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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Frühling

Botanischer Garten

Wetterwendig wie es sich im April gehört, kam auch das Wetter heute daher. Bis gegen Mittag dachte ich, das wird heute nichts mehr mit dem versprochenen schönen Wetter. Ich habe mich trotzdem zum Botanischen Garten aufgemacht, den ich ja erst im letzten Herbst so richtig für mich entdeckt hatte. Und dann war auch erstmal Winterpause. Im Grunde habe ich mir Anfang April auch noch nicht so sehr viel versprochen, denn der Botanische Garten ist im Gegensatz zum Frankfurter Palmengarten ja ein “Naturgarten” – also keine hochgezüchteten Schaupflanzen, sondern das was aus allen Regionen der Erde in unserem Klima wächst und gedeiht und in den entsprechenden Ländern ebenfalls in der freien Natur vorkommt.

Hier mal zur Einstimmung ein Blick der eher untypisch ist -
links ein bereits blühender Rhododendron, rechts eine Magnolie

Mein Weg beginnt immer im europäischen Buchen – bzw. Buchen-und Eichenwald. Hier waren die Böden übersät mit Buschwindröschen, Lungenkraut, Frühlingsanemonen, Waldsteinien, Schlüsselblümchen und . . . Bärlauch. Ein fantastischer Anblick (und ab und an ein sehr würziger Geruch).


*

Bärlauch soweit das Auge reicht – soviel wächst in meinem Garten noch nicht (aber er vermehrt sich schon).
*

Der Austrieb dieser Pflanze hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen:

Es handelt sich um eine Dreiblattspiere – Gillenia trifoliata, die ich mir inzwischen schon flugs bestellt habe ;-)
Guckst du hier: Gaissm**er

Nachtrag: Diese Information ist vermutlich falsch. Ein Leser meint, es handele sich um eine Trillium Art – also eine Waldlilie, die aber auch als Dreiblatt bezeichnet wird. Und ich bemerke inzwischen (9.5.2011), dass sich meine Pflanzen auch völlig anders entwickeln.  Vermutlich werde ich sie auch später nochmal versetzen müssen, da ich mir also etwas Anderes darunter vorgestellt habe.

Mein Weg führte mich dann einmal rund durch den Botanischen Garten, nur den Apothergarten habe ich diesmal ausgelassen. Es gab auch so genug zu gucken und zu fotografieren, vor allem auch die vielen kleinen Bäche finde ich immer ganz großartig. Da habe ich natürlich jede Menge Fotos gemacht und mir Anregungen für unseren Garten mitgenommen.

Fast wie zu Hause ;-)

Ist das nicht schön?  Ich weiß nur nicht, wie die lila Blümchen auf den hohen Stängeln heißen. Da habe
ich leider kein passendes Schildchen dazu entdecken können.

Diese zauberhafte Irische Wolfsmilch möchte ich gerne noch haben, die gab es aber bei Gaissm*yer nicht.
Dafür habe ich mir erstmal die Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’ – Purpur-Wolfsmilch mitbestellt.

Tagpfauenauge – endlich auch mal einen Schmetterling erwischt

So, damit lass ich es gut sein. Ich habe noch mehr Fotos, aber ich glaube, die sind dann mehr Gedächtnisstütze für mich. Ich bin aber sicher, dass ich nun mindestens jeden Monat einmal zum Botanischen Garten fahren werde – ist ja nicht weit.

Erste Tulpen

Seit gestern ist es etwas kühler, heute früh sah es sogar etwas traurig aus da draußen, aber nun am Nachmittag ist die Sonne wieder da und die Temperaturen liegen aktuell (15Uhr) schon wieder bei 17°C.  Nach wie vor kein Regen. Das ist irgendwie nicht so gut. Erstens ist alles sehr trocken und zweitens könnte uns das dann im April mal wieder sintflutartigen Regen bringen, denn meistens gleicht es sich ja doch wieder aus.

Hinten unter der hohen Tanne blühen die ersten Wildtulpen

Bärlauch habe ich heute Mittag schon wieder für’s Essen verwendet

Heute Morgen am Teich: ein Buchfink

Ich staune, wie häufig ich Schnecken auf dornenbewehrten Gehölzen sehe;
hier auf unserer Zierquitte, neulich auf einer Brombeere

Noch gut verborgen unter den lederartigen Blättern entwicklen sich die Bergenienblüten

Die kleine Hummel versteckte sich hartnäckig in den Blüten der korsischen Nieswurz

Noch unspektakulär: der Clematiskasten vor dem südlichen Wintergartenfenster (der blaue Topf
mit Ficus steht drinnen) – bald wird’s hier auch wieder blühen

 

 

Doppel-Wow

. . .  ist eigentlich das Einzige, was man zum heutigen Tag sagen kann. Satte 25°C zeigte das Thermometer am Nachmittag, die Durchschnittstemperatur zwischen 10 Uhr morgens  und jetzt 17 Uhr dürfte wohl bei 20°C gelegen haben. Das wurde natürlich ein Gartentag im T-Shirt vom Feinsten. Ganz langsam habe ich zunächst mit dem Abbau des Vogelfutterhäuschen und der gründlichen Reinigung meiner Wäscheklammern angefangen, mir dann erstmal einen Kaffee auf der Terrasse gegönnt und mich schließlich auf die Beete gestürzt.

Natürlich wurde auch wieder Wäsche im Freien getrocknet

Gestärkt vom Morgentrunk am Teich scheint Herr Garfield durchaus beflügelt

Kleiner Fuchs (Aglais urticae) – kein perfektes Bild, aber egal

Reichlich Insekten sind  auch schon unterwegs. Neben dem kleinen Fuchs habe ich wieder einen Zitronenfalter gesehen, Bienen und Solitärbienen wie die Rote Mauerbiene.

Ich habe fast den gesamten Tag im Garten verbracht, nun reicht es aber. Man will’s kaum glauben, was sich schon wieder an Unkraut ausbreitet! Aber ich habe auch an vielen Stellen schon Staudenaustrieb erkennen können. Alte Stängel und Restbelaubung mussten nun entgültig weichen und leider musste ich auch einige Pflanzen ausgraben. Neben dem einjährigen Roten Federborstengras sind mir auch andere Gräser eingegangen. Bei einigen bin ich mir nicht sicher, die lass ich erstmal. Eine Hortensie habe ich aufgegeben und eine Hosta, für deren Absterben die Gärtner zuständig sind. Die hatten sie bei der letztjährigen Teichaktion so blöd wieder eingepflanzt, dass sie im Grunde mit ihren Wurzeln oberirdisch lag.  Den letzten Sommer hat sie dennoch überlebt, den Winter nicht mehr. So richtig böse bin trotzdem nicht. Ich weiß inzwischen besser als noch vor zwei Jahren, was ich rund um den Teich haben will.  Und die vielen gleichen Hosta waren eh nicht nach meinem Geschmack.

Nach der gestrigen Blütenflut im Vorgarten sieht es rund um den Teich noch etwas mager aus

Im gewundenen Geäst der Korkenzieherhasel strebt auch die Clematis Madame Le Coultre wieder ans Licht

Meine Pieris japonica “Debutante” blüht im Rhododendronbeet

Neulich habe ich geschrieben, sie sei eingegangen. Das war aber eine Verwechslung.
Irgendeinem Parasiten zum Opfer gefallen ist im letzten Sommer das rotblühende Schattenglöckchen Pieris japonica “Valentine”.

Auch gießen war heute wieder angesagt

Wettertechnisch könnte es von mir aus gerne so weitergehen. Aber leider sind ab morgen wieder Wolken angesagt, danach Regen und zum Wochenende hin soll es auch wieder kälter werden – schade!

 

Zauberhafter

. . . Frühling! Ist das nicht eine Pracht:

Ich habe kürzlich mal geschrieben, dass unser handtuchschmaler Vorgarten zweimal am Tag Sonne erhält. Einmal morgens und vormittags und dann noch mal am späten Nachmittag, wenn die Sonne schräg von Westen einfällt. Vor allem dann taucht ihr Licht den Vorgarten für kurze Zeit in ein wunderbares Licht. In der Collage ist ein Teil  dieses langgestreckten Beetes ganz links in der Mitte zu sehen. Als Ganzes lässt es sich überhaupt nicht footgrafieren. Aber heute habe ich das späte Licht genutzt, um ein paar Eindrücke einzufangen. Hier nochmal einige in groß:

Die winzigen Scilla werden an denkbar ungünstiger Stelle immer mehr

Die kleine Zierquitte blüht jetzt richtig schön

Die farblich eigentlich ein bisschen unscheinbare Korsische Nieswurz macht sich im Abendlicht prächtig

Viele meiner Krokusse sind schon wieder verblüht – diese trumpfen nochmal richtig auf

Helleborus “Pink Frost” – eine absolute Augenweide! Hatte ich tatsächlich mal geschrieben, dass
ich befürchte, sie würde nie wieder so schön werden wie gekauft? Nix da, sie ist noch schöner geworden.

Die ersten kleinen Narzissen ( ich schätze an Ostern blühen diesmal die Pfingstrosen)

Und ausgerechnet im Schattengarten (Wäldchen) blühen die ersten Forsythien. Es ist ein uralter Strauch.

Ich sollte mir vornehmen, dass ich den ganzen Garten auf Dauer so zum Blühen bringe, wie im Augenblick der Vorgarten blüht. Aber ob mir das gelingt? Dazu bin ich dann vermutlich doch zu faul. Andererseits – es sieht sooo schön aus! – Meinen Bärlauch habe ich auch schon getestet – lecker! Der wächst und gedeiht. Nachher gibt es was davon auf’s Butterbrot.

* * *

Linktipp: Im anderen MainZauber-Blog ist heute noch der dritte Teil mit Bildern aus Butzbach und Kloster Arnsburg dazu gekommen.

Zum anderen Blog? >>> Klick ins Bild!

Eröffnet

. . . wurde heute die Gartensaison. Der zweite Besuch eines Faschingsumzuges fiel der Gartenarbeit zum Opfer. Ich schätze, mein Großer wird es mir nachsehen (und ich glaube nicht, dass er mich vermisst  ). Das Wetter heute war wieder wunderbar – ist es noch – und wenn der kalte Wind nicht immer wäre, dann wär’s auch zu schön um wahr zu sein. Ich habe mich um den oberen Teil des Bachlaufes  und das angrenzende Rosenbeet hergemacht. Vor allem die Pfahlwurzel bewehrten Hahnenfußpflanzen mussten mal wieder ausgestochen werden. Im Moment komm ich da noch gut dran. Wenn erstmal die Geraniümmer und andere üppige Bodendecker wachsen, kann ich das vergessen. Das obere Becken habe ich gleich noch von alten Blätter befreit und wieder etwas Kies aus der Tiefe nach oben geholt. Der rutscht ja leider immer ab und irgendwann liegt dann die Folie stellenweise frei.

Das Bild ist eine Collage!
Der Findling mit den Bergenienblättern liegt am oberen Bachbecken, darunter, das ist das Rosenbeet,
in dem demnächst hoffentlich Tulpen und Narzissen blühen werden. Die Schneeglöckchen und Primelchen
blühen an anderen Stellen im Garten. Silke hat in ihrem Kommentar (bei Traumwetterchen) natürlich recht, meine
Fotos zeigen nur kleine blühende Stellen im Garten. Der ganz große Frühling ist hier auch noch nicht ausgebrochen.
Aber es blüht doch immerhin schon einiges, das ist sehr erfreulich.

Den gesäuberten Stellen habe ich dann gleich noch eine Lage Kompost verpasst. Ach, es ist immer wieder schön, wenn man zum ersten Mal im Jahr mit vollen Händen im eigenen Kompost wühlen kann. Später habe ich mich dann im Liegestuhl auf die Terrasse gesetzt (mit Kuscheldecke!) und mein Werk genossen. Wie immer war dann von den Vögeln nicht mehr viel zu sehen, die sich vorher unbekümmert im Garten herumgetrieben haben, als ich noch am arbeiten war. Sobald ich aber sitze, die Kamera neben mir – nichts mehr! Nur ein paar relativ unbekümmerte Blaumeisen kamen schließlich doch wieder an die Knödel zurück. Dabei habe ich heute viele Zeisige gehört und morgens auch Buchfinken am Teich beobachten können.

Blaumeise

Magnolienknospen im Gegenlicht

Knospen von Prunus subhirtella ‘Autumnalis’ - soll eigentlich im Winter blühen

Den ersten Bärlauch kann ich bald ernten

Der unermüdlich blühende Winterduftschneeball bekommt nun die ersten Blätter

Und auch die Zierquitte im Vorgarten zeigt dem Frühling, wo’s lang geht.

Doch – im Großen und Ganzen sieht es gut aus. Einiges ist aber vermutlich auch kaputt gegangen. Einige Gräser sind dabei und vermutlich eine der beiden Hortensien.  Ob noch mehr, kann ich noch nicht beurteilen, aber ich glaube, dass der Rest den Winter überstanden hat. Und ich hoffe nun nur noch, dass nicht die Magnolien im April nochmal von einer Kälteperiode überrascht werden.

 

 

 

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9. Februar 2012, 21:21
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