Blüten

Im Garten vollzieht sich gerade die Wandlung eines mehr oder weniger geordneten Frühlingsgartens mit überschaubaren Anpflanzungen zum sommerlichen Wildwuchs. Die Pfingstrosen haben unter dem Starkregen gelitten. Ich habe jetzt gestützt mit allem was ich habe und das, was sich stützen lässt, sieht immer noch ganz nett aus. Rund um den Teich fängt überall Alchemilla an zu blühen, und obwohl ich etliche davon bereits ausgegraben habe, wirkt es noch immer noch sehr üppig. Meine Taglilien haben jede Menge Blätter, aber ich sehe bisher keine Blüten – seltsam. Einige Rosen zeigen jetzt Knospen aber im Vergleich mit der übrigen Blütenfülle ist das bei den meisten nicht berauschend. Allerdings hat die “Kir Royal” viele Knospen und auch die “Ilse Krohn” vorne am Rosenbogen ist ganz gut bestückt. Schon ordentlich am Blühen sind die alten roten Strauchrosen im Vorgarten vom alten Haus. Da sind zwar in den letzten Jahren einige Stöcke vergreist und eingegangen, aber die Überlebenden sind immer wieder schön anzusehen.

paeonie1106Immer noch ganz schön

allchemillaAlchemilla und Glockenblumen

vorgartenrosenVorgartenrosen

krohnknospe“Ilse Krohn” am Rosenbogen . . .

bauernjasmin. . .  und der Bauernjasmin gegenüber

Mein Hochbeet habe ich heute auf- und ausgeräumt. Der Begeisterung über den ersten Salat und die ersten Radieschen folgt nun Ernüchterung. Der restliche Salat ist geschossen, die Radies wurden plötzlich holzig oder glasig, die Möhren wurden gar nichts und die Blätter und Stängel der Kapuzinerkresse waren von Blattläusen bedeckt – igitt! Mit den Blattläusen am Bauernjasmin habe ich mich ja arrangiert und freue mich nun über die vielen Blüten, aber im Gemüse- und Kräuterbeet mag ich sie dann doch nicht haben. Bin mal gespannt, wie sich Tomaten noch entwickeln, aber wenn wir erstmal in Urlaub sind, gebe ich denen keine große Überlebenschance.

Insgesamt ist der Garten aber ein erfreulicher Anblick, wenn man nicht so genau hinguckt und auch mal alle Fünfe gerade sein lässt. Ich müsste eine Menge tun, aber im Moment bin ich etwas unlustig und schlapp. Ob es vom Wetter kommt oder immer noch von der überstandenen Grippe – so ganz symptomlos bin ich immer noch nicht – mir fehlt für größere Arbeiten die rechte Energie. Und dann steht eben der Urlaub vor der Tür und mir ist klar, dass sich in dieser Zeit niemand groß um meine Pflanzen kümmern wird. Die letzten Jahre habe ich Urlaub um diese Zeit vermieden, aber da spielt der GöGa auf Dauer nicht mit. Und ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust des Gartens wegen grundsätzlich auf Sommerurlaub zu verzichten. Ich hoffe, dass die Herren Söhne ab und an mal ein paar Kübelpflanzen gießen werden, aber größere Illusionen mache ich mir da nicht.

knautibieneWitwenblume (Knautia) mit Biene

fingerhut
Der Fingerhut hat sich selbst ausgesät und sich dafür einen reichlich dummen Platz ausgesucht. Er steht mitten zwischen den Rhododendren und halb unter einem Ast des Hartriegels. Aber die Bienchen finden ihn trotzdem und das ist für ihn und sie alles was zählt ;-)  Bienchen ist gerade weggeflogen . . .

gilleaniaAm Teichrand öffnet die elfengleiche Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) ihre feinen Blüten.
Leider hat ein Teil offenbar zuviel Wasser abbekommen und ist verfault.

♥ ♥ ♥

Hinten an der Carportwand habe ich mir nun doch zwei Pelargonien mitgebracht, deren Rot bis nach vorne leuchtet
und die Wartezeit auf die Kletterrose Kir Royal und Clematis Artic Queen überbrückt.

pelargonierot

♥ ♥ ♥

Wenn man so etwas energielos ist, kann man sich die Zeit ganz gut mit Lesen oder Hörbuch hören vertütteln. Im Moment höre ich “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” von Jonas Jonasson, gelesen von Peter Weis – - ein großartiger, komischer und außerdem noch augenzwinkernd lehrreicher Roman. Ich bin ziemlich lange um das (Hör-)Buch herum geschlichen, bevor ich mich zum Download entschließen konnte, warum weiß ich selbst nicht. Inzwischen bin ich ganz begeistert und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Als Hörbuch gefällt es mir sogar besonders, weil es in Schweden spielt und man die schwedischen Namen wunderbar vorgelesen bekommt. Wobei ich mich wirklich frage, wie man sich bei dem vielen “sch” nicht die Zunge verknotet. Gustavsson habe ich bisher immer ausgesprochen wie es sich schreibt – ach, weit gefehlt. Das klingt so in etwa wie “Güschtavschon” ;-)

. . .  wäre ja gar nicht schlecht gewesen – na, vielleicht kommt noch was Ergiebigeres als die drei Tropfen eben. Dafür kam das Gewitter gegen 19 Uhr mit Pauken und Trompeten – ach, eben fängt es doch an zu regnen . . .  aber auch wieder nur ein paar Tröpfchen. Ich war gerade damit beschäftigt den Gartenschlauch auszurollen, da wurde es von Süden her rabenschwarz am Himmel und grummelte so vor sich hin. Also habe ich lieber die Terrasse aufgeräumt und bin erstmal ins Haus. Und dann kam der Schlag auch schon – mein lieber Scholli – der war bestimmt für ein Dutzend Herzinfarkte gut. Danach länger nichts und seit dem mal Sonne, mal Donnergrollen, mal ein paar Tropfen Regen.  Inzwischen singen auch die Vögel wieder. Zeitweise war es gespenstisch still gewesen.

Die Gartenarbeit war heute nicht so beglückend. Der erste Blütenrausch ist vorbei, jetzt seh ich wieder überall nur Unkraut in Massen, und vor allem meine Rosen sehen furchtbar aus. Die Blätter waren ja eh schon angeknabbert gewesen, inzwischen sehn manche aus wie bei den Clematis, wenn die berüchtigte Welke auftritt und viele Knospen werden schwarz und sterben ab. Ich habe viel zurückgeschnitten. Im Vorgarten steht ein Rosenstrunk (namenlos) ohne Blätter aber dafür mit einer wunderschönen Blüte – verrückt.

rosenamenlosIch hoffe mal, das bleibt nicht die einzige Rosenblüte in diesem Sommer.

Dafür erfreut mich die Blüte der Päonie wirklich – ist ja das erste Jahr, in dem sie so üppig blüht:

paeonie

Weiter hinten im Garten schweben auf hohen Stängeln inzwischen die Blüten der Knautie über allen anderen:

knautie

Aber mir fehlt so die rechte Begeisterung für die Pflanze – zuviel Kraut, zu gakelig – da werde ich einige wieder entfernen.

ziersalbeiVon Pink über Lila zu Blau – der Ziersalbei beschließt für heute den Reigen.

Sonnenbaden ;-)

sonnebad

. . . im Hochbeet. Inzwischen haben Radies und Eiszapfen im Hochbeet eine brauchbare Größe erreicht und können immer öfter mit Genuß (und dem eigenen Pflücksalat) verspeist werden – lecker.

radies

In den Beeten wird es immer sommerlicher.  Am besten gefällt mir im Moment der Dreiklang aus blauer Katzenminze oder Salbei – der blüht nun auch – roten Heucherablütenrispen und weißem Storchschnabel.

dreiklangDie Farben sind im Freien irgendwie noch viel intensiver als hier auf dem Bild.

Auch die Staudenpfingstrosen blühen endlich – lang hat’s gedauert:

pfingstrosen

Und bei den Sträuchern freue ich mich über die Blüte der beiden Deutzien und nun auch der rotlaubigen Blasenspiere
Physocarpus opulifolius Diabolo

diabolo

deutzie

Das Wetter ist großartig, in der Sonne fast schon heiss, wenn Wolken kommen, merkt man aber, dass die Luft alleine immer noch kühl ist. Man muss aufpassen, wenn man bei der Gartenarbeit ins Schwitzen kommt. Mir läuft heute wieder die Nase wie verrückt, dabei dachte ich gestern noch, es wär nun endlich gut mit der Erkältung. Dauert ja nun schon ewig.

Im anderen Mainzauberblog gibt es heute ein kleines Video vom Fontänenbrunnen im Frankfurter Palmengarten. Apropos Palmengarten: dort wird es an diesem Wochenende wohl zum ersten Mal ein Rosen- und Lichterfest ohne Rosen geben. Bis auf wenige Exemplare blühen die Freilandrosen nämlich auch im Palmengarten noch nicht.

. . . und andere Spielereien mit Bekanntem aus dem Garten, denn was Neues gibt es nicht. Das Wetter hat sich gerade wieder eingetrübt. Bis in den frühen Nachmittag hinein war es eigentlich ganz nett.

salbeiErstmal was ohne Filter – dafür eine kleine Salbeiblüte ganz groß

maiblumeDie Maiblume (Deutzie) wird nun endlich im Juni blühen – Kombination Weichzeichner und Kantenbetonung

wollgrasPuschelwuschel – Wollgras im Teich – weichgezeichnet

holunderHolunderblüte mit ein bisschen weichzeichnender Vignette außen herum

       Im normalen Mainzauberblog gibt es mein Junikalenderblatt und ein paar USA-Urlaubserinnerungen.

       Im Fotoblog meinen Beitrag zum Projekt “Das besondere Foto” Nr.2

Heute legt der Regen mal eine Pause ein und teilweise kommt sogar die Sonne zum Vorschein. Im Garten wächst und blüht es üppig und teilweise ungeordnet durcheinander. Und endlich ist Clematiszeit!!! Die im Frühling blühenden Clematispflanzen öffnen nun an allen Ecken ihre herrlichen Blüten. Ich zeige einfach mal ein paar Bilder von heute Mittag:

lecoultre2Madame LeCoultre” hat wieder das Blätterdickicht der Korkenzieherhasel durchdrungen,
kommt aber in diesem Jahr an ganz anderen Stellen als sonst zum Vorschein.

lecoultre

presidentDie erste Blüte von “The President” am Hauseingang, Begleitpflanzung zur Rose “Compassion”

crystal2Nochmal die “Crystal Fountain” zusammen mit der Weigelie im Vorgarten.

clemamonsWildwuchs mit “Clematis montana grandiflora alba” im Flieder

hartriegel2Der panaschierte Hartriegel macht sich großartig – diese Farbe ist Sonnenschein pur auch an trüben Tagen.

schwertlilien3

Immer mehr Schwertlilien blühen nun rund um Teich und Wasserlauf.

akeleiweiss2Nochmal eine weiße Akelei, die einen Hauch Gelb mitbringt.

Ich warte nun auf die Blüte der herrlich weiß-gefüllt blühenden Clematis “Arctic Queen“ hinten am Carport und darauf, ob die zweite Madame Le Coultre vorne am Rosenbogen auch blüht. Sie bekam im letzten Jahr leider die gefürchtete Clematiswelke, bevor sie blühen konnte. In diesem Jahr sieht sie noch sehr gesund aus.

 Es wäre wirklich schön, wenn das Schmuddelwetter nun endlich vorbei wäre. Aber die Wettervorhersage prophezeit uns leider nach wie vor weiterhin Kälte und Regen.

Willkommen im Mainzauber Gartenblog! Hier schreibe ich so ziemlich alles auf, was sich in meinem Garten tut. Seitdem ich . . . weiterlesen bitte hier: Willkommen
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