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Mai 2012
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Sträucher

Extremegardening

. . . oder so ähnlich – also heute habe ich den ersten langen Nachmittag in diesem Jahr mit Gartenarbeit verbracht. Bei milden 11°C kam am Nachmittag die Sonne hinter den Wolken hervor und ich habe mir diverse Scheren geschnappt. Eigentlich wollte ich nur im Vorgarten zwei Sträucher und hinten im Garten den Hartriegel stutzen, aber dann wurde es um einiges mehr. Im Vorgarten habe ich den Bauernjasmin und den Ranunkelstrauch ausgelichtet und etwas eingekürzt. Die richtige Jahreszeit wäre an sich ja der Herbst gewesen, aber jetzt kann ich viel besser beurteilen, was ich wegschneide, weil keine Blätter dran sind. Blühen werden die beiden trotzdem, da bin ich mir sicher. Beim noch relativ neuen Hartriegel konnte ich mich auch in diesem Jahr nicht dazu durchringen ihn richtig komplett runter zu schneiden. Irgendwie trau ich mich nicht. Er hat in der Mitte sowas wie einen Stamm ausgebildet, der ab einem Meter Höhe einen richtige kleine Krone trägt – das habe ich stehen gelassen.

Die Meise guckt mir bei der Arbeit zu,
hinten unter der Tanne kommt der Bärlauch schon zum Vorschein,
rund um den Teich und im Rasen blühen Krokusse und Schneeglöckchen.

Nach den Sträuchern habe ich mich an die Gräser gemacht. Eines der großen Reitgräser war eh schon umgekippt, dabei habe ich gesehen, dass es schon junges Grün hat.  Das Reitgras an der Hausmauer sah noch wunderschön aus mit seinen trockenen Blüten, aber bei genauem Hinsehen, bemerkte ich, dass es sogar noch mehr junges Grün an der Basis zeigte. Also nichts wie weg mit dem alten Gras. So habe ich mich langsam durch den Vorgarten gearbeitet und gemerkt, was da schon alles zum Vorschein kommt.

Zierquitte – nach 5 Jahren (drei kleine Stecklinge) endlich ein blühender Strauch!

Die Zierquitte macht mir nun richtig Freude. Geduldig habe ich die letzten Jahre gewartet, bis sich aus den winzigen Stecklingen langsam ein kleiner Strauch entwickelte. Im letzten Jahr habe ich noch geschrieben, dass er zwar Äste bekommt, aber nur 3 – 5 kleine Blüten an der Basis zeigte. In diesem Jahr sieht es richtig vielversprechend aus.

Helleborus “Pink Frost” im Beet

Die Lenzrose “Pink Frost” blüht nun auch  – ob sie jemals wieder so prächtig und groß wird wie im letzten Februar im Topf, als ich sie gekauft habe?

Februar 2010 – frisch vom Händler

Einige Winzlinge an “Helleborössern”  mickern leider mehr oder weniger vor sich hin, aber mal sehn, vielleicht werden die in den nächsten Jahrne doch noch was. Die Korsische Nieswurz lässt mich immer noch warten, obwohl sie jetzt schon seit Wochen aussieht, als müsste sie jeden Augenblick geradezu explodieren.

Hach ja – es könnte nun ruhig mit dem Wetter so weiter gehen, langsam aber sicher immer noch ein bisschen wärmer und ein bisschen mehr Sonne – das wäre großartig.

Allmählich muss ich die Zinkwanne nun doch neu bepflanzen. Von den Hornveilchen, die mich seit Ende Oktober durch Schnee und Eis hindurch erfreut haben, ist nun nur noch eins übrig. Die anderen standen zu lange im Wasser und sind verfault. Morgen werde ich wohl mal wieder ein Gartencenter aufsuchen, sofern es nicht regnet. Von Aldi habe ich mir heute noch ein Körbchen mit Krokussen mitgebracht, das steht nun zusammen mit der weißen Christrose am Hauseingang. Die Christrose hat jetzt nur noch einige kleinere Blüten. Ich werde sie bald in den Garten setzen.

* * *

Tipp für alle Hostafreunde: Bei Planwerk gibt es auch 2011 einen Frühbucherrabatt, bei dem ab einem Bestellwert von 30,–Euro kein Versand anfällt.

Martinssommer

Das habe ich heute gelernt: So nennt man also diese Zeit Mitte November, in der es öfter nochmal richtig warm wird. Auch der (St.) Martinssommer ist also genau so wenig ungewöhnlich wie die Schafskälte im Juni.

Heute regnet es wieder und die Temperaturen liegen so um die 10°C. Aber die warmen Temperaturen  der letzten Tage haben nochmal einiges zum Blühen gebracht und auch die Amsel schmetterte heute Morgen wieder ihr Lied vom Dach. Ich höre überhaupt viel Vogelgezwitscher da draußen. Noch kann ich beim Bügeln die Terrassentüren offen stehen lassen. Beim Fensterputzen am Küchenfenster bot sich mir heute morgen dieses Bild:

Auch den Winterduftschneeball musste ich nochmal fotografieren:

Sieht wirklich toll aus mitten im November

Auch Flip, der sich im Sommer gut versteckt hat, präsentiert sich vor dieser Kulisse

Es sind enorm viele Vögel unterwegs, obwohl es dauerhaft regnet, allerdings kein Starkregen. Vermutlich gibt es
auch außer meinem Futterblock jetzt wieder einiges an Futter zu entdecken, Regenwürmer beispielsweise.
Eichelhäher, Amseln, Spatzen und Ringeltauben grasen hinten im Garten einträchtig neben einander.

Zierquitte

Frühling oder Herbst? Ich glaube mein kleiner Zierquittenstrauch ist sich da auch nicht so sicher. Einserseits trägt er Früchte bzw. wirft sie auch teilweise ab, andererseits zeigt er Knospen und Blüten.

Quittenfrüchte

Jedenfalls freue ich mich, dass die Zierquitte endlich auch mal mit ihren Blüten nicht nur kurz über der Erde herumkrebst. Vor etwa 4 oder 5 Jahren hat mir eine Nachbarin drei Zweiglein ihres Strauches geschenkt und ich habe sie einfach nur in die Erde gesteckt. Einer ist abgestorben, zwei haben Wurzeln ausgebildet. Später habe ich  den Kräftigsten in den Vorgarten verpflanzt, wo er jetzt allmählich gößer wird. Aber in diesem und im letzten Jahr hatte die Zierquitte nur ganz wenige Blüten und die auch noch direkt über dem Boden. Vermutlich hat sie ihr ganze Kraft zunächst in ihr Wachstum gesteckt. Nun darf ich in Zukunft hoffentlich mit mehr dieser wunderschönen roten Blüten rechnen.

Sonniger Sonntag

So schööön!  Nachdem gestern die Wolken den ganzen Tag mal wieder fast am Boden kratzten – wo war das tolle Wetter vom Freitagnachmittag geblieben? – überrascht uns heute der Sonntagmorgen schon mit viel, viel Sonne und blauem Himmel.  Auch die Katzels haben das bemerkt und haben sich gleich in die Wärme gesetzt gesetzt – Jeanie draußen, Garfield drinnen.  Dass Jeanie dabei direkt vor einer fetten Kreuzspinne in ihrem Netz sitzt, stört mich eher als die Katz. Auf dem Foto kann man die Spinne nur sehen, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Für größer bitte anklicken

Dieses Bild gibt es auch nochmal im Blog Stift & Linse als zweites Foto zum Projekt “Zack die Linse” mit dem Thema “Zwei”.

Die kleine Säuleneibe, die ich vor Jahren gepflanzt habe und die wirklich sehr langsam wächst,  – links oben auch im Bild – hat in diesem Jahr zum ersten Mal rote Beeren. Unscheinbarer sind die Früchte der Goldzypresse.

Eibe

Goldzypresse

Leider hat mein Mann die Goldzypresse im letzten Frühjahr beschnitten, weil sie zu üppig wurde und unsere Treppe zur ‘Terrasse hin schon fast überwuchert hatte. Nun ist da ein sehr unschönes Loch, das sich auch nicht mehr schließen wird. Ich muss mir überlegen, was ich da mache. Vermutlich werde ich jede Menge Erde und Kompost reinkippen und versuchen eine Clematis anzusiedeln. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, weiß ich aber nicht. Denn unsere Katzen liegen im Sommer gerne unter dieser Kombination aus Nestfichte, Eibe und Zypresse, wenn es überall sonst zu heiss ist. Besser wäre vielleicht ein Bodendecker, der auch ein bisschen in die Höhe wächst.

Blauer Himmel und Felsenbirne

Elster auf der hohen Tanne und Abflug

Wilder Wein (oder ein anderer Schlinger) durchdringt dekorativ die Ligusterhecke

Die meisten Hosta haben ihre Blattschönheit inzwischen verloren, nur die im Schatten
sind noch ansehnlich

Immer noch attraktiv – die Blütenbälle der Hortensien

Im Kräuterbeet – Blühendes Thaibasilikum

Und es gibt auch immer noch ein paar Insekten

Ein inzwischen eher seltener Gast: Kater Linus besucht uns mal wieder


Unverhofft

. . . kommt oft – heute beispielsweise das schöne Wetter. Schon heute früh weckte mich nicht nur die Motorsäge aus der Nachbarschaft sondern auch die Sonne. Damit hatte ich nicht gerechnet. Unverhofft aber lang ersehnt kam dann auch gleich noch die Gartenbaufirma mit dem Ersatz des von mir reklamierten roten Zierahorns.  Es hat wirklich lange gedauert, aber nun ist er da: Gestatten > Acer palmatum “Dissectum Garnet”

Dieser rotlaubige Schlitzahorn war einer von Dreien, die ich mich im Internet zusammengesucht hatte, damit der Gärtner nicht wieder einen liefert, der keine Sonne verträgt. Er macht sich optisch übrigens besser als auf dem Bild, das ich eben  mal schnell davon gemacht habe. Hier ist einfach zuviel anderes drauf, Pflanzen die das Auge ausblendet. Ich hätte natürlich ein bisschen mit der Tiefenschärfe rumprobieren können, aber dazu hatte ich jetzt keine Lust. Mir ist nämlich ganz hübsch warm. Ich durfte den alten Ahorn behalten und da der immerhin noch zwei intakte Zweige hat, will ich ihn wieder aufpäppeln. Also hab ich ihm eine etwas verborgene halbschattige Stelle weiter hinten im Garten gesucht und dort dann gleich noch verschiedenes Anderes umgepflanzt. So bekam der inzwischen recht große hellgelbe Rhododendron einen neuen Platz. Dafür mussten dann zwei Hostas und einige andere Pflanzen versetzt werden. Dabei habe ich natürlich auch noch kräftig Rhododendronerde in unseren lehmigen Boden mit eingearbeitet. Und bei den ganzen Aktionen brannte mir die Sonne ins Genick – jetzt allerdings (es ist um 13 Uhr 45 ) bewölkt sich der Himmel wieder.

Dort wo der Pfeil hinzeigt, sitzt der alte Zierahorn, davor der Rhododendron

Das Hellgelb des Rhododendrons passte nicht wirklich in das “weiße” Beet – das auch nicht wirklich weiß ist, aber doch vorwiegend. Nun sitzt er in der Nachbarschaft des gelbgrünpanaschierten Hartriegels, das passt schon besser.  Sam, der sich die ganze Zeit hinter der Rhodo und diversen blühenden Akeleien versteckt hat, bekommt im Augenblick wieder etwas mehr Aufmerksamkeit – das wird sich wieder ändern.

Auf dem Foto sieht man auch, dass nun die Blüte der Sterndolden (Astrantia) und des Waldgeißbartes beginnt (Aruncus dioicus).  Im weißen Beet blühen sie natürlich weiß, an anderen Stellen rosa.

Sorry, alles nur mal schnell geknipst, die Schärfe ist nicht perfekt

Der kräftige Regen hat den voll aufgeblühten Rosen ganz schön zugesetzt. Ich habe heute viel abschneiden müssen. Am besten hat sich “Charlotte” gehalten. – Während ich jetzt hier getippt habe, haben sich die Wolken wieder verzogen, die Sonne scheint,  und ab und an kommt ein kräftiger Wind auf.  Was macht eigentlich die WM? Spielt heute nicht irgendwann unsere Elf gegen Serbien? – Ups- ich seh grad, die erste Halbzeit ist rum und Serbien führt . . .  Nee, oder?

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24. Mai 2012, 22:55
Klare Nacht
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