Klostergarten
Heute war ich zunächst in Seligenstadt, der Stadt am Main mit der Einhardbasilika und dem wunderbaren Kräutergarten. Über die Basilika und über Einhard, den Biografen Karls des Großen habe ich bereits im MainZauber Blog berichtet. Nun aber zum Kräutergarten.
Das ehemalige Benediktinerkloster in Seligenstadt zählt mit der die Abtei umschließenden, rund 700m langen Klostermauer zu den wenigen nahezu komplett erhaltenen Klosteranlagen in Hessen. Der Klostergarten oder auch Abteigarten genannt beherbergt unter anderem einen Apothekergarten mit Gewürzkräutern und Apothekerpflanzen, einen Conventgarten mit Gemüsekulturen, (sowie einen Mühlgarten mit Tieren, den ich wohl nicht entdeckt habe.) Doch ich war dort, aber es gab keine Tiere zu sehn.
Blick aus dem Klostergarten auf die Basilika
Als ich heute morgen bei strahlendem Sonnenschein in Frankfurt losfuhr, war ich mir nicht sicher, ob der Kräutergarten um diese Jahreszeit überhaupt noch reizvoll sein würde. Als dann an der Autobahnausfahrt Seligenstadt auch noch Nebel aufkam, hab ich mich echt gefragt, warum ich nur das schöne Frankfurt verlassen hatte. Kurz und gut: nach Besichtigung der Einhardbasilika riss der Himmel auf und beim Eintritt in den Klostergarten blieb mir der Mund offenstehn: wow – das ist ein Klostergarten vom Feinsten!

Das ist ein Grundriss bzw. eine Übersicht, in dem sich leider die Zweige eines Baumes gespiegelt haben. Ich hab ihn etwas aufbereitet, jetzt kann man es doch ganz gut erkennen. Der schwarze Pfeil zeigt den Haupteingang. Links liegen die Abteigebäude und außerhalb die Basilika. Am oberen Ende sieht man dann den großen und ausgesprochen schönen Kräuter- und Obstgarten (auch Rosen, Dahlien und andere Pflanzen).

Diese Sandsteinbalustrade mit ihren Putten trennt den oberen Teil des Kräutergartens (Apothergarten) vom unteren Teil (Konventgarten) und erinnert mich sehr an die barocke Anlage unseres Bolongaropalastes in Höchst. Nur dass dort seltsame orientalische Gestalten die Balustrade schmücken. Während im Apothekergarten sinngemäß im Wesentlichen Heilkräuter angebaut werden, ist der Konventgarten ein Ost-, Gemüse und Blumengarten.

Der Garten ist ausgesprochen gepflegt. Hier sieht man, dass nicht nur die Pflanzen alle Namensschildchen tragen sondern dass sie außerdem immer so zusammengepflanzt sind, dass sie einer bestimmten medizinischen Indikation entsprechen.

Diese prächtig blühende Pflanze in Gelb hat mich sofort interessiert, deshalb habe ich auch gleich das Schild nochmal separat fotografiert. Inzwischen habe ich gegoogelt: Cassia angustifolia oder Indische Senna wird als Abführmittel eingesetzt. Sieht man der lieblichen Blüte nicht unbedingt an. Immerhin > der Prophet Mohammed soll gesagt haben: „Haltet euch an Sennesblätter und Kümmel, denn beide heilen jede Krankheit, ausgenommen den Tod.“ Die Pflanze gehört zu den Johannisbrotbaumgewächsen.
Kermesbeere oder Phytolacca (schwach giftig)
Die Kermesbeere kenne ich vor allem aus der Homöopathie, wo sie bei Grippe (feuchtes Wetter), Rheuma und anderen Erkrankungen eingesetzt wird. Sie wird/wurde aber auch zum Färben verwendet (kermes = Rot, persisch).
In diesen Gärten blühte noch enorm viel und
entsprechend viele Insekten waren noch immer unterwegs.
Hochstammrose Ulrich Brunner, schöne Farbe, guter Duft
“Ulrich Brunner” ist nach einem Schweizer Züchter benannt und gehört zu den alten Rosen (1882), gilt als robuste Rose, remontierend mit starkem Duft (die steht schon auf meinem Wunschzettel!)
An den Klostermauern wuchsen übrigens noch jede Menge als Spalierobst gezogene Apfelsorten – fast rechteckig, was schon etwas merkwürdig aussieht. Ach ja – Äpfel! In den Beeten gab es überall reich tragende Apfelbäumchen, vielleicht 60-80 cm hoch aber mit dicken Stamm – irgendwie Bonsaibäumchen, die sich dadurch aber perfekt in die Kräuterbeete integrierten. Und dann – zum Main hin – eine ganze lange Wand voll mit Dahlien – der Wahnsinn!

Das soll genügen. Ich habe noch mehr Fotos gemacht und vor allem – “Blut geleckt”. Dieser Klostergarten wird mich in Zukunft noch öfter sehen. Eine halbe Stunde Autofahrt ist so schlimm wirklich nicht. Und dort kann ich mir für den eigenen Garten jede Menge Anregungen holen.
Kräuterwanderung
Der GöGa und ich waren heute im Hessenpark in Neuanspach im Taunus. Ich bin da öfter, Stefan konnte ich nur mit der Dampfmaschinenausstellung locken. Und dann kam alles ganz anders. Noch bevor wir die erste Dampfmaschine bestaunten (aber nachdem wir uns schon alte Funktechnik angeguckt hatten), entdeckten wir, dass gleich eine Kräuterwanderung losgehen würden. Da der Göttergatte nicht abgeneigt und ich schwer interessiert war, sind wir gut und gerne zwei Stunden mit der Kräutermarie mitgelaufen. Und haben fast alles probiert, was die Wiesen so hergaben. In Zukunft werde ich Unkraut aus dem Garten in meinen Salat schnippeln. Wer übrigens mehr zur antiken Funkausstellung und den Dampfmaschinen wissen will, muss sich im normalen Mainzauberblog umgucken.
Das ist die Kräuter Marie
. . . und das eine der vielen naturbelassenen Wiesen im Hessenpark.
. . . und das Maries Kräuterhexendose mit nicht ganz ungefährlichen Sachen drin.
Franzosen- oder Knopfkraut – kann man essen
. . . und Huflattich, den man auch Hustlattich nennen könnte, weil er dagegen hilft.
* * *
Heute Abend zu Hause entdeckt: von meinen beiden grünen Paprikaschoten auf dem Teller “errötet” die eine zusehends, während die Andere noch genauso grün ist wie zuvor – merkwürdig!

Kühl aber schön
. . . so kann man heute das Wetter beschreiben. Die Sonne scheint heiß vom fast wolkenlosen Himmel, aber es weht ein kräftiger und sehr kalter Wind. In den Liegestuhl legen mag ich mich heute definitiv nicht, es sei denn mit Decke.
Als ich gestern etwas über die Geräusche des Windes geschrieben habe, habe ich mir überlegt, ob ich denn überhaupt schon mal meinen Bambus fotografiert habe. Hier kommt nun ein Bild vom vorderen Bambus:

Beide entwickeln sich prächtig, der Vordere sieht im Moment aber am schönsten aus

Kletterrose “Kir Royal” in voller Pracht
Als Postkarte verschicken? Hier klicken!

Ungebändigter Lavendel vorne im Garagenhof

Auch da vorne, vor dem alten Haus: Johanniskraut

Clematis und Million Bells am Hauseingang rettungslos verbandelt
Der erste Rhododendron blüht!
Als ich gestern in der Zeitung las, dass im Palmengarten in Frankfurt die Rhododendron- und Azaleenschau eröffnet hat, dachte ich noch: “Was? Schon?” Zu nah war mir noch das kalte, schlechte Wetter. Aber heute hat doch tatsächlich auch in unserem Garten der erste Rhododendron seine Blüten geöffnet. Und das Thermomenter? In der Sonne hat es im Moment (15 Uhr 30) fast die 30°C Marke erreicht.

*

Mein kleines Alpinum ist schon wieder strohtrocken

Aber auch die Bergenien blühen immer noch sehr schön. Die zunächst weißen Blüten mit den roten äußeren Kelchblättern haben inzwischen eher einen Rosaton angenommen.
Heute Vormittag habe ich am Rand eines Beetes, das etwas absonnig liegt, “Kriechenden Günsel” gesät. Ein altes Heilkraut, das manchen Gartenbesitzer ärgert, weil es oft auch den Rasen durchzieht. Es blüht aber auch sehr schön blau und hat viele gute Eigenschaften. Er wirkt antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, schmerzstillend und gegen Sodbrennen. Er wirkt auch gegen Magenübersäuerung und Sodbrennen. Das werde ich mal testen. Man verwendet die Blätter – entweder als Tee oder man kann eine Tinktur daraus bereiten. Mehr dazu findet ihr im Heilpflanzenlexikon.

Quelle: Wikipedia / KENPEI’s photo
Infos zum Heilfasten
Die statische Seite “Heilfasten” führe ich täglich mit Informationen zur Durchführung und aus dem medizinischen Bereich weiter. Statische Seiten kennen kein Datum, es wird fortlaufend geschrieben. Wer das nicht alles am Bildschirm lesen will, kann es sich gerne auch ausdrucken. Am Ende werde ich es noch als pdf-datei zusammenfassen. Heute geht es um die Leber und den Leberwickel.
Als Gärtner und Naturliebhaber ist euch sicher auch schon einmal die Mariendistel begegnet. Sie gilt als Leberschutzpflanze. Mehr zur Mariendistel (Silybum marianum) auf der Heilfastenseite.
Quelle: Wikipedia (under common license)
Zum 2. Fastentag: alles bestens, es geht mir gut, auch den Gelüsten des Abends sehe ich in Ruhe entgegen. Nun geh ich erstmal auf arte “Paradiese” gucken
Word verification free blog!




Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.


Kommentare