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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Gräser

Verschnaufpause

. . .  und damit eine Pause von der Blogpause ;-)     Bin allein zu Hause, das Wetter ist nach den gestrigen Unwettern feucht aber angenehm, die Wäsche vom Urlaub ist gewaschen und gebügelt – tja, da zieht es frau doch in den Garten. Es ist Spätsommer und nachdem die Extremhitze jetzt wohl vorbei ist, zieht merklich der Herbst ins Land. Ich fange mit den ersten Rückschnitten und Aufräumarbeiten an. Im Vorgarten, wo schon im Frühjahr alles in einander gewachsen ist und sich in den letzten Wochen der Schneefelberich ausgebreitet hatte, habe ich erbarmungslos gewütet.

Da sitzen noch massenweise Rhizome in der Erde

Die Skimmie links hat bereits  ihre Knospen angesetzt, die im Winter so hübsch aussehen. Die musste dringend Luft bekommen. Der Farn wird geteilt, der ist riesig geworden und die nächsten Tage werde ich versuchen die Rhizome des Schneefelberich auszubuddeln. Soll nochmal Einer behaupten, der hätte nicht den gleichen Ausbreitungsdrang wie sein güldener Bruder! In die Lücke werde ich vermutlich eine Christrose und Blumenzwiebeln setzen. Und eine der dunklen Heuchera bekommt einen neuen Platz.

Die ersten Herbstzaubertöpfchen haben Einzug gehalten . . .

. . . während am Zaun nichtsdestotrotz die Clematis Pink Fantasy nochmal voll erblüht ist.

Alle anderen Clematissorten, die sonst ebenfalls im Spätsommer ein zweites Mal geblüht haben, haben mich in diesem Jahr enttäuscht. Wenn sie überhaupt Blüten gebildet haben, dann nur winzig kleine.  So hat beispielsweise die wunderschöne Crystal Fountain, die 2010 dreimal geblüht hat, sich in diesem Jahr auf’s Frühjahr beschränkt. Da kann man nichts machen.

Im Moment mache ich mir auch wieder Gedanken über die Teichbepflanzung, die mich nach wie vor nicht befriedigt, aber man lernt auch immer wieder dazu. Da werde ich noch so einiges um- und neupflanzen. Einiges an Frauenmantel muss radikal ausgegraben werden. Durch Versamung verbreitet der sich wie Unkraut.

Hier habe ich gerade einen Teil des Alchemillabewuchses entfernt und mein alljährliches rotes Federborstengras gepflanzt.
Noch blüht es nicht, sieht dann aber bis in den Winter hinein wunderschön aus.

*

So, nun gibt es ein Käffchen, der Läppi darf wieder pausieren, während ich anschließend im Garten weiter schufte. Hatte ich schon erzählt, dass im Vorgarten die erste Christrose blüht?

Fix und alle

. . .  bin ich jetzt (19Uhr30).  Seit etwa 14 Uhr habe ich vorwiegend gebückt oder im Hocken im Garten gewütet. Das Wetter war ja auch wirklich perfekt dafür: nicht zu kalt, nicht zu warm, trocken, Wind > naja, manchmal ist es recht stürmisch. Aber der kräftige Wind ist wiederum hervorragend zum Wäsche trocknen geeignet! Wir haben je nach Sonne oder Wolken am Himmel so zwischen 19° und 23°C. Man kann sich also mal wieder gut mit langen Hosen und bedeckten Armen ins Gebüsch begeben, was im Garten manchmal ganz angesagt ist.

Zwischendurch gab’s mal kurz Kaffee und Kuchen – meinen gestern gebackenen Kirsch-Apfel–Kuchen – sehr lecker! Danach ging es mit neuen Kräften weiter. Und die waren wirklich nötig. Aus dem einen Bambus musste ich einen Walnussschössling rausholen, dafür brauchte ich schon ernsthaft eine Grabegabel und richtig viel Kraft. Was diese Eichhörnchen so alles anstellen!  Etwa 2/3 der Rabatten zum Nachbarn hin habe ich nun sauber, der Rest kommt dann nächste Woche dran. Im Moment ist es leider wieder so, dass auf der anderen Seite garnichts gemacht wird und ich teilweise durch den Zaun noch das nachbarliche Unkraut mit rausreiße. Sonst habe ich es ja doch gleich wieder bei uns. Aber ich musste auch Verschiedenes auslichten und zurückschneiden, was ineinander gewuchert ist. Die 2009 gesetzten großen Bambusse (Fargesia) sind schon ziemlich gewachsen. Und natürlich habe ich den typischen Anfängerfehler gemacht und alles zu dicht gepackt. Das seh ich inzwischen auch am Teich und im Vorgarten sowieso. Na ja, ich will ja noch neue Beete anlegen, da habe ich dann gleich was zum Umpflanzen oder Teilen *lach*.

Heute haben sich die ersten Blüten der Gartenhibiskussträucher geöffnet. Davon mache ich morgen mal Fotos, jetzt ist es gerade ziemlich dunkel – Wolken ziehen auf. Es ist befriedigend, wenn man soviel geschafft hat, aber ich fürchte, morgen geh ich krumm :-(

Bei den fürchterlichen Flecken im Rasen bin ich mir inzwischen fast sicher, dass es sich um die Rotspitzigkeit (Laetisaria fuciformis) handelt, eine Pilzerkrankung. Geht vermutlich von selbst wieder weg. Auch die Angaben dazu sind reichlich merkwürdig. Mal soll diese Erkrankung bei zu großer Trockenheit auftreten, dann nach zu starkem Wässern und wenn sich der Rasen vorwiegend im Schatten befindet. Also eine große Stelle ist tatsächlich im Schatten unter dem Flieder, die andere dagegen am Teich in voller Sonne und die Dritte neben der Terasse im Halbschatten …  Wenn das so weitergeht, dann überlege ich mir doch noch, ob ich nicht größere Anteile des Rasen abschaffe. Man lernt soviel dazu. Vor zwei, drei Jahren hatte ich von all diesen Dingen null Ahnung *seufz*.

Schlechtes Wetter

. . .  und gesundheitliche Probleme haben mich in den letzten Tagen vom Garten ferngehalten. Gestern hatten wir ein richtiges Unwetter, und ich finde, nun reicht es mal wieder mit dem Regen.  Dass die Trockenheit dieses Frühjahres mal ausgeglichen werden musste, das war ja klar und auch gut so, aber nun sollte sich der Sommer auch bitte an den Kalender halten. Heute geht es mir wieder besser und am Nachmittag hat’s mich sogar raus in den Garten getrieben. Zugegeben – vermutlich wäre ich nicht in die Beete, wenn nicht plötzlich das Internet ausgefallen wäre, aber manchmal muss man zu seinem Glück auch ein bisschen gezwungen werden. Ich bin also in den Garten und habe mich beherzt über Unkraut & Co hergemacht. Denn das schießt bei soviel Feuchtigkeit und doch recht warmem Wetter in die Höhe wie verrückt. Die Hälfte der Beete rund um den Teich habe ich geschafft. Zum Teil habe ich schon den Frauenmantel zurückgeschnitten, um den Taglilien mehr Freiraum zu verschaffen. Zwei weitere Taglilien, die noch in Töpfchen herumstanden, habe ich eingepflanzt und eine meiner kürzlich erworbenen Dreiblattspieren umgepflanzt. Obwohl Staude, wird diese Pflanze doch während der Vegetationsperiode zu einem kräftigen Busch, dessen Platzbedarf ich beim Pflanzen unterschätzt hatte. Ich bin mal gespannt, ob ich jemals rund um den Teich ein Stadium erreichen werde, wo ich die Pflanzen so lasse, wie sie dann stehen, weil ich endlich mal zufrieden bin. Vermutlich eher nicht ;-)

Viel Buntes gibt es im Moment nicht, aber die Rosen haben zumindest wieder neue Knospen. Hinten im Halbschattenbeet hat die Hortensie die ersten weißen Blüten geöffnet.

Und der kleine Königsschuppenfarn (Dryopteris affinis ‘Cristata The King’), der die letzten beiden Jahren so unglücklich vor sich hin mickerte und den ich vor Kurzem mal umgesetzt habe, der macht sich nun auch *freu*.

Dryopteris affinis “Cristata The King”

Bei diesem Bild (Farn) sieht man im Vordergrund nur allzu gut, dass sich auf jedem kleinsten Fleckchen sofort Klee und andere Unkräuter ansiedeln. Ich habe ja vor allem die diversen Kleearten gefressen, allen voran den roten Hornsauerklee (Oxalis cornuta) und den aufrechten Oxalis fontana. Wobei man letzteren wenigstens gut entfernen kann.

Am Teich bringt derzeit der bunte Schneckenknöterich Farbe ins Spiel. Ich bin nicht sicher, was das für eine Sorte ist, denn die zierlichen Blütenkerzen blühen in diversen Farbschattierungen von weiß bis dunkelrot, was mir richtig gut gefällt. Aber ich glaube, dass es die Sorte “Superbum” ist. die gelben Mimulusblüten muss ich schon wieder zurückschneiden. Die Blüte ist so gut wie vorbei. Teilweise reiße ich die Pflanzen sogar aus dem Kies, denn sie verbreiten sich wie Unkraut.

Polygonum affine “Superbum”- Schnecken-Knöterich

Richtig gut macht sich nun endlich auch der ehemalie Winzbambus, den ich vor zwei Jahren bei P*tschke gekauft habe. Dort bekommt man ein Riesending gezeigt, das auf den Namen “Gletscher-Bambus Green Ice Wonder” hört und bei mir kam dann ein einziges Hälmchen mit 5- 10 Blättchen an. Ich war sowas von sauer, aber das war ich damals ja insgesamt über diesen Händler. Hab auch nichts mehr dort bestellt. Irgendwie muss der Winzling aber so mitleiderregend gewesen sein, dass ich ihn behalten und mir vorgenommen habe ihn aufzupäppeln. Und nun macht er sich tatsächlich. Und ich hoffe sehr, dass er nicht von einer Fargesiasorte abstammt, die in absehbarer Zeit noch ins Blühen kommt. Ich habe allerdings gelesen, dass er mit dem sog. Jadebambus “Fargesia Jiuzhaigou” identisch sein soll und der gilt als blühsicher. Besonders attaktiv wird diese Sorte in späteren Jahren durch die rotgefärbten Halme.

Fargesia nitida “Green Ice Wonder”

Auch ein toller Hingucker – das Stachelschweingras, das links vom Bambus steht:

Miscanthus sinensis “Strictus” - Stachelschweingras oder Zebraschilf

Alchemilla, Heuchera, Hemerocallis
Man beachte die unkrautbefreite Ecke rechts vorne *gg*!!! Aber der Rasen muss schon wieder gemäht werden.

Im Blumenkasten am Wintergarten blühen endlich mal zwei Clematissorten gleichzeitig:

Clematis “Hagley Hybrid” (rosa) und die kleine Clematis viticella “Purpurea elegans” (magenta)

 

 

 

Frohe Ostern

Allen unter euch, die sich vielleicht noch heute oder morgen in einen Osterurlaub aufmachen, möchte ich schon jetzt wunderschöne Osterfeiertage und gute Erholung wünschen. Und das nach Möglichkeit ohne Stau auf der Autobahn oder Ähnliches. Das Wetter soll ja weiterhin sonnig und herrlich warm bleiben – also vergesst am Ostersonntag möglichst keine Schokoladeneier auf der Hutablage (nennt man das überhaupt noch so?) vom Auto.

Ich bin heute schon an blühenden Rapsfeldern vorbei gekommen und seht mal her, wen ich dort entdeckt habe:

*

Es ist brühheiss da draußen im Garten. Heute Nachmittag habe ich entdeckt, dass nun auch schon die ersten Rosen Knospen zeigen und auch die großen Schwertlilien. – Für unseren Flachwasserteich habe ich heute noch einen Zwergrohrkolben erstanden und schon eingepflanzt. Im Wasser selbst wächst ja relativ wenig, weil es wirklich maximal 20 cm hoch ist. Aber die Sumpfdotterblumen und das Wollgras? sahen sehr schön aus, die Kleinstseerose entwickelt sich auch wieder (beides hat den Winter also gut überstanden) und so dachte ich mir, dass der Teich auch noch so einen Typha minima (Zwergrohrkolben) vertragen könnte. Das Gras muss ich mal von Nahem fotografieren.  Vielleicht bekomme ich ja raus, welche Art das wirklich ist.

Sieht schon nach Wollgras aus, finde ich

Pfeil 1 zeigt auf das, was mal ein Rohrkolben werden soll, Pfeil 2 auf die winzigen Blättchen der Seerose.
Die heben sich in ihrem Rot noch kaum von den Kieseln ab.

*

Ich denke gerade daran, dass bei fast 30°C (bei uns)  in diesem Jahr wohl niemand zu Ostern Goethe zitieren wird: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche . . .

Neue Stauden

Während ich gestern Nachmittag noch im Opelzoo unterwegs war, kam noch mein Gaissmayerpaket mit einigen neuen Stauden, die ich heute gleich einpflanzen werde. Zwar ist weder das Wetter dazu angetan mich in den Garten zu locken, noch fühle ich mich entsprechend, aber “wat mutt, dat mutt” oder so ähnlich. Bestellt und bekommen habe ich:

  • Dreiblattspieren – Gillenia trifoliata (die mich mit ihrem Austrieb im Botanischen Garten so fasziniert hatten)  >>> soll sonnig bis halbschattig stehen
  • Mandelblättrige Purpurwolfsmilch – Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’ >>> soll halbschattig stehen
  • Neuseeland-Windgras – Anemanthele lessoniana (kommen an den Teich)
  • Oktobersilberkerze – Cimicifuga simplex ‘White Pearl’   >>> kommt ins weißbetonte Schattenbeet unter der hohen Tanne

* * *

Na bitte, die Sonne belohnt meinen Garteneifer- es geht auf 13 Uhr zu und seit ein paar Minuten klart es auf und wird wieder richtig schön. Meine Mannen sind noch unterwegs, deshalb habe ich mit dem Mittagessen Zeit. Von den gerade gepflanzten Stauden und Gräsern geben Fotos noch nicht allzu viel her, aber ich habe mal das Windgras und die Wolfsmilch fotografiert.

Neuseeland-Windgras – Anemanthele lessoniana

Bei Gaissmayer heißt es zu diesem Gras: “Ein ausdrucksstarkes Gras mit halbkugelförmig überhängenden grünen Halmen, die sich im Herbst in faszinierenden Gelb-, Orange- und Rottönen zeigen. Es bildet dichte Horste und liebt vollsonnige, nicht zu trockene Standorte. Ein halbimmergrünes Gras, das bei uns leider nicht völlig winterhart ist und deshalb Winterschutz benötigt! Anemanthele lessoniana wird auch Fasanenschwanzgras genannt. Es stammt aus den Bergen Neuseelands, wo es häufig an Bächen zu finden ist.”

Da alle meine Gräser den letzten Winter überlebt haben – auch das nicht unempfindlichen Imperata cylindrica ‘Red Baron’ (Japanisches Blutgras) – hoffe ich, dass sich auch das Windgras am Teich wohlfühlt.  Blutgras und Stachelschweinggras schlagen im Moment wieder aus (bei diesen Beiden war ich mir nicht sicher), andere Gräser blühen bereits und sind kräftig gewachsen.

Mandelblättrige Purpurwolfsmilch – Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’

Bei Gaissmayer heißt es zu dieser Wolfsmilch: “Diese schöne, auch im Winter belaubte Staude bringt Farbe in die “vierte”, eher triste Jahreszeit. Im Laufe eines Jahresganges verändert sich ihr Aussehen dramatisch. Im Winter werden die an roten Stängeln sitzenden Blätter matt purpurrot bis mahagonifarben. Im zeitigen Frühjahr erscheinen an den Trieben leuchtend weinrote Spitzen, die beinahe wie Blüten wirken, während die unteren Blätter vergrünen. Die ab April sehr zahlreich aufblühenden limonengrünen bis grünlich-gelben Blüten stehen in einem aufregenden Farbkontrast dazu.

Im letzten Jahr hatte ich um diese Jahreszeit als Pfennigartikel Zwiebelchen einer sog. kalifornischen Hyazinthe eingegraben und dann später nach dem botanischen Namen gesucht, als sie mir mit ihren kornblumenblauen Blüten den ganzen Sommer durch Freude bereitet hatten. Inzwischen weiß ich, dass es sich um Brodiaea oder Triteleia handelt. Ich habe mir neulich wieder welche mitgebracht und heute eingegraben. Die vom vergangenen Jahr treiben bereits.

Triteleia laxa oder Brodiaea laxa – Kalifornische Hyazinthe
(ein Bild vom letzten August)

*

Mein üppig wuchernde Clematis alpina “Blue Princess” blüht sogar innen im Carport!


Innen . . .

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