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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Geranium

Sommerwetter

. . . im Oktober – ist das nicht herrlich? Seit dem frühen Vormittag spielt sich bei uns bereits alles im Freien ab. Zum Frühstück haben wir immerhin schon die Türen zwischen Wintergarten und Terrasse weit geöffnet, uns zur zweiten Tasse Tee gleich auf die Terrasse gesetzt und so ging es weiter. Aber nachdem ich eben auch noch ein Stündchen im Liegestuhl in der Sonne gebraten habe, muss ich mal rein in den Schatten, denn sonst habe ich heute Abend einen Sonnenbrand. Nur der Blick auf die inzwischen schon halb kahlen Bäume – die kleine Kupferfelsenbirne hat schon fast alle Blätter verloren – oder auf den von Blättern übersäten Rasen, zeigt, dass es eben doch Herbst ist. Und natürlich am Abend merkt man es. Ab 18 Uhr verschwindet bei uns die Sonne und um 19 Uhr ist es dann fast dunkel. Deshalb muss man den Tag eigentlich auch im Freien genießen, so lange wie es geht.

Das mit den Türen ist ja so ein Ding. Gestern Morgen flatterte mir doch prompt eine dicke Taube in den Wintergarten und flog natürlich – so wie das auch alle Insekten tun – hinter den geöffneten Flügel. Während sie mehrfach gegen die Fensterscheibe flog, habe ich dann hastig noch den zweiten Türflügel geöffnet, aber statt dass das dumme Tier nun endlich hinausgeflogen wäre, machte sie noch einen Spaziergang durch die Küche, bis Jeanie auf der Bildfläche erschien. Mir blieb fast das Herz stehen. Der Anblick der Katze hat dann aber doch geholfen, die Taube drehte um und fand endlich wieder hinaus ins Freie. Was für ein Glück!

Im Sommer wäre das ein eher bedenklicher Anblick: die kleine Kupferfelsenbirne

Die Magnolie, die im Frühjahr nur wenige Blüten hatte (der Teichbau war wohl schuld daran),
hat inzwischen zahlreiche Knospen angesetzt – das lässt hoffen

Viele Bilder aus dem Garten habe ich nicht mehr zu bieten, denn es blüht ja nichts Neues mehr. Neben den kleinen Polsterglockenblumen auch noch hie und da Storchschnäbel, die gelben Taglilien geben nun auch auf und von den Rosen blüht nur noch die Nostalgie – die dafür unermüdlich und fast schöner als im Sommer.


*

Ich glaube, dieses Bild werde ich gleich noch zu einer Grußkarte verbasteln.

*

Bitteschön: Von Herzen für dich! Zum Versenden einfach anklicken

Weitere Grußkarten findet ihr im Menu der Homepage und im normalen Blog.

18:30 Uhr >>> Habe gerade einen großen Kranichzug beobachten können.

Grünes Erstarren

Heute Vormittag habe ich mal wieder eine Runde im Garten gedreht, um die befürchteten Katastrophen dieses schlechten Wetters in Augenschein zu nehmen. So arg schlimm ist es zu meinem Erstaunen gar nicht. Zunächst ist alles sattgrün – das ist der große Vorteil. Außerdem seh ich kaum Blattläuse und auch keine Pilze. All das stoppt die Kälte. Selbst der beginnende Pilzbefall an meinen Rosen hat wieder aufgehört. Dafür tut sich bei den Blüten nur sehr wenig. Den Flieder hatte ja bereits die Wärme Ende April zum schnellen Aufblühen und wieder verblühen gebracht. Eine letzte Magnolienblüte dagegen hält sich immer noch.

Im relativ trockenen und windgeschützen Waldbeet sind die Akeleien aufgeblüht und die Farne breiten sich allmählich aus. Nur ausgerechnet der tolle Königsfarn scheint doch kaputt zu sein. Das ist sehr schade. Aber ich werde ihn mal ausgraben und an einer feuchteren Stelle wieder eingraben, vielleicht erholt er sich noch. Je mehr man sich mit seinen Pflanzen beschäftigt – mein “garteln” hat ja erst vor Kurzem wirklich angefangen – um so mehr erkennt man auch, welche Standorte den Pflanzen wirklich zusagen. Auch den Ausbreitungsdrang vieler Pflanzen erkenne ich jetzt. Alles was seit ein oder zwei Jahren in den Beeten ist  – das meiste ja erst seit einem Jahr – wächst gewaltig in die Höhe und in die Breite.

Deutzie – üppige Blüte aber vom Regen niedergedrückt

Das Schönste im Vorgarten ist momentan die blühende Weigelie und nebendran steht die Clematis Crystal Fountain in den Startlöchern. Die wartet geradezu auf ein paar Stunden Sonne und Wärme – wohl wie wir Menschen auch. Das gilt auch für alle anderen frühjahrsblühenden Clematissorten in unserem Garten.

Weigelie – auch in voller Blüte

Farblich passen – Rosenprimel, aber an ungünstiger Stelle
Die werde ich nochmal verpflanzen

Unverwüstliche Polsterstaude: Cerastium tomentosum oder Silber-Hornkraut

Auch der Storchschnabel trotzt dem Wetter

Auch in Blau – eine der Akeleien im Waldbeet . . .

. . . und eine in Weiß

und noch ein Knaller:

Die Azaleenblüte aus dem Steingartenbeet

* * *

Hier fängt Stefan gerade an die Terrasse zu erneuern und man sieht jetzt den Farn, der sich in den letzten Jahren immer durch die Spalten des Holzdecks gearbeitet hat. Nun hat er endlich mal Luft und Licht. Ich werde ihn natürlich ausgraben und ihm einen besseren Platz geben. Die Vögel sind von den offenen Flächen auch sehr angetan, da scheint es jede Menge Insekten für sie zu geben.

Während der erste meiner Rhododendren voll aufgeblüht im Moment sehr unter dem Regen gelitten hat und sich der Hellgelbe in diesem Jahr nicht wirklich gut präsentiert, ist der dritte nun am Aufblühen und sieht jetzt schon toll aus. Er hatte seit letztem Herbst merkwürdig eingerollte Blätter und ich hatte ihn schon fast abgeschrieben. Aber die Blüten sehn nun wieder toll aus.

Also – wenn ich mir die Bilder nun so anschaue, dann kann es mit dem “Erstarren” gar nicht so schlimm sein ;-)   Fehlt nur ein bisschen Sonne.

(M)ein krummer Rücken

. . . kann mich grad gar nicht entzücken. Aua – die letzten drei Stunden habe ich knieend oder gebückt, grabend  oder hackend im Garten verbracht. Aber es hat sich gelohnt. Die Erde rund um Bach und Teich ist wieder locker und weitestgehend vom Unkraut befreit. 5x  Geranium himalayense ‘Plenum’ / ‘Birch Double’, also einen gefüllten blauviolett blühenden Storchschnabel habe ich eingepflanzt und 3x Geranium himalayense ‘Gravetye’ ins Rosenbeet an der Terrasse bzw. knapp daneben. Gravetye soll leuchtend blau mit rotem Auge blühen, das würde sehr gut zu den Rosen und dem blauen Rittersporn passen.  Meine kleine Hosta “Fire & Ice” – niedlich isse – ist ins Halbschattenbeet gewandert. So klein wie sie noch ist, so stark leuchtet der Kontrast von dunklem Grün und stahlendem Weiß. Ich kann sie sogar von der Terrasse aus gut sehen und stelle mir vor, wie schön das aussehen wird, wenn sie erstmal gewachsen ist.

fireand136

*

schattenbeet136

Ich werde am Rand entlang viele verschiedene Hostas pflanzen, immer der Sonnen-/Schattensituation entsprechend. Weiter vorne vor dem panaschierten Hartriegel sieht man z.B. eine Pauls Glory.

pauks136

*

Am Montagmorgen kommt der Chef vom Gartenbaubetrieb zur Bestandsaufnahme vorbei. Das klingt sehr nach Rechnung – urrrghs! Aber na ja – einen Abschlag habe ich schon bezahlt und was mutt, dat mutt. Aber so habe ich mir heute auch mal wieder einen guten Überblick verschafft, was von den Pflanzen was geworden ist und was nicht. Einige sind – so scheint es mir – verfault. Und das wundert mich nicht. Heute bin ich beim Einpflanzen des einen Storchschnabels wieder auf Teichfolie gestoßen, die fast bis zur Rasenkante vor lief. Sowas ist keine Meisterleistung und keine Kapillarsperre sondern Schrott! Wo ich das jetzt entdecke, klappe ich die Folie selbst senkrecht hoch und pflanze dann davor. Aber eigentlich ist das eine Zumutung. Auch der eingesäte Rasen ist ziemlich dürftig – kein Vergleich zum teuren Rollrasen.  Das klingt jetzt vielleicht nach Meckerei, weil das Gesamtbild ja durchaus schön geworden ist, aber die wollen ja auch am Ende ein kleines Vermögen für ihre Arbeit. Und da muss man schon genau hingucken.

Ich habe eine Reihe verschiedener Hostas im Garten, von den wenigsten kenne ich den Namen. Wenn man ihn sich nicht von vornherein mit einem Foto merkt, dann ist das kaum noch zu recherchieren, so viel Sorten gibt es inzwischen.

goldblattfunkie

Eine unbekannte Goldblattfunkie

hostaunbe1

Eine panaschierte Hosta mit blaugrünem Blatt und schmalem weißen Rand

hostaunbe2

Gleiche Farbe aber viel schmalere Blätter und der weiße Rand ist breiter

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Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.

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9. Februar 2012, 23:04
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