Rasen

. . . ziehen durch den Garten. Es sind nicht nur die Rosen, die so herrlich duften – allen voran die Rose “Compassion” sondern inzwischen auch die Blüten des Bauernjasmins. Eben habe ich mir mal mit der Machete eine Schneise zum Komposthaufen schlagen müssen, wobei einige Blüten des Philadelphus auf der Strecke geblieben sind. Das gab ein schnelles Sträußchen für die Küche ;-)

Strauß Bauernjasmin

Das mit der Machete stimmt natürlich nicht so ganz, aber derzeit wächst alles so wild ineinander, dass ich manchmal denke, ich brauche eine. Ich habe gerade im hinteren Gartenteil gemäht und bin kaum noch zwischen dem Kompostsilo und dem Bauernjasmin durchgekommen.  Dieser Busch, den ich nun seit ein paar Jahren immer radikal zurückschneide, und der bisher fast nur Blätter produziert hat, zeigt nun endlich auch mal Blüten. Wie es aussieht, hat sich meine Geduld doch gelohnt. Vor drei Jahren wollte ich ihn schon ausgraben (lassen). Er ist uralt und wurde wie der gesamte hintere Garten – vor allem das Stück hinter dem Carport -  jahrelang total vernachlässigt. So langsam sehe ich da Land. Es gibt noch ein paar solcher Schmuddelecken, aber es braucht seine Zeit, das alles auf Vordermann zu bringen. – Ich glaube, es wird gleich ein Gewitter geben. Ich kämpfe noch mit mir, ob ich nicht schnell noch den restlichen Rasen mähe. Viel ist es nicht mehr, aber wenn ich erstmal sitze . . . Der Göttergatte hat mich an die Steuer gerufen *motzmaulmecker*, am letzten Tag natürlich. Erst hieß, “ich habe alles im Griff, geht alles elektronisch” und nun – naja, was muss, das muss.

Die Duftrose “Compassion”

Schaut mal – das war heute morgen: als wollte die Amsel sagen “verflixt, ist das plötzlich wieder kalt!

Ich geh mal, Wäsche abhängen. Und dann überlege ich mir, ob ich nochmal Rasen mähe oder nicht.
Sofern es dann nicht sowieso schon regnet – es wäre ja gut, es ist so fürchterlich trocken.

*

Äh- ja – keine Sekunde zu früh und nass bin ich nun auch noch – igitt!

Regen am 31.Mai

. . .  bin ich jetzt (19Uhr30).  Seit etwa 14 Uhr habe ich vorwiegend gebückt oder im Hocken im Garten gewütet. Das Wetter war ja auch wirklich perfekt dafür: nicht zu kalt, nicht zu warm, trocken, Wind > naja, manchmal ist es recht stürmisch. Aber der kräftige Wind ist wiederum hervorragend zum Wäsche trocknen geeignet! Wir haben je nach Sonne oder Wolken am Himmel so zwischen 19° und 23°C. Man kann sich also mal wieder gut mit langen Hosen und bedeckten Armen ins Gebüsch begeben, was im Garten manchmal ganz angesagt ist.

Zwischendurch gab’s mal kurz Kaffee und Kuchen – meinen gestern gebackenen Kirsch-Apfel–Kuchen – sehr lecker! Danach ging es mit neuen Kräften weiter. Und die waren wirklich nötig. Aus dem einen Bambus musste ich einen Walnussschössling rausholen, dafür brauchte ich schon ernsthaft eine Grabegabel und richtig viel Kraft. Was diese Eichhörnchen so alles anstellen!  Etwa 2/3 der Rabatten zum Nachbarn hin habe ich nun sauber, der Rest kommt dann nächste Woche dran. Im Moment ist es leider wieder so, dass auf der anderen Seite garnichts gemacht wird und ich teilweise durch den Zaun noch das nachbarliche Unkraut mit rausreiße. Sonst habe ich es ja doch gleich wieder bei uns. Aber ich musste auch Verschiedenes auslichten und zurückschneiden, was ineinander gewuchert ist. Die 2009 gesetzten großen Bambusse (Fargesia) sind schon ziemlich gewachsen. Und natürlich habe ich den typischen Anfängerfehler gemacht und alles zu dicht gepackt. Das seh ich inzwischen auch am Teich und im Vorgarten sowieso. Na ja, ich will ja noch neue Beete anlegen, da habe ich dann gleich was zum Umpflanzen oder Teilen *lach*.

Heute haben sich die ersten Blüten der Gartenhibiskussträucher geöffnet. Davon mache ich morgen mal Fotos, jetzt ist es gerade ziemlich dunkel – Wolken ziehen auf. Es ist befriedigend, wenn man soviel geschafft hat, aber ich fürchte, morgen geh ich krumm :-(

Bei den fürchterlichen Flecken im Rasen bin ich mir inzwischen fast sicher, dass es sich um die Rotspitzigkeit (Laetisaria fuciformis) handelt, eine Pilzerkrankung. Geht vermutlich von selbst wieder weg. Auch die Angaben dazu sind reichlich merkwürdig. Mal soll diese Erkrankung bei zu großer Trockenheit auftreten, dann nach zu starkem Wässern und wenn sich der Rasen vorwiegend im Schatten befindet. Also eine große Stelle ist tatsächlich im Schatten unter dem Flieder, die andere dagegen am Teich in voller Sonne und die Dritte neben der Terasse im Halbschatten …  Wenn das so weitergeht, dann überlege ich mir doch noch, ob ich nicht größere Anteile des Rasen abschaffe. Man lernt soviel dazu. Vor zwei, drei Jahren hatte ich von all diesen Dingen null Ahnung *seufz*.

Perfekt – es hat endlich mal wieder geregnet und etwas abgekühlt. Gestern Abend habe ich nämlich noch sehr spät auf die diversen gelben Rasenflächen Dünger gestreut und das Ganze leicht gewässert. Auf Regen habe ich gar nicht zu hoffen gewagt. Nun konnte der Rasendünger über Nacht leicht einziehen und seit heute Morgen gab’s dann von oben kräftig Wasser dazu. Und jetzt am frühen Nachmittag sieht es fast so aus, als wär’s schon nicht mehr ganz so gelb. Kann das sein? Na ja, vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Aber gut ist der Regen allemal.

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