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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Tiere

Vögel mit “B”

. . . am Anfang: Blaumeise, Baumläufer, Buntspecht, Buchfink . . . nein, das ist kein neues Projekt. Mir fiel heute nur auf, dass wir im Garten viele Vögel haben, die vorne mit einem “B” anfangen. Mittlerweile hat sich eine ganze Horde Buchfinken eingefunden. Davon gibt es im Moment mehr als Meisen, Spatzen oder Rotkehlchen.

Buchfinken

Ständig ist nun auch der Baumläufer zu finden, entweder an den Meisenknödeln oder sogar im Futterhaus:

Blaumeise und Baumläufer

Seit einer halben Stunde schneit es nun und draußen ist ein Andrang auf die Futterstellen, das ist einfach gigantisch. Sowas habe ich noch nie gesehen: alles wuselt durcheinander. Heute Morgen konnte ich auch einen Buntspecht beobachten. Aber der war zum Fotografieren zu weit entfernt. Schade – ich habe gehofft, ich bekäme ihn noch vor die Linse, aber vergebens. Als er am Meisenknödel an der Magnolie hing und ich mich hinter den Fensterscheiben anschlich, fing prompt ein anderer Vogel an zu warnen und weg war der Specht.

Inzwischen habe ich ein halbes Dutzend Futterstellen im Garten und verstreue das Fettfutter auch auf die Erde in den Beeten. Das wird alles begeistert angenommen. Das hatte ich mir noch vor zwei Wochen gar nicht vorstellen können.

Blaumeise in der Korkenzieherhasel

Der Beweis: es schneit – Buchfink mit Sonnenblumenkern

Herr Amsel scheint auch leicht irritiert – Schnee? wieso – warum?

Februar-Enten

Ein Projekt von Barbara

Februarenten haben nichts mit Zeitungsenten zu tun. Auch nicht mit “Kalte(r) Ente”, obwohl es reichlich kalt war beim Fotografieren – nein, das Thema zum Projekt “Einfach tierisch” heißt im Februar nun mal “Enten”. Weil man aber an Main und Nidda die Enten nicht so einfach aussortieren kann, werdet ihr auch ein paar Schwäne, Möwen, Blässhühner und Gänse zu sehen bekommen.

Viele Reiherenten (Aythya fuligula) waren im Wasser, kleine schwarz-weiße Enten mit blauem Schnabel und gelben Augen. Die Erpel haben am Hinterkopf einen auffälligen herunterhängenden Schopf. die Weibchen haben ein etwas bräunlicheres Gefieder.


*

Erpel der Gattung Stockente (Anas platyrhynchos)

*

Mit ein bisschen viel Bewegungsunschärfe aber irgendwie lustig.

Weit weniger bunt als der Erpel aber nicht minder hübsch: die Stockentendame

Tafelenten (Aythya ferina) oben und wieder Reiherenten unten

Die männlichen Tafelenten fallen durch ihren rostroten Kopf auf, der zum schwarz-weißen Rumpf in starkem Kontrast steht.

Eindeutig keine Ente – Emma, die Möwe

Nochmal ein Stockentenweibchen und ein Foto, das mir besonders gut gefällt.

In trauter Eintracht: Jungschwan, Möwe und Blässhuhn

Das Blässhuhn (Fulica atra) oder auch Blesshuhn gehört zu den Rallen, ist also keine Ente.


*

Außer Konkurrenz:

Fünf kopflose Schwäne

Ein bisschen mehr Umgebung zu den Enten gibt es im anderen MainZauber-Blog.

Ein Tarnzelt

. . . wäre manchmal gar nicht schlecht ;-)   Heute kann ich mich von meiner Vogelbeobachtungsstation (= Schreibtisch am Fenster) kaum trennen. Draußen ist unglaublich viel los. Jetzt am Nachmittag ist allerdings Schluß mit dem Fotografieren, denn die tiefstehende Sonne auf meinen nicht sehr sauberen Fensterscheiben, macht es fast unmöglich überhaupt noch anständig was zu sehen. Der warme Januar hat den Scheiben von innen mehr Fliegenschiss beschert, als ich vermutet habe. Der Rest ist wohl der Dreck von der Fließenaustauschaktion. Fensterscheiben habe ich nämlich in diesem Jahr im Wohnzimmer noch nicht geputzt.

Das Rotkehlchen, das ich erst seit gestern wieder regelmässig zu Gesicht bekomme, ist heute wirklich sehr aktiv. Erstaunlich finde ich auch, dass große und kleine Vögel einträchtig nebeneinander picken. Während sich die Amseln gegenseitig jagen und manchmal auch die Tauben untereinander, lassen die größeren Vögel die kleineren wie Buchfinken oder Rotkehlchen absolut in Frieden.

Gibt es bei euch in diesem Winter auch fast nur Blaumeisen? Ich habe noch kaum Kohlmeisen entdeckt,
ganz zu schweigen von den zierlichen Schwanzmeisen.

Nachdem ich nun auch die Buchfinkenmännchen entdeckt habe, bin ich mir auch bei den Weibchen
wieder sicher mit der Identifizierung.

Nochmal ein Rotkehlchen . . .

. . .  und nochmal.

Gletscher

Unsere Teichlandschaft wird immer mehr zum Gletschergebiet. Es ist fantastisch zu beobachten, wie sich gefrorenes Wasser ausdehnt. Während die letzten Wasserlöcher immer kleiner und die Eisschicht immer dicker wird, breitet sich das Eis fließend über die Ränder der Becken in den Kiesbereich aus.

Türkentauben (Streptopelia decaocto) , Ringeltauben und Amseln streiten sich inzwischen um das letzte Wasserloch.
Selten sieht man zwei Vögel so einträchtig nebeneinander sitzen wie hier das Türkentaubenpärchen.

Gletschersee

Das Rotkehlchen hat sich in der Morgensonne aufgewärmt – scheint ein Einzelgänger zu sein.

Und auch ein Prachtkerl von Eichelhäher hat sich wieder eingestellt:

Hinter der Fensterscheibe aber ansonsten direkt vor meiner Nase

Roter Feger

Heute Morgen habe ich tatsächlich mal wieder ein Eichhörnchen gesehen. Ich stand gerade auf der Terrasse, als es die Kiefer herunter kam. Ich konnte zwar gerade noch nach der Kamera greifen, aber da fühlte es sich dann doch gestört und war leider ganz schnell wieder weg.

*

An die Vogelfutterproduktion mit viel Öl und Butter habe ich mich heute auch mal wieder gemacht. Die fertigen Knödel etc. werden bei diesen Minusgraden viel zu fest.Das Streufutter wird zwar dankbar angenommen, aber die Vögel brauchen jetzt mehr Fett und nicht nur Körner.

*

Und endlich mal zwei Buchfinkenmännchen – eindeutig identifizierbar:

*

Die Katzen vertrauen sich dem Eis inzwischen ganz selbstverständlich an.

Und tatsächlich trinken sie auch jetzt noch lieber am letzten Loch im Eis als im Haus an der Wasserschale.

Die Amsel unterm Bambus hat es wohl doch nicht geschafft. Ich habe sie hinten im Garten entdeckt – Futter für die Elstern. Das Leben ist hart im Winter. Aber insgesamt ist unsere Amselpopulation im Garten stark. Ein Dutzend hüpft da draußen ständig rum.

Der fremde Kater kommt bei Weitem nicht so nah ans Haus wie Linus.

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9. Februar 2012, 07:37
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