Archiv für die Kategorie „Gartenarbeit“
Superfleißig
. . . war ich heute, ich muss mir wirklich mal auf die Schulter klopfen
Nachdem der Morgen und Vormittag noch ganz dem Hausputz und der Räumerei gewidmet waren (siehe MZ-Blog “Aufheben”), ging es am Nachmittag in den Garten hinaus. Es ist zwar kühl, aber endlich mal wieder trocken. Der Rasen war schon fürchterlich hoch, deshalb war erstmal eine gründlich “Schur” angesagt. Dann kam sogar mal die Sonne zum Vorschein, so dass ich mich flugs zu einem Kaffeepäuschen auf der Terrasse niedergelassen habe, während die Akkus vom Rasenmäher wieder aufluden. Das geht ja glücklicherweise ruckizucki. Ein paar Fotos hab ich noch gemacht und dann fertig gemäht.
Die Entdeckung des Sommers waren für mich die kleinen Zwiebelchen der blauen Triteleia, die ich mir für 99 Cent aus dem Supermarkt mitgebracht habe. Die blühen und blühen und blühen. Davon brauch ich im nächsten Jahr unbedingt noch mehr. Ich bin mir zwar immer noch nicht sicher, ob es sich um die Triteleia handelt, denn der deutsche Name ist Frühlingsstern, aber wie auch immer – ich werde die Augen offen halten.

Eine wahre Augenweide ist das Geißblatt, das sich mit vielen Blüten und auch mit Früchten schmückt.
Wäre es ein bisschen wärmer, könnte man am Abend noch den berauschenden Duft genießen.
Das Gleiche gilt für den herrlichen Duft der David Austin-Rosen,
die immer noch bzw. immer wieder blühen.
“Charlotte” – die unermüdlichste von allen
Ich hoffe auf Sonne – selbst die Seerose hat noch eine Blüte produziert
Ansonsten neigt sich mehr oder weniger alles dem Ende zu, von den Herbstblühern mal abgesehen. Das Heidekraut steht ebenso in voller Blüte wie die Herbstanemonen. Christrosen treiben kräftig neue Bätter und auch das erste Blattwerk von Frühlingszwiebelblumen zeigt sich schon, vermutlich die Traubenhyazinthen. Heute habe ich mich von der einen Pieris getrennt, die war definitiv kaputt – schade, aber nicht zu ändern. Die Rhododendren haben zwar auch einige gelbe Blätter, sehn aber sonst gesund aus und haben schon wieder dicke Knospen. Schon seltsam diese Jahreszeit: der Herbst steht vor der Tür, dann müssen wir durch den Winter durch, aber irgendwie sieht man auch, dass der nächste Frühling wieder neue Blüten bringt.
Ach ja, soviele Tomaten wie ich derzeit esse, müsste ich Gesundheit für mindestens den ganzen Winter tanken. Tomaten sollen doch jede Menge gesunder Inhaltsstoffe, vor allem Antioxidatien besitzen (damit man nicht rostet *gg*).
Wasserstand
Heute Morgen machten wir als Erstes eine ziemlich überraschende Entdeckung: der Wasserstand ist im oberen Becken erneut gewaltig abgesunken. Damit hat nun wirklich niemand mehr gerechnet. Das obere Becken war ja gerade erst nochmal runderneuert worden. Glücklicherweise hat der Gartenbauchef dort trotzdem eine Kreidemarkierung anbringen lassen, so dass ich das heute wunderbar fotografieren konnte und man am Montag nicht auf Mutmassungen angewiesen ist. Falls es heute und morgen tatsächlich noch mal heiß wird, kann natürlich auch Wasser verdunsten, zumal im Moment der Pumpenkreislauf abgestellt ist. Die Sache wird wirklich immer rätselhafter.
Das sieht nach einer neverending story aus, die mich ganz schön nervt. Nicht nur, dass ich jede Menge Geld für diese Anlage bezahlt habe und mich nun schon den zweiten Sommer ständig darüber ärgere, auch die Pflanzen rund um den Teich können sich nicht anständig entwickeln. Einiges ist ja auch wegen der übermässigen Feuchtigkeit in der Erde eingegangen und Neues habe ich dort kaum mehr gepflanzt. Immerhin wurden bisher alle Pflanzen klaglos ersetzt und ich sehe auch, dass der Chef des Betriebes genauso wenig glücklich ist wie ich. Wo immer der Fehler liegt, es ist offenbar vertrackt. Na ja – irgendwann wird’s werden und dann werde ich schon darauf bestehen, dass die das rundum auch wieder perfekt auf Vordermann bringen. Ein paar neue Pflanzen und sauberer Kies müssen schon drin sein. Durch das dauernde Abstellen der Pumpe siedeln sich inzwischen nämlich auch Algen an. Dabei hatte wir mal so schönes klares Wasser. Ich bin nur froh, dass der Teich von Anfang an ohne Fische konzipiert war.
Heute geh ich ziemlich krumm – das stundenlange Jäten in der Hocke, auf Knien oder gebückt merke ich ganz schön. Sogar in den Fingern habe ich vom Unkrautrupfen in den Fugen des Fussweges Muskelkater – ist schon irre! Aber macht nix – einfach weitermachen . . .
Hammerhaftes Rot
. . . für Ruthie und immer wieder Teichprobleme.
. . . und die gestern gepflanzten Nelken
Ich bin genervt, die Gartenbaufirma ist genervt und noch immer wissen wir nicht, warum der Teich bzw. Bachlauf ständig soviel Wasser verliert. Das obere Becken ist inzwischen dicht, die Stelle, wo man ein Rinnsal sehen konnte, ist inzwischen auch in Ordnung, aber immer noch verschwindet Wasser. Nun waren heute nochmal drei Mann einschließlich Chef da. Trotz Nivelliermessgerät und Freilegen der Ränder kamen sie noch zu keinem Ergebnis. Jetzt ist die Pumpe wieder abgestellt, das untere Becken voll und der Wasserstand gemessen. Wenn bis Montag kein Wasser verschwindet, wird die Pumpe wieder angestellt. Wenn danach wieder Wasser verschwindet, kann es fast nur noch der Wasser zuführende Druckschlauch in 60 cm Tiefe (frostsicher!) sein. Das heißt dann, dass auch der Rasen wieder aufgebuddelt werden muss. I’m not amused – nicht wirklich! Aber ich will, dass das endlich geklärt und in Ordnung gebracht wird, so kann’s ja nicht weiter gehen. Immerhin konnte ich heute nochmal die Ränder begutachten und meine Sorge, dass in diesem Bereich nicht ordentlich gearbeitet worden wäre, ist wohl unbegründet.
Ich bin heute auch so ziemlich fix und alle. Vormittags habe ich mir den Fussweg mit seinem Unkraut vorgenommen und bin noch lange nicht fertig. Dann habe ich im Garten weitergemacht und mal wieder die Zaunwinden entfernt, die schon in beide Bambuspflanzen und andere Sträucher und Stauden hineingewachsen waren. Vom Dauerklee will ich gar nicht reden. Außerdem habe ich festgestellt, dass meine Begeisterung für die “Geraniümer” wieder nachlässt. Ich finde inzwischen, dass das Pflanzen sind, die nur kurz schön aussehen, wenn sie blühen und danach eigentlich vorwiegend unordentlich. So muss man halt seine Erfahrungen machen und entdecken, was einem gefällt und was nicht. Mein Herz schlägt derzeit für dekorative Blattpflanzen und schöne Gräser ( nebst Clematis natürlich und Rosen).
Das ist die neue Heuchera. Da habe ich euch gestern einen falschen Namen genannt – tut mir leid. Sie heißt “Frosted Violet” und nicht “Velvet Night” – keine Ahnung, wieso mir dieser Name im Kopf rumspukte. Ich finde das Changieren zwischen Grün und Violett wunderschön. Sie sitzt am vorderen Rand des Halbschattenbeetes, das in da Wäldchenbeet übergeht. Dort öffnen nun die ersten Herbstanemonen ihre Blüten. Geht deren Uhr vor oder was gibt das in diesem Jahr?
Herbstanemone “Honorine Jobert”
Die Clematis “Alba luxurians” ist ein echtes Überraschungspaket. Sie blüht nun ununterbrochen seit Anfang Juni und sieht immer wieder anders aus. Im Moment hängen ihre Blüten wie weiße Glöckchen nach unten. Auf dem Foto sieht man aber, dass das typische Grün doch noch ganz leicht vorhanden ist. Ebenfalls weiß erscheinen die Blüten einer Hosta mit goldgrünen Blätter am Teich. Auf dem Foto sieht man, dass sie hellfliederfarben sind – eine ganz typische Farbe für Hostablüten.
Eine ganz abgefahrene Farbe hat die erste im Gemüse-Blumen-Kombibeet erblühte Gladiole – sie sieht in natura aber weniger aufdringlich aus. Direkt hinter ihr steht eine, die wohl in Dunkelrot aufblühen wird, das sieht sicher schön zusammen aus.
So, das war’s für heute. Zu allem Überfluss ist mir vorhin noch ein Bambusblatt ins Auge geschnippst, das ist nicht so angenehm., aber größer passiert ist wohl nichts. Man glaubt das immer kaum, dass sowas möglich ist, wo ich doch Brille trage. Aber wie man sieht . . . gottseidank immer noch sieht . . . es kann passieren.
Triteleia laxa
Gerade eben sehe ich, dass die blauen Blümchen nicht nur Triteleia heißen, sondern auch als Brodiaea laxa bezeichnet werden. Ich war dem Link von Gisela nochmal gefolgt. Und während mir Triteleia so gar nichts sagte, klingelte es nun endlich bei Brodiaea – das war’s wohl, was auf der Packung gestanden hat.
Um diese hier geht es:
Triteleia laxa oder Brodiaea laxa
Das Wetter ist nicht schön. Dauernd hängen dicke scharze Wolken am Himmel und alle Nase lang gibt es kräftige Schauer. Ich geh trotzdem immer wieder raus in den Garten, denn das Unkraut wächst und wächst. Kein Wunder, denn wenn die Sonne raus kommt, dann haben wir ein Klima wie im tropischen Regenwald. – Heute Vormittag war ich im Gartencenter und habe ein paar Kleinigkeiten mitgebracht, ein bisschen Sedum als Randbepflanzung im Steingartenbeet, ein paar dunkelrote Nelken für den Vorgarten und hinten für den Waldgarten weiße Alpenveilchen. Das werde ich jetzt mal pflanzen gehn, bevor es wieder regnet.
Gerade mal 1 Stunde hat es gedauert, nun gewittert und regnet es wieder. Immerhin – bis auf die Alpenveilchen habe ich alles eingepflanzt und einige Sachen umgepflanzt. Eine Heuchera “Purple Palace”, die im Vorgarten neben bzw. halb unter dem Reitgras untergegangen ist, hat nun einen neuen Platz bekommen. Ich habe mir noch eine neue Sorte mitgebracht, sie heißt ” Velvet Night” – auch sehr schön mit dunklen Blättern. Die habe ich gerade noch neben die kleine Hosta “Fire & Ice” gesetzt. Hosta und Heuchera machen sich mit Alchemilla als Randbepflanzung einfach toll. Sowas gefällt mir sehr viel besser als Buchs. Ich glaube mit der neuen Gartengestaltung im Sinne von Piet Oudolf habe ich meinen Gartenstil gefunden. Irgendwie hat mir das Abgezirkelte noch nie gefallen.
Schokoladenfarben ist der neue Renner im Garten habe ich festgestellt. Neben dem Sedum aureum – also goldfarben oder eher gelbgrün – habe ich noch einen schokofarbenen Mauerpfeffer gekauft und die Pflänzchen nun schön abwechselnd am Rand vom Steingartenbeet neben der Treppe eingepflanzt. Sind nur vier Stück, ich hoffe auf rasche Vermehrung. Schokofarben muss man mit etwas Hellem kombinieren wie auch die dunklen Purpurglöckchen, sonst wirkt das nicht.
Oh je, nun regnet es sich aber so richtig ein. Da kann ich die Gartenarbeit für heute vergessen – schade. Dieser August ist eine Zumutung!
* * *
Vor lauter Lachen bin ich eben gar nicht so schnell zum Fotografieren gekommen, wie es gut gewesen wäre. Ich sitze hier am Schreibtisch und höre plötzlich ein lautes “Gequakkere”, das ich erst gar nicht einsortieren kann. Dann wird mir klar, dass es nur Eichhörnchen sein können. Ein bisschen vorbeugen – und ja! ich sehe ein dunkles und ein hellrotes Eichhörnchen, die sich wie wild den Stamm der Kiefer hoch und runter jagen. Das Rote ist mal kurz sitzen geblieben, da konnte ich zwei Fotos machen. Das Dunkle habe ich – wie eigentlich immer – nur vorbeiflitzen sehen. Es ist auch schon wieder fast halb Acht und wegen des Regens eh duster da draußen. Aber schaut trotzdem:


















