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Eichhörnchen

Das Leben

. . .  ist hart, auch wenn man ein Eichhörnchen ist. Heute Morgen jagten sich wieder zwei der jungen Eichhörnchen quer durch den Garten. Am Ende flüchtete eins auf die Kiefer und stellte sich längelangs auf einem Ast liegend “tot”.  Dass Jeanie noch unten am Baum saß, tat vermutlich ein Übriges dazu.

“Ich bin nicht da, ich bin mausetot”

Der Sieger des Wettstreits hat den Garten nun für sich

“Alles vorbei? Einen ersten Blick kann man ja mal wagen.”

Fleißig

. . .  war ich heute, da gibt’s  nix zu meckern. Nach der Putzerei im Haus heute vormittag, ging es am Nachmittag wieder ab in den Garten. Vorher war ich noch kurz im Tropica ein paar Pflänzchen kaufen.

Zwei neue “Twin-Girls” ergänzen meinen Heidekrautbestand vor dem Rhododendronbeet, ein dunkles Minigras (vermutlich Ophiopogon planiscapus ‘Niger’ – Schwarzer Schlangenbart) und ein kleiner Farn (Athyrium niponicum ‘Metallicum’ – Japanischer Regenbogenfarn)  mit metallisch glänzenden Blättern kam vorne ins weniger als handtuchschmale Vorgartenbeet. So allmählich wird das da auch was mit meinem Sorgenkind Vorgarten. Viel geht ja wirklich nicht, aber das Wenige soll ordentlich aussehen.

*

Im hinteren, breiteren Teil des Vorgartens musste ich in diesem Jahr schon gewaltig auslichten, weil die Pflanzen so groß geworden sind. Dafür sieht es dort aber auch prächtig aus. Eine Riesenhosta werde ich vielleicht morgen noch ausgraben und versetzen. Dort wo sie steht, drängeln sich im Frühling Farn, Heuchera, Hosta und Tränendes Herz. Das ist entschieden zuviel. Das Tränende Herz zieht zwar ein, ist aber im Frühling eine riesige Prachtstaude, die nirgendwo sonst im Garten so optimal wächst, die rühr ich bestimmt nicht an. Da kommt mir lieber die Hosta raus.

Endlich eingebuddelt habe ich heute auch eine immer noch getopfte Hortensie, die schon ziemlich mitgenommen aussah. Ich hoffe, sie erholt sich wieder. Sie sitzt hinten im Garten am Geräteschuppen neben der anderen Hortensie, die sich gut entwickelt hat.

Das ist die Größere. Sie sah zwei Jahre ziemlich mickrig aus, aber seit diesem Jahr macht sie sich. Sie wird aber
auch gehätschelt und braucht viel Wasser, vor allem da sie im Regenschatten der großen Tanne sitzt.

*

Während in den sonnigen Beeten die Hosta schon ziemlich am Ende sind, halten sie sich im Schattenbeet noch prima.


*

Schließlich habe ich mir noch zwei weiße Alpenveilchen mitgebracht und sie ins gerade “grasgemulchte” Beet gesetzt , wo sonst nichts mehr besonders schön aussieht, wobei auch da eine weiße Christrose schon Knospen hat. In Österreich- das habe ich vorhin im Radio gehört – hat’s schon den ersten Schnee gegeben. In Kärnten und in der Steiermark soll die Schneefallgrenze bereits auf unter 1000 m gerutscht sein – na Mahlzeit! Aber es wundert mich nicht. Ich rechne auch in diesem Jahr mit einem frühen Wintereinbruch.


*

Meine beiden Clematispflanzen im Kasten treiben und klettern schon wieder. Die hatte ich doch gerade erst komplett
runtergeschnitten, weil das Laub so vertrocknet war.


*

Heute Mittag jagten sich zwei junge, feuerrote Eichhörnchen durch den Garten. Die waren sowas von schnell, so schnell konnte ich kaum gucken, geschweige denn fotografieren. Als sie dann am Stamm der Kiefer hinter unserem Haus hochkletterten, konnte ich gerade noch zweimal auf den Auslöser drücken. Leider habe ich sie nicht zusammen erwischt. Es waren zwei wunderschöne Tiere.

Einmal nur von hinten . . .

. . .  und dann doch noch von vorne.

Straßenurwald

Uff – war ich doch noch richtig fleißig. Das Wetter ist echt ätzend, aber wenigstens regnet es nicht dauerhaft und meistens nieselt es nur. Heute habe ich die kühlen Temperaturen genutzt, um mal wieder den Fußweg zu roden. Der Göttergatte hatte vor zwei Wochen schonmal damit angefangen, aber ihm macht das definitiv genau so viel Spaß wie mir – gar keinen! Also hab ich mich warm und einigermaßen regensicher angezogen, den ipod auf die Ohren gepackt und bin hinaus ins feindliche Leben. Es ist wirklich heftig, wie das wieder aussieht. Im Frühjahr kommt immer einmal die Stadtreinigung mit ihren Besenwägelchen, verteilt sämtliche Unkrautsamen aus ganz Frankfurt gleichmäßig in die Ritzen unseres Fußweges und das war’s dann.

Zweimal habe ich mich ins Haus zurück geflüchtet, als der Regen stärker wurde, aber ich habe doch eine Menge geschafft. Und da Stefan derzeit die schmalen Zaunelemente überarbeitet – neue gibt es in der nötigen Breite nicht mehr *arrrgh* -  konnte ich heute sogar die Weigelie von Außen mal ordentlich auslichten. Als ich dann für Fußwegkosmetik keine Lust mehr hatte, habe ich auf der inneren Seite weitergemacht . . . bis es wieder zu regnen begann. Na ja, nun ist es schon Abend und ich bin ganz zufrieden mit mir.

Ein Eichhörnchen habe ich heute hinten im Garten auch mal wieder gesehen, war aber sehr weit weg. Da ich aber überhaupt sonst nichts zu bieten habe, werde ich das Bild trotzdem hier reinpappen.

Wenn es nicht gerade regnet, ist das Wetter für Gartenarbeit eigentlich optimal, zumindest für jemanden wie mich, der so leicht ins Schwitzen kommt. Trotzdem wären mir Sonne und Liegestuhl lieber. Soll ja nächste Woche wieder kommen – die Sonne – ich bin gespannt.

Übrigens: Der Ficus erholt sich zusehends. Es gibt keine neuen gelben Blätter mehr. Im Moment steht er noch im Freien, soll aber wieder in den Wintergarten zurück. Offenbar haben also Umtopfen und Besprühen doch was genutzt, obwohl er kurz darauf unbeabsichtigt im Regen stand. Ich hatte befürchtet, der Regen hätte das Mittel gegen die Schildläuse wieder abgewaschen, aber anscheinend war es trotzdem ausreichend.

Eichkatzerl

Eigentlich bin ich im Moment leicht genervt, wenn ich in den Garten gucke bzw. auf der Terrasse sitze oder meinen Rundgang mache. Es ist trocken, es blüht nichts Rechtes mehr, es sieht alles ein bisschen unordentlich aus . . . ach, und  überhaupt. Vermutlich ist es der Sturm, der heute wieder an meinen Nerven zerrt. Im Grunde ist herrliches Sommerwetter. Hätten wir dieses Wetter irgendwo am Atlantik, dann wär’s wunderschön.

Trotzdem habe ich mich vorhin aufgerafft und am Teich ein bisschen Wasser nachgefüllt und Dreck rausgeholt und wenigstens den Pflanzen Wasser gegeben, die allzu sehr die Blätter hängen lassen.

Alles ein bisschen durcheinander. Aber wenn ich die gelben Mimulusblüten abschneide, sieht es richtig langweilig aus.
Es gibt immer so Zwischenphasen, in denen ich mit nichts zufrieden bin :-(

Immerhin blüht am Zaun der Hibiskus – hier in  Weiß mit Rot

. . .  und dann kam das Eichkatzerl . . .

Ein Jungtier, so wie es aussieht

Und das zauberte mir dann doch ein Lächeln ins Gesicht!

Monsterbacke

Kleine, fiese Monsterbacke! Und dabei liebe ich die Kerlchen doch so. Aber Nesträuber sind sie halt auch – wenn sie denn drankommen. Hier geht aber nichts!

Eichhörnchen – noch im Gras unter dem Baum: Tu ich was? Ich doch nicht!

Da oben muss ich hin

Guck nicht so! Ich muss auch von was leben.

Hm – nichts zu hören, alles mäuschenstill . . .

. . . und nirgendwo ein Riegel zu Nachgucken.

Nein, da war nichts zu holen. Das Einflugloch des Nistkastens ist zu klein. Ich wundere mich eh immer, wie die Kohlmeisen selbst da durchpassen. Es wird Zeit, dass die Kleinen flügge werden. Das müsste jetzt eigentlich jeden Tag passieren.

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24. Mai 2012, 22:56
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