Teich

. . .  und rundrum glücklich, so könnte ich heute diesen ersten kompletten Gartentag in diesem Frühling am besten beschreiben. Nichts mehr mit Frieren, ganz im Gegenteil. Auch das Waten in Teich und Bach (natürlich mit Gummistiefeln) war die wahre Freude. Heute Vormittag bin ich erstmal zu Sunflower nach Kalbach – da war ich ewig nicht mehr. Dort war die Hölle los. Aber immerhin haben sie inzwischen ihr Parkhaus fertig. In der Markthalle hätte ich mich schon dumm und dusselig kaufen  können, aber ich wollte Pflanzen. Der Göttergatte hat heute wie versprochen noch fünf 70l Beutel Erde geholt (ich hatte den Bedarf vorab so richtig mit Zollstock und Köpfchen berechnet) und wir haben das Hochbeet nun richtig voll gemacht. Ich denke, dass das an Erde jetzt auch genau die richtige Portion auf all das aufgeschichte Holzzeug und Kompost ist. Jetzt habe ich erstmal was zum Aussäen. Tomaten- und Salatpflanzen wird’s wohl demnächst auf dem Markt auch geben.

samentuetchenDie Wildblumenmischung kommt natürlich nicht ins Hochbeet sondern wird nach dem ersten Rasenschnitt im
hinteren Teil des Gartens ausgebracht. Da wächst sowieso alles durcheinander, momentan hauptsächlich Moos,
Veilchen und Gänseblümchen, später dann Klee und wenn es sehr trocken ist auch andere Wildpflanzen.
Mal schaun, wie sich das dann entwickelt.

stauden

Eine neue Verbena bonariensis habe ich mir mal vorsichtshalber mitgebracht, weil ich ja nicht weiß, ob die vom letzten Jahr im Präriebeet wiederkommen. Die Purpurwolfsmilch ist auch ein Ersatz, da ist mir eine eingegangen. Der zweiten im selben Beet geht es hingegen prima. Die weiße Akelei setze ich neben die blau-weiße, die jetzt leider schon fast verblüht ist. Alle selbst ausgesäten im Garten sind auch noch ganz klein. Die kleinen gelben Bart-Iris habe ich ganz in der Nähe ebenfalls an den Rand des Teichbeetes gesetzt. Dort habe ich  bisher nur große lila Schwertlilien. Auf die bin ich mal gespannt, denn die haben schon kräftig getrieben. Im letzten Jahr war die Blüte eher schwach ausgefallen. Der Goldlack muss ein Plätzchen in Terrassennähe bekommen – des Duftes wegen. Das ist gar nicht so einfach, denn in Terrassennähe habe ich kaum noch Platz. Außerdem braucht er’s warm und geschützt.  Schlangenbart und die Felsenmarbeln sind kleine Gräser, da weiß ich noch nicht wohin, aber das ist sicher kein Problem. Sie brauchen allerdings beide halbschattige Plätzchen – muss ich mal gucken.

Im Teich blühen die ersten Sumpfdotterblumen (Caltha palustris):

Caltha_palustris

. . .  und nebenan öffnen die wenigen Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris), die ich besitze, ihre Glöckchen:

Schachbrettblume

 Es geht grad alles rasend schnell und alles zusammen. Noch blühen längst nicht alle Narzissen, von den Tulpen ganz zu schweigen, da steht nun auch die große Tulpenmagnolie in den Startlöchern und die Strauchpäonie hat schon dicke Knospen. Auch die ersten Hosta schieben ihre Hörnchen ans Licht.

Hostahörnchen
Wenn die erstmal alle zu sehen sind, dann weiß man meisten, wo man in den Beeten beruhigt graben kann. Ich habe heute wieder schwer “rumgefuhrwerkt” (sagt man so in Hessen) und muss immer aufpassen, dass ich nichts beschädige, was vielleicht noch in der Erde ruht.

Ein Wimmelbild ;-)

wimmelbildDas sieht auf dem Foto viel chaotischer aus, als es wirklich ist. Es ist ein kleines Randbeet zum Nachbarn hin,
wo so ab Januar nach und nach Christrosen, Schneeglöckchen, Mininarzissen usw. aufblühen. Der weiße Pfeil
zeigt aber auf die Päonie, deren Laub das Gewimmel (und das Blattwerk der Zwiebelblumen) bald gnädig überdeckt.

pulsatillarot_blauBlau will endlich auch mitspielen . . .

Das war’s für heute aus dem Garten. Ich könnte fotografieren ohne Ende, aber dabei kriegt man ja nichts weggeschafft.

. . .  für  eure Kommentare und Vorschläge zur unbekannten Blüte. Ich bin gespannt, ob ich das Rätsel irgendwann mal lösen kann. Ich glaube aber weder an die Schleifenblume noch an Skabiose oder Gänsekresse, werde das aber weiter verfolgen.

Heute haben  wir Frühling pur! Was für ein Kontrastprogramm zu  gestern. Ich war gegen Mittag bei Dehner, eigentlich in erster Linie um nach Vogelfutter zu gucken. Und ich war nicht alleine mit meinem Begehr ;-) Ein halbes Dutzend Kunden stand ratlos herum und die Verkäuferinnen waren schon leicht genervt. Immerhin gab es diverse Einzelsaaten, außerdem Erdnussbruch und preiswerte Rosinen, daraus lässt sich was machen. Ich habe dann noch ein paar unbehandelte Hirsekolben mitgenommen. Bei den Blumen habe ich lange überlegt, was und ob ich überhaupt etwas mitnehmen sollte.  Im Wagen landeten Primelchen für’s Fensterbrett, 2x Vergissmeinnicht, zwei Töpfchen mit noch nicht aufgeblühten Schachbrettblumen und eine blühende Akelei. Und dann – wow – kam plötzlich mit Macht die Sonne durch. Zu Hause angekommen zeigte das Thermometer 14°C in der Sonne und ich bin nix wie raus in den Garten.
Einige Beete wurden bearbeitet und es kamen Kompost und etwas frische Erde dazu und natürlich wurden die Einkäufe eingepflanzt.

Teich mit Weide und Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht

Im Teich bin ich auch nochmal rumstolziert. Jetzt ist er einigermaßen sauber, die Ränder wieder mit Kies bedeckt und frisch aufgefüllt. Es wird schon wieder fleißig geplanscht (also die Vogelwelt plantscht, nicht ich). Da ich den Schlauch schon mal in der Hand hatte, habe ich auch einige Beete bewässert, denn die Erde ist bei uns total ausgetrocknet. Wir hatten ja bis auf ein oder zweimal jeweils für ein einen Tag kaum Schnee. Und der starke Wind der letzten Tage hat ein Übriges dazu getan.

BlumenmixBis auf Tulpen blüht inzwischen so ziemlich alles an Zwiebelblumen im Garten und die ersten Primelchen schieben sich
auch aus der Erde; sogar Bärlauch kann ich schon ernten.

AkeleiDie neue Akelei

Primelngelb

Eine große, schwarze Holzbiene und eine Hummel sind mir übrigens auch schon in den Wintergarten hinein geflogen, aber auch erstaunlicherweise ganz schnell wieder hinaus ;-)

Heute hat mich das schöne Wetter – kalt ist es natürlich immer noch – schon am Vormittag in den Garten und sogar in den Teich gelockt. Der kräftige Wind und die Trockenheit der letzten Wochen haben viel Wasser verdunsten lassen, sodass der untere flache Bereich fast komplett ausgetrocknet war – ideal um mal wieder zu säubern und den Kies neu zu verteilen. Katzen und Vögel schaffen es ja immer wieder, dass irgendwo die Teichfolie rausguckt. Aber man bekommt schnell kalte Hände und Füße. Jetzt habe ich erstmal die Pumpe ausgeschaltet, da läuft nun das Wasser aus dem oberen und mittleren Becken der Schwerkraft folgend nach unten. So kann ich nachher auch die anderen Becken noch säubern. Später wird dann wieder Wasser nachgefüllt und es ist mal wieder für ‘ne Weile gut.

Ich kann mich ja wirklich nicht an unseren Teichbesuchern satt sehen – egal ob Horden von Buchfinken oder Spatzen angeflogen kommen oder Amseln ihr Bad nehmen. Ab und an kommen auch die Eichhörnchen zum Trinken. Ich möchte diese Wasserlandschaft nicht mehr missen. Im Moment juckt es mich ja doch in den Fingern ein paar Blümchen zu kaufen und an den Rand zu setzen, bevor die eigentliche Teichflora endlich aus dem Winterschlaf erwacht. Aber nachts haben wir immer wieder Frost.

Vögel am Teich

Und mal ein – wie ich finde – richtig schönes Spatzenfoto:

Sperling

* >*

Schon das heutige Google Doodle entdeckt?

meriandoddleGoogle erinnert an Maria Sibylla Merian. Sie war eine frühe Naturforscherin und bedeutende Künstlerin. Sie wurde am 2. April 1647 in Frankfurt am Main geboren und starb am 13. Januar 1717 in Amsterdam.

Lassen wir die Kahmhaut mal Kahmhaut sein. Ich finde, dass es heute auch schon wieder besser aussieht. Vor allem aber kann man sich bei diesem Traumwetter kaum von sowas ärgern lassen. Als erstes war heute Vormittag Fensterputzen angesagt. Die ersten großen Fenster im Wintergarten habe ich fertig, die nächsten kommen morgen dran. Dann bin ich zu Dehner gefahren und mit ein paar Miniblümchen (Primeln, Schneeglöckchen, Mininarzissen) und vor allem einer Hängekätzchenweide, einer Salix caprea “Kilmarnock” zurück gekommen. Um diese Weiden schleiche ich schon seit bestimmt drei Jahren herum, konnte mich aber nie so richtig entscheiden. So richtig schön sehn sie halt nur im Frühling aus. Trotzdem – gerade weil sie zu  den ersten zauberberhaften Frühlingsblühern zählt, habe ich heute eine am Beetrand unseres Teiches gepflanzt. Eine echte Bienenweide ist sie außerdem.

Salix

Ich habe den gesamten Wasserlauf samt Teich mehrfach umrundet, um die richtige Stelle zu finden. Schließlich hat sie ihren Platz genau dort gefunden, wo ich schon oft dachte: Da gehört eigentlich noch ein Baum hin, ein Bäumchen zumindest. Ich musste ein bisschen Rasen dafür ausstechen und mich mühsam durch unsere steinige Lehmerde graben, aber als das Bäumchen dann saß, fand ich es dort genau richtig und superschön.

Salix

Ich finde die Kätzchen sooo schön! Das Bäumchen ist nicht sehr hoch – ca. 1m schätze ich mal – und wird auch nicht höher. Nur der Stamm wird dicker und die Krone buschiger. Die Wuchshöhe ist durch die Veredelungsstelle festgelegt. Es gibt bei diesen Zierhängeweiden männliche und weibliche Exemplare. Im Allgemeinen werden die männlichen “Kilmarnock” Weiden verkauft, da nur sie die attraktiven Blüten ausbilden. Die weiblichen Exempare werden unter der Bezeichnung ‘Weeping Sally’ angeboten.

Wenn die Blüte der Weide vorbei ist, blüht die dahinter stehende Tulpenmagnolie! Sie hat in diesem Jahr wieder ganz viele Knospen. Ich hoffe auf eine herrliche Blüte ohne störende Spätfröste.

Teich

DekoEin bisschen Terrassendeko – wird später alles ausgepflanzt.

Primeln, blauPrimeln – blau wie der Himmel  . . .

Kraniche. . .  an dem gerade die ersten Kraniche nach Norden zurück geflogen sind.

Bambus

Die ersten Marienkäfer sind auch unterwegs, und den Bambus musste ich heute durchdringend wässern. Mir fiel plötzlich auf, dass die Blätter ganz eingerollt waren. Ein typisches Zeichen für akuten Wassermangel. Wir können inzwischen auch im Winter bei Bedarf wässern. Mein Mann hat in die Außenwasserleitung irgendetwas eingebaut, das dafür sorgt, dass sie nicht einfrieren kann. Wie das funktioniert kann ich euch nicht sagen. Es war ein Tipp unseres Nachbarn, eines ehemaligen Installateurmeisters.

So habe ich fast den ganzen Tag im Freien verbracht. Am wärmsten war es so gegen 15 Uhr. Da zeigte das Thermometer in der Sonne 18°C. Viele Insekten erwachen aus dem Winterschlaf. Eine dicke schwarze Holzbiene habe ich an einer Krokusblüte gesehen, hatte aber keine Kamera an der Hand.

krokusstraussFast wie ein Strauß – Krokusse im Beet

Mal wieder was dazu gelernt: kennt ihr den Begriff “Kahmhaut“? Seit gestern überzieht mal wieder eine milchig-trübe Schicht das untere Becken unseres Gartenteichs. Durchs Fenster betrachtet sieht es wirklich heftig aus, wenn man direkt davor steht, nicht ganz so schlimm – aber schon irgendwie unschön.

KalmhautDurch’s Fenster fotografiert . . .

Kahmhaut2. . . und im Freien.

Heute vormittag bin ich schon mal mit Gummistiefeln und Gummihandschuhen ausgerüstet ins Wasser hinein gestiefelt und habe so einiges an Ahornlaub heraus gefischt. Das mit dem Laub lässt sich nicht verhindern, denn ein Netz will ich nicht drüber spannen, um Vögeln und Katzen das Trinken bzw. Baden (eher die Vögel *gg*) zu ermöglichen. Aber das Wasser ist noch verd*mmt kalt. Ich dachte, ich könnte die Schicht abschöpfen, aber das war vergebene Liebesmüh. Zwar habe ich ein paar Schüsselchen herausgeholt, auf deren Oberfläche sich dann auch weiße Flecken zeigten, aber das reicht hinten und vorne nicht, um das Phänomen in den Griff zu bekommen.

klarwasserKlares Wasser im oberen Quellbecken

Immerhin habe ich im Internet endlich mal was über das Thema gefunden. Wenn man erstmal weiß, dass sich die Schicht Kahmhaut nennt, gibt es auch mehr Information dazu (hier zum Beispiel) . Es sind tatsächlich ungefährliche Ablagerungen – ein Biofilm -  aus vermodertem Grünzeug, Staub und Mikroorganismen, der sich gerne dort bildet, wo wenig Bewegung im Wasser herrscht. In den beiden oberen Becken, wo sich der Quellstrudel befindet und ein kleiner Wasserfall das Wasser verwirbelt, ist es klar. Man kann sie von Papier, angeblich sogar Zeitungspapier aufsaugen lassen. Das werde ich morgen mal probieren. Es hat auch etwas mit dem Wetter zu tun. Die Mikroorganismen vermehren sich bei Wärme (Sonneneinstrahlung) und wenn das Wasser dann wie im Moment nachts wieder stark abkühlt, sterben sie ab und die Kahmhaut bildet sich vermehrt. Wenn dazu weder Regen fällt noch Wind herrscht, dann ist die Situation für die Bildung einer Kahmhaut wohl optimal. Das passt zu meinen Erfahrungen vom letzten Jahr, dass das Phänomen auch wieder von selbst verschwindet. Und die Vögel stören sich überhaupt nicht daran. Garfield hingegen hat den Schleier misstrauisch beäugt und dann weiter oben getrunken. Ich habe vorhin Wasser aufgefüllt, da der untere Teich sowieso etwas wenig Wasser hatte, aber das hat nichts gebracht – klar, die Kalmhaut schwimmt ja oben an der Grenze zum Luftsauerstoff. Ich habe sogar gelesen, dass Frischwasserzufuhr die Vermehrung von Mikroorganismen noch zusätzlich fördert. Nun ja – ich weiß erstmal, dass es nichts schädliches ist und erfahrungsgemäß wird es sich sogar von selbst regeln.

Unser Wetter lässt heute im Vergleich zu gestern zu wünschen übrig. Am Vormittag schien wenigstens ab und an mal die Sonne, jetzt ist wieder alles grau. Aber morgen soll es wieder schön werden.

amselcomic

Übrigens – soll mal Einer sagen, dass Tiere nicht intelligent sind. Selbst die immer etwas dümmlich wirkenden Tauben haben in Nullkommanichts spitz gekriegt dass der Blumentopf am Hochbeet Nüsse enthält – Nüsse, die wohlgemerkt für unsere Eichhörnchen gedacht sind. Inzwischen bekommen die Hörnchen davon am wenigsten ab, während es sich Elstern und Tauben gutgehn lassen. Eichelhäher habe ich jetzt schon länger nicht mehr gesehen. Und wenn die Eichhörnchen kommen, ist der Topf meistens schon wieder leer. Für den nächsten Winter werde ich mir wohl eine Eichhörnchenfutterstation kaufen. Hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Teil gemacht? Schaffen es die Hörnchen tatsächlich den Deckel anzuheben?

eichcomic

Bei Vivara gibt es auch noch einen kurzen Artikel zum Eichhörnchen, der auch die Nesträuberseite des Kobolds vorurteilsfrei beleuchtet. Dass Eichhörnchen selbst von Baummardern gejagt werden, wusste ich auch noch nicht.

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