Rosen

Wie lange werden wir wohl noch ohne zu frösteln eine morgendliche Runde im Garten drehen?

Garten28082012bImmer öfter übernehmen blühende Gräser und Spätsommerblumen die Vorherrschaft im Garten . . .

. . .  obwohl Alles, was noch Reserven hat, jetzt nochmal aufzutrumpfen scheint:

Collage Spätsommer

Sowohl die meisten Rosen blühen erneut als auch Geranien (Pelargonien) und Fuchsien in den Hängetöpfen am Carport und viele vor einiger Zeit zurückgeschnittene Storchschnäbel in den Beeten.

Weiße Anemonen

Die weißen Herbstanemonen stellen sich sowohl in der Morgensonne als auch abends zur Schau. Im Halbschattenbeet unter der hohen Tanne sind sie schöne Aufheller. Dort, wo es sich auch Sam bequem macht, ist es im Moment noch sehr schön grün bis sich die Hosta wieder zurückziehen:

Farne, Hosta und SamDie Farne bleiben immerhin oft bis lange in den Spätwinter hinein grün.

Ich werde ganz entschieden zum Schwebfliegen-Fan. Sie sind hervorragende Objekte für die Makrofotografie. Anders als andere Insekten nehmen sie nämlich kaum mal vor dem sich annähernden Objektiv reißaus – großartig!

Collage SchwebfliegeDie Makros in groß könnt ihr im Fotoblog ansehen . . . Tagesfoto(s) von heute.

* * *

Zwischen Schneeweißchen und Rosenrot

Zwischen Schneeweißchen und Rosenrot

*

Ein kleines Drama hat sich gerade abgespielt, dessen Ausgang ich noch nicht kenne. Es muss eine Jungamsel gewesen sein, die offenbar über mir an den Balkon geflogen ist und fast wie ein Stein fiel. Jeanie raste zur offenen Tür, ich hinterher, aber von dem Jungvogel war nichts zu sehen. Kurze Zeit später saß dann ein Altvogel mit Würmern im Schnabel minutenlang suchend auf einem Ast der Kiefer. Stellt sich die Frage, wo ist der Jungvogel hin verschwunden? Jeanie hat ihn nicht, das ist sicher. Aber es streunen heute reichlich Katzen durch die Gärten, wieder mal neue dabei, die ich nicht kenne und auch die üblichen Tatverdächtigen. Gegen Mittag war ein Amsellärm bisher ungehörten Ausmaßes im Nachbargarten. Aber auch eine “fiepende” Amsel.  Kennt ihr das Geräusch? Ich habe es schon manchmal gehört und mich gefragt, ob ich eine Maus im Wohnzimmer habe. Heute konnte ich eindeutig eine Amsel als Geräuscherzeuger festmachen. Ein ganz hohes, feines Fiepen – hätte ich nie einer Amsel zugeordnet, wenn ich sie nicht dabei beobachtet hätte.

AmselDer/die “Fiepende” (männliche Amsel)

Fette Beute

“Fette Beute” – die suchende, männliche Amsel mit Insekten im Schnabel

Im Garten ist immer was los. Heute Morgen – ich habe es im anderen Blog schon erzählt – konnte ich ein Eichhörnchen beobachten, das durch den Garten wuselte und immer mal Station hinten am Carport machte, bevor es wieder in der Tanne verschwand. Ich habe mir dann mein Fernglas geholt und festgestellt, dass es das neulich von mir per Handschere abgeschnittene hohe Gras zwischen den Stäben des Rankgitters hervorklaubte, zu einem Bällchen zusammenrollte und davontrug. Das sieht nach Nistbaumaterial aus. Aber jetzt? Vielleicht werden da schon die neuen Kobel für den Winter gerichtet. Bei Wikipedia habe ich Folgendes gelesen: Der Bau eines Kobels dauert etwa drei bis fünf Tage. Da es recht häufig vorkommt, dass die Tiere wegen Parasitenbefall oder Störungen umziehen müssen, bauen sie zwei bis acht Nester und nutzen diese stets gleichzeitig. Dabei wird unterschieden zwischen Schlafkobeln für die Nacht und Schattenkobeln für Ruhephasen am Tage.

Allmählich setzen sich die Sommerblumen durch und der Garten wird erneut bunt.
Vor allem die Taglilien rund um den Teich bringen viel Farbe ins Spiel.

Taglilie in FeuerfarbenDiese Taglilie in Feuerfarben ist natürlich ein echter Hingucker. Wisst ihr, dass es Tagliliensorten gibt,
für die die Züchter und Händler mehr als 100 Euro verlangen? So teuer waren meine nicht.

Sommerbuntes

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Taglilie in lilagelbDiese ist weniger spektakulär aber auch sehr schön.

Ich möchte noch mehr Taglilien pflanzen, dafür müsste aber etwas Anderes weichen.
Mal schaun, wo ich mir Platz schaffe. Auch die neuen Beete werden immer dichter und bunter – das macht richtig Freude.

Sommerliches KiesbeetHier blühen gerade Knautien, Lavendel, Steppensalbei und eine niedrige Rose. Von dem hohen
patagonischen Eisenkraut sieht man nur die Stängel. Dahinter müssen noch Gräser hochwachsen.
Ich vertraue auf die kommenden Jahre, sonst sieht das nichts aus.

Steppensalbei und BodendeckerroseSteppensalbei und Bodendeckerrose

Am Carport hinten hat die Kletterrose “Kir Royal” einen Höhenflug hingelegt, der mir weniger gefällt.
Es gibt keine seitlichen Triebe mit Blüten, das sieht nicht so schön aus.

Kir Royal im HöhenrauschDa ist nichts mit Schnuppern und zum Fotografieren der Rosenblüten brauch ich schon fast eine Leiter.

Auch die weiße Clematis “Arctic Queen” blüht immer noch, während ihr Laub langsam gelb wird. Mir gefällt die Anordnung am Carport nicht mehr so gut,
zumal die Geranien in den Töpfen der Rose und der Clematis ein bisschen die Schau stehlen. Eine Kombination aus Rose und Clematis sieht eindeutig am besten aus, so wie ich es vorne im Hof am Rosenbogen gemacht habe. Am Carport steht die Rose links, die Clematis rechts, das ist nur richtig schön, wenn es üppig genug ist. Und davon kann in diesem Jahr leider keine Rede sein.

Clematis "Arctic Queen"Ob ich sie mal umpflanzen soll, näher an die Kletterrose ran?

Meinen Beitrag über das Hattersheimer Rosarium, das ich heute mal wieder besucht habe (und total entsetzt war, wie es aussieht) werde ich wohl morgen in den anderen Blog stellen. Ich war dann auch noch am Main unterwegs und mehr. Aber ein paar schöne Rosenbilder will ich hier rasch einstellen.

Also – zwischen all dem Unkraut im Rosarium wachsen auch noch ein paar Rosen! Und falls sich wieder jemand gemüsigt fühlt, mich im Kommentar zu beschimpfen wie vor Jahren schon einmal, ich habe auch das Unkraut fotografiert. Aber dazu morgen mehr.

 Rose in Orange

Ein zauberhaftes Orange (auf dem Weg vom Parkplatz zum Rosarium)

Gelbe Rose mit BieneMit Biene – es gibt aber leider keine Schilder mehr, die den Namen der Rose zeigen würden

Rosenstämmchen und blühender SalbeiRosenstämmchen und blühender SalbeiRose in einem tollen Pink

. . . war heute Vormittag angesagt und auch jetzt am Nachmittag habe ich noch ein bisschen was weggeschafft.  Nun sieht es erneut nach Regen aus. Es ist schwül bei jetzt immerhin wieder 25°C. Als ich vorhin auf der Terrasse die große Markise aufgezogen habe, entlud sich der reinste Wasserfall in den Bachlauf – eigentlich ganz praktisch ;-)

Heute Morgen habe ich mal wieder die Brachfläche im Wäldchen vom Unkraut befreit, mühsam die Winden aus Zaun und Boden entfernt. Dummerweise kommen sie vom Nachbargrundstück zu uns rüber, wo schon alles von diesen Möchte-gern-Lianen durchzogen ist. Vielleicht baut mir der Göttergatte ja doch mal ein Hochbeet, das wir direkt an den Zaun stellen können. Ich hab’s mal wieder angesprochen – steter Tropfen höhlt vielleicht auch diesen Stein.

Das ist ein aktuelles Bild vom Rosenbogen mit der Kletterrose “Ilse Krohn” und der
Clematis viticella “Étoile violett” – die machen sich wirklich gut zusammen.

Clematis viticella “Alba luxurians”Und hier entknauscht sich gerade die Clematis viticella “Alba luxurians”,
die weit in die Tanne hinauf geklettert ist.

Da wir gerade hinten im Garten sind (beim Alba luxurians Foto), mal ein Foto aus einer Ecke, die man sonst eigentlich nicht zeigt: die Komposthaufenecke hinter dem Carport.

Beide Komposter taugen nicht viel und werden im nächsten Jahr mal ersetzt. Wir haben noch in einer anderen Ecke einen dritten, richtig ordentlich aus Holzlatten und einem Metallgestell, bei dem man die einzelnen, schräg gestellten Latten rausziehen kann – das ist optimal, nur leider auch nicht billig. Die Idee mit den grauen Plastikrohren ist gar nicht so dumm, aber man kommt einfach nicht an den fertigen Kompost ran. Vor ein paar Wochen habe ich ihn deshalb auseinander gebaut, aber das ist dann doch zu mühsam. Und dem sogenannten Schnellkomposter – ein uraltes Ding – kann ich schon gar nichts abgewinnen. – Die Schnirkelschnecke saß am Bambusgeflecht, mit dem der Zaun am Grundstücksende gegen Einblicke geschützt ist. Noch wächst da nicht genug. Außer Unkraut natürlich! Bei Jäten hab ich die kleine Schnecke auch entdeckt.

Kir Royal mit HüpferAuf der “schönen” Carportseite – die mit Clematis, Rosen und Blumentöpfen – hat sich die erste Blüte
der Kletterrose “Kir Royal” geöffnet und gleich hat sich ein kleiner, grüner Hüpfer eingenistet.

- Das Foto noch etwas besser bearbeitet und größer gibt es heute als Tagesfoto auf RheinMainArts.de -

Kiesbeet

Zum Schluß noch ein Blick auf das neue Kiesbeet, in dem jetzt doch auch kräftiges Wachstum auszumachen ist. Hier blüht der Steppensalbei “Salvia nemorosa ‘Ostfriesland’ “, dazu blühen vereinzelt Knautien, Geranium cantabrigiense “Saint Ola”, das aber unter dem Regen schwer gelitten hat und die noch sehr kleinen Purpurglöckchen. Die Gräser lassen sich Zeit. Aber wenn ich das mit dem Stand von vor drei Wochen vergleiche, dann hat sich schon viel getan.

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