Sanfter Advent
Bei Monika (Country Living) las ich gerade einen Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht – Gedanken zum langsamen “Einschleichen” in die Weihnachtszeit, denn das bedeutet für mich der Advent. In manchen Blogs bekomme ich Jahr für Jahr häufiger den Eindruck, dass hier ein Konkurrenzkampf ausbricht, was das schnellere und üppigere Dekorieren der Wohnung möglichst noch vor dem 1. Advent angeht. Das ist wie eine Parallele zu den Lebkuchen ab Oktober in den Kaufhäusern und der immer früheren Werbung für Weihnachtsgeschenke. Natürlich kann das jeder halten wie er will, aber mir selbst macht es sehr viel mehr Freude täglich irgendeine Kleinigkeit aus den Kästen zu holen und der schon vorhandenen Deko hinzu zu fügen. Wenn man noch kleine Kinder hat oder Enkel, dann ist der Advent ja auch eigentlich die Zeit, in der man sich erstmal hinsetzt und mit ihnen etwas zum Schmücken der Wohnung bastelt. Jedenfalls war das früher mal so. Wir haben Strohsterne gebastelt, als die Trinkhalme noch Strohhalme waren und bunte Sterne aus metallisch glänzenden Papieren. Macht das eigentlich noch jemand innerhalb der Familie?
Bei mir hat sich heute in der Küche zum beleuchteten Häuschen der qualmende Rudi dazu gesellt und gestern der Tiffanystern, den ich vor in paar Jahren auf dem Weihnachtsmarkt im Hessenpark erstanden habe. Das Häuschen steht jetzt übrigens auf einem Bücherstapel, den ich in Weihnachtspapier eingewickelt habe. Ich muss das nur erst noch beobachten, ob es nicht zu heiss wird. Denn noch hab ich in dem Häuschen eine normale Glühbirne drin – eigentlich schon fast vorsintflutlich
Gurken & Zucchini
Besser als gedacht ist auch heute das Wetter wieder – zumindest in der ersten Tageshälfte. Bislang scheint die Sonne und es ist sogar recht warm. Ich habe meine Gurken- und Zucchinipflänzchen aus dem Minigewächshaus herausgenommen und in zwei große Töpfe umgepflanzt, die ich zunächst an die warme Hausmauer gestellt habe. Ob ich sie da stehen lassen kann, weiß ich nicht. Die Nächte können noch ziemlich kalt werden. Auch der Dill wächst jetzt schon kräftig, so dass er zwei größere Töpfchen bekommen hat – der Rest der Sämlinge wächst langsamer.
Meine Zierquitte aus Stecklingen wächst langsamer als ich dachte und krebst zumindest mit den Blüten tragenden Zweigen immer noch kurz über dem Boden herum. Es sind viel Knospen dran, aber man hat optisch nicht viel davon. Ich habe im letzten Jahr schon darüber nachgedacht, ob ich mir nicht doch lieber ein etwas größeres Exemplar für diese Stelle im Vorgarten kaufen sollte. Als mir die Nachbarin vor ein paar Jahren die Stecklinge gab, sagte sie, die wächst wie der Teufel. Hm – bestätigen kann ich das bisher nicht.
Jetzt blühen auch die Hyazinthen
Die Küchenschelle (Pulsatilla) diesmal ohne Regentropfen
Auch meine Lenzrosen, Nieswurzen, Helleborusse oder wie auch immer ihr sie nennt, blühen inzwischen alle und sind mit ihren nickenden Blüten samt und sonders schlecht zu fotografieren.
Silvesterknaller
. . . und Tiere – das passt immer schlecht zusammen. Meine beiden Katzls sind glücklicherweise nicht allzu ängstlich oder inzwischen nicht mehr so ängstlich. Natürlich müssen sie in der Silvesternacht im Haus bleiben, aber das ist inzwischen auch kein Problem mehr. Früher war das anders, da wollten sie dem Lärm gerade dadurch entgehen, dass sie versuchten ins Freie zu kommen.
Müde meine Süße???
Der Herr Kater hatte wohl auch eine anstrengende Nacht.
Dann mal auf in ein neues Garten – und Katzenjahr – nochmal meine besten Wünsche für euch alle.

Adventskalender
8. November: Sorry – alle Türchen sind vergeben!
Das hier ist ein Projekt aus dem MainZauber Hauptblog! Aber ich dachte, vielleicht möchte ja jemand aus der Gartengilde daran teilnehmen. Ich würde mich freuen.
Hallo ihr Lieben! Die Idee ist nicht neu, einige hatten sie auch schon in diesem Jahr früher als ich, aber soweit ich sehen kann, gibt es in meiner Blogroll und darüber hinaus durchaus noch Leute, die vielleicht an einem Adventskalender 2009 mitmachen möchten. Früher hatte ja fast jeder, der über eine Homepage verfügt, auch automatisch einen Adventskalender im Angebot, das war schön aber irgendwie auch zuviel – zuviel Mühe für den Einzelnen, zuviel zum Lesen für die Freunde ringsum. Deshalb finde ich, dass in Zeiten der internetten Vernetzung gemeinsame Adventskalender wirklich was für sich haben. Wer nur einen Tag gestalten muss, macht das sicher auch mit sehr viel mehr Begeisterung als wenn 24 Tage gefüllt werden müssen.
Der Button kann für den eigenen Blog gerne mitgenommen werden.
Ort der Sinne
Bin gerade auf einem anderen Blog wieder einmal an die alten Feste erinnert worden. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich mich ganz stark damit beschäftigt habe und andere Zeiten, in denen ich dafür keinen Sinn hatte. Das ist wohl ein Teil meines Ichs, der Widder ist sprunghaft. Ich interessiere mich für Vieles, fange Vieles an, bleibe bei manchem lange hängen und dann kommt wieder etwas Neues. Man merkt das auch an meiner Bloggerei oder den Webseiten, die ich schon verfasst und auch wieder eingestellt habe. Im realen Leben bin ich zwar seßhaft, in Gedanken aber eher das Gegenteil. Ich hoffe, dass mich der Garten im positiven Sinne auch “erden” wird. Neben dem Bach, der als Wasserelement einen guten Ausgleich schaffen wird zu meinem eher feurigen Sonnenzeichen, kommen die Erde und – so scheint es mir – mit dem Bambushain auch der Wind.
Ich habe Lust, mir im Garten auch einen “Ort der Sinne” zu schaffen. Diese Idee ist bei mir keine wirklich neue, wurde aber bisher noch nicht umgesetzt. Vielleicht weil unser Garten bislang so wenig heimelig war und ich noch nie die Zeit und die Möglichkeiten hatte, etwas zu schaffen, was ihn positiv und auf lange Sicht verändern könnte. Ein solcher “Ort der Sinne” wäre auch die passende Stelle, um die alten Jahreskreisfeste zu feiern.
Anfang des Monats war Imbolc, ein Fest, das heute kaum bekannt ist, es sei denn als das kirchliche Maria Lichtmess. Lichtmess ist auch ein guter Begriff, der dem heutigen Menschen noch eher etwas sagt als Imbolc. Imbolc kommt meines Wissens aus dem Gälischen und hat etwas mit dem Einschießen der Milch bei den Mutterschafen zu tun, da Anfang Februar bereits die ersten frühen Lämmer geboren wurden. Lichtmess – ein Begriff, den die katholische Kirche geschaffen hat – zeigt dagegen an, dass die Tage wieder länger werden, dass das Licht zurück kommt. So richtig merken wir das erst im Laufe des Monats. Jetzt – Ende Februar – aber ist es deutlich zu spüren. Bei den Kelten war das die Zeit, in der die Lichtjungfrau (Brigid) die Alte des Winters ablöste. Vielleicht schreibe ich dazu mal mehr. Wie immer hat die Kirche auf die alten heidnischen Feste ihr eigenes gepfropft, was ich aber zumindest von der Namesgebung gut finde. Und – so bleiben auch die alten Feste in der Erinnerung. Wer also mit der christlichen Kirche nichts am Hut hat, kann trotzdem die Jahreszeitenfeste im Sinne der alten Überlieferungen begehen.
So ein paar Rituale können uns in der heutigen Zeit nur gut tun, denke ich.
Auf den Begriff “Ort der Sinne” im Zusammenhang mit Gartenarchitektur bin ich zum ersten Mal beim NABU bzw. der Fa. Schwegler gestoßen. Hier gibt es Material zum downloaden, auch zum Thema Kräuterspirale oder Anlegen eines Insekten freundlichen Naturgartens: siehe hier . . . Ort der Sinne - Schwegler natur.de











Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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