Besser
. . . ging’s nun wirklich nicht! Am letzten Augusttag (und an Andis 25. Geburtstag) kam der Sommer nochmal mit Macht zurück. Temperaturen wie ich sie am liebsten mag, jede Menge Sonne und einfach nur schön. Ich war den ganzen Tag im Garten und wir konnten sogar auf der Terrasse zu Mittag essen und Kaffee trinken – ganz ohne Jacke.
Nichtsdestotrotz – es ist Altweibersommer. Die ganze Stimmung in der Natur hat sich bereits verändert – auch die Vogelstimmen. Ist euch das schon mal aufgefallen? Die Zeit der Balzgesänge ist eindeutig vorbei. Und überall kann man nun auch wieder auf Spinnen treffen. Vor allem die Kreuzspinnen, die in der Sonne bernsteinfarben leuchten, sind mir heute besonders aufgefallen. Ab und an sehe ich noch Libellen, Hummeln, Bienen und einzelne Schmetterlinge vor allem an den Herbstastern.
* * *
Achtung: Leute mit Spinnenphobie besser weggucken
Und morgen ist der 1. September – nun geht es definitiv schon wieder auf den Herbst zu. – - – Kleine Änderung am Design: Die Linkfarbe habe ich von Rot nach Lila verändert. Das knallt nicht so und passt zum September besser, finde ich.
Botanischer Garten
Wetterwendig wie es sich im April gehört, kam auch das Wetter heute daher. Bis gegen Mittag dachte ich, das wird heute nichts mehr mit dem versprochenen schönen Wetter. Ich habe mich trotzdem zum Botanischen Garten aufgemacht, den ich ja erst im letzten Herbst so richtig für mich entdeckt hatte. Und dann war auch erstmal Winterpause. Im Grunde habe ich mir Anfang April auch noch nicht so sehr viel versprochen, denn der Botanische Garten ist im Gegensatz zum Frankfurter Palmengarten ja ein “Naturgarten” – also keine hochgezüchteten Schaupflanzen, sondern das was aus allen Regionen der Erde in unserem Klima wächst und gedeiht und in den entsprechenden Ländern ebenfalls in der freien Natur vorkommt.
Hier mal zur Einstimmung ein Blick der eher untypisch ist -
links ein bereits blühender Rhododendron, rechts eine Magnolie
Mein Weg beginnt immer im europäischen Buchen – bzw. Buchen-und Eichenwald. Hier waren die Böden übersät mit Buschwindröschen, Lungenkraut, Frühlingsanemonen, Waldsteinien, Schlüsselblümchen und . . . Bärlauch. Ein fantastischer Anblick (und ab und an ein sehr würziger Geruch).
Bärlauch soweit das Auge reicht – soviel wächst in meinem Garten noch nicht (aber er vermehrt sich schon).
*
Der Austrieb dieser Pflanze hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen:

Es handelt sich um eine Dreiblattspiere – Gillenia trifoliata, die ich mir inzwischen schon flugs bestellt habe ![]()
Guckst du hier: Gaissm**er
Nachtrag: Diese Information ist vermutlich falsch. Ein Leser meint, es handele sich um eine Trillium Art – also eine Waldlilie, die aber auch als Dreiblatt bezeichnet wird. Und ich bemerke inzwischen (9.5.2011), dass sich meine Pflanzen auch völlig anders entwickeln. Vermutlich werde ich sie auch später nochmal versetzen müssen, da ich mir also etwas Anderes darunter vorgestellt habe.
Mein Weg führte mich dann einmal rund durch den Botanischen Garten, nur den Apothergarten habe ich diesmal ausgelassen. Es gab auch so genug zu gucken und zu fotografieren, vor allem auch die vielen kleinen Bäche finde ich immer ganz großartig. Da habe ich natürlich jede Menge Fotos gemacht und mir Anregungen für unseren Garten mitgenommen.
Ist das nicht schön? Ich weiß nur nicht, wie die lila Blümchen auf den hohen Stängeln heißen. Da habe
ich leider kein passendes Schildchen dazu entdecken können.
Diese zauberhafte Irische Wolfsmilch möchte ich gerne noch haben, die gab es aber bei Gaissm*yer nicht.
Dafür habe ich mir erstmal die Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’ – Purpur-Wolfsmilch mitbestellt.
Tagpfauenauge – endlich auch mal einen Schmetterling erwischt
So, damit lass ich es gut sein. Ich habe noch mehr Fotos, aber ich glaube, die sind dann mehr Gedächtnisstütze für mich. Ich bin aber sicher, dass ich nun mindestens jeden Monat einmal zum Botanischen Garten fahren werde – ist ja nicht weit.
Purpur
. . . und Gelb sind die Farben dieses Herbstes. Auch wenn es fast vorbei ist, gibt es immer noch mal schöne Momente im Garten. Heute Nachmittag kam die Sonne nochmal zum Vorschein, leider erst ziemlich spät. Aber ich bin gleich raus, um die beiden Bambusbüsche mit dem Wasser aus den Regentonnen nochmals kräftig zu wässern. Sie haben im Moment viele gelbe Blätter. Ich hoffe, dass das auch beim wintergrünem Bambus normal ist. Die Regentonnen müssen nun sowieso geleert werden, bevor es Frost gibt. Neulich haben wir schon etwas in den Teich abfließen lassen, aber es gibt immer noch genug Wasser. Dabei fiel mir auf, wie schön der eine Schneeball blüht, obwohl er kaum noch Blätter hat – und das duftet ganz wunderbar. Der zweite – eine andere Sorte – hat noch viel buntes Laub.
Viburnum bodnantense “Dawn” – Winterschneeball – Der Eine blüht . . .
. . . der andere schmückt sich noch mit buntem Laub – koreanischer Duftschneeball “Viburnum carlesii”
Absoluter Augenschmaus – die Blätter der Bergenien . . .
. . . etwas dezenter die vertrockneten Hortensienblüten
Jeanie kommt mal gucken, was ich treibe und verzieht sich wieder.
Wasserstand
Heute Morgen machten wir als Erstes eine ziemlich überraschende Entdeckung: der Wasserstand ist im oberen Becken erneut gewaltig abgesunken. Damit hat nun wirklich niemand mehr gerechnet. Das obere Becken war ja gerade erst nochmal runderneuert worden. Glücklicherweise hat der Gartenbauchef dort trotzdem eine Kreidemarkierung anbringen lassen, so dass ich das heute wunderbar fotografieren konnte und man am Montag nicht auf Mutmassungen angewiesen ist. Falls es heute und morgen tatsächlich noch mal heiß wird, kann natürlich auch Wasser verdunsten, zumal im Moment der Pumpenkreislauf abgestellt ist. Die Sache wird wirklich immer rätselhafter.
Das sieht nach einer neverending story aus, die mich ganz schön nervt. Nicht nur, dass ich jede Menge Geld für diese Anlage bezahlt habe und mich nun schon den zweiten Sommer ständig darüber ärgere, auch die Pflanzen rund um den Teich können sich nicht anständig entwickeln. Einiges ist ja auch wegen der übermässigen Feuchtigkeit in der Erde eingegangen und Neues habe ich dort kaum mehr gepflanzt. Immerhin wurden bisher alle Pflanzen klaglos ersetzt und ich sehe auch, dass der Chef des Betriebes genauso wenig glücklich ist wie ich. Wo immer der Fehler liegt, es ist offenbar vertrackt. Na ja – irgendwann wird’s werden und dann werde ich schon darauf bestehen, dass die das rundum auch wieder perfekt auf Vordermann bringen. Ein paar neue Pflanzen und sauberer Kies müssen schon drin sein. Durch das dauernde Abstellen der Pumpe siedeln sich inzwischen nämlich auch Algen an. Dabei hatte wir mal so schönes klares Wasser. Ich bin nur froh, dass der Teich von Anfang an ohne Fische konzipiert war.
Heute geh ich ziemlich krumm – das stundenlange Jäten in der Hocke, auf Knien oder gebückt merke ich ganz schön. Sogar in den Fingern habe ich vom Unkrautrupfen in den Fugen des Fussweges Muskelkater – ist schon irre! Aber macht nix – einfach weitermachen . . .




















Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




Kommentare