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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Gartenplanung

Besser

. . .  ging’s nun wirklich nicht! Am letzten Augusttag (und an Andis 25. Geburtstag) kam der Sommer nochmal mit Macht zurück. Temperaturen wie ich sie am liebsten mag, jede Menge Sonne und einfach nur schön. Ich war den ganzen Tag im Garten und wir konnten sogar auf der Terrasse zu Mittag essen und Kaffee trinken – ganz ohne Jacke.

Nichtsdestotrotz – es ist Altweibersommer. Die ganze Stimmung in der Natur hat sich bereits verändert – auch die Vogelstimmen. Ist euch das schon mal aufgefallen? Die Zeit der Balzgesänge ist eindeutig vorbei. Und überall kann man nun auch wieder auf Spinnen treffen. Vor allem die Kreuzspinnen, die in der Sonne bernsteinfarben leuchten, sind mir heute besonders aufgefallen. Ab und an sehe ich noch Libellen, Hummeln, Bienen und einzelne Schmetterlinge vor allem an den Herbstastern.

* * *

Achtung: Leute mit Spinnenphobie besser weggucken ;-)

Und morgen ist der 1. September – nun geht es definitiv schon wieder auf den Herbst zu.  – - – Kleine Änderung am Design: Die Linkfarbe habe ich von Rot nach Lila verändert. Das knallt nicht so und passt zum September besser, finde ich.

Verschnaufpause

. . .  und damit eine Pause von der Blogpause ;-)     Bin allein zu Hause, das Wetter ist nach den gestrigen Unwettern feucht aber angenehm, die Wäsche vom Urlaub ist gewaschen und gebügelt – tja, da zieht es frau doch in den Garten. Es ist Spätsommer und nachdem die Extremhitze jetzt wohl vorbei ist, zieht merklich der Herbst ins Land. Ich fange mit den ersten Rückschnitten und Aufräumarbeiten an. Im Vorgarten, wo schon im Frühjahr alles in einander gewachsen ist und sich in den letzten Wochen der Schneefelberich ausgebreitet hatte, habe ich erbarmungslos gewütet.

Da sitzen noch massenweise Rhizome in der Erde

Die Skimmie links hat bereits  ihre Knospen angesetzt, die im Winter so hübsch aussehen. Die musste dringend Luft bekommen. Der Farn wird geteilt, der ist riesig geworden und die nächsten Tage werde ich versuchen die Rhizome des Schneefelberich auszubuddeln. Soll nochmal Einer behaupten, der hätte nicht den gleichen Ausbreitungsdrang wie sein güldener Bruder! In die Lücke werde ich vermutlich eine Christrose und Blumenzwiebeln setzen. Und eine der dunklen Heuchera bekommt einen neuen Platz.

Die ersten Herbstzaubertöpfchen haben Einzug gehalten . . .

. . . während am Zaun nichtsdestotrotz die Clematis Pink Fantasy nochmal voll erblüht ist.

Alle anderen Clematissorten, die sonst ebenfalls im Spätsommer ein zweites Mal geblüht haben, haben mich in diesem Jahr enttäuscht. Wenn sie überhaupt Blüten gebildet haben, dann nur winzig kleine.  So hat beispielsweise die wunderschöne Crystal Fountain, die 2010 dreimal geblüht hat, sich in diesem Jahr auf’s Frühjahr beschränkt. Da kann man nichts machen.

Im Moment mache ich mir auch wieder Gedanken über die Teichbepflanzung, die mich nach wie vor nicht befriedigt, aber man lernt auch immer wieder dazu. Da werde ich noch so einiges um- und neupflanzen. Einiges an Frauenmantel muss radikal ausgegraben werden. Durch Versamung verbreitet der sich wie Unkraut.

Hier habe ich gerade einen Teil des Alchemillabewuchses entfernt und mein alljährliches rotes Federborstengras gepflanzt.
Noch blüht es nicht, sieht dann aber bis in den Winter hinein wunderschön aus.

*

So, nun gibt es ein Käffchen, der Läppi darf wieder pausieren, während ich anschließend im Garten weiter schufte. Hatte ich schon erzählt, dass im Vorgarten die erste Christrose blüht?

Botanischer Garten

Wetterwendig wie es sich im April gehört, kam auch das Wetter heute daher. Bis gegen Mittag dachte ich, das wird heute nichts mehr mit dem versprochenen schönen Wetter. Ich habe mich trotzdem zum Botanischen Garten aufgemacht, den ich ja erst im letzten Herbst so richtig für mich entdeckt hatte. Und dann war auch erstmal Winterpause. Im Grunde habe ich mir Anfang April auch noch nicht so sehr viel versprochen, denn der Botanische Garten ist im Gegensatz zum Frankfurter Palmengarten ja ein “Naturgarten” – also keine hochgezüchteten Schaupflanzen, sondern das was aus allen Regionen der Erde in unserem Klima wächst und gedeiht und in den entsprechenden Ländern ebenfalls in der freien Natur vorkommt.

Hier mal zur Einstimmung ein Blick der eher untypisch ist -
links ein bereits blühender Rhododendron, rechts eine Magnolie

Mein Weg beginnt immer im europäischen Buchen – bzw. Buchen-und Eichenwald. Hier waren die Böden übersät mit Buschwindröschen, Lungenkraut, Frühlingsanemonen, Waldsteinien, Schlüsselblümchen und . . . Bärlauch. Ein fantastischer Anblick (und ab und an ein sehr würziger Geruch).


*

Bärlauch soweit das Auge reicht – soviel wächst in meinem Garten noch nicht (aber er vermehrt sich schon).
*

Der Austrieb dieser Pflanze hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen:

Es handelt sich um eine Dreiblattspiere – Gillenia trifoliata, die ich mir inzwischen schon flugs bestellt habe ;-)
Guckst du hier: Gaissm**er

Nachtrag: Diese Information ist vermutlich falsch. Ein Leser meint, es handele sich um eine Trillium Art – also eine Waldlilie, die aber auch als Dreiblatt bezeichnet wird. Und ich bemerke inzwischen (9.5.2011), dass sich meine Pflanzen auch völlig anders entwickeln.  Vermutlich werde ich sie auch später nochmal versetzen müssen, da ich mir also etwas Anderes darunter vorgestellt habe.

Mein Weg führte mich dann einmal rund durch den Botanischen Garten, nur den Apothergarten habe ich diesmal ausgelassen. Es gab auch so genug zu gucken und zu fotografieren, vor allem auch die vielen kleinen Bäche finde ich immer ganz großartig. Da habe ich natürlich jede Menge Fotos gemacht und mir Anregungen für unseren Garten mitgenommen.

Fast wie zu Hause ;-)

Ist das nicht schön?  Ich weiß nur nicht, wie die lila Blümchen auf den hohen Stängeln heißen. Da habe
ich leider kein passendes Schildchen dazu entdecken können.

Diese zauberhafte Irische Wolfsmilch möchte ich gerne noch haben, die gab es aber bei Gaissm*yer nicht.
Dafür habe ich mir erstmal die Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’ – Purpur-Wolfsmilch mitbestellt.

Tagpfauenauge – endlich auch mal einen Schmetterling erwischt

So, damit lass ich es gut sein. Ich habe noch mehr Fotos, aber ich glaube, die sind dann mehr Gedächtnisstütze für mich. Ich bin aber sicher, dass ich nun mindestens jeden Monat einmal zum Botanischen Garten fahren werde – ist ja nicht weit.

Aber nun

Blick aus dem Garten zum Haus

Oberer Wasserlauf

Unten am Teich

Jetzt sind die Blüten des Winterschneeballs echte Schneebällchen

Das Tischchen mit der spätherbstlich-/winterlichen Deko ist komplett eingeschneit, aber das (künstliche) Teelicht
brennt und spiegelt sich in der Zinkwanne wider.

Purpur

. . . und Gelb sind die Farben dieses Herbstes. Auch wenn es fast vorbei ist, gibt es immer noch mal schöne Momente im Garten. Heute Nachmittag kam die Sonne nochmal zum Vorschein, leider erst ziemlich spät. Aber ich bin gleich raus, um die beiden Bambusbüsche mit dem Wasser aus den Regentonnen nochmals kräftig zu wässern. Sie haben im Moment viele gelbe Blätter. Ich hoffe, dass das auch beim wintergrünem Bambus normal ist. Die Regentonnen müssen nun sowieso geleert werden, bevor es Frost gibt. Neulich haben wir schon etwas in den Teich abfließen lassen, aber es gibt immer noch genug Wasser. Dabei fiel mir auf, wie schön der eine Schneeball blüht, obwohl er kaum noch Blätter hat – und das duftet ganz wunderbar. Der zweite – eine andere Sorte – hat noch viel buntes Laub.


*

Viburnum bodnantense “Dawn” – Winterschneeball –   Der Eine blüht . . .

. . . der andere schmückt sich noch mit buntem Laub – koreanischer Duftschneeball “Viburnum carlesii”

Absoluter Augenschmaus – die Blätter der Bergenien . . .

. . . etwas dezenter die vertrockneten Hortensienblüten

Jeanie kommt mal gucken, was ich treibe und verzieht sich wieder.

Der krönende Abschluss . . .

. . . spiegelt sich im Teich: purpurne Flüsse

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9. Februar 2012, 21:58
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