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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Sträucher

Kahlschlag

Meine gestrige Arbeit im Vorgarten/Garagenhof habe ich mal von oben fotografiert. Ist schon ein ziemlicher Kahlschlag, aber es musste sein. Das Beet mit dem Purpurglöckchen und dem zurückgeschnittenene Lavendel sieht ja sehr manierlich aus – da kommen jetzt noch Blumenzwiebeln rein, aber die beiden Büsche – nun ja, die werden wieder schneller wachsen als mir lieb ist.

Der Lavendel, der das Beet vorne begrenzt (auf dem Foto links), ragte gut einen Meter in den Hof hinein.

Das Beet wird noch gesäubert und dann kommen auch da noch ein paar Blumenzwiebeln rein

Ranunkelstrauch und Bauernjasmin waren komplett zusammengewachsen und außerdem noch durch den Zaun hindurch auf den Fußweg. Diese beiden Sträucher wachsen wie Teufel. An sich soll man Frühlingsblüher direkt nach der Blüte, also im Sommer schneiden, mal sehn wie sich das nun auswirkt. Kann sein, dass zumindest der Ranunkelstrauch (Kerria japonica) im kommenden Frühjahr erstmal mit Blüten geizt. Der Philadelphus wird bestimmt blühen. Und der wird diesmal vor dem Austrieb gespritzt – das walte Hugo! So einen Blattlausbefall wie in diesem Frühsommer will ich nicht nochmal haben. Das war extrem eklig.

* * *

Herbstzeichen

Die riesige Hainbuche am Grundstücksende wirkt je nach Lichteinfall gelbgolden oder braungolden. Dabei sind die Blätter noch grün, aber der Behang mit Fruchtständen (Nüsschen mit Flügeln) ist enorm dicht. Die Hainbuche ist übrigens keine Buche sondern gehört zu den Birkenartigen. Diese vielen Samen gab es schon im letzen Herbst. Im Frühling und im Frühsommer knirschte es immer unter den Füßen, bis die Samen schließlich durch’s Rasenmähen verschwunden sind.

Einige richtig gelbe Bätter zeigen im Vorgarten am alten Haus die Birken:


 

Nasse Blüten

Trockene habe ich leider kaum anzubieten. Heute Morgen sah es sehr nach Herbst aus und fühlte sich auch so an (gerade mal 14°C), heute Nachmittag ist es nun eher April. Bei um die 20°C  :-: wenn die Sonne durchkommt sind’s mehr :-:  jagt ein Regenschauer den anderen. Dazwischen dann immer mal blauer Himmel und Sonnenschein.

Als ich heute Morgen die Zeitung reinholte, stieg mir gleich der Duft der Rose “Compassion” in die Nase. Gut versteckt hinter den Clematisranken duftet die derzeit einzige Blüte doch so intensiv, dass man die Quelle des Duftes sofort sucht. Nach wie vor einer der exzellentesten Rosendüfte in meinem Garten – und dann noch direkt an Haustür.

Am Rosenbogen blühtjetzt wieder die blutrote “Apoll”, nach wie vor ein Fehlkauf weil nicht kletternd aber eine tolle Farbe!
Im Herbst wird sie entgültig versetzt.

An der Terrasse geben die Austinrosen ihr Möglichstes. Aber da sie von Natur aus schon nicht sehr standfest sind,
haben die Blüten es beim Regen besonders schwer. Am besten hält sich gelbe “Charlotte”. Sie ist auch so vom
ganzen Erscheinungsbild die kräftigste der drei Sorten.

Weiter hinten im Garten blüht erneut die “Nostalgie”, auch eine schöne, robuste Sorte.

Flankiert wird sie vom Bambus und und von derzeit blühenden Hibiskussträucher sowie einige Echinaceasorten,
die sich aber bei dem Wetter grad nicht so toll machen.

Meine Lieblingssorte!

Ein gefüllter Vielblüher, aber relativ kleine Blüten – da macht’s die Masse.

“Aus dunklem Tann” – um mal Karl May zu zitieren – leuchtet weit hinten im Garten die Tellerhortensie. Eine sehr robuste
Pflanze, die sich unter der Tanne wohlfühlt, wenn sie nur genug Wasser bekommt.

Alles nichts Neues, was ich da zeige, aber bei diesem Wetter doch wenigstens aufmunternd.

Garten-Frühling

Der Garten steht hinter den Frühlingseindrücken aus der Frankfurter City in nichts zurück. Hier explodiert alles geradezu. Es ist allerdings viel zu trocken und ich befürchte, dass der erste Frühlingszauber deshalb ganz schnell vorbei sein wird.

Inzwischen blüht es nicht nur rund um den Teich sondern sogar schon im Wasser: Caltha palustris – die Sumpfdotterblume hat ihre Blüten geöffnet.

Für größer bitte anklicken

Üppige Forsythienblüte

Wie vorgestern vermutet blüht nun auch die Sternmagnolie

Auch Pulsatilla, die Küchenschelle (Kuhschelle) mischt schon mit . . .

. . . und die blühenden Zierkirschen sind sowieso der Oberhammer.

Leute – der Frühling ist einfach die allerschönste Jahreszeit – finde ich jedenfalls!

 

BBP

Bauch, Beine, Po – bis auf den Bauch spüre ich in den übrigen “Problemzonen” heute meine Muskeln – von der Gartenarbeit *lach*. Ist doch wieder ziemlich ungewohnt in der Hocke zu arbeiten oder auf den Knien weit nach vorne gebeugt, um noch irgendein weiteres Unkräutlein zu erhaschen. Aber warum es nicht auch gleich noch als gesundes “Work-out” akzeptieren.

Buntblättrige Traubenheide

Meiner “Buntblättrigen Traubenheide” ist jedenfalls das gestrige Gießen hervorragend bekommen. Die Triebe, die während des Winters flach am Boden lagen sind geradezu in die Höhe geschnellt. Diese Traubenheide hat die kalte Jahreszeit ebenso gut in unserem eigentlich ungeeigneten Boden überstanden wie den Sommer davor. Warum die eine hinten im Garten im letzten Jahr kaputt gegangen ist, weiß ich immer noch nicht. Die muss ihre Schädlinge schon von der Gärtnerei mitgebracht haben. Alle anderen und auch die Rhododendren, die im gleichen Beet  drumherum stehen sehen gut aus.

Erlenzeisig am Teich

Blaumeise im Flieder

Extremegardening

. . . oder so ähnlich – also heute habe ich den ersten langen Nachmittag in diesem Jahr mit Gartenarbeit verbracht. Bei milden 11°C kam am Nachmittag die Sonne hinter den Wolken hervor und ich habe mir diverse Scheren geschnappt. Eigentlich wollte ich nur im Vorgarten zwei Sträucher und hinten im Garten den Hartriegel stutzen, aber dann wurde es um einiges mehr. Im Vorgarten habe ich den Bauernjasmin und den Ranunkelstrauch ausgelichtet und etwas eingekürzt. Die richtige Jahreszeit wäre an sich ja der Herbst gewesen, aber jetzt kann ich viel besser beurteilen, was ich wegschneide, weil keine Blätter dran sind. Blühen werden die beiden trotzdem, da bin ich mir sicher. Beim noch relativ neuen Hartriegel konnte ich mich auch in diesem Jahr nicht dazu durchringen ihn richtig komplett runter zu schneiden. Irgendwie trau ich mich nicht. Er hat in der Mitte sowas wie einen Stamm ausgebildet, der ab einem Meter Höhe einen richtige kleine Krone trägt – das habe ich stehen gelassen.

Die Meise guckt mir bei der Arbeit zu,
hinten unter der Tanne kommt der Bärlauch schon zum Vorschein,
rund um den Teich und im Rasen blühen Krokusse und Schneeglöckchen.

Nach den Sträuchern habe ich mich an die Gräser gemacht. Eines der großen Reitgräser war eh schon umgekippt, dabei habe ich gesehen, dass es schon junges Grün hat.  Das Reitgras an der Hausmauer sah noch wunderschön aus mit seinen trockenen Blüten, aber bei genauem Hinsehen, bemerkte ich, dass es sogar noch mehr junges Grün an der Basis zeigte. Also nichts wie weg mit dem alten Gras. So habe ich mich langsam durch den Vorgarten gearbeitet und gemerkt, was da schon alles zum Vorschein kommt.

Zierquitte – nach 5 Jahren (drei kleine Stecklinge) endlich ein blühender Strauch!

Die Zierquitte macht mir nun richtig Freude. Geduldig habe ich die letzten Jahre gewartet, bis sich aus den winzigen Stecklingen langsam ein kleiner Strauch entwickelte. Im letzten Jahr habe ich noch geschrieben, dass er zwar Äste bekommt, aber nur 3 – 5 kleine Blüten an der Basis zeigte. In diesem Jahr sieht es richtig vielversprechend aus.

Helleborus “Pink Frost” im Beet

Die Lenzrose “Pink Frost” blüht nun auch  – ob sie jemals wieder so prächtig und groß wird wie im letzten Februar im Topf, als ich sie gekauft habe?

Februar 2010 – frisch vom Händler

Einige Winzlinge an “Helleborössern”  mickern leider mehr oder weniger vor sich hin, aber mal sehn, vielleicht werden die in den nächsten Jahrne doch noch was. Die Korsische Nieswurz lässt mich immer noch warten, obwohl sie jetzt schon seit Wochen aussieht, als müsste sie jeden Augenblick geradezu explodieren.

Hach ja – es könnte nun ruhig mit dem Wetter so weiter gehen, langsam aber sicher immer noch ein bisschen wärmer und ein bisschen mehr Sonne – das wäre großartig.

Allmählich muss ich die Zinkwanne nun doch neu bepflanzen. Von den Hornveilchen, die mich seit Ende Oktober durch Schnee und Eis hindurch erfreut haben, ist nun nur noch eins übrig. Die anderen standen zu lange im Wasser und sind verfault. Morgen werde ich wohl mal wieder ein Gartencenter aufsuchen, sofern es nicht regnet. Von Aldi habe ich mir heute noch ein Körbchen mit Krokussen mitgebracht, das steht nun zusammen mit der weißen Christrose am Hauseingang. Die Christrose hat jetzt nur noch einige kleinere Blüten. Ich werde sie bald in den Garten setzen.

* * *

Tipp für alle Hostafreunde: Bei Planwerk gibt es auch 2011 einen Frühbucherrabatt, bei dem ab einem Bestellwert von 30,–Euro kein Versand anfällt.

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4. Februar 2012, 18:47
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