Die Nächste
Die nächste Libelle hat sich gezeigt. Ich vermute, es handelt sich um ein noch sehr junges Weibchen der Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum). Sie sitzt hier ganz weit oben auf einer vertrockneten Blüte unseres Winterduftschneeballes.
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Junges, weibliches Exemplar der Gr. Heidelibelle – ich schätze, sie trocknet noch ihre Flügel
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Heute ist der Sommer wirklich zurück gekommen. Wir haben einen strahlend blauen Himmel mit ein paar Schönwetterwölkchen und in der Sonne ca. 28°C. An der Terrasse blühen nun endlich mal alle Austinrosen gleichzeitig und dazu noch immer Lavendel. Was für ein Duft? Wollten wir in Urlaub fahren? Hm . . .
FNNF 17
Mit der Sonne und der Wärme sind auch die Libellen zurück. Deshalb kommt heute nachträglich für den Freitag und Annikas Projekt
eine zierliche Libelle vermutlich eine Kleine Binsenjungfer angeflogen:
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Es dürfte ein weibliches Exemplar sein, das sich da untypischerweise an einem dürren Ast unserer Magnolie niedergelassen hat. Kurz zuvor sah ich ein blaues Exemplar – also vermutlich ein Männchen – an einem Halm des Kleinen Rohrkolbens im Teich. Das war aber wieder weg, bis ich die Kamera in der Hand hatte. Wenn jetzt wirklich nochmal echte Sommertage kommen, dann kommen auch mehr Libellen.
Vermischtes
Natürlich habe ich gestern nicht nur Libellen fotografiert, aber ich habe die meiste Zeit mit ihnen verbracht. Ab und an wurden auch Frösche fotografiert, die ihrerseits auf Libellenjagd waren. Aber nicht mit den gleichen friedlichen Absichten wie ich. Bei den Libellenfotos von gestern fehlt das Foto der Großen Königslibelle. Sie war ständig unterwegs und damit beschäftigt im Fliegen Wasser aufzunehmen. Das war eine Sache von 1-2 Sekunden und sofort tauchte ein Frosch an der selben Stelle auf. Ich habe leider nur ein einziges sehr schlechtes Foto von dieser Großlibelle.
Collage mit Teichfrosch und Großer Königslibelle (Anax imperator)
Sooo lang werden die Frösche, wenn sie eine Libelle sehen . . .
. . . und gehörigen Krach machen sie auch (wenn sie nicht gerade auf der Jagd sind).
Irgendwann tauchte eine größere Gruppe Kinder auf, da war’s für mich mit dem Fotografieren vorbei. Aber das war nicht schlimm. Ich habe bestimmt über eine Stunde bei den Libellen verbracht. Es gibt in den Weilbacher Kiesgruben zwei Storchenmaste, die aber noch ganz neu sind und in diesem Jahr noch nicht angenommen wurden. Auf einem hatten sich Rabenkrähen einen Ausguck gesichert.
Blühendes fand ich relativ wenig. Ab und an Mohn, dann Wiesenflockenblumen und viele Königskerzen, weiße Blüten, die an Kamille erinnerten – naja, so genau habe ich bei diesem Spaziergang auch nicht hingeguckt. Mein Augenmerk galt mehr den Schmetterlingen. Davon sah ich in dem Waldstück Richtung Silbersee eine Menge, aber die wenigstens wollten sich von mir fotografieren lassen.

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Der perfekte Moment: zwei Schachbrettfalter (Melanargia galathea) auf der Wiesenflockenblume (Centaurea jacea)
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Auch hier ist das Schachbrett nicht alleine – die gelblich gefärbte Unterseite deutet auf einen weiblichen Falter hin
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Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) brachte mich an den Rand der Verzweiflung. Ich konnte es einfach nicht fokussieren.
Es suchte sich immer Plätze aus – trockene Blätter vor allem – die die gleichen Farben hatten wie der Falter selbst. Und wenn
ich ihn endlich mal fast im Bild hatte, dann flog er auch schon weiter. Die Beleuchtung war im Wald auch leider eher schlecht.
Natürlich war ich auch wieder auf der Suche nach den Kulanen (Wildeseln), die ich ja längst für Phantome halte. Aber immerhin hatte ich das Glück aus der Ferne die halbwilden Kaschmirziegen sehen zu können. Sie kamen gerade aus einem Waldstück heraus, überquerten im Galopp die freie Wiese, um zu einem erneut nicht mehr einsehbaren Bereich zu kommen.
Beim letzten Foto kann man gut erkennen, wie ausgetrocknet die Teiche sind. Hier wurde gerade die Brücke erneuert, wobei ein Geländer fehlt, was aber im Moment ziemlich unwichtig ist, weil man sowieso auf der rechten Seite trockenen Fusses auf die andere Seite kommt. Dennoch sollte das Geländer baldmöglichst montiert werden. Wenn man so gedankenverloren vom Steg aus fotografiert, könnte es schon passieren, dass man einen Schritt zuviel nach hinten macht und fällt. Ertrinken kann man dabei sicher im Moment nicht, sich die Beine brechen aber vielleicht schon.
Libellen
. . . Frösche, Schmetterlinge und mehr konnte ich heute im Weilbacher Naturschutzgebiet fotografieren. Ich habe schon kurz im anderen Mainzauber-Blog etwas darüber geschrieben und ein paar Fotos gezeigt, aber die große Ausbeute kommt hier.
Obwohl die Teiche und Tümpel in der ehemaligen Kiesgrube unter erheblichem Wassermangel leiden, war doch noch einiges zu entdecken. Vor allem zahlreiche Großlibellen bekam ich zu meiner Überraschung vor die Linse.
Die Vierflecklibelle habe ich sehr oft fotografiert . . .
Libellula quadrimaculata – Länge ca.5cm – Flügelspannweite bis über 8 cm
Sie hat mich vor allem wegen des Goldschimmers fasziniert (falls ich am Freitag nichts mehr für das FNNF-Projekt finde,
dann müsst ihr einfach nochmal hierher zurück kommen
Der Große Blaupfeil (Orthetrum cancellatum) hat eine ähnliche Länge und Flügelspannweite
Was für ein Gedränge! Vierflecklibelle und Azurjungfernpaar an einem Binsenstängel
Die Becher-Azurjungfer (Enallagma cyathigerum) gehört zu den Kleinlibellen
Ein Plattbauch-Männchen (Libellula depressa) – der Hinterleib ist eigentlich blauer als auf dem Foto;
beim Weibchen ist der Hinterleib eher braun mit gelben Flecken an der Seite
Mit den schönen Mohnblüten mache ich mal Schluß für heute. Morgen gibt es noch ein paar andere Bilder.
Vor der Hitze
. . . und sogar noch vor dem Frühstück bin ich heute zu einem ausgiebigen Spaziergang aufgebrochen und dabei im Rosarium in Hattersheim-Okriftel gelandet. Im Gegensatz zu früheren Jahren war der Weg dorthin diesmal sehr ordentlich, die Wiesenstreifen gemäht, kein Gestrüpp mehr. In den angrenzenden Felder blühte der Mohn.
Im Rosarium waren fleißige Gärtner zugange, die aber auch keine echte Chance gegen die Hitze haben. Ich konnte in den Rosengängen den Ramblerrosen zuschauen, wie sie ihre Blütenblätter abwarfen.
In den künstlichen Teichen quakten die Fröschen und eine winzige Libelle ließ sich direkt vor mir auf dem Brückengeländer nieder. Im Foto ist sie vergrößert dargestellt.
Bei der Libelle könnte es sich um eine Kleine Binsenjungfer handeln (Länge ca. 30 – 40 mm )
Auf dem Rückweg zum Parkplatz musste ich unbedingt noch in einen kleinen Waldweg einbiegen, der mit dem Duft von Tannennadeln und frisch geschlagenem Holz sowie Vogelgezwitscher lockte. Aber natürlich – es kam, wie’s kommen musste, ich bin prompt mit meinem noch nicht wieder richtig stabilen Knöchel erneut umgeknickt – autsch. Glücklicherweise war’s nicht ganz so heftig wie letzte Woche, ich bin zum Auto zurück gekommen. Nun habe ich ihn mir erstmal wieder bandagiert.
Immerhin hat der GöGa den Gehölzschnitt doch noch selbst geschreddert und da auch die Gartenaufräumarbeiten auf dem anderen Grundstück weitergehen, sieht es in der Ecke derzeit außerordentlich übersichtlich und auch durchsichtig aus – recht ungewohnt. Mal sehn, vielleicht machen wir ja doch noch irgendwas Nettes daraus. Beim Wäsche aufhängen fiel mir vorhin auf, dass die Ecke hinter dem Geräteschuppen sich eigentlich auch noch ganz gut für Rosen eignen würde. Das ist auch so ein verschwiegenes Eckchen, wo noch gar nichts groß wächst. Aber solange es nicht mal regnet, geht gar nichts. Es ist ja alles bretthart und ausgetrocknet.
Aber wenn ich mal das Dauergejammere um die Hitze und die Trockenheit außen vor lasse, dann ist es doch ein Traumwetterchen! Man könnte glauben, wir hätten Hochsommer und im Liegestuhl fühl ich mich wie im Urlaub. Das werde ich nun auch wieder tun und mein Bein wieder etwas hochlegen. Vorhin habe ich noch gründlich geputzt, es staubt ja auch im Haus wie verrückt, – und nun reicht es für heute mit der Hausarbeit.
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Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.


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