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Mai 2012
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Tiere

Eine Jungamsel

. . . war heute äußerst gefährdet, Opfer meiner Jeanie zu werden. Also war Katzen wegsperren heute Vormittag angesagt. Draußen im Vorgarten schrie sich das Amselchen die Seele aus dem Leib. Kurze Zeit später hüpfte es quer durch den Garten und wäre Jeanie noch ein paar Jahre jünger, hätte die Amsel das vermutlich nicht überlebt. Ich habe sie eine Weile beobachtet und irgendwann schien sie ihre Mutter gefunden zu haben. Trotzdem war mir die Sache nicht geheuer. Bei uns sind soviele Katzen unterwegs und die meisten jünger und agiler als unsere beiden Oldies.

Jeanie durchaus interessiert

Wo steckt die Mama bloß?

Auf einem Stein im Teich gelandet

Kurz nach Mittag wurde es plötzlich schön und wir haben unseren Espresso nach dem Essen sogar schon wieder auf der Terrasse getrunken. Es weht allerdings ab und an ein recht kühler Wind. Der hat mir dann aber den Duft der üppig blühenden Nelken in die Nase geweht, das war richtig schön.

Die Pfingstnelken nehmen inzwischen den Platz der gerade eben hier noch blühenden Kuhschellen ein.

*

Im Garten ist inzwischen an vielen Stellen die Art von Üppigkeit entstanden, die ich mir vor drei Jahren erträumt aber kaum zu hoffen gewagt hatte:

Boah – im Augenblick stürmt es aber draußen ganz gewaltig. Neben mir macht es ständig plopp, plopp, plopp – die Kiefer im Wäldchen hinterm Haus wirft ihre letzten alten Zapfen ab. Das ist mir ganz recht, auch wenn das die nächsten Tage wieder Arbeit bedeutet. Aber schon die vergangenen Tage habe ich immer gefürchtet diese Dinger auf den Kopf zu kriegen, wenn ich in der Nähe gearbeitet habe. Vielleicht hebe ich mir in diesem Jahr mal ein paar Zapfen auf. Der nächste Advent kommt stimmt ;-)

Adonisjungfer

Bevor es heute Nachmittag zum Wolkenbruch kam, konnte ich im Garten noch die erste Libelle dieses Jahres entdecken – sehr klein, sehr fein und schnell wieder weg: die Frühe Adonisjungfer (Pyrrhosoma nymphula).

Diese Libelle ist um diese Jahreszeit durch ihre rote Farbe kaum zu verwechseln. Diese Farbe hat nur noch die Scharlachlibelle, aber die ist sehr selten und hat außerdem rote Beine. Vielleicht krieg ich die Adonisjungfer in der nächsten Zeit noch besser vor die Linse. Ach – ich hab noch was vom letzten Jahr – sogar eine Paarung: (siehe auch unter Wildtiere / Kleingetier oben im Menü)

Die hatten sich 2011 durch die große Hitze im März sicher schon viel früher entwickelt.

*

Während ich heute bei schwülwarmen Wetter im Opelzoo unterwegs war (siehe auch Fotos im anderen Blog), sind im Garten die ersten Knospen der Schwertlilien aufgegangen. Hoffentlich machen mir Gewitter und Starkregen die schönen Blüten nicht gleich wieder platt.


*

Im Opelzoo gibt es auch Rhododendron ;-)

Clematiszauber

Dieses Jahr wird ein Clematisjahr – eindeutig! Nachdem im zeitigen Frühling mich bereits die üppige Blüte der kleinen blau-weißen “Blue Princess” am Carport verzaubert hat, entfaltet sich im Moment die “Crystal Fountain” im Vorgarten. Aber auch die weiße “Arctic Queen” am Carport, die ich im letzten Jahr an die Clematiswelke verloren glaubte, entwickelt sich prächtig. Ihr hatte 2011 wohl nur  das extrem trockene, heiße Frühjahr zugesetzt.

Blick durch’s Küchenfenster in den Vorgarten . . .

. . .  und mal näher ran . . .

Diese Blüte hat einfach einen tollen Aufbau und eine Wahnsinnfarbe – ich finde sie faszinierend.

*

Auf bzw. in der Korkenzieherhasel treffen sich “Die Schöne und das Biest”

Madame Le Coultre hat sich aufgerüscht . . .

. . . was man von der Fliege nebenan nicht behaupten kann.

*

Die erste Blüte der Clematis montana “Grandiflora alba” am Fuß des Flieders, der untenrum sehr kahl ist.
Die Triebe der Clematis klettern schon gewaltig in die Höhe.

. . .  derweil am Geräteschuppen die grün-weiße Clematis viticella “Alba luxurians” schon die Tanne erobert.
Bis sie blüht,  dauert es sicher noch bis Juni.

* * *

Nun kann man im Garten auch schon reichlich Insekten beobachten. Am Bambus und an den Hibiskussträuchern sind viele Marienkäfer zu sehen, aber auch mal was anderes wie dieser Käfer:

Vermutlich ein Blutroter Schnellkäfer (Ampedus sanguineus), aber in der Bestimmung von Käfern bin ich
gar nicht gut.

Es ist heute sehr windig. Ich habe versucht ein paar Makroaufnahmen mit dem Makroobjektiv zu machen, aber das ist mehr als schwierig. Ist es ja schon bei Windstille ;-)

Marienkäfer – Makro

Nahaufnahme: der Käfer hat seine Melkstation gefunden . . .

. . .  und kurz darauf auch seine Herzdame – kein Wunder wenn man(n) soviele Blattläuse zu bieten hat.
Makroversuch: konnte ich leider nicht scharf genug einfangen.

Bei extremen

. . .  35°C nach all der Kälte war gestern an Gartenarbeit kaum zu denken. Das muss der Kreislauf erstmal verkraften, zumal es mir zwar wieder besser geht, aber so richtig fit bin ich noch nicht. Ein bisschen schneiden hier und da und am Abend kräftig gießen, war das höchste der Gefühle.

Heute ist es angenehmer. Allmählich kämpft sich die Sonne durch einen noch recht bedeckten Himmel und ein leichter Wind bei um die Mittagszeit nun 24°C ist optimal. Da ich mit dem heiligen Sonntag nicht viel am Hut habe – wobei ich natürlich die Sonntagsruhe in bezug auf lärmende Gartengeräte strikt beachte – habe ich mich am Vormittag gleich mal über eine Gartenecke hergemacht, wo Disteln in Massen ihr Unwesen trieben. Das sieht nun wieder gut aus und ich bin zufrieden ;-)

Garfield hat sich derweil nach dem Mittagsmahl ein gemütliches Plätzchen zwischen Katzenminze und Pfingstrosen gesucht.

Im Moment sieht es im Garten wirklich sehr schön aus, und egal ob groß oder klein, ob bunt oder
Ton in Ton – jede Blüte erfreut doch das Herz – oder?


*

Purpurwolfsmilch


*

An der Carportwand verabschiedet sich allmählich die üppige die Blüte der “Blue Princess” und auf die Kletterrose
und die großblumige Clematis werde ich noch warten müssen. Also müssen ein paar Geranien herhalten.
Weiß und PInk habe ich neu gekauft und die überwinterten kommen langsam auch – die blühen dann tiefrot.

Der tiefblaue Himmel ist von gestern. Mich hat dieknallrote Nadelbaumblüte fasziniert.

Dem Hausrotschwanz bin ich schon seit Tagen hinterher, aber er lässt sich nur weit von mir entfernt nieder.

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Jetzt im Frühling ist der weiße Federspiegel auf den Schwingen deutlich sichtbar und sehr dekorativ. Im Sommer kann er völlig verblassen. Noch dekorativer ist der bei uns seltene Gartenrotschwanz, dessen Brust wie bei einem Rotkehlchen auffallend rostrot gefärbt ist.

Gartengrasmücke

Bin immer noch krank, aber fit genug, um die Vögel im Garten zu beobachten und mir ihren Gesang in natura und auf dem PC anzuhören. Und ich habe immer noch die Absicht, irgendwann mal alle Singvögel von einander unterscheiden zu können ;-) Gerade habe ich wieder eine Gartengrasmücke gesehen. Aber sie war wie üblich schneller weg, als ich an der Kamera war. Diese unscheinbaren Winzlinge fallen ja auch kaum auf.  Aber jetzt kenne ich wenigstgens ihren Gesang und bin sicher, dass ich den schon oft gehört habe.

Auf youtube habe ich dieses Video gefunden:

*
Der kühle und inzwischen auch feuchte April bekommt dem Garten sehr gut, jedenfalls bessser als mir selbst. Die Färbung unseres roten Zierahorns ist prachtvoll wie nie. Im letzten Jahr vergrünten die Blätter durch Hitze und Trockenheit sehr schnell.

Auch Tulpen, Narzissen und das Tränende Herz erfreuen mich jetzt schon länger als sonst mit ihren Blüten. Nur für die Rhododendren ist das Wetter bislang nicht das Wahre. Die zarten Blüten mögen den Regen überhaupt nicht.

Anklicken für größer (1000 px)

Dieses Motiv habe ich auch im Fotoblog “Mainpics” und bei mygall eingestellt.

Apropos mygall: Mal ein bisschen Werbung in eigener Sache: Viele meiner Naturfotos kann man nun auch auf mygall.net als Kunstdrucke, auf Leinwand oder als Grußkarte erwerben.

 

 

 

Das Wetter beschert uns aber auch schon wieder Pilze im Rasen, was mir gar nicht gefällt. Pilze, Moos . . . alles viel zu nass.

Aber kahl sieht es inzwischen nicht mehr aus!

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24. Mai 2012, 22:57
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