Wolken
. . . betrachte ich immer gerne, wenn sie nur keinen unerwünschten Regen bringen.
Fotografierwolken nannte mein Vater diese dekorativen weißen Wolken am blauen Himmel. Seltsam, das ist nun schon über vierzig Jahre her und ich habe ihn nur so kurz gehabt, aber das habe ich mir gemerkt. Dass ich meine Liebe zum Fotografieren auf alle Fälle von ihm habe, habe ich schon öfter geschrieben. Ich war fast noch ein Kind, als er starb. Damals habe ich so viel von meiner Trauer und ein Teil meiner Erinnerungen verdrängt. Das war lebensnotwendig um mit meiner extrem schwierigen Mutter klar zu kommen. Jetzt auf einmal kommen Erinnerungen wieder und auch Bilder im Kopf, die ich schon lange nicht mehr realisiert habe.
Der absolute Lieblingsblick aus dem Küchenfenster
Die außergewöhnlichen “Früchte” der Morgensternsegge leuchten in der Morgensonne. Im Waldbeet geht es noch eher schattig zu. Dort dominieren im Moment vor allem die vielen Akeleien.
Glanzmispel – Photinia fraseri “Red Robin”
Die Glanzmispel hat in den letzten Wochen den größtenTeil ihrer schönen roten Blätter vom Winter verloren. Nun blüht sie und dient den Bienen als prächtige Nahrungsquelle.
Unter den ungefüllten weißen Glockenblumen habe ich heute dies seltsame Blüte entdeckt.
. . . Rotkehlchen zeitgleich im Flieder – das ist auch selten.
Ihr Lieben . . .
ein fröhliches Osterfest wünsche ich euch.
Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend nur,
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur,
aber die Sonne duldet kein Weißes:
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt’s im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür. . .
*
. . . Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!
(J.W. von Goethe / Faust 1, 2. Szene – Vor dem Tor)
Kaum Hoffnung
. . . auf weiße Weihnachten. Ich vermute mal, es werden im südhessischen Flachland allenfalls einzelne Schneeflecken übrigbleiben.
Eine Insel mit zwei Bergen . . .
. . . hat sich heute morgen im Garten wieder gezeigt
Und Garfield guckt sich um – sieht aber noch nicht ganz ausgeschlafen aus
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Das vorletzte Türchen wird heute von Monica aus Ann Arbor in Michigan geöffnet. Sie hat sich ganz viel Mühe mit der deutschen Version ihrer Texte gegeben, wofür ich herzlich Danke sage. Monica zeigt uns schöne, weihnachtliche Bilder aus ihrer Heimat in den USA.
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Ich möchte, bevor ich selbst dann am 24. Dezember noch das letzte Türchen öffne, an dieser Stelle bereits allen TeilnehmerINNEn des gemeinsamen Projektes “Adventskalender 2009” herzlichst für ihre Inhalte danken. Es war jeden Morgen auf’s neue spannend, was sich die Einzelnen haben einfallen lassen. Und weil das Ganze Länder – ja sogar Kontinente übergreifend – funktionierte, sage ich danke mit einem Foto aus dem Frankfurter Palmengarten, das die Weltkugel präsentiert. Das Internet ist eben doch – trotz aller Vorbehalte und Gefahren – eine feine Sache.

Ort der Sinne
Bin gerade auf einem anderen Blog wieder einmal an die alten Feste erinnert worden. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich mich ganz stark damit beschäftigt habe und andere Zeiten, in denen ich dafür keinen Sinn hatte. Das ist wohl ein Teil meines Ichs, der Widder ist sprunghaft. Ich interessiere mich für Vieles, fange Vieles an, bleibe bei manchem lange hängen und dann kommt wieder etwas Neues. Man merkt das auch an meiner Bloggerei oder den Webseiten, die ich schon verfasst und auch wieder eingestellt habe. Im realen Leben bin ich zwar seßhaft, in Gedanken aber eher das Gegenteil. Ich hoffe, dass mich der Garten im positiven Sinne auch “erden” wird. Neben dem Bach, der als Wasserelement einen guten Ausgleich schaffen wird zu meinem eher feurigen Sonnenzeichen, kommen die Erde und – so scheint es mir – mit dem Bambushain auch der Wind.
Ich habe Lust, mir im Garten auch einen “Ort der Sinne” zu schaffen. Diese Idee ist bei mir keine wirklich neue, wurde aber bisher noch nicht umgesetzt. Vielleicht weil unser Garten bislang so wenig heimelig war und ich noch nie die Zeit und die Möglichkeiten hatte, etwas zu schaffen, was ihn positiv und auf lange Sicht verändern könnte. Ein solcher “Ort der Sinne” wäre auch die passende Stelle, um die alten Jahreskreisfeste zu feiern.
Anfang des Monats war Imbolc, ein Fest, das heute kaum bekannt ist, es sei denn als das kirchliche Maria Lichtmess. Lichtmess ist auch ein guter Begriff, der dem heutigen Menschen noch eher etwas sagt als Imbolc. Imbolc kommt meines Wissens aus dem Gälischen und hat etwas mit dem Einschießen der Milch bei den Mutterschafen zu tun, da Anfang Februar bereits die ersten frühen Lämmer geboren wurden. Lichtmess – ein Begriff, den die katholische Kirche geschaffen hat – zeigt dagegen an, dass die Tage wieder länger werden, dass das Licht zurück kommt. So richtig merken wir das erst im Laufe des Monats. Jetzt – Ende Februar – aber ist es deutlich zu spüren. Bei den Kelten war das die Zeit, in der die Lichtjungfrau (Brigid) die Alte des Winters ablöste. Vielleicht schreibe ich dazu mal mehr. Wie immer hat die Kirche auf die alten heidnischen Feste ihr eigenes gepfropft, was ich aber zumindest von der Namesgebung gut finde. Und – so bleiben auch die alten Feste in der Erinnerung. Wer also mit der christlichen Kirche nichts am Hut hat, kann trotzdem die Jahreszeitenfeste im Sinne der alten Überlieferungen begehen.
So ein paar Rituale können uns in der heutigen Zeit nur gut tun, denke ich.
Auf den Begriff “Ort der Sinne” im Zusammenhang mit Gartenarchitektur bin ich zum ersten Mal beim NABU bzw. der Fa. Schwegler gestoßen. Hier gibt es Material zum downloaden, auch zum Thema Kräuterspirale oder Anlegen eines Insekten freundlichen Naturgartens: siehe hier . . . Ort der Sinne - Schwegler natur.de











Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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