Spontangeknipse
Mal ein paar Bilder aus dem Garten, der mir als “Gesamtkunstwerk” im Moment eigentlich nicht so recht gefällt. Aber wenn ich mich dann so umgucke, gibt es ja doch viele nette Kleinigkeiten, die das Herz erfreuen.
Hinten am Carport einfach unschlagbar die Töpfe mit den tiefroten Geranien:
Hier sieht man nur einen Topf, aber es sind zwei – rechts und links neben einer Clematis
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Das Schattenbeet ist von der Zusammensetzung der ruhigste Bereich. Hier kann sich das Auge ausruhen:
Weiter vorne am Zaun zum Nachbarn blühen die ersten Sonnenhüte in Weiß, Lila und Rot.
Weiß mit orangefarbener Mitte (und Schwebfliege)
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Der teils über die Terrasse gewachsene weiße Lavendel ist ein Tummelplatz für Bienen und Hummeln
Und auch die Rosen bringen ein weiteres Mal Blüten hervor:
Die Blüten sind an den Rändern etwas angematscht von Regen einerseits und Trockenheit andererseits,
aber wenn sie aufgehen, sehn sie trotzdem schön aus.
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Im Vorgarten herrscht chaotische Wildnis – Alles wächst ineinander, übereinander, durcheinander:
Ein viel zu üppiger Farn und Purpurglöckchen, dahinter eine Hosta und ein Tränendes Herz,
das ich eigentlich bodennah zurück geschnitten hatte.

Schnee-Felberich (Lysimachia clethroides) – hat sich wie fast alle Lysimachiarten viel zu schnell und zu kräftig ausgebreitet.
Auch das als Bodendecker wachsende goldgelbe Pfennigkraut (Lysimachia nummularia aurea), das so
völlig anders daher kommt, fühlt sich in unserem Vorgarten pudelwohl.
Dieser Felberich ist aber gut zu kontrollieren. Was zuviel ist, wird einfach rausgerissen oder abgeschnitten.
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Auch das Geißblatt steht in voller Blüte . . .
. . . und die Hosta weiß gar nicht mehr, wohin mit ihrer Kraft.
Unser Vorgarten ist der reinste Dschungel.
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Vorhin habe ich am Teich eines der letzten Gräser rausgegraben, das noch vom Gärtner stammte und nicht mehr schön aussah. Fast die gesamte ursprüngliche Randbepflanzung habe ich ja inzwischen schon erneuert. Mir fiel dabei sofort auf, dass sich auch hier in den Wurzeln wieder ein Ameisenbau befand. Wir haben davon viele im Garten und ich frage mich, ob die eventuell die Gräser und Stauden schädigen. Ich habe fast so den Eindruck.
Nachtrag: Mann, mann, mann (oder auch frau, frau, frau) – wenn man im Internet wirklich mal eine Antwort auf eine Frage haben will wie: Schädigen Ameisen Pflanzen? – dann kann man wirklich fast verzweifeln. Selbst wenn diese Frage irgendwo in einem Forum bereits gestellt wurde, gibt es darauf keine Antwort, sondern meistens Gegenfragen oder Anmerkungen wie: ich finde die einfach eklig, Ameisen machen Pipi, Ameisen locken Blattläuse an, deshalb müssen sie weg . . . und Ähnliches mehr. Ich weiß schon, warum ich kein Fan von Foren bin! Also ich denke mal, ich werde unsere Ameisen im Garten in Ruhe lassen und geh mal davon aus, dass sie nicht dafür zuständig waren, dass sich das Gras an Ort und Stelle nicht wohlgefühlt hat.
Kleiner Streifzug
. . . am Abend. Im Moment ist es sehr feucht im Garten, ein ungewohnter Anblick. Auch heute hat es wieder geregnet, den dritten Tag in Folge. Heute allerdings nicht mehr so stark, jedenfalls hier nicht, im Taunus war’s heftig. Ich war kurz in Bad Schwalbach, das war der reinste Weltuntergang (siehe Mainzauber-Blog). Ich hätte gerne ein paar Naturaufnahmen von dort mitgebracht, aber daran war gar nicht zu denken.
Im Garten gibt es nach wie vor viel zu wenige Marienkäfer im Vergleich mit den vielen Larven, die ich noch vor Kurzem entdecken konnte. Und was da krabbelt ist gelb und eindeutig asiatisch. Rote Marienkäfer sehr ich gar nicht.
Harmonia axyridis – der asiatische Marienkäfer, erkennbar am “M” oder “W” auf dem Kopf
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Was macht ihr denn so mit den Hostablüten? Viele schneiden sie ab, habe ich mal gelesen, um die Harmonie der reinen Blattschmuckstaude nicht zu stören. Bei mir dürfen sie fast alle blühen, nur die ganz jungen nicht. Ich glaube, für die ist es besser, wenn sie nicht zum Blühen und zur Samenbildung kommen. Aber wenn man sich die Blüten einer gestandenen Hosta wie meiner “Big Daddy” ansieht, dann stehen sie doch Lilien in nichts nach.
Bin übrigens nicht sicher, ob es eine “Big Daddy” ist. Jedenfalls ist es eine graublaue
Riesenblattfunkie mit reinweißen Blüten.
Am Teich blüht eine andere Hosta in Zartlila
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Clematis viticella purpurea “Plena elegans” blüht nun im Kasten am Wintergarten . . .
. . . und passt dort eindeutig nicht hin. Sie teilt sich den Kasten mit der bereits verblühten “Hagley Hybrid” und das ist erstens zuviel des Guten und zweitens unharmonisch. Mir fehlt noch das gewisse Händchen, die richtigen Sorten zu kombinieren und an den richtigen Stellen zu pflanzen. Wo ich wirklich ernsthaft darüber nachgedacht habe, was wo zusammenpassen könnte, da klappt es auch, wie mit der weißen Madame Le Coultre in der Korkenzieherhasel oder den zwei unterschiedlich lila blühenden Sorten zusammen mit der Rose “Compassion” am Hauseingang. Aber es passiert mir immer wieder, dass ich eine tolle Sorte kaufe und sie dann willkürlich pflanze. Das rächt sich meistens.
“The President” am Hauseingang hat die Pyramidenspitze erobert . . .
. . . die sie sich mit der Kletterrose “Compassion” und der Clematis “Mrs. Cholmondeley” teilt.
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Clematis viticella “Etoile violett” blüht zuverlässig und vor allem zeitgleich mit der weißen Kletterrose “Ilse Krohn” am
Rosenbogen zwischen altem und neuen Haus. Aber irgendwie ist das trotzdem nicht befriedigend, die Blüten sind am großen
Bogen einfach zu unscheinbar. Vor allem gelingt es mir einfach nicht, von der anderen Seite her noch eine Rose oder Clematis
hochranken zu lassen. Entweder sie gehn kaputt oder klettern nicht so, wie sie sollten.
Nicht bestätigen kann ich bei mir im Garten, dass die großblütigen Hybriden grundsätzlich anfälliger für die Clematiswelke wären als die kleinen Sorten. Ich habe Sorten wie die fast unverwüstliche “Pink Fantasy”, die sich seit Jahren hält oder auch “Madame Le Coultre” während einige kleinblütige Sorten durchaus schon eingegangen sind. Auch das Laub der “Etoile violett” sieht von unten her im Moment kriminell aus. Eingegangen ist mir unterm Flieder die “Lady Betty Balfour”, aber dieser Platz ist offenbar ganz, ganz schlecht. Das ist schon die zweite, die dort nichts wird. Ich glaube, die Wurzelkonkurrenz des Flieders ist zu stark. Der treibt ja unentwegt neuen Schösslinge. Es hilft nichts: man muss beobachten und lernen, verändern, beobachten und immer so weiter.
Rhododendron
Meine beiden letzten Rhododendronbüsche sind aufgeblüht. Sie haben wunderschöne Farben, etwas zarter als die in knalligem Pink, die inzwischen zum größten Teil schon wieder verblüht sind. Ich mag sie alle, egal ob zart oder knallig, reinweiß oder eher crème-gelb. Einen in echtem Lila haben wir im Vorgarten. Sowas würde auch noch in mein Rhododendronwäldchen passen.
“Madame Le Coultre” hat es wieder mal geschafft: sie hat sich den Weg durch den Blätterdschungel
der Korkenzieherhasel gebahnt und die Sonne erreicht.
Auch die Storchschnäbel haben inzwischen überall im Garten ihre Blüten geöffnet:
Diese hier haben eine tolle Farbe, fallen aber ziemlich auseinander, was dann teilweise doch sehr unschön aussieht
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Zwei sehr zierliche Pflanzen blühen am – sogar schon fast im - Teich: Binsenlilien
Hier die gelbe Variante, die Blaue hat im Moment nur Knospen
Der Garten ist im Moment wirklich eine wahre Pracht, aber leider auch eine sehr trockene Pracht. Ich bin ständig mit Gieskanne und Schlauch hinterher. Theoretisch müsste ich sogar schon den Rasen wässern. Wir haben bereits wieder sommerliche Temperaturen, aber in der Zeitung habe ich heute morgen gelesen, dass eine einzige Nacht mit Minustemperaturen in den letzten Tagen unseren Erdbeerbauern, ebenso wie den Winzern große Ernteverluste bescheren wird. Dieses Jahr haben wir wirklich ein Ausnahmefrühjahr, das nicht allen Menschen Freude bereitet. Ich selbst genieße die Wärme nach der Kälte in den letzten Tagen in Leipzig sehr und habe auch ein Mittel gegen meine Nebenhöhlenbeschwerden gefunden. Da hatte sich in diesem Jahr tatsächlich eine Pollenallergie auf die Erkältung aufgepropft. Seitdem ich nun ein Nasenspray mit einem leichten Cortisonanteil benutze, sind die Schmerzen weg. Ich hatte noch selten Probleme mit Pollen, deshalb bin ich auf diese Lösung erst spät gekommen. Als mir aber anhand der übrigen Symptome klar wurde, dass mir ein Antibiotikum wohl kaum helfen würde, blieb an sich nur die allergische Komponente übrig. Jetzt müssen nur noch die rheumatischen Beschwerden wieder aufhören, dann geht’s mir wieder richtig gut und der Sommer kann kommen
Neue Stauden
Während ich gestern Nachmittag noch im Opelzoo unterwegs war, kam noch mein Gaissmayerpaket mit einigen neuen Stauden, die ich heute gleich einpflanzen werde. Zwar ist weder das Wetter dazu angetan mich in den Garten zu locken, noch fühle ich mich entsprechend, aber “wat mutt, dat mutt” oder so ähnlich. Bestellt und bekommen habe ich:
- Dreiblattspieren – Gillenia trifoliata (die mich mit ihrem Austrieb im Botanischen Garten so fasziniert hatten) >>> soll sonnig bis halbschattig stehen
- Mandelblättrige Purpurwolfsmilch – Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’ >>> soll halbschattig stehen
- Neuseeland-Windgras – Anemanthele lessoniana (kommen an den Teich)
- Oktobersilberkerze – Cimicifuga simplex ‘White Pearl’ >>> kommt ins weißbetonte Schattenbeet unter der hohen Tanne
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Na bitte, die Sonne belohnt meinen Garteneifer- es geht auf 13 Uhr zu und seit ein paar Minuten klart es auf und wird wieder richtig schön. Meine Mannen sind noch unterwegs, deshalb habe ich mit dem Mittagessen Zeit. Von den gerade gepflanzten Stauden und Gräsern geben Fotos noch nicht allzu viel her, aber ich habe mal das Windgras und die Wolfsmilch fotografiert.
Neuseeland-Windgras – Anemanthele lessoniana
Bei Gaissmayer heißt es zu diesem Gras: “Ein ausdrucksstarkes Gras mit halbkugelförmig überhängenden grünen Halmen, die sich im Herbst in faszinierenden Gelb-, Orange- und Rottönen zeigen. Es bildet dichte Horste und liebt vollsonnige, nicht zu trockene Standorte. Ein halbimmergrünes Gras, das bei uns leider nicht völlig winterhart ist und deshalb Winterschutz benötigt! Anemanthele lessoniana wird auch Fasanenschwanzgras genannt. Es stammt aus den Bergen Neuseelands, wo es häufig an Bächen zu finden ist.”
Da alle meine Gräser den letzten Winter überlebt haben – auch das nicht unempfindlichen Imperata cylindrica ‘Red Baron’ (Japanisches Blutgras) – hoffe ich, dass sich auch das Windgras am Teich wohlfühlt. Blutgras und Stachelschweinggras schlagen im Moment wieder aus (bei diesen Beiden war ich mir nicht sicher), andere Gräser blühen bereits und sind kräftig gewachsen.
Mandelblättrige Purpurwolfsmilch – Euphorbia amygdaloides ‘Purpurea’
Bei Gaissmayer heißt es zu dieser Wolfsmilch: “Diese schöne, auch im Winter belaubte Staude bringt Farbe in die “vierte”, eher triste Jahreszeit. Im Laufe eines Jahresganges verändert sich ihr Aussehen dramatisch. Im Winter werden die an roten Stängeln sitzenden Blätter matt purpurrot bis mahagonifarben. Im zeitigen Frühjahr erscheinen an den Trieben leuchtend weinrote Spitzen, die beinahe wie Blüten wirken, während die unteren Blätter vergrünen. Die ab April sehr zahlreich aufblühenden limonengrünen bis grünlich-gelben Blüten stehen in einem aufregenden Farbkontrast dazu.“
Im letzten Jahr hatte ich um diese Jahreszeit als Pfennigartikel Zwiebelchen einer sog. kalifornischen Hyazinthe eingegraben und dann später nach dem botanischen Namen gesucht, als sie mir mit ihren kornblumenblauen Blüten den ganzen Sommer durch Freude bereitet hatten. Inzwischen weiß ich, dass es sich um Brodiaea oder Triteleia handelt. Ich habe mir neulich wieder welche mitgebracht und heute eingegraben. Die vom vergangenen Jahr treiben bereits.
Triteleia laxa oder Brodiaea laxa – Kalifornische Hyazinthe
(ein Bild vom letzten August)
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Mein üppig wuchernde Clematis alpina “Blue Princess” blüht sogar innen im Carport!
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Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.


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