Amsel
Kryotherapie wäre es heute, wollte ich erneut im Garten arbeiten – will ich aber nicht. Es ist sowas von kalt, dass man wirklich kaum noch glauben kann, dass wir den 23. März haben.

Wenn ich in den Garten hinaus gucke und sehe, wie sich die Vögel und Eichhörnchen um die Futterstellen scharen,
dann ist das ein Bild wie im tiefsten Winter, wenn auch ohne Schnee. Es weht ein eiskalter Wind.
Dass sich die Vogelwelt trotzdem ab und an ins Wasser stürzt, ist normal, dass tun die immer.
* * *
Hurra – ich habe einen Zaunköng im Garten . . .
. . . und sogar fotografieren können, wenn auch nicht besonders gut.
Zaunkönig – (Troglodytes troglodytes)
Ein besseres Bild konnte ich am 2. März im Wald von einem Zaunkönig machen, das war mein erstes gelungenes Zaunkönigfoto überhaupt. Aber nachdem ich nun weiß, dass wir einen im Garten haben, werde ich mein Augenmerk weiterhin auf ihn richten.
Am 2.3. im Wald in Raunheim fotografiert – damals war’s sonnig und entschieden wärmer als heute.
* * *
Ich habe auf der Seite Tiere / Vögel für 2013 eine neue Galerie angelegt und staune gerade nicht schlecht, wieviele Vögel ich in den ersten drei Monaten dieses Jahres bereits wieder fotografiert habe. Die Galerie enthält bereits ca. 40 neue Fotos.
Das ist ja der Wahnsinn da draußen. Plötzlich sind wir wieder bis zur Halskrause eingeschneit – wie Jürgen aus Hamburg vor zwei Tagen schrieb: mehr Schnee als im ganzen Winter. Es macht auch kaum Sinn zu räumen, denn es schneit und schneit und schneit, dazu weht ein bösartiger Wind aus Norden und treibt den Schnee manchmal fast waagrecht durch die Luft. Stefan war schon zweimal draußen, ich halte mich ausnahmsweise mal vornehm zurück, denn zu allem Überdruss scheine ich noch eine Erkältung auszubrüten. Ich friere ohne Ende und mir tun alle Knochen weh. Ausgleichende Gerechtigkeit könnte man es nennen – als wir den ersten dicken Schnee dieses Winters hatten, war’s umgekehrt. Da lag der Göttergatte flach und ich war am schippen.
Der erste Frühlingsblumentisch ist eingeschneit
Meine gefüllten gelben Primeln aus der Ampel am Hauseingang habe ich gestern noch ins Haus geholt. Die sahen etwas zermatscht aus, haben sich aber wieder erholt.
Tapferer Garfield – der Weg zum “Wasserloch” ist heute mühsam – vielleicht sollte er doch aus der Schale im Haus trinken.
Auch die Vögel erwischt es nochmal eiskalt – warum sich diese Amseline aber ausgerechnet hier abmüht, verstehe ich
weniger. Das für sie besser erreichbare Futterhaus ist gut gefüllt. Aber an der Nussstange gibt es mehr Fettfutter, das
wird’s vermutlich sein.
Soviel also zum Thema “Mildes, klimatisch bevorzugtes Rhein-Main Gebiet” in diesem Spätwinter
Wie schön! Ich habe gerade zum ersten Mal in diesem Jahr den typischen Reviergesang eines Amselmännchens gehört. Wir hatten heute prima Wetter und nun auch noch das – jetzt kann es doch nur noch Frühling werden. Ja – ich höre ihn immer noch . . .
Diese Narzisse gehört zu den Fotos, die ich gestern im Palmengarten gemacht habe (siehe Mainzauber.de)
. . . oder wozu ist der Fasching gut? Im Moment geht’s ja reichlich hin und her. Kommt die Sonne zum Vorschein, dann hat sie schon richtig viel Kraft, verbirgt sie sich, dann ist es fürchterlich kalt. War es vorgestern bei meinem Spaziergang durchs Weilbacher Kiesgrubengebiet in der Sonne schon fast wie Frühling [Sonne satt],

so habe ich mir gestern im dicksten Winter auf dem Gr. Feldberg [Kontrastprogramm] beim Fotografieren fast die Finger abgefroren.

Morgens beim Frühstück guck ich immer ausgiebig den Vögeln im Garten zu. Die Tendenz ist eindeutig: die Kerlchen sind genau so wild auf Frühling wie wir. Ihr Gesang und Gezwitschere kündet von der lebhaften Partnersuche ebenso wie das etwas rüdere sich Jagen bei Ringeltauben und Amseln. Die kleineren Türkentauben sind etwas friedlicher. Die Spatzen zupfen an den vertrockneten Gräsern herum – da wird schon fleißig Nistmaterial gesucht – und die Meisen begutachten die Nistkästen. Auch Garfields heraus gekämmte Haarbüschel werden in Nullkommanichts eingesackt.
Amselfotos finde ich inzwischen oftmals langweilig, aber das hier gefällt mir richtig gut.

Das Taubenpärchen gibt es farblich etwas bearbeitet auch als Ecard zum Verschicken: Ideenwerkstatt-Ecards

Ich habe mich gefragt, was die Elster am Schnabel hat. Ich vermute, es ist einfach ein hoch geschnipster Wassertropfen.
Sie war nämlich gerade noch am Trinken.
Es gibt Tage, an denen ist im Garten gar nichts los. Und dann tauchen plötzlich alle Vögel und auch noch die Eichhörnchen zum selben Zeitpunkt auf. Das geht dann vielleicht zehn Minuten und schwupps – sind sie wieder weg.

*

Rotkehlchen: So frontal fotografiert sieht es etwas seltsam aus – spitzmündig irgendwie ;-)
Der Teich ist wieder vom Eise befreit, alles tröpfelt und leider gibt es gerade auch sowas wie Schneeregen. Die Geflügelten haben sich heute prompt allesamt ins Wasser begeben. Und auf den Wunsch einer einzelnen Dame gibt es dann doch noch ein paar Vogelbilder.
Meine spezielle Freundin mit dem weißen Streifen im linken Flügel
Spatzen haben eine seltsame Zeichung. Mir fällt das an den Fotos immer wieder auf -
die Federn sehen eigentlich immer verwaschen aus.
Er macht sich immer gut, farbenprächtig und groß genug auch auf die Entfernung.
“Ob’s sehr kalt ist?”
“Brrrrr – bibber - aber gut.”
“Wo ist mein Fön?”
Auch diese Beiden tropfen ab.
Die Spatzenhorde lebt irgendwo in einem der Nachbargärten über den Wachtelweg hinweg. Das ist immer ein Gezwitscher sondergleichen. Sie fliegen von dort immer erst auf oder in unsere Ligusterhecke hinein, von dort zum Teich und sofort wieder in die Hecke zurück. Ich muss die direkte Nachbarin gegenüber mal fragen, ob sie dort im Garten wohnen oder noch eins weiter. Vögel und Eichhörnchen haben hier wirklich das reinste Paradies. So viele Gärten mit altem Hecken- und Baumbestand, viele Teiche in den Gärten und überall wird im Winter auch gefüttert. Eichhörnchen habe ich heute auch wieder gesehen, ganz dunkle und hellrote. Nur fotografieren konnte ich sie leider nicht.




