gerne isst, um auf Dauer darauf zu verzichten. Das Tolle ist im Moment, dass ich völlig frei bin von meinen üblichen abendlichen Gelüsten nach Schokolade. Mein Wunsch ist es, dass ich davon überhaupt völlig wegkomme. Aber das habe ich noch nie geschafft. In dem Augenblick, in dem ich wieder regulär esse, sind auch die Gelüste wieder da. Ganz schön blöd.

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Viel zu warm  . . .

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