Januarfrühling
Eigentlich habe ich die letzten Wochen nur über’s Wetter gemotzt und auch dieser Monat fing nicht anders an als das alte Jahr aufgehört hat. Gestern zog ein Sturmtief bei uns durch und heute Abend soll das nächste kommen. Bislang war es heute tagsüber aber erträglich bis hin zu richtig schön. Deshalb bin ich auch mal wieder mit dem Fotoapparat in den Garten. Die vielen grünen Spitzen von Narcissus & Co, die schon überall hervorblitzen, habe ich mir gespart, auch die Gänseblümchen im Rasen. Aber es gibt noch mehr.
“Jacob classic” – weiß – blühte im November schon rosa-grün, nun aber endlich rein weiß
Die gefüllte zartrosa Hybride, die mir letztes Jahr im Topf beinahe noch eingegangen wäre, hat sich gut erholt.
Die selbe Pflanze – als fast noch geschlossene Knospe viel dunkler in der Farbe
Und die dauerblühende Pink Frost
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Auch die Skimmie zeigt schon Ansätze ihre im Winter fest geschlossenen Knospen zu öffnen. Da bin ich
gar nicht so wild drauf, denn dann sehen sie sehr schnell viel weniger attraktiv aus als so knallrot.
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Die Zierquitte, na ja, die hält sich eh an keine Jahreszeit. Die letzte gelbe Frucht ist gerade erst abgefallen.
So schaut’s aus . . . aber dafür nach wie vor keine oder kaum Singvögel in Sicht. Meisenknödel, Erdnussstangen, Futterhäuschen – alles bleibt bisher ungenutzt. Wenn ich an den Trubel denke, der im letzten Januar dort herrschte, ist das schon ein bisschen trostlos.
Kurze Tage
Jetzt kommt die Zeit, wo im Garten immer noch etwas zu tun ist, aber so richtig zieht es mich nicht mehr raus. Trotzdem war ich heute nochmal zwei Stunden im Garten, es regnet ja wenigstens nicht. Mit Laub zusammenrechen, endgültigem Zurückschneiden von inzwischen matschigem Hosta- und Taglilienlaub sowie einiger anderer Sachen verging die Zeit sehr schnell und warm wurde mir auch. Dann reichte die letzte Helligkeit gerade noch aus, um noch ein paar Fotos zu machen.
Kleine Collage aus Allem, was noch so im Garten an Blüten zu finden ist (außer den Rosen, die passten irgendwie nicht dazu)
Verblüfft hat mich die Blüte der kleinen Alpenrose, die mitten in den bereits für’s kommende Jahr angelegten Knospen blüht. Auch eine Alchemilla blüht noch munter. Absolute Dauerblüher sind diese kleineren, gelben Blüten – Astern, Sonnenhüte oder was auch immer – die bereits seit dem Sommer ununterbrochen blühen. Ein wirklich dankbares Gewächs und ich weiß leider den Namen nicht.
Nur noch ein Strauch sieht im Moment richtig prächtig aus, nämlich der hintere Duftschneeball, der erst spät im Frühjahr blüht. Der hat einfach wunderbar verfärbte Blätter.
Ein paar grüne Blätter sind auch noch darunter . . .
. . . und auch hier sieht man schon die Knospen für’s kommende Frühjahr.
Die Zaubernuss verliert gerade ihre letzten Blätter, die in diesem Herbst von einer unbeschreiblichen Farbenpracht waren. Nicht mehr lange und sie wird mich bereits wieder mit ihren gelben Blüten erfreuen. Vielleicht klappt es ja doch mit Karl Försters Motto “Es wird durchgeblüht”, wenn sich nach den viel zu früh blühenden Christrosen dann nach und nach auch noch ihre späteren Artgenossen einstellen.
Marienkäferinvasion
Die ersten habe ich an den Scheiben vom Wintergarten entdeckt, die nächsten irgendwo im Grünen und dann massenweise am Geräteschuppen hinten im Garten: Dutzende von Marienkäfern waren unterwegs, verschiedene Farben aber offensichtlich alles asiatische. Ich stand recht lange und immer wieder dort, weil dort die Leitung von unseren Regenwasserspeichern endet und ich ein paar Gießkannen Wasser brauchte. Da konnte ich sie beobachten. Wie verrückt sind sie über’s Holz gekrabbelt, an der Clematis entlang, über die Dachpappe . . . aufgeflogen, zurückgekommen, weitergekrabbelt. Diese Massen an Marienkäfern hätte ich im Frühjahr gebraucht, als Alles voller Blattläuse war.
Besonders hübsch sind die Asiaten ja nicht im Vergleich zu den europäischen Marienkäfern, aber sehr effektiv
Auf diesem Bild sieht man übrigens, wie die Wespen dem Holz zusetzen. Was hier wie Käsekruste aussieht, ist
das von Wespen angenagte Holz vom Geräteschuppen.

Und noch einer . . .
Ich werde den Verdacht nicht los, dass die gerade erst geschlüpft sind (bzw. ihre Metamorphose hinter sich gebracht haben)
Die Samen der Clematis viticella “Alba luxurians”
Beziehungsgeschichten: da scheint sich ein neues Kätzchen der Korkenzieherhasel für den ergrauten Schopf
der Clematis “Madame Le Coultre” zu interessieren. Kinder – das hat keine Zukunft!
Noch ein bisschen wilder – je oller desto doller
Ein Kohlweißling hat die letzte Blüte am Salbei entdeckt.
Die Bergenienblätter werden immer farbenprächtiger.
Ich habe schon wieder neuen Mückenschi** an den Fenstern, es ist nicht zu fassen. Aber wen wundert’s? Wenn ich in den Garten rausgucke, tanzen in der späten Nachmittagssonne massenweise Insekten in der Luft. Die glauben wohl alle, dass der Sommer zurück kommt. – Ich geh auch nochmal raus in die Sonne.
Ende September
Noch zwei Tage, dann ist auch der September schon wieder vorbei. Im Augenblick mag man es kaum glauben. Dieser Monat war bisher schöner als der größte Teil des Sommers. Draußen zwitschern die Vögel, meine Rosen bilden neue Knospen aus, Sträucher wie die Weigelien blühen wieder, Insekten umschwirren die Blumen. Ungeachtet all dessen blühen allerdings auch bereits zwei Christrosen, die Weihnachtskakteen haben Knospen und natürlich fallen die ersten Blätter.
Ich war heute Vormittag mal wieder mit der Kamera im Garten:
Am Teich – am Fuß der Magnolie
Hosta Fire & Ice im Schattenbeet bei den Farnen
Dauerblüher in Töpfen am Carport
Dauerblüher überall im Garten: die Polsterglockenblume
Auch die Heidelibellen sind noch unterwegs
Ich habe ja auch Heidekraut anzubieten
Noch eine . . . und die Mini-Buddleja blüht auch wieder
Hortensien – auch im Verblühen noch attraktiv
Und noch eine Hosta im Schattenbeet
Was bleibt
. . . denn nun vom Juli 2011? Dass er viel zu nass und viel zu kalt war, so wie der Mai viel zu heiss und viel zu trocken gewesen ist, das ist unbestritten. Immerhin hat er im Garten die Trockenschäden des Frühjahrs weitestgehend ausgeglichen. Der Rasen ist wieder sattgrün – mal von den Stellen mit den merkwürdigen braunen, wie verätzt aussehenden Flecken abgesehen. Aber selbst die sind kleiner geworden.
Die Pflanzen blühen jedenfalls prächtig, auch wenn einige zwischendurch wegen des vielen Regens einige Knospen eingebüßt haben, die Rosen vor allem. Dem Bambus hat dasWetter gut getan. Und wenn ich heute Nachmittag bei Sonnenschein – endlich wieder! – auf die Terrasse trete, dann steigt mit auch sofort wieder Rosenduft in die Nase. Die englischen Rosen fanden das kühlere Wetter wohl auch nicht so schlimm.
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Was noch bleibt: Pilze im bislang viel zu feuchten Rasen
Schade, dass ich nie weiß, was da im Garten wächst. Ein jüngeres Exemplar hatte einen recht kugeligen Kopf.
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Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.


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