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Pflanzen

Clematiszauber

Dieses Jahr wird ein Clematisjahr – eindeutig! Nachdem im zeitigen Frühling mich bereits die üppige Blüte der kleinen blau-weißen “Blue Princess” am Carport verzaubert hat, entfaltet sich im Moment die “Crystal Fountain” im Vorgarten. Aber auch die weiße “Arctic Queen” am Carport, die ich im letzten Jahr an die Clematiswelke verloren glaubte, entwickelt sich prächtig. Ihr hatte 2011 wohl nur  das extrem trockene, heiße Frühjahr zugesetzt.

Blick durch’s Küchenfenster in den Vorgarten . . .

. . .  und mal näher ran . . .

Diese Blüte hat einfach einen tollen Aufbau und eine Wahnsinnfarbe – ich finde sie faszinierend.

*

Auf bzw. in der Korkenzieherhasel treffen sich “Die Schöne und das Biest”

Madame Le Coultre hat sich aufgerüscht . . .

. . . was man von der Fliege nebenan nicht behaupten kann.

*

Die erste Blüte der Clematis montana “Grandiflora alba” am Fuß des Flieders, der untenrum sehr kahl ist.
Die Triebe der Clematis klettern schon gewaltig in die Höhe.

. . .  derweil am Geräteschuppen die grün-weiße Clematis viticella “Alba luxurians” schon die Tanne erobert.
Bis sie blüht,  dauert es sicher noch bis Juni.

* * *

Nun kann man im Garten auch schon reichlich Insekten beobachten. Am Bambus und an den Hibiskussträuchern sind viele Marienkäfer zu sehen, aber auch mal was anderes wie dieser Käfer:

Vermutlich ein Blutroter Schnellkäfer (Ampedus sanguineus), aber in der Bestimmung von Käfern bin ich
gar nicht gut.

Es ist heute sehr windig. Ich habe versucht ein paar Makroaufnahmen mit dem Makroobjektiv zu machen, aber das ist mehr als schwierig. Ist es ja schon bei Windstille ;-)

Marienkäfer – Makro

Nahaufnahme: der Käfer hat seine Melkstation gefunden . . .

. . .  und kurz darauf auch seine Herzdame – kein Wunder wenn man(n) soviele Blattläuse zu bieten hat.
Makroversuch: konnte ich leider nicht scharf genug einfangen.

Vorbei

. . .  ist das grausliche Wochenendwetter, aber der Regen war für den Garten trotzdem gut.

So in etwa sah es am Wochenende aus

Seit heute Nachmittag scheint wieder die Sonne und wenn sie scheint, dann ist es auch schon wieder wärmer. Ich habe mich schon wieder kräftig mit Hacke, Schere und Fingerkraft betätigt. Mit etwas schlechtem Gewissen aber doch bin ich der Korkenzieherhasel mit der Schere zu Leibe gerückt. Dieser Strauch war in diesem Jahr mit der Blattmasse so schnell, dass die schöne weiße “Madame Le Coultre” kaum ein Chance hätte, würde ich ihr nicht Luft verschaffen. Und da ich diese Clematis nun mal dorthin gepflanzt habe, damit sie die dunkle Blattmasse aufhellt, muss sie auch die Möglichkeit bekommen. Ansonsten heißt es momentan jäten was das Zeug hält und die verblühten Tulpen und Narzissen zurückschneiden.

Inzwischen darf ich mich an den Blüten von Akelei, Storchschnabel, Zierlauch, Polsterphlox, Rhododendron und noch diversem Kleinzeugs erfreuen.

Die zartrosa Akelei blüht im zweiten Jahr dort, wo sie sich selbst ausgesät hat.
Leider kommt sie hier überhaupt nicht zur Geltung. Ich würde sie gerne umpflanzen
bzw. ihr etwas Dunkleres zur Seite stellen.

So eine blaue Akelei wäre ein guter Partner, denke ich mir. Diese wächst unterhalb der Hasel.

Ganz in der Nähe im Steingartenbeet blüht nun auch wieder die kleine glutrote Alpenrose.

Auch so ein unausrottbarer Wanderer im Garten: die hübsche Flockenblume. Mein Mann wollte sie mal ausrotten;
wie gut, dass er inzwischen mir jetzt den Garten überlässt. Bei mir darf sie blühen.

Lückenfüller – Polsterphlox

Schlechtes Timing

. . . für die vielen an diesem Wochenende angesagten Außenaktivitäten. Es regnet seit heute Nacht und inzwischen schüttet es hin und wieder regelrecht.  Meinem Garten tut das zweifellos gut, auf den Pflanzenmarkt im Hessenpark werde ich verzichten. Im Taunus ist es noch kälter und höchst wahrscheinlich genauso nass.

Auch die ersten großblumigen Clematis haben sich zum Öffnen der Blüten einen schlechten Termin ausgesucht. Am Hauseingang blüht die blau-lila “The President” – absolut unverwüstlich, und am Zaun neben der Weigelie ist die “Crystal Fountain” kurz davor. Die ist diesmal in die Weigelie hineingewachsen. Ich hab’s zu spät bemerkt, sonst hätte ich etwas umgelenkt. “Mrs. Cholmondeley”, die ebenfalls am Hauseingang saß, ist ganz offensichtlich eingegangen.

Clematis “The President”

Auch die Weigelie selbst öffnet die ersten Blütenknospen
*
Der Zierlauch macht sich in diesem Jahr gut. Die letzten beiden Jahre ist er immer schnell abgeknickt.
Aber ich habe auch nur noch Sorten mit nicht allzu großen Köpfen.

Bei extremen

. . .  35°C nach all der Kälte war gestern an Gartenarbeit kaum zu denken. Das muss der Kreislauf erstmal verkraften, zumal es mir zwar wieder besser geht, aber so richtig fit bin ich noch nicht. Ein bisschen schneiden hier und da und am Abend kräftig gießen, war das höchste der Gefühle.

Heute ist es angenehmer. Allmählich kämpft sich die Sonne durch einen noch recht bedeckten Himmel und ein leichter Wind bei um die Mittagszeit nun 24°C ist optimal. Da ich mit dem heiligen Sonntag nicht viel am Hut habe – wobei ich natürlich die Sonntagsruhe in bezug auf lärmende Gartengeräte strikt beachte – habe ich mich am Vormittag gleich mal über eine Gartenecke hergemacht, wo Disteln in Massen ihr Unwesen trieben. Das sieht nun wieder gut aus und ich bin zufrieden ;-)

Garfield hat sich derweil nach dem Mittagsmahl ein gemütliches Plätzchen zwischen Katzenminze und Pfingstrosen gesucht.

Im Moment sieht es im Garten wirklich sehr schön aus, und egal ob groß oder klein, ob bunt oder
Ton in Ton – jede Blüte erfreut doch das Herz – oder?


*

Purpurwolfsmilch


*

An der Carportwand verabschiedet sich allmählich die üppige die Blüte der “Blue Princess” und auf die Kletterrose
und die großblumige Clematis werde ich noch warten müssen. Also müssen ein paar Geranien herhalten.
Weiß und PInk habe ich neu gekauft und die überwinterten kommen langsam auch – die blühen dann tiefrot.

Der tiefblaue Himmel ist von gestern. Mich hat dieknallrote Nadelbaumblüte fasziniert.

Dem Hausrotschwanz bin ich schon seit Tagen hinterher, aber er lässt sich nur weit von mir entfernt nieder.

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Jetzt im Frühling ist der weiße Federspiegel auf den Schwingen deutlich sichtbar und sehr dekorativ. Im Sommer kann er völlig verblassen. Noch dekorativer ist der bei uns seltene Gartenrotschwanz, dessen Brust wie bei einem Rotkehlchen auffallend rostrot gefärbt ist.

Paion

Wusstet ihr, dass die Päonie nach einem griechischen Gott der Heilkünste benannt ist? Paion oder Paian ist weit weniger bekannt als z.B. Asklepios (Äskulap), aber er kommt in der griechischen Mythologie vor. Bei Homer erscheint Paian als Götterarzt, der die im trojanischem Krieg zugezogenen Verwundungen des Hades und des Ares heilt.

Bei den Päonien unterscheidet man Baum- (bzw. Strauch-) Päonien und Staudenpäonien. Die Baumpäonien verholzen, die Staudenpäonien ziehen im Winter ein und treiben im Frühling neu aus. Dehalb sind auch die Baumpäonien mit der Blüte im allgemeinen früher dran. Die Blüte, die ich euch gezeigt habe, ist die einer Baumpäonie. Wobei ich bei der nun dreijährigen Pflanze noch den Namen Strauchpäonie bevorzuge, ein Baum ist das noch nicht ;-)

Man kann die beiden Sorten auch ganz gut an ihren Blättern unterscheiden:

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