Gräser

Auch gestern hatten wir nochmal wunderbares Wetter, das eher nach Herbst denn nach Winter aussah – auf Mainzauber.de gibt es schöne Bilder unter dem Beitrag “Niddagold”.  Heute Morgen aber war plötzlich alles weiß – kein wirklicher Schnee, eher feine Eiskristalle, die alles überziehen. Im Garten habe ich ein paar Bilder gemacht.

Frost im Garten

Die Duftschneeballblüte duftet bei diesen Temperaturen nicht mehr.

Bereifte Graswedel

Eichhörnchen mit Reif an den Tasthaaren“Schnubbelchen” weiß inzwischen ganz genau, wo es eine schnelle Nuss findet.

Auch das noch! Die Taglilien (die kleinen gelben) blühen auch nochmal. Heute war bei mir ein ausgedehnter Gartenarbeitstag und am Ende bei einem Rundgang seh ich tatsächlich Knospen und eine Blüte an den gelben Taglilien. Diese Sorte (Hemerocallis ‘Stella d’Oro’) ist zwar nicht so prächtig wie die großen Taglilien, aber sie blüht im Sommer wochenlang immer wieder. Und wie man sieht – auch noch im Herbst. Bei den Rhododendren sind die anderen Knospen bislang geschlossen geblieben. Ich hoffe, dass die eine Blüte nur ein Ausreißer ist.

HemerocallisHemerocallis ‘Stella d’Oro’

Blick zum Haus hinKann sich bei diesem Traumwetter doch immer noch sehen lassen

Nach dem Rasenmähen bin ich erneut im Teich herum gestiefelt, habe Laub rausgeholt und die Ränder auch ein wenig von ausufernden Wasser- bzw. Sumpfpflanzen gesäubert. Dann habe ich den Teich nochmal ein bisschen aufgefüllt und bei der Gelegenheit auch die Bambussträucher gründlich gewässert. Es hat heute richtig Spaß gemacht im Garten zu werkeln und es gibt immer noch reichlich zu tun.

TeichendeDas Laub der Bergenien wird immer schöner.

AlchemillaAuch einige Alchemillapflanzen blühen nochmal – ich habe sie schon mehrfach zurückgeschnitten. Es scheint sie
wirklich zum weiteren Blühen anzuregen. Das Selbe gilt für den Steppensalbei und die Katzenminze.

GrasblüteDie Gräser blühen unermüdlich, zumindest die, die sich in diesem Jahr schon gut entwickelt haben.

HeidekrautLückenfüller Heidekraut – wo sich jetzt die Hosta verabschieden, bietet die Heide im trockenen Bereich unter der Tanne
noch ein ganz schönes Bild.

Es sind nur wenige Pflanzen, aber ich werde diesen Bereich zum Heidebeet ausbauen. Der saure Boden bietet sich ja geradezu an, wie ich an den Rhododendren und der Glöckchenheide (Pieris japonica) immer wieder feststellen kann. Gras und Blätter auf dem Foto sind übrigens nur eine dünne Schicht aktueller Rasenschnitt. Sonst findet man dort nur Tannennadeln und die Schuppen der Zapfen.

Jetzt geh ich noch Wäsche abhängen und dann ist gut für heute. Ach ja- einen ersten einsamen Kranich habe ich heute am Himmel gehört und gesehen. Das war wohl die Vorhut.

Nach dem ganzen Trara im anderen Blog war ich heute doch recht froh, dass es das Wetter zuließ mich am Nachmittag wieder im Garten zu tummeln. “Nur noch” 30°C und ab und an ein kühles Lüftchen ist doch schon richtig angenehm, wenn man die letzten Tage bei 38°C nur vor sich hin schwitzen konnte. Da es sowieso überall was zu tun gibt, habe ich am Teichrand angefangen, zumal ich mir dort eine Seite vornehmen konnte, auf der am späteren Nachmittag ziemlich viel Schatten vorherrscht. Überall muss Unkraut entfernt werden, nach wie vor Alchemilla zurückgeschnitten oder gleich ausgestochen werden und so manches will umgesetzt werden. Als erstes habe ich eine Heuchera neben dem inzwischen gar nicht mehr kleinen Bambus am Teichfuß ausgegraben und ihr einen neuen Platz gegeben. Das neue Jap. Blutgras bekam seinen Platz in der Nachbarschaft. Nachdem sich das vorhandene so gut entwickelt, vertraue ich darauf, dass auch das Neue den nächsten Winter übersteht, auch wenn man Gräser eigentlich besser im Frühling pflanzt.

Jap. Blutgras

Zwischen dem Zebragras links und dem neuen Blutgras steht eine noch immer sehr kleine DreiblattspiereGillenia trifoliata“. Ich werde sie ein bisschen päppeln müssen. Immerhin hatte sie im Juni schon wunderschöne elfengleiche Blüten. Aber sie soll als Halbstrauch immerhin bis zu 60/80 cm hoch werden und im Herbst eine tolle Blattfärbung zeigen. Das sollte ein attraktiver Dreiklang werden aus den bunten Blättern der Bergenie, der Dreiblattspiere und dem Japanischen Blutgras. Die Bergenie hatte schon sehr früh ein knallrotes Blatt, das aber durch die große Hitze inzwischen schon vertrocknet ist.

Gartenarbeit ist immer auch “heilende Arbeit”. Mag man am Anfang auch noch grübeln über dies und jenes, bald verschwinden die unangenehmen Gedanken. Man fühlt die Erde zwischen den Fingern, nimmt den Duft der Blumen und Kräuter wahr, hört – in diesem Fall auf das Plätschern des Baches – und fühlt sich einfach nur noch wohl. Es sei denn . . . man entfernt ein unbekanntes Kraut, das einen fürchterlich sticht.

Unbekannte Pflanze mit DornenKann mir wer sagen, was das ist? Das kleine Bild gibt in etwa die richtige Größe der Blätter wieder.
Einer  der feinen Dornen/Stacheln hat sich mir in den Daumen gebohrt und ist stecken geblieben.

Ich hatte sogar Handschuhe an, als ich die kleine Pflanze ausgerissen habe. Habe nur ohne meine Lesebrille die Stacheln nicht gesehen. Kann das ein verwilderter Stachelbeertrieb sein?

Buntes GrasUnbekanntes, sehr kleines, blühendes Gras? mit kleinen Blüten

An einem anderen Teil des Teiches habe ich schon vor Wochen dieses kleine Gras mit seinen bunten Halmen entdeckt, das ich ganz sicher nicht gepflanzt habe. Bevor es seine Bllüten bekam, waren die festen, steifen Halme noch farbiger. Drumherum wächst so allerlei, was raus muss, aber dieses Gras darf bleiben. Vielleicht finde ich noch heraus, wie es heißt. Was da vielleicht wie Ähren aussieht, das ist ein Kriechwachholder. Auf den kann ich drauftreten, wenn ich in den Teich stiefeln will. Er hat sich allerdins inzwischen auch mächtig ausgebreitet. ich schätze, ich sollte ihn mal ein bisschen einkürzen.

BlutweiderichDer Blutweiderich blüht immer noch – eine wirklich schöne und dankbare Teichpflanze

Abendsonne

Wer kommt denn da angestromert? Ich sollte wohl mal Katzen füttern gehn, bevor ich mich ans Gießen mache . . .

Purpurgras

Sam

. . . und bevor am Ende schon wieder der Mond am Himmel steht ;-)

Mond am 21.8.2012

Tja – man muss sich am Abend schon fast wieder beeilen mit der Gartenarbeit (das Foto ist von gestern).

. . . ist etwas anderes. Es weht heute ein kühler Wind, obwohl es schön ist. Scheint die Sonne – also eigentlich scheint sie den ganzen Tag, aber sie wird immer mal von Wolken verdeckt – ist es richtig gut warm, aber im Schatten kann man ein Jäckchen gebrauchen. Ich mache mit der Kamera im Garten ab und zu Bestandsaufnahmen, um für mich fest zu halten, wo es etwas zu verbessern gibt . Da geht es mir dann nicht um besonders schöne Fotos, eher um Dokumentation. Aber einige sind dann doch auch zum Herzeigen geeignet.

In einer der hintersten Gartenecken blüht derzeit ein Berglauch. Ein Relikt aus dem alten Beet, wo sich heute das Kies- bzw. Steppenbeet befindet. Der blühende Lauch ist ein absoluter Bienenmagnet und seine winzigen Blüten, die zusammen wunderschöne Kugeln ergeben, sind sehenswert.

BerglauchAllium senescens ssp. montanum

Berglauch ist alte Bauerngartenpflanze, die wild auf den Bergwiesen vorkommt, aber als gefährdete Wildpflanze angesehen wird. Sie ist größer als Schnittlauch und bildet kleine Zwiebelchen aus. Blüten und Zwiebeln sind essbar. Dieser Lauch ist total robust. Ich hatte ihn einfach irgendwo in eine Ecke gesetzt, noch nicht mal eingegraben und mehr oder weniger vergessen. Er ist dort angewurzelt und blüht nun wunderschön.

Berglauch mit Biene

Die blaue Phase im Garten geht bei mir allmählich dem Ende entgegen. Steppensalbei und Katzenminze sind zum größten Teil verblüht und zurückgeschnitten. Das Beet direkt vor der Ligusterhecke zur Straße hin sieht jetzt etwas armselig aus, aber da müssten demnächst die Astern blühen. Im Kiesbeet blüht es zwar vorwiegend gelb aber Verbena bonariensis und die Zierdisteln halten die Stellung und steuern noch ein bisschen Blau und Lila bei. Der Lavendel geht eher unter, aber der wird dann wohl im nächsten Jahr auch noch auftrumphen. Ich bin nach wie vor begeistert, wie schnell sich die neuen Beete entwickelt haben.

Kiesbeet11082012Steppenbeet – sieht im Foto etwas wüst aus, in Wirklichkeit aber sehr schön und üppig

Zierdistel mit Biene

Zierdistel mit Biene

Wir haben im Moment plötzlich mehr Bienen als vorher und dafür hat die Zahl der Hummeln abgenommen. An den Disteln und den Eisenkrautblüten findet man neben den Bienen Fliegen, die fast genauso aussehen wie die Bienen. Ich konnte nur bisher keine fotografieren.

HostablüteHostablüte – macht den Taglilien Konkurrenz, die sind aber eh fast am Ende

Heuchera

Heuchera – was für eine Blattfarbe!

Einige meiner Purpurglöckchen sehen momentan nach der Blüte nicht mehr so schön aus, die müssen sich erst wieder erholen. Aber diese mit den rötlich-bronzefarbenen Blättern ist der Hammer schlechthin. Wenn da die Sonne drauf scheint, sieht das aus wie Feuer pur. Ich kann gar nicht mehr sagen, welche Sorte das ist. Sie entspricht wohl am ehesten der Heuchera micrantha ‘Marmalade ®’. Aber bei den Purpurglöckchen sind in den letzten Jahren ständig neue Sorten auf den Markt gekommen.

Anders als tropisch kann man das Wetter heute kaum beschreiben. Es wechselt zwischen Sonne am strahlend blauen Himmel und heftigen Regengüssen aus dunklem Himmel – und das unentwegt. Scheint die Sonne, dann dampft alles, regnet es, dann sinkt die Temperatur wieder innerhalb weniger Minuten.

TropischMal so – mal so (die Sturmflut im Miniteich gibt es HIER nochmal in größer).

Regenguss

Rosen im RegenNoch halten die Rosen den teils heftigen Regengüssen stand.

Goldrausch

Goldrausch – den kleinen Coreopsis macht der Regen sowieso nichts aus, aber
die Katzenminze muss ich bald zurück schneiden.

Kleines Lampenputzergras - Blüte

Nun entwickeln sich auch die ersten neu gepflanzten Gräser. Hier blüht bereits das Kleine Lampenputzergras – Pennisetum alopecuroides ‘Hameln’.

ZierdistelDie ersten Kugeldisteln Echinops ritro ‘Veitch’s Blue’ blühen und gesellen sich sehr schön zu
dem schon länger blühenden Patagonischen Eisenkraut “Verbena bonariensis” auf hohen stabilen Stengeln.

Wassertropfen auf Bambus

Der Fokus lag ganz auf dem oberen Bambusblatt mit den Tropfen – die Schwebfliege, die sich am Wasser labt
habe ich erst am PC entdeckt.

Weiße Hostablüte

Doch noch eine blühende Hosta mit einer schönen rein weißen Blüte – es ist die Pflanze, die zwischen zwei
ausufernden Alchemillas total untergeht. Nachdem ich diese Stauden nun zurückgeschnitten habe, kommt sie
zum Vorschein. Ich schätze, ich werde da was verpflanzen müssen – nicht nur da :-(

Eichhörnchen

Eichhörnchen habe ich heute mehrfach gesehen und noch öfter gehört. Das ist seltsam mit den Eichkatzerln, manchmal hört und sieht man sie wochenlang nicht und dann sind sie plötzlich wieder dauernd unterwegs.

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19. Juni 2013, 16:07
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