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Neues Outfit

Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Blumenzwiebeln

Gartenrundgänge

. . .  machen schon fast wieder Spaß – überall in der Erde tut sich schon was.

Blumiges

Auch das hier ist Zierlauch und in diesem Jahr macht er richtig Freude:

Nectaroscordum siculum bzw. (alter Name) Allium bulgaricum, der Bulgarische Zierlauch

Auf hohen kerzengeraden Stielen, wie beim Zierlauch üblich – entfalten sich hängende Glöckchen  in Zartrosa, Gelb und Grün, die sich – wenn man Glück hat – irgendwann auch aufrichten. In diesem Jahr tun sie es. Es sind Blüten, die nur aus der Nähe wirklich wirken und bei mir stehen sie total verkehrt. Ich denke, man sollte viele zusammenpflanzen und am besten mit etwas anderem Hohem zusammen. Ich werde sie wohl nach der Blüte ausgraben und mir einen besseren Platz suchen als den Teichrand, an dem sie auch vereinzelt stehen. Bienen und Hummeln mögen die Glöckchen.

Am Zaun zum Wachtelweg blühen inzwischen die nächsten Clematis und entwickeln sich zu wahren Himmelsstürmern:

Clematis “Pink Fantasy”

Leider, leider  – jedenfalls sieht es momentan so aus – hat meine traumhaft schöne weiße “Arctic Queen” hinten am Carport die Welke. Sie sieht erbärmlich aus, es ist zum Heulen. Ein paar dickere Knospen hat sie, aber ich bezweifle, dass sie sich noch öffnen werden. Ein gewisser Schwund bei Clematis ist fast normal. Ich habe ja ziemlich viele Pflanzen und fast immer verliere ich eine pro Jahr. Die hochgezüchteten Hybriden mit den großen Blüten sind dabei wohl auch die gefährdetsten.

Stattdessen gibt es nochmal ein Foto von  “Madame Le Coultre”, die die Korkenzieherhasel durchzieht. Ich habe sie jetzt mal am Abend fotografiert, das bekommt den weißen Blüten besser als die grelle Sonne tagsüber.

Einzelblüte Madame Le Coultre

*

Heute kamen weit weniger Vögel an den Teich als gestern. Aber ich habe die fleißigen Meiseneltern beobachtet, die unermüdlich Futter für die dauerpiepsenden Jungvögel anschleppen.

* * *

Und ein Eichhörnchen hat mich auch mal wieder besucht:

Das sieht ganz schön gerupft aus; ich glaube, die Elterntiere sind samt und sonders im Stress.

Neue Stauden

Während ich gestern Nachmittag noch im Opelzoo unterwegs war, kam noch mein Gaissmayerpaket mit einigen neuen Stauden, die ich heute gleich einpflanzen werde. Zwar ist weder das Wetter dazu angetan mich in den Garten zu locken, noch fühle ich mich entsprechend, aber “wat mutt, dat mutt” oder so ähnlich. Bestellt und bekommen habe ich:

  • Dreiblattspieren – Gillenia trifoliata (die mich mit ihrem Austrieb im Botanischen Garten so fasziniert hatten)  >>> soll sonnig bis halbschattig stehen
  • Mandelblättrige Purpurwolfsmilch – Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’ >>> soll halbschattig stehen
  • Neuseeland-Windgras – Anemanthele lessoniana (kommen an den Teich)
  • Oktobersilberkerze – Cimicifuga simplex ‘White Pearl’   >>> kommt ins weißbetonte Schattenbeet unter der hohen Tanne

* * *

Na bitte, die Sonne belohnt meinen Garteneifer- es geht auf 13 Uhr zu und seit ein paar Minuten klart es auf und wird wieder richtig schön. Meine Mannen sind noch unterwegs, deshalb habe ich mit dem Mittagessen Zeit. Von den gerade gepflanzten Stauden und Gräsern geben Fotos noch nicht allzu viel her, aber ich habe mal das Windgras und die Wolfsmilch fotografiert.

Neuseeland-Windgras – Anemanthele lessoniana

Bei Gaissmayer heißt es zu diesem Gras: “Ein ausdrucksstarkes Gras mit halbkugelförmig überhängenden grünen Halmen, die sich im Herbst in faszinierenden Gelb-, Orange- und Rottönen zeigen. Es bildet dichte Horste und liebt vollsonnige, nicht zu trockene Standorte. Ein halbimmergrünes Gras, das bei uns leider nicht völlig winterhart ist und deshalb Winterschutz benötigt! Anemanthele lessoniana wird auch Fasanenschwanzgras genannt. Es stammt aus den Bergen Neuseelands, wo es häufig an Bächen zu finden ist.”

Da alle meine Gräser den letzten Winter überlebt haben – auch das nicht unempfindlichen Imperata cylindrica ‘Red Baron’ (Japanisches Blutgras) – hoffe ich, dass sich auch das Windgras am Teich wohlfühlt.  Blutgras und Stachelschweinggras schlagen im Moment wieder aus (bei diesen Beiden war ich mir nicht sicher), andere Gräser blühen bereits und sind kräftig gewachsen.

Mandelblättrige Purpurwolfsmilch – Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’

Bei Gaissmayer heißt es zu dieser Wolfsmilch: “Diese schöne, auch im Winter belaubte Staude bringt Farbe in die “vierte”, eher triste Jahreszeit. Im Laufe eines Jahresganges verändert sich ihr Aussehen dramatisch. Im Winter werden die an roten Stängeln sitzenden Blätter matt purpurrot bis mahagonifarben. Im zeitigen Frühjahr erscheinen an den Trieben leuchtend weinrote Spitzen, die beinahe wie Blüten wirken, während die unteren Blätter vergrünen. Die ab April sehr zahlreich aufblühenden limonengrünen bis grünlich-gelben Blüten stehen in einem aufregenden Farbkontrast dazu.

Im letzten Jahr hatte ich um diese Jahreszeit als Pfennigartikel Zwiebelchen einer sog. kalifornischen Hyazinthe eingegraben und dann später nach dem botanischen Namen gesucht, als sie mir mit ihren kornblumenblauen Blüten den ganzen Sommer durch Freude bereitet hatten. Inzwischen weiß ich, dass es sich um Brodiaea oder Triteleia handelt. Ich habe mir neulich wieder welche mitgebracht und heute eingegraben. Die vom vergangenen Jahr treiben bereits.

Triteleia laxa oder Brodiaea laxa – Kalifornische Hyazinthe
(ein Bild vom letzten August)

*

Mein üppig wuchernde Clematis alpina “Blue Princess” blüht sogar innen im Carport!


Innen . . .

. . . und Außen

Tulpen

Nun legen auch die Tulpen so richtig los. Während die frühen Mininarzissen teilweise schon wieder verblüht sind, stehen die großen Sorten und die Tulpen in den Startlöchern. Etliche botanische Arten blühen schon. Nach den frühen Roten nun auch eine wunderschöne Sorte in Weiß-Gelb:

*

Jungvögel

. . . kann es wohl noch keine geben. Aber heute Morgen ist mir beinahe ein Winzling, den ich im Bruchteil einer Sekunde als Grünfink eingestuft habe, fast durch die Terrassentür ins Wohnzimmer geflogen. Der trudelte im Tiefflug an mir vorbei und war dann gleich wieder weg, kam mir aber enorm klein vor.

Draußen herrscht herrlichster Sonnenschein, aber es weht ein eiskalter Wind. Stürmisch war’s gestern schon, aber heute ist dieser Wind richtig unangenehm. Wenn man hier drin sitzt und raus schaut, möchte man nichts lieber als in den Garten, aber kaum mach ich die Tür auf, überlege ich es mir ganz schnell wieder anders. Trotzdem – ein kleiner Rundgang geht immer.


*

Zwerg-Iris “Katherine Hodgkin”

Zarte Iris – in der Größe zu den Krokussen passend – blühen auch schon. Aber sie wirken ohne Begleitgrün drumherum irgendwie verloren. Auf dem Foto – von oben auf die Blüten fotografiert – sehen sie hübscher aus als in Wirklichkeit.

Vom Winde verweht . . .

Die hübschen Bellis im Körbchen bringen Farbe auf die Terrasse

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9. Februar 2012, 22:47
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