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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Hostas

Mogelpackung

Was für eine Mogelpackung war dieser Tag heute doch! Zunächst wunderbar sonnig und warm, dann hat sich gegen Mittag alles komplett zugezogen und ich dachte, ich krieg einen Hüttenkoller, so grau war da draußen alles. Und nun – der reinste Hohn – geht es auf 17 Uhr zu und die Sonne scheint kurz vorm Untergehen wieder. Da habe ich mir nur kurz die Digi geschnappt, um wenigstens im Garten noch ein paar Fotos zu machen.

Die Blätter der Zaubernuss sehen gerade ganz toll aus

Auch einer meiner Rhododendren – der Älteste – bekommt im Herbst regelmässig einige sehr schön gefärbte Blätter.
Die anderen Rhododendren bleiben grün oder bekommen allenfalls mal ein paar gelbe Blätter.

Ein Knaller: der Schlitzahorn am Teich

Eine im Sommer fast langweilige, weil rein dunkelgrüne Hosta sieht jetzt gerade nochmal richtig toll aus.

Meinen Oleander habe ich heute auch wieder ins Freie gestellt. Es ist ja wieder richtig warm geworden und er hat noch so viele Knospen.


*

Heute Morgen unterwegs – leider von Garfield verscheucht

Spontangeknipse

Mal ein paar Bilder aus dem Garten, der mir als “Gesamtkunstwerk” im Moment eigentlich nicht so recht gefällt. Aber wenn ich mich dann so umgucke, gibt es ja doch viele nette Kleinigkeiten, die das Herz erfreuen.

Hinten am Carport einfach unschlagbar die Töpfe mit den tiefroten Geranien:

Hier sieht man nur einen Topf, aber es sind zwei – rechts und links neben einer Clematis

*

Das Schattenbeet ist von der Zusammensetzung der ruhigste Bereich. Hier kann sich das Auge ausruhen:


*

Weiter vorne am Zaun zum Nachbarn blühen die ersten Sonnenhüte in Weiß, Lila und Rot.

Weiß mit orangefarbener Mitte (und Schwebfliege)

*

Der teils über die Terrasse gewachsene weiße Lavendel ist ein Tummelplatz für Bienen und Hummeln

Und auch die Rosen bringen ein weiteres Mal Blüten hervor:

Die Blüten sind an den Rändern etwas angematscht von Regen einerseits und Trockenheit andererseits,
aber wenn sie aufgehen, sehn sie trotzdem schön aus.

*

Im Vorgarten herrscht chaotische Wildnis – Alles wächst ineinander, übereinander, durcheinander:

Ein viel zu üppiger Farn und Purpurglöckchen, dahinter eine Hosta und ein Tränendes Herz,
das ich eigentlich bodennah zurück geschnitten hatte.


Schnee-Felberich (Lysimachia clethroides) – hat sich wie fast alle Lysimachiarten viel zu schnell und zu kräftig ausgebreitet.
Auch das als Bodendecker wachsende goldgelbe Pfennigkraut (Lysimachia nummularia aurea), das so
völlig anders daher kommt, fühlt sich in unserem Vorgarten pudelwohl.

Dieser Felberich ist aber gut zu kontrollieren. Was zuviel ist, wird einfach rausgerissen oder abgeschnitten.

*

Auch das Geißblatt steht in voller Blüte . . .

. . .  und die Hosta weiß gar nicht mehr, wohin mit ihrer Kraft.

Unser Vorgarten ist der reinste Dschungel.

* * *

Vorhin habe ich am Teich eines der letzten Gräser rausgegraben, das noch vom Gärtner stammte und nicht mehr schön aussah. Fast die gesamte ursprüngliche Randbepflanzung habe ich ja inzwischen schon erneuert. Mir fiel dabei sofort auf, dass sich auch hier in den Wurzeln wieder ein Ameisenbau befand. Wir haben davon viele im Garten und ich frage mich, ob die eventuell die Gräser und Stauden schädigen. Ich habe fast so den Eindruck.

Nachtrag: Mann, mann, mann (oder auch frau, frau, frau) – wenn man im Internet wirklich mal eine Antwort auf eine Frage haben will wie: Schädigen Ameisen Pflanzen? – dann kann man wirklich fast verzweifeln. Selbst wenn diese Frage irgendwo in einem Forum bereits gestellt wurde, gibt es darauf keine Antwort, sondern meistens Gegenfragen oder Anmerkungen wie: ich finde die einfach eklig, Ameisen machen Pipi, Ameisen locken Blattläuse an, deshalb müssen sie weg . . . und Ähnliches mehr. Ich weiß schon, warum ich kein Fan von Foren bin! Also ich denke mal, ich werde unsere Ameisen im Garten in Ruhe lassen und geh mal davon aus, dass sie nicht dafür zuständig waren, dass sich das Gras an Ort und Stelle nicht wohlgefühlt hat.


Kleiner Streifzug

. . . am Abend. Im Moment ist es sehr feucht im Garten, ein ungewohnter Anblick. Auch heute hat es wieder geregnet, den dritten Tag in Folge. Heute allerdings nicht mehr so stark, jedenfalls hier nicht, im Taunus war’s heftig. Ich war kurz in Bad Schwalbach, das war der reinste Weltuntergang (siehe Mainzauber-Blog). Ich hätte gerne ein paar Naturaufnahmen von dort mitgebracht, aber daran war gar nicht zu denken.

Im Garten gibt es nach wie vor viel zu wenige Marienkäfer im Vergleich mit den vielen Larven, die ich noch vor Kurzem entdecken konnte. Und was da krabbelt ist gelb und eindeutig asiatisch. Rote Marienkäfer sehr ich gar nicht.

Harmonia axyridis – der asiatische Marienkäfer, erkennbar am “M” oder “W” auf dem Kopf

*

Was macht ihr denn so mit den Hostablüten? Viele schneiden sie ab, habe ich mal gelesen, um die Harmonie der reinen Blattschmuckstaude nicht zu stören. Bei mir dürfen sie fast alle blühen, nur die ganz jungen nicht. Ich glaube, für die ist es besser, wenn sie nicht zum Blühen und zur Samenbildung kommen. Aber wenn man sich die Blüten einer gestandenen Hosta wie meiner “Big Daddy” ansieht, dann stehen sie doch Lilien in nichts nach.

Bin übrigens nicht sicher, ob es eine “Big Daddy” ist. Jedenfalls ist es eine graublaue
Riesenblattfunkie mit reinweißen Blüten.

Die selben Blüten von Nahem
*

Am Teich blüht eine andere Hosta in Zartlila

* + * + *

Clematis viticella purpurea “Plena elegans” blüht nun im Kasten am Wintergarten . . .

. . . und passt dort eindeutig nicht hin.  Sie teilt sich den Kasten mit der bereits verblühten “Hagley Hybrid” und das ist erstens zuviel des Guten und zweitens unharmonisch.  Mir fehlt noch das gewisse Händchen, die richtigen Sorten zu kombinieren und an den richtigen Stellen zu pflanzen. Wo ich wirklich ernsthaft darüber nachgedacht habe, was wo zusammenpassen könnte, da klappt es auch, wie mit der weißen Madame Le Coultre in der Korkenzieherhasel oder den zwei unterschiedlich lila blühenden Sorten zusammen mit der Rose “Compassion” am Hauseingang. Aber es passiert mir immer wieder, dass ich eine tolle Sorte kaufe und sie dann willkürlich pflanze. Das rächt sich meistens.

“The President” am Hauseingang hat die Pyramidenspitze erobert . . .

. . . die sie sich mit der Kletterrose “Compassion” und der Clematis “Mrs. Cholmondeley” teilt.

*

Clematis viticella “Etoile violett” blüht zuverlässig und vor allem zeitgleich mit der weißen Kletterrose “Ilse Krohn” am
Rosenbogen zwischen altem und neuen Haus. Aber irgendwie ist das trotzdem nicht befriedigend, die Blüten sind am großen
Bogen einfach zu unscheinbar.  Vor allem gelingt es mir einfach nicht, von der anderen Seite her noch eine Rose oder Clematis
hochranken zu lassen. Entweder sie gehn kaputt oder klettern nicht so, wie sie sollten.

Nicht bestätigen kann ich bei mir im Garten, dass die großblütigen Hybriden grundsätzlich anfälliger für die Clematiswelke wären als die kleinen Sorten. Ich habe Sorten wie die fast unverwüstliche “Pink Fantasy”, die sich seit Jahren hält oder auch “Madame Le Coultre” während einige kleinblütige Sorten durchaus schon eingegangen sind.  Auch das Laub der “Etoile violett” sieht von unten her im Moment kriminell aus. Eingegangen ist mir unterm Flieder die “Lady Betty Balfour”, aber dieser Platz ist offenbar ganz, ganz schlecht. Das ist schon die zweite, die dort nichts wird. Ich glaube, die Wurzelkonkurrenz des Flieders ist zu stark. Der treibt ja unentwegt neuen Schösslinge.  Es hilft nichts: man muss beobachten und lernen, verändern, beobachten und immer so weiter.

 

Impressionen

. . . aus dem Vorgarten. Gerade noch vor dem augenblicklichen Regen gemacht. Es ist wieder ein Gewitterregen, nachdem es seit heut früh sehr schwül aber.  Aber es ist trotzdem ein sehr ergiebiger und trotzdem sanfter Landregen – genau das, was wir dringend brauchen.

Stress-Frühling

Nein – nicht wirklich, das sag ich mit einem Augenzwinkern. Aber wenn der Frühling derartig vorprescht wie bei uns, dann weiß man gar nicht mehr, wo man im Garten anfangen soll. Man könnte grad alles gleichzeitig machen, wenn das ginge. Ich war heute den ganzen Nachmittag im Garten und die Zeit verging wie im Flug. Nun ist die Sonne schon untergegangen oder jedenfalls hinter dem Nachbarhaus soweit verschwunden, dass es kühl wird, und ich kann gerade noch schnell mal im Stühlchen sitzen und auf den Teich schaun. Dort nehmen die Vögel ihr Abendbad, obwohl die Wasseroberfläche im Moment nicht sehr appetitlich aussieht. Sie ist von weißem Blütenstaub überzogen, ich nehme zumindest an, dass es Blütenstaub ist. Sieht aus, als hätte jemand Mehl drüber gepustet.

Eigentlich ist es schon zu finster zum Fotografieren, aber wenigstens ein Bild muss doch sein ;-)

Den Rhododendron für meinen Bruder habe ich bei Tropica gekauft. Ich hoffe, er ist mit weißen Blüten zufrieden. Ich weiß nämlich nicht, welche Farben er sonst so hat, da passt was Weißes immer (mein Bruder wurde heute 75, morgen wird gefeiert. Hab ich gestern kurz im anderen Blog erwähnt). Und er ist schon sehr viel länger als ich ein Gartennarr wie er im Buch steht.

Natürlich musste da auch wieder für mich was mit, war ja klar. Für meinen Clematiskasten am Wintergarten-Südfenster habe ich mir eine gefüllte rote Clematis mitgebracht – die Clematis viticella Purpurea Plena Elegans. Eine Sorte, die als recht gesund gilt und sich sicher mit der bereits vorhandenen Clematis “Hagley Hybrid” vertragen wird. Auf der Abbildung erinnert mich die “Purpurea” ein bisschen an die Viticella Avant-Garde hinten am Carport. Wobei ich mir gerade bei der Avant-Garde nicht sicher bin, ob sie den Winter überlebt hat. Sie ist die einzige, die noch keine Knospenbildung zeigt.

Die “Avant-Garde” im vorletzten Jahr

Eine Übersicht über meine Clematis findet ihr oben im Menu: Pflanzenschätze/Clematis. Clematis nach Süden ist normalerweise vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, aber diese Ecke wird vom Zaun ganz gut beschattet. So sitzt sie mit den “Füßen im Schatten”, wie es sein soll und kann nach oben zur Sonne wachsen. Das Rankgitter, das ich im Winter abgemacht hatte, damit ich das Fenster auch mal von Außen putzen kann, habe ich gleich wieder befestigt. Nun kann die Kletterei losgehn.

Morgen mach ich mal wieder ein paar Fotos im Garten, falls ich dazu komme. Und ich hoffe sehr, dass mein neue Hosta, die ich heute gesetzt habe nicht über Nacht von Schnecken abgefressen wird. Ich habe nämlich dummerweise kein Schneckenkorn mehr und an einigen Tulpen sehe ich schon Fraßspuren. Es ist eine kleine Hosta undulata “Albomarginata”, die ich neben die Kurilenkirsche gesetzt habe, dort wo vorher die eingegangene Riesenhosta gesessen hat. Im Moment ist der Platz vielleicht zu sonnig, ein Problem das ich rund um den Teich immer noch habe, bis die dauerhaften Pflanzen mal größer sind. Ich hoffe, die Weißrandfunkie verträgt das. Ich wollte dort mal keine mit gelbem Blattwerk haben. Meine anderen Hosta schieben inzwischen auch schon ihre Triebe aus der Erde. Interessant finde ich, dass gerade der halbschattige “Waldbereich” unter der hohen Tanne sehr weit ist. Das hätte ich nicht vermutet, aber vermutlich ist es einfach ein extrem windgeschützter Platz mit der Hausmauer des Nachbarn direkt dahinter.

Ansonsten hab ich mir nur noch ein paar Kleinigkeiten mitgebracht, was man halt immer so mitnimmt, hier ein paar Primelchen, da eine Akelei. Ach ja, bei Ald* habe ich gestern zwei Jakobsleitern (Polemonium caeruleum) erstanden, die wollte ich immer schon mal. Mal sehn, ob die was werden. Unsere Erde müsste für diese Pflanze an sich ideal sein.

Ja, so habe ich mich also durch den Garten gearbeitet: mal Unkraut entfernt, mal zurück geschnitten, mal eingepflanzt, mal Rankgitter angebracht . . .  und so geht’s wohl weiter, sofern nicht ein größerer Kälte- und /oder Regeneinbruch dem ein Ende setzt. Wenn, dann bitte schnell, denn die Tulpenmagnolien haben schon ganz ganz dicke Knospen und ich mag keine Blüten mit braunen Rändern!

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