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Schmetterlinge

Überraschung

Zum zweiten Mal habe ich heute ein Paket von Hausgarten.net bekommen. Schon im  vergangenen Jahr war ich sehr überrascht, als mir damals ein Paket mit diversen nützlichen Dingen für den Garten ins Haus schneite (siehe “Ein Päckchen” vom 9.4.2010). Damals war es vorwiegend Bio-Dünger, pflanzenschonendes Bindeband u.ä.  – Hausgarten.net ist ein Forum, in dem sich alles – wie der Name schon vermuten lässt – um Haus und Garten dreht.

Heute also wieder, und diesmal enthielt das Paket zwei Insektenkästen – einer für Schmetterlinge und einer für Wildbienen. Also das war nun wirklich eine Überraschung. Ich geh ja schon lange mit der Idee schwanger mir für den Garten ein Insektenhotel zu bauen, habe aber bislang einfach nicht den Anfang gefunden. Beide werde ich nun vermutlich im hinteren Teil des Gartens unterbringen, wo mehr Wildblumen wachsen oder noch wachsen sollen. Wer sich für das forum interessiert, vielelicht auch speziell zum Thema Insektenschutz, kann dort eine Einstiegsseite/Special finden > Insektenschutz.  Ich bin kein häufiger Besucher dieses Forums, kann also im Moment wenig über Qualität und Inhalt sagen, werde mich aber mal wieder dort umschaun. Betrachtet also die Links nicht als absolute Empfehlung sondern zunächst als Hinweis und macht euch selbst ein Bild, wenn ihr wollt. Aber zunächst sage ich gerne DANKESCHÖN für die tolle Überraschung!

Links mit den Röhren, das ist das Haus für Wildbienen,
rechts das mit den Schlitzen ist für Schmetterlinge gedacht.

Übrigens gab es bereits 2006 im Gärtner-Blog eine raffinierte Anleitung für ein komplettes Insektenhotel. Auf den Kästen, die ich heute bekam steht als Hersteller Esschert Design und “Wild on wildlife” drauf, was mir nichts sagt.  Die Verarbeitung scheint mir annehmbar, aber ich glaube, dass der Wildbienenkasten zum Aufhängen??? falsch konstruiert ist. Die Röhren darin sind durchgängig offen. Soweit ich informiert bin, sollten solche Nisthilfen hinten immer verschlossen sein. Vermutlich reicht es, wenn man das Teil nicht wie vorgesehen oben frei schwingend aufhängt sondern an eine Rückwand montiert. Es gibt eine ausführliche Seiten “Bienenhotel” im Netz.

* * *

Eine eher unangenehme Überraschung ist hingegen, dass unser Rasen an einigen Stellen wieder total gelb aussieht. Aber Sonne und Hitze könne das alleine nicht gewesen sein. Ich habe heute an diesen Stellen mal etwas gedüngt, gewässert und Rasensamen darüber gestreut.

* * *

Schreck lass nach – ich krieg gerade die Krise, wenn ich lese, wie viele Leute aus dem Hausgarten-Forum mit Round-up arbeiten. Das darf doch wohl nicht wahr sein! Da wird sogar versucht Wildkräutern im Rasen mit diesem Zeugs den Garaus zu machen. Ich schwöre, meine gelben Flecken im Rasen sind nie!!! damit in Berührung gekommen. Sowas gibt es bei uns gar nicht.

Vermischtes

Natürlich habe ich gestern nicht nur Libellen fotografiert, aber ich habe die meiste Zeit mit ihnen verbracht. Ab und an wurden auch Frösche fotografiert, die ihrerseits auf Libellenjagd waren. Aber nicht mit den gleichen friedlichen Absichten wie ich. Bei den Libellenfotos von gestern fehlt das Foto der Großen Königslibelle. Sie war ständig unterwegs und damit beschäftigt im Fliegen Wasser aufzunehmen. Das war eine Sache von 1-2 Sekunden und sofort tauchte ein Frosch an der selben Stelle auf. Ich habe leider nur ein einziges sehr schlechtes  Foto von dieser Großlibelle.

Collage mit Teichfrosch und Großer Königslibelle (Anax imperator)

Sooo lang werden die Frösche, wenn sie eine Libelle sehen . . .

. . . und gehörigen Krach machen sie auch (wenn sie nicht gerade auf der Jagd sind).

Irgendwann tauchte eine größere Gruppe Kinder auf, da war’s für mich mit dem Fotografieren vorbei. Aber das war nicht schlimm. Ich habe bestimmt über eine Stunde bei den Libellen verbracht. Es gibt in den Weilbacher Kiesgruben zwei Storchenmaste, die aber noch ganz neu sind und in diesem Jahr noch nicht angenommen wurden. Auf einem hatten sich Rabenkrähen einen Ausguck gesichert.

Blühendes fand ich relativ wenig. Ab und an Mohn, dann Wiesenflockenblumen und viele Königskerzen, weiße Blüten, die an Kamille erinnerten – naja, so genau habe ich bei diesem Spaziergang auch nicht hingeguckt. Mein Augenmerk galt mehr den Schmetterlingen. Davon sah ich in dem Waldstück Richtung Silbersee eine Menge, aber die wenigstens wollten sich von mir fotografieren lassen.


*
Der perfekte Moment: zwei Schachbrettfalter (Melanargia galathea)  auf der Wiesenflockenblume (Centaurea jacea)

*
Auch hier ist das Schachbrett nicht alleine – die gelblich gefärbte Unterseite deutet auf einen weiblichen Falter hin
*
Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) brachte mich an den Rand der Verzweiflung. Ich konnte es einfach nicht fokussieren.
Es suchte sich immer Plätze aus – trockene Blätter vor allem – die die gleichen Farben hatten wie der Falter selbst. Und wenn
ich ihn endlich mal fast im Bild hatte, dann flog er auch schon weiter. Die Beleuchtung war im Wald auch leider eher schlecht.

Natürlich war ich auch wieder auf der Suche nach den Kulanen (Wildeseln), die ich ja längst für Phantome halte. Aber immerhin hatte ich das Glück aus der Ferne die halbwilden Kaschmirziegen sehen zu können. Sie kamen gerade aus einem Waldstück heraus, überquerten im Galopp die freie Wiese, um zu einem erneut nicht mehr einsehbaren Bereich zu kommen.


*

Beim letzten Foto kann man gut erkennen, wie ausgetrocknet die Teiche sind. Hier wurde gerade die Brücke erneuert, wobei ein Geländer fehlt, was aber im Moment ziemlich unwichtig ist, weil man sowieso auf der rechten Seite trockenen Fusses auf die andere Seite kommt. Dennoch sollte das Geländer baldmöglichst montiert werden. Wenn man so gedankenverloren vom Steg aus fotografiert, könnte es schon passieren, dass man einen Schritt zuviel nach hinten macht und fällt. Ertrinken kann man dabei sicher im Moment nicht, sich die Beine brechen aber vielleicht schon.

Faszinierend getarnt

Für das Projekt von Annika bringe ich euch heute eine Collage aus dem Höchster Stadtpark mit. Ich war mal wieder ausgiebig mit dem Radl unterwegs und einige andere Fotos werde ich später noch im anderen Mainzauber-Blog zeigen. Im Stadtpark konnte ich eine Nilgansfamilie beobachten, die auf einer Gänseblümchenwiese unterwegs war. Die kleinen Gänschen mit ihren vielen weißen Flecken waren fast perfekt getarnt.

* * *

Bei uns im Garten konnte ich endlich mal wieder einen bunten Schmetterling fotografieren – einen Kleinen Fuchs. Wir waren gerade auf der Terrasse beim Mittagessen, als er sich am Teichrand nieder ließ. Er saß dort ziemlich lange und das, obwohl rund um ihn herum fröhliches Vogelgeplantsche angesagt war. Ich dachte nur: Kleiner, du bist aber mutig oder doch eher unvorsichtig. Als ich dann schließlich doch noch die Kamera holte, gelangte mir – obwohl mit Tele, also weit entfernt – nur ein Bild und … wusch, war er weg.

Kleiner Fuchs

Heute ist es wieder heiss. Nur gegen 16 Uhr hat sich mal der Himmel zugezogen und es fielen die berüchtigten “drei Tropfen”. Wo steckt nur das das ganze Wasser? Inzwischen scheint längst die Sonne wieder.

 

Nachtfalter

Dieser recht große Falter – schätzungsweise Flügelspannbreite um die 4 cm – harrt noch der Identifizierung. Ich habe ihn mal im Naturforum eingestellt, aber vielleicht kennt sich ja auch von euch jemand aus.

Auffällig sind die großen Augen und die gekämmten Fühler

Nachtrag 1: Ich denke inzwischen, dass es sich um einen Wellenlinien Rindenspanner handelt – Alcis repandata.  Auf der Webseite “Schmetterlingsgarten.de” gibt es eine sagenhafte Übersicht über Schmetterling und andere Falter – kann ich nur weiterempfehlen.

Nachtrag 2: Der Wellenlinien Rindenspanner kann in ganz verschiedenen Färbungen auftreten, auffällig für einen Nachtfalter ist aber wirklich seine Größe. Siehe auch hier: http://www.lepiforum.de/cgi-bin/lepiwiki.pl?Alcis_Repandata (sehr interessante Übersicht).

Rapsweißling

Heute Morgen habe ich lange einen Weißling beobachtet, der immer immer nur seine schön gezeichnete Unterseite gezeigt hat. Später sah ich an der gleichen Stelle einen Kleinen Kohlweißling und habe drei Bilder zu einer Collage verbastelt, weil ich dachte, es sei immer der selbe Schmetterling gewesen. Ich habe dann aber noch mal nachgeguckt, weil mir gerade die Unterseite des Ersten doch zu auffällig für einen Kohlweißling schien.  Und es war tatsächlich ein anderer – ein Rapsweißling.

* * *

*

Seit Tagen fällt mir ein richtig großer dicker und zudem schwarzer Käfer auf, der ein oder zweimal am Tag durch den Garten brummt und sogar meistens einmal rund um unseren Tisch auf der Terrasse. Leider lässt er sich niemals nieder, so dass ich ihn bisher nicht identifizieren konnte. Dabei erkenne ich ihn inzwischen schon am sonoren Brummen, bevor ich ihn überhaupt sehe. Es könnte theoretisch ein Eremit oder Juchtenkäfer  sein (Osmoderma eremita).

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Copyright

Meine Fotos dürfen nur mit meiner ausdrücklichen Genehmigung weiter verbreitet werden. Wer sich nicht daran hält, verstößt gegen das Gesetz und macht sich strafbar. Bei kommerziellem Interesse können Bilder käuflich erworben werden.

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