Mogelpackung
Was für eine Mogelpackung war dieser Tag heute doch! Zunächst wunderbar sonnig und warm, dann hat sich gegen Mittag alles komplett zugezogen und ich dachte, ich krieg einen Hüttenkoller, so grau war da draußen alles. Und nun – der reinste Hohn – geht es auf 17 Uhr zu und die Sonne scheint kurz vorm Untergehen wieder. Da habe ich mir nur kurz die Digi geschnappt, um wenigstens im Garten noch ein paar Fotos zu machen.
Die Blätter der Zaubernuss sehen gerade ganz toll aus
Auch einer meiner Rhododendren – der Älteste – bekommt im Herbst regelmässig einige sehr schön gefärbte Blätter.
Die anderen Rhododendren bleiben grün oder bekommen allenfalls mal ein paar gelbe Blätter.
Ein Knaller: der Schlitzahorn am Teich
Eine im Sommer fast langweilige, weil rein dunkelgrüne Hosta sieht jetzt gerade nochmal richtig toll aus.
Meinen Oleander habe ich heute auch wieder ins Freie gestellt. Es ist ja wieder richtig warm geworden und er hat noch so viele Knospen.
Ideen
. . . für mein neues großes Beet habe ich gestern per Zufall gewonnen. Ich war in Niederhöchstadt im Skulpturenpark unterwegs und sah dort traumhafte Beete in dem Stil, den ich mir vorstelle.
Mir ist natürlich klar, dass in solchen Parks Gärtner die Beete auch zwei-, dreimal im Jahr neu bestücken. Das hier ist eine typische Spätsommer- und Herbstbepflanzung. Das kann man nicht 1 : 1 in den häuslichen Garten übertragen, aber zumindest kann man sich daran was abgucken.
Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart!

Spontangeknipse
Mal ein paar Bilder aus dem Garten, der mir als “Gesamtkunstwerk” im Moment eigentlich nicht so recht gefällt. Aber wenn ich mich dann so umgucke, gibt es ja doch viele nette Kleinigkeiten, die das Herz erfreuen.
Hinten am Carport einfach unschlagbar die Töpfe mit den tiefroten Geranien:
Hier sieht man nur einen Topf, aber es sind zwei – rechts und links neben einer Clematis
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Das Schattenbeet ist von der Zusammensetzung der ruhigste Bereich. Hier kann sich das Auge ausruhen:
Weiter vorne am Zaun zum Nachbarn blühen die ersten Sonnenhüte in Weiß, Lila und Rot.
Weiß mit orangefarbener Mitte (und Schwebfliege)
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Der teils über die Terrasse gewachsene weiße Lavendel ist ein Tummelplatz für Bienen und Hummeln
Und auch die Rosen bringen ein weiteres Mal Blüten hervor:
Die Blüten sind an den Rändern etwas angematscht von Regen einerseits und Trockenheit andererseits,
aber wenn sie aufgehen, sehn sie trotzdem schön aus.
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Im Vorgarten herrscht chaotische Wildnis – Alles wächst ineinander, übereinander, durcheinander:
Ein viel zu üppiger Farn und Purpurglöckchen, dahinter eine Hosta und ein Tränendes Herz,
das ich eigentlich bodennah zurück geschnitten hatte.

Schnee-Felberich (Lysimachia clethroides) – hat sich wie fast alle Lysimachiarten viel zu schnell und zu kräftig ausgebreitet.
Auch das als Bodendecker wachsende goldgelbe Pfennigkraut (Lysimachia nummularia aurea), das so
völlig anders daher kommt, fühlt sich in unserem Vorgarten pudelwohl.
Dieser Felberich ist aber gut zu kontrollieren. Was zuviel ist, wird einfach rausgerissen oder abgeschnitten.
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Auch das Geißblatt steht in voller Blüte . . .
. . . und die Hosta weiß gar nicht mehr, wohin mit ihrer Kraft.
Unser Vorgarten ist der reinste Dschungel.
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Vorhin habe ich am Teich eines der letzten Gräser rausgegraben, das noch vom Gärtner stammte und nicht mehr schön aussah. Fast die gesamte ursprüngliche Randbepflanzung habe ich ja inzwischen schon erneuert. Mir fiel dabei sofort auf, dass sich auch hier in den Wurzeln wieder ein Ameisenbau befand. Wir haben davon viele im Garten und ich frage mich, ob die eventuell die Gräser und Stauden schädigen. Ich habe fast so den Eindruck.
Nachtrag: Mann, mann, mann (oder auch frau, frau, frau) – wenn man im Internet wirklich mal eine Antwort auf eine Frage haben will wie: Schädigen Ameisen Pflanzen? – dann kann man wirklich fast verzweifeln. Selbst wenn diese Frage irgendwo in einem Forum bereits gestellt wurde, gibt es darauf keine Antwort, sondern meistens Gegenfragen oder Anmerkungen wie: ich finde die einfach eklig, Ameisen machen Pipi, Ameisen locken Blattläuse an, deshalb müssen sie weg . . . und Ähnliches mehr. Ich weiß schon, warum ich kein Fan von Foren bin! Also ich denke mal, ich werde unsere Ameisen im Garten in Ruhe lassen und geh mal davon aus, dass sie nicht dafür zuständig waren, dass sich das Gras an Ort und Stelle nicht wohlgefühlt hat.
Kleiner Streifzug
. . . am Abend. Im Moment ist es sehr feucht im Garten, ein ungewohnter Anblick. Auch heute hat es wieder geregnet, den dritten Tag in Folge. Heute allerdings nicht mehr so stark, jedenfalls hier nicht, im Taunus war’s heftig. Ich war kurz in Bad Schwalbach, das war der reinste Weltuntergang (siehe Mainzauber-Blog). Ich hätte gerne ein paar Naturaufnahmen von dort mitgebracht, aber daran war gar nicht zu denken.
Im Garten gibt es nach wie vor viel zu wenige Marienkäfer im Vergleich mit den vielen Larven, die ich noch vor Kurzem entdecken konnte. Und was da krabbelt ist gelb und eindeutig asiatisch. Rote Marienkäfer sehr ich gar nicht.
Harmonia axyridis – der asiatische Marienkäfer, erkennbar am “M” oder “W” auf dem Kopf
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Was macht ihr denn so mit den Hostablüten? Viele schneiden sie ab, habe ich mal gelesen, um die Harmonie der reinen Blattschmuckstaude nicht zu stören. Bei mir dürfen sie fast alle blühen, nur die ganz jungen nicht. Ich glaube, für die ist es besser, wenn sie nicht zum Blühen und zur Samenbildung kommen. Aber wenn man sich die Blüten einer gestandenen Hosta wie meiner “Big Daddy” ansieht, dann stehen sie doch Lilien in nichts nach.
Bin übrigens nicht sicher, ob es eine “Big Daddy” ist. Jedenfalls ist es eine graublaue
Riesenblattfunkie mit reinweißen Blüten.
Am Teich blüht eine andere Hosta in Zartlila
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Clematis viticella purpurea “Plena elegans” blüht nun im Kasten am Wintergarten . . .
. . . und passt dort eindeutig nicht hin. Sie teilt sich den Kasten mit der bereits verblühten “Hagley Hybrid” und das ist erstens zuviel des Guten und zweitens unharmonisch. Mir fehlt noch das gewisse Händchen, die richtigen Sorten zu kombinieren und an den richtigen Stellen zu pflanzen. Wo ich wirklich ernsthaft darüber nachgedacht habe, was wo zusammenpassen könnte, da klappt es auch, wie mit der weißen Madame Le Coultre in der Korkenzieherhasel oder den zwei unterschiedlich lila blühenden Sorten zusammen mit der Rose “Compassion” am Hauseingang. Aber es passiert mir immer wieder, dass ich eine tolle Sorte kaufe und sie dann willkürlich pflanze. Das rächt sich meistens.
“The President” am Hauseingang hat die Pyramidenspitze erobert . . .
. . . die sie sich mit der Kletterrose “Compassion” und der Clematis “Mrs. Cholmondeley” teilt.
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Clematis viticella “Etoile violett” blüht zuverlässig und vor allem zeitgleich mit der weißen Kletterrose “Ilse Krohn” am
Rosenbogen zwischen altem und neuen Haus. Aber irgendwie ist das trotzdem nicht befriedigend, die Blüten sind am großen
Bogen einfach zu unscheinbar. Vor allem gelingt es mir einfach nicht, von der anderen Seite her noch eine Rose oder Clematis
hochranken zu lassen. Entweder sie gehn kaputt oder klettern nicht so, wie sie sollten.
Nicht bestätigen kann ich bei mir im Garten, dass die großblütigen Hybriden grundsätzlich anfälliger für die Clematiswelke wären als die kleinen Sorten. Ich habe Sorten wie die fast unverwüstliche “Pink Fantasy”, die sich seit Jahren hält oder auch “Madame Le Coultre” während einige kleinblütige Sorten durchaus schon eingegangen sind. Auch das Laub der “Etoile violett” sieht von unten her im Moment kriminell aus. Eingegangen ist mir unterm Flieder die “Lady Betty Balfour”, aber dieser Platz ist offenbar ganz, ganz schlecht. Das ist schon die zweite, die dort nichts wird. Ich glaube, die Wurzelkonkurrenz des Flieders ist zu stark. Der treibt ja unentwegt neuen Schösslinge. Es hilft nichts: man muss beobachten und lernen, verändern, beobachten und immer so weiter.













Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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