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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Sträucher

Martinssommer

Das habe ich heute gelernt: So nennt man also diese Zeit Mitte November, in der es öfter nochmal richtig warm wird. Auch der (St.) Martinssommer ist also genau so wenig ungewöhnlich wie die Schafskälte im Juni.

Heute regnet es wieder und die Temperaturen liegen so um die 10°C. Aber die warmen Temperaturen  der letzten Tage haben nochmal einiges zum Blühen gebracht und auch die Amsel schmetterte heute Morgen wieder ihr Lied vom Dach. Ich höre überhaupt viel Vogelgezwitscher da draußen. Noch kann ich beim Bügeln die Terrassentüren offen stehen lassen. Beim Fensterputzen am Küchenfenster bot sich mir heute morgen dieses Bild:

Auch den Winterduftschneeball musste ich nochmal fotografieren:

Sieht wirklich toll aus mitten im November

Auch Flip, der sich im Sommer gut versteckt hat, präsentiert sich vor dieser Kulisse

Es sind enorm viele Vögel unterwegs, obwohl es dauerhaft regnet, allerdings kein Starkregen. Vermutlich gibt es
auch außer meinem Futterblock jetzt wieder einiges an Futter zu entdecken, Regenwürmer beispielsweise.
Eichelhäher, Amseln, Spatzen und Ringeltauben grasen hinten im Garten einträchtig neben einander.

Zierquitte

Frühling oder Herbst? Ich glaube mein kleiner Zierquittenstrauch ist sich da auch nicht so sicher. Einserseits trägt er Früchte bzw. wirft sie auch teilweise ab, andererseits zeigt er Knospen und Blüten.

Quittenfrüchte

Jedenfalls freue ich mich, dass die Zierquitte endlich auch mal mit ihren Blüten nicht nur kurz über der Erde herumkrebst. Vor etwa 4 oder 5 Jahren hat mir eine Nachbarin drei Zweiglein ihres Strauches geschenkt und ich habe sie einfach nur in die Erde gesteckt. Einer ist abgestorben, zwei haben Wurzeln ausgebildet. Später habe ich  den Kräftigsten in den Vorgarten verpflanzt, wo er jetzt allmählich gößer wird. Aber in diesem und im letzten Jahr hatte die Zierquitte nur ganz wenige Blüten und die auch noch direkt über dem Boden. Vermutlich hat sie ihr ganze Kraft zunächst in ihr Wachstum gesteckt. Nun darf ich in Zukunft hoffentlich mit mehr dieser wunderschönen roten Blüten rechnen.

Sonniger Sonntag

So schööön!  Nachdem gestern die Wolken den ganzen Tag mal wieder fast am Boden kratzten – wo war das tolle Wetter vom Freitagnachmittag geblieben? – überrascht uns heute der Sonntagmorgen schon mit viel, viel Sonne und blauem Himmel.  Auch die Katzels haben das bemerkt und haben sich gleich in die Wärme gesetzt gesetzt – Jeanie draußen, Garfield drinnen.  Dass Jeanie dabei direkt vor einer fetten Kreuzspinne in ihrem Netz sitzt, stört mich eher als die Katz. Auf dem Foto kann man die Spinne nur sehen, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Für größer bitte anklicken

Dieses Bild gibt es auch nochmal im Blog Stift & Linse als zweites Foto zum Projekt “Zack die Linse” mit dem Thema “Zwei”.

Die kleine Säuleneibe, die ich vor Jahren gepflanzt habe und die wirklich sehr langsam wächst,  – links oben auch im Bild – hat in diesem Jahr zum ersten Mal rote Beeren. Unscheinbarer sind die Früchte der Goldzypresse.

Eibe

Goldzypresse

Leider hat mein Mann die Goldzypresse im letzten Frühjahr beschnitten, weil sie zu üppig wurde und unsere Treppe zur ‘Terrasse hin schon fast überwuchert hatte. Nun ist da ein sehr unschönes Loch, das sich auch nicht mehr schließen wird. Ich muss mir überlegen, was ich da mache. Vermutlich werde ich jede Menge Erde und Kompost reinkippen und versuchen eine Clematis anzusiedeln. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, weiß ich aber nicht. Denn unsere Katzen liegen im Sommer gerne unter dieser Kombination aus Nestfichte, Eibe und Zypresse, wenn es überall sonst zu heiss ist. Besser wäre vielleicht ein Bodendecker, der auch ein bisschen in die Höhe wächst.

Blauer Himmel und Felsenbirne

Elster auf der hohen Tanne und Abflug

Wilder Wein (oder ein anderer Schlinger) durchdringt dekorativ die Ligusterhecke

Die meisten Hosta haben ihre Blattschönheit inzwischen verloren, nur die im Schatten
sind noch ansehnlich

Immer noch attraktiv – die Blütenbälle der Hortensien

Im Kräuterbeet – Blühendes Thaibasilikum

Und es gibt auch immer noch ein paar Insekten

Ein inzwischen eher seltener Gast: Kater Linus besucht uns mal wieder


Unverhofft

. . . kommt oft – heute beispielsweise das schöne Wetter. Schon heute früh weckte mich nicht nur die Motorsäge aus der Nachbarschaft sondern auch die Sonne. Damit hatte ich nicht gerechnet. Unverhofft aber lang ersehnt kam dann auch gleich noch die Gartenbaufirma mit dem Ersatz des von mir reklamierten roten Zierahorns.  Es hat wirklich lange gedauert, aber nun ist er da: Gestatten > Acer palmatum “Dissectum Garnet”

Dieser rotlaubige Schlitzahorn war einer von Dreien, die ich mich im Internet zusammengesucht hatte, damit der Gärtner nicht wieder einen liefert, der keine Sonne verträgt. Er macht sich optisch übrigens besser als auf dem Bild, das ich eben  mal schnell davon gemacht habe. Hier ist einfach zuviel anderes drauf, Pflanzen die das Auge ausblendet. Ich hätte natürlich ein bisschen mit der Tiefenschärfe rumprobieren können, aber dazu hatte ich jetzt keine Lust. Mir ist nämlich ganz hübsch warm. Ich durfte den alten Ahorn behalten und da der immerhin noch zwei intakte Zweige hat, will ich ihn wieder aufpäppeln. Also hab ich ihm eine etwas verborgene halbschattige Stelle weiter hinten im Garten gesucht und dort dann gleich noch verschiedenes Anderes umgepflanzt. So bekam der inzwischen recht große hellgelbe Rhododendron einen neuen Platz. Dafür mussten dann zwei Hostas und einige andere Pflanzen versetzt werden. Dabei habe ich natürlich auch noch kräftig Rhododendronerde in unseren lehmigen Boden mit eingearbeitet. Und bei den ganzen Aktionen brannte mir die Sonne ins Genick – jetzt allerdings (es ist um 13 Uhr 45 ) bewölkt sich der Himmel wieder.

Dort wo der Pfeil hinzeigt, sitzt der alte Zierahorn, davor der Rhododendron

Das Hellgelb des Rhododendrons passte nicht wirklich in das “weiße” Beet – das auch nicht wirklich weiß ist, aber doch vorwiegend. Nun sitzt er in der Nachbarschaft des gelbgrünpanaschierten Hartriegels, das passt schon besser.  Sam, der sich die ganze Zeit hinter der Rhodo und diversen blühenden Akeleien versteckt hat, bekommt im Augenblick wieder etwas mehr Aufmerksamkeit – das wird sich wieder ändern.

Auf dem Foto sieht man auch, dass nun die Blüte der Sterndolden (Astrantia) und des Waldgeißbartes beginnt (Aruncus dioicus).  Im weißen Beet blühen sie natürlich weiß, an anderen Stellen rosa.

Sorry, alles nur mal schnell geknipst, die Schärfe ist nicht perfekt

Der kräftige Regen hat den voll aufgeblühten Rosen ganz schön zugesetzt. Ich habe heute viel abschneiden müssen. Am besten hat sich “Charlotte” gehalten. – Während ich jetzt hier getippt habe, haben sich die Wolken wieder verzogen, die Sonne scheint,  und ab und an kommt ein kräftiger Wind auf.  Was macht eigentlich die WM? Spielt heute nicht irgendwann unsere Elf gegen Serbien? – Ups- ich seh grad, die erste Halbzeit ist rum und Serbien führt . . .  Nee, oder?

Wolken

. . . betrachte ich immer gerne, wenn sie nur keinen unerwünschten Regen bringen.

Fotografierwolken nannte mein Vater diese dekorativen weißen Wolken am blauen Himmel. Seltsam, das ist nun schon über vierzig Jahre her und ich habe ihn nur so kurz gehabt, aber das habe ich mir gemerkt. Dass ich meine Liebe zum Fotografieren auf alle Fälle von ihm habe, habe ich schon öfter geschrieben. Ich war fast noch ein Kind, als er starb. Damals habe ich so viel von meiner Trauer und ein Teil meiner Erinnerungen verdrängt. Das war lebensnotwendig um mit meiner extrem schwierigen Mutter klar zu kommen. Jetzt auf einmal kommen Erinnerungen wieder und auch Bilder im Kopf, die ich schon lange nicht mehr realisiert habe.

Der absolute Lieblingsblick aus dem Küchenfenster

Die außergewöhnlichen “Früchte” der Morgensternsegge leuchten in der Morgensonne. Im Waldbeet geht es noch eher schattig zu. Dort dominieren im Moment vor allem die vielen Akeleien.

Morgensternsegge

Glanzmispel – Photinia fraseri “Red Robin”

Die Glanzmispel hat in den letzten Wochen den größtenTeil ihrer schönen roten Blätter vom Winter verloren. Nun blüht sie und dient den Bienen als prächtige Nahrungsquelle.

Unter den ungefüllten weißen Glockenblumen habe ich heute dies seltsame Blüte entdeckt.

Kohlmeise und . . .

. . . Rotkehlchen zeitgleich im Flieder – das ist auch selten.

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9. Februar 2012, 19:26
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