Bambus
Anders als tropisch kann man das Wetter heute kaum beschreiben. Es wechselt zwischen Sonne am strahlend blauen Himmel und heftigen Regengüssen aus dunklem Himmel – und das unentwegt. Scheint die Sonne, dann dampft alles, regnet es, dann sinkt die Temperatur wieder innerhalb weniger Minuten.
Mal so – mal so (die Sturmflut im Miniteich gibt es HIER nochmal in größer).
Noch halten die Rosen den teils heftigen Regengüssen stand.
Goldrausch – den kleinen Coreopsis macht der Regen sowieso nichts aus, aber
die Katzenminze muss ich bald zurück schneiden.
Nun entwickeln sich auch die ersten neu gepflanzten Gräser. Hier blüht bereits das Kleine Lampenputzergras – Pennisetum alopecuroides ‘Hameln’.
Die ersten Kugeldisteln Echinops ritro ‘Veitch’s Blue’ blühen und gesellen sich sehr schön zu
dem schon länger blühenden Patagonischen Eisenkraut “Verbena bonariensis” auf hohen stabilen Stengeln.
Der Fokus lag ganz auf dem oberen Bambusblatt mit den Tropfen – die Schwebfliege, die sich am Wasser labt
habe ich erst am PC entdeckt.
Doch noch eine blühende Hosta mit einer schönen rein weißen Blüte – es ist die Pflanze, die zwischen zwei
ausufernden Alchemillas total untergeht. Nachdem ich diese Stauden nun zurückgeschnitten habe, kommt sie
zum Vorschein. Ich schätze, ich werde da was verpflanzen müssen – nicht nur da :-(
Eichhörnchen habe ich heute mehrfach gesehen und noch öfter gehört. Das ist seltsam mit den Eichkatzerln, manchmal hört und sieht man sie wochenlang nicht und dann sind sie plötzlich wieder dauernd unterwegs.
Am Morgen und am Vormittag war ich noch recht fleißig, aber der Nachmittag wird wieder faul im Garten verbracht. Dabei gibt es immer etwas zu sehen und natürlich auch zu fotografieren.
Mein Foto des Tages in meinem Fotoblog “RheinMainArts.de” ist heute ein Fitis, der sich an einem dünnen, schwankenden Trieb meines Minibambus niedergelassen hat – unglaublich. Aber ihr bekommt das Bild auch hier zu sehen. Die Vögel kommen nur sehr zögerlich an den Teich, wenn ich mich in unmittelbarer Nähe befinde und stieben gleich wieder auf und weg, sobald sie eine Bewegung feststellen. Aber wenn der Durst zu groß ist, kommen sie wieder. Und einige wie die Bluthänflinge kommen gleich im Familienverband und kündigen sich mit lautem Gezwitschere auch noch an.
Wer kann diese Libelle hundertprozentig bestimmen?
Ich tendiere zur Schwarzen Heidelibelle (Sympetrum danae), bin aber nicht sicher.
Ich bin mir aber sicher, dass ich mir dieses Foto drucken lassen und an die Wand hängen werde. Ebenso wie den kleinen Fitis auf dem Bambus:
*
Den folgenden Bläuling hätte ich gerne näher bestimmt, konnte ihn aber nicht mit offenen Flügel fotografieren:
Es könnte sich um einen Geißkleebläuling (Plebejus argus) handeln, dafür spricht aber nur die auffällige Unterseite.
Männlicher Bluthänfling
Die Dame dazu
Und nochmal der Fitis
Von dieser Segge habe ich in den beiden neuen Gras- und Staudenbeeten zehn Stück gepflanzt. Und diese Eine hat sich unsere Jeanie zur Lieblingsabnagesegge erkoren. Das ist doch irre. Ich weiß ja schon lange, dass unsere Katzen Ziergräser jedem normalen Gras vorziehen, aber das ist der Hammer!
Wenn es denn mal aufhört zu regnen oder zu stürmen und ich durch den Garten gehe, kann ich immer wieder feststellen, dass das miese Wetter den Pflanzen offenbar sehr viel mehr behagt als mir – wenn ich nicht gerade an Edelrosen denke. Aber rund um den Teich wächst und gedeiht die Pflanzenwelt besser als je zuvor. In diesem Jahr schwingt sich sogar der Blutweiderich zur Blüte auf. Dem war es sonst dort wohl zu sonnig und zu heiß. Und meinen Minibambus werde ich bald nicht mehr so nennen können/dürfen. Unglaublich, was der in diesem Jahr an Höhe und Volumen zugelegt hat.
Bambus (Fargesia muriela nitida) mit Katzenminze im Vordergrund und ganz links das Stachelschweingras
Mal zum Vergleich:
Wer die Story noch nicht kennt: ich hatte den Bambus im Versand bestellt und als das Pflänzchen, das im Katalog so prachtvoll aussah (Pö*sch*e) ankam, hatte ich gerade mal einen dünnen Stiel in der Hand. Ich hätte es beinahe in die Tonne gestopft. Ich hab’s dann hinter den großen Findling gepflanzt, fast sicher, dass ich es irgendwann mit Unkraut verwechseln und rausreißen würde. So kann man sich täuschen. Aber ich finde nach wie vor, dass es eine Frechheit ist, so eine Pflanze überhaupt zu verkaufen. Mit diesem Versender hatte ich sowieso nur Frust. Dass sich der Bambus nun doch noch so toll entwickelt, ist natürlich eine große Freude. Seht ihr noch was vom Findling?
Hier blüht der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis). Der Bambus im Hintergrund ist einer der beiden,
die von Anfang recht groß gepflanzt wurden. Aber auch sie haben inzwischen doppelte Höhe und doppeltes Volumen.
Nach den kleinen gelben Taglilien blühen nun auch nach und nach die anderen Sorten auf.
Ein Projekt von Annika
Hier kommt noch einmal ein Foto vom Bambus und dem Duftschneeball am Zaun (hier ist es eher der Flieder im Vordergrund), ähnlich wie ich es gestern bei grauem Himmel und Sturm fotografiert habe. Heute kam das Bild nach einem kräftigen Regenguss und etwas Sonne zustande – sieht gleich viel frischer aus:
Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten wie nach einem solchen Regenschauer die ganze Natur anfängt zu glitzern, wenn nur ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke kommt.
Tropfen auf den Bambusblättern . . .
. . . und auf den letzten Blüten der Herbstastern:
Mit dieser Pracht ist es auch bald vorbei.
* * *
Auch Jeanie wird von dem kurzen Gastspiel der Sonne animiert mir nach Draußen zu folgen:
. . . dann die saftigsten Ziergräser anknabbern . . .
. . . dann erwacht beim Anblick tanzender Blätter der Jagd- und Spieltrieb.
* * *
Mehr Fotos zwischen Regen und Sonne im normalen Mainzauber-Blog
. . . zwischen Nieselregen und Nieselregen – Sonne ist heute nicht. Aber – man muss ja immer das Positive sehen – wir haben derzeit das perfekte Bambuserholungswetter. Hohe Luftfeuchtigkeit und endlich auch mal Bodennässe – schon geht’s den Bambuspflanzen wieder besser.
Die großen Exemplare werden immer größer . . .
. . . und auch der Winzling macht sich.
Die Sonnenhüte, – bräute oder wie auch immer blühen und auf der Zierdistel lässt sich sogar im Nieselregen
ab und an mal ein Bienchen oder Hummelchen nieder.
Die Nr. 3 der Hibiskussträucher blüht nun auch. Er sieht ähnlich aus wie der Weiße mit der roten Mitte,
die Blätter sind aber zweifarbig rosa
Tja – und sonst? Es ist halt nass . . . sehr nass . . .





















