Hochbeet
. . . berappelt sich das Thermometer wieder und kämpft nun gegen Mittag um die 10°C Marke. Immerhin hat es aufgehört zu regnen. Aber es hat wie erwartet die Magnolien arg gebeutelt.

Die Blütenblätter fallen . . .

. . . aber noch gibt es auch einige Überlebende, die auf ein weiteres Mal Sonne warten.
Der nächste Schneeball (Viburnum) im Garten duftet unglaublich intensiv, bei Parfüm wäre das so eine
typische Herz-/Basisnote, fast ein bisschen orientalisch und mir definitiv zu schwer:
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Auch die ersten Clematisblütenglöckchen haben sich bereits geöffnet und zwar die Blüten der Clematis alpina “Blue Princess”, die zuverlässig als erste im April blüht. Sie wächst hinten geschützt an der Carportwand hoch. Aber im Vergleich zum letzten Frühling ist sie in diesem Jahr doch erst schwach entwickelt.

Bilder aus dem Garten ohne Sonne sind nicht so der Burner, aber weil sich ja weiterhin alles ganz rasch verändert, wird trotzdem fotografiert und damit dokumentiert. So hat doch ausgerechnet gestern im Regen mein kleiner weißer Rhododendron seine Blüten geöffnet. Er sitzt nicht hinten im “Rhododendronwäldchen” sondern direkt vorne an der Terrasse in der Nähe des roten Zierahorns, was bei schönem Wetter zusammen mit den Bergenienblüten sehr dekorativ aussieht. Dahinter entfaltet sich auch bereits die erste grün-weiße Hosta. Das muss ich wirklich nochmal fotografieren, wenn die Sonne scheint. Auch der Zierahorn hat in den letzten Tagen in einer unglaublichen Geschwindigkeit seine fedrigen, roten Blätter entwickelt.
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Und auch Kräuter und Gemüse im Hochbeet lassen sich vom gegenwärtigen Wetter nicht sonderlich beeindrucken:
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Wer tobt denn da im Kirschbaum herum?
Puuh, jetzt habe ich genug. Nachdem das Wetter heute besser war als erwartet (warm, trocken aber sehr windig), bin ich am Nachmittag wieder in den Garten, aber diesmal nicht in den Liegestuhl. Ich habe mir unsere – entschuldige bitte, liebe Sisah, “Ökoecke” im Wäldchenbereich hinterm Haus vorgenommen. Oder eigentlich in erster Linie den alten, schon ziemlich eingewachsenen Komposter. Das ist die reinste Schatzkiste, bloß das man dort keine echten Schätze findet. Jeder hat da in den letzten 30 Jahren alles mögliche reingeworfen. Das Schlimmste ist ein alter Teppich – für den mein Göttergatte zuständig ist. Von wegen “der zersetzt sich” – nicht wenn er aus Kunststofffasern besteht. Wenn man sich aber erstmal einen Zugang geschaffen hat, kommt unten dann doch ein Schatz zum Vorschein: richtig guter Kompost. So habe ich mich durch überschießende Holunderschösslinge geschnippelt und mit Mistgabel und Schaufel den Komposter traktiert. Sinn der Sache war nicht allein, dahinten mal Ordnung zu schaffen sondern mein zukünftiges Hochbeet weiter zu füllen. Zu gut einem Drittel haben wir es in den letzten Wochen mit Schnittgut aller Art gefüllt und nun soll mal eine ordentliche Schicht Kompost hinein. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt auch durchaus noch halbgarer Kompost sein. Den richtig guten habe ich aber auch noch in einige Beete verteilt. Noch ist es dafür nicht zu spät im Jahr.
Nun darf sich das Ganze wieder etwas setzen, der Kasten ist nun gut über die Hälfte voll. Ich denke, ich werde noch ein-zweimal auch Rasenschnitt reingeben und immer wieder Kompost. Im nächsten Frühjahr soll das Hochbeet bepflanzbar sein.
Anschließend habe ich den ersten Alchemilla”puff” an Teichrandbeet ausgegraben. Für mich ist der Frauenmantel eine gestalterisch total überbewertete Pflanze. Sie sieht im Grunde nur für kurze Zeit schön aus und versamt sich wie Unkraut. An diese Stelle kam jetzt erstmal mein diesjähriges Pennisetum rubrum “Fireworks” – da kann ich mir noch in Ruhe überlegen, was dort in Zukunft dauerhaft hin soll. Wenn auch einjährig – dieses Gras muss sein! Irgendeinen Platz dafür finde ich immer.
Tja und als Abschluß habe ich tatsächlich heute Abend gießen müssen. Die Nordlichter werden es vermutlich kaum glauben, aber die Erde ist an vielen Stellen total trocken. Der ständige scharfe Wind und die jetzt doch relativ warmen Temperaturen sorgen dafür, dass Gießkanne und Schlauch nicht einstauben.






