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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Amseln

Amseln

Es gibt sie noch. Ich denke, die Befürchtung, dass sie alle an dem merkwürdigen Virus aussterben würden, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Auch wenn bei uns im Garten wirklich nicht viel los ist, zumindest Amseln sehe ich täglich und das Futterhaus wird bei Regen auch liebend gerne als Unterschlupf benutzt.

Amselmann im Beet . . .

. . .  und im Futterhaus

Da gefällt es auch dem Amselweib.

Usutu – Virus

Im anderen Blog machte mich Ulla auf ein mysteriöses Amselsterben aufmerksam, von dem ich bisher noch nichts gehört hatte. Ich habe mal gegoogelt: “Für das Massensterben von Amseln in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen ist offenbar das Tropenvirus Usutu verantwortlich. Der Erreger sei in den Körpern mehrerer toter Vögel gefunden worden und könne auch Menschen befallen, teilte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg mit.”

Die entsprechenden Nachrichten sind alle 3 – 4 Tagen alt.  Also bislang seh ich bei uns  im Garten – wenn auch im Moment nicht – noch reichlich Amseln. Ich werde das mal beobachten.  Gefüttert wird noch nicht, aber das Trinkwasser kann ich den Vögeln schlecht wegnehmen. Unser Wasserlauf mit Teich existiert nun mal.

Vor ein paar Tagen fotografiert

Singdrosseln?

Ich bin mir nicht sicher, was ich da heute Abend alles noch in Teichnähe fotografiert habe. Besonders die Jungvögel können teils Amseln, teils aber auch Drosseln gewesen sein. Ich finde die Unterscheidung sehr schwierig. Auf alle Fälle habe ich den ganzen Tag über ein Gequietsche registriert, dass ich jungen Elstern zugeordnet habe, aber es könnten Drosseln gewesen sein (oder Stare???). Ich habe mich ja schonmal vor einiger Zeit im Stadtpark über solche seltsamen Geräusche gewundert. Ich glaube, Blechi kennt sich da aus.

Wir hatten heute wieder großes Glück mit dem Wetter. Es war zwar kein hochsommerliches Badewetter, aber mit um die 22°C und immer wieder Sonne doch sehr angenehm. Die dunklen Wolken, die sich immer wieder zusammenballten, haben sich offenbar vorwiegend in den Nachbargemeinden abgeregnet (in Oberliederbach, wo ich einkaufen war, gab große Pfützen auf den Straßen). Erst jetzt gegen 19:30 Uhr kam mal was Nasses vom Himmel. Vorher habe ich noch auf der Terrasse in der Sonne gesessen, gelesen und Vögel beobachtet. Die Beobachtung der Amseln (und Drosseln) ist eine dankbare Sache, denn das sind richtige Individuen, die man nach einer Weile sogar auseinander halten kann.

Oder ist das gar ein Star . . . also ein echter, aus der Vogelwelt?

Den Fratz hier finde ich jedenfalls ausgesprochen niedlich. Aber ich merke, dass mir die Zuordnung wirklich schwer fällt.

Das Bad am Samstagabend

*

Am Himmel gab es auch grandiose Wolkenspektakel zu sehen.

Fotografierwolken . . .

. . . und ein Sandwichhimmel (eigene Wortschöpfung *gg*)

Hier habe ich mit dem Fokussieren leider nicht aufgepasst.

Projekt FNNF

Ein Projekt von Annika

Heute gibt es zwei Collagen zum Thema. Gerade eben habe ich beobachtet, wie bis zu fünf Amseln versuchten einen jungen Bussard vom Schornstein eines Nachbarhauses zu vertreiben. Das Gezeter war ohrenbetäubend. Den Bussard hat es kalt gelassen. Oder der hatte viel zu viel Angst weiterzufliegen ohne ein Elterntier in der Nähe. Jedenfalls konnten die Amseln zetern soviel sie wollten, es nutzte nichts. Er machte aber auch keine Anstalten sie irgendwie anzugreifen.

*

Die Bilder der zweiten Collage sind ebenfalls “fangfrisch”.  In Bad Weilbach (siehe “Stinkewässerchen” im anderen Blog) gibt es einen kleinen Kanal, der vermutlich das schwefelhaltige Wasser der Quelle aufnimmt – jedenfalls roch es so. Und dort fiel mir eine etwas merkwürdige “Brücke” auf:

Die Wurzel der Platane hat  ihren Weg über den Bach gefunden – schon faszinierend.

Ganz faszinierend

Heute komme ich endlich mal pünktlich mit meinem Beitrag zu Annikas Projekt “Faszinierend natürlich – natürlich faszinierend”.  Und das liegt daran, dass ich die Bilder dazu Anfang der Woche machen konnte und weil es so heiß war, sie nicht vorher schon gebloggt habe.

Beim Schneiden unserer ewig langen Ligusterhecke haben wir am Dienstag ein vorher nicht erkanntes Amselnest entdeckt. Es ist glücklicherweise nichts passiert und die Alten füttern ihre Jungen, als ob wir sie nie gestört hätten. Amseln sind im Moment ganz viele unterwegs, auch viele Jungvögel anderer Arten. Ganz, ganz vorsichtig habe ich versucht ein paar Bilder vom Nest zu machen.

Sehr ihr es schon?

Das Elternpaar ist unentwegt unterwegs und auf Futtersuche.

Obwohl ich hier nur Fotos von der Amselmutter habe, ist der Vater an der Aufzucht/Fütterung genauso eifrig beteiligt.
Allerdings erst nach der Brutzeit. Das Brüten übernimmt nur das Weibchen.

Die weit geöffneten Schnäbel wollen ständig gestopft werden


*

Nur ab und an dürfen sich die Eltern auch mal ausruhen – wie bei uns Menschen ;-)

Wobei sie von erhöhter Warte immer aufmerksam beobachten, was sich im Garten tut. Mich empfinden sie nicht als
Störung – unsere Katzen dagegen schon.

Das Weibchen baut das schalenförmige Nest alleine; das Material dazu wird ausschließlich am Boden gesammelt. Zunächst errichtet das Weibchen aus dünnen Zweigen, groben Halmen, Moos und Flechten die Nestbasis, die mit etwas feuchter Erde verfestigt wird. Darauf formt es mit dünnen Halmen, Laub und Moos die Nestmulde. Diese wird anschließend mit Lehm oder feuchtem Schlamm ausgekleidet. Nach einer witterungsabhängigen Trockenpause von 12 bis 24 Stunden kleidet das Weibchen die Mulde mit dünnen Grashalmen und Blättern aus und gibt dieser durch Hin- und Herbewegungen die endgültige Gestalt (Quelle: Wikipedia).

Gut beobachten konnte ich noch vor ein / zwei Wochen wie Amselweibchen mit Nistmaterial im Schnabel – das war oft Moos – an den Teich kamen und es dort richtig einweichten. Ich dachte mir schon, dass es da um den Nestbau ging – anders als bei Hans Huckebein, der im Frühling sein Brötchen dort einweichte ;-)

Ein Gelege besteht normalerweise aus vier bis fünf Eiern, zu Beginn und Ende der Brutperiode sind es oft jedoch nur drei oder gelegentlich nur zwei Eier.Die Eier sind meist oval bis kurzoval, mitunter leicht elliptisch. Die Grundfarbe frischer Eier ist grün, Farbe und Zeichnung der mäßig glänzenden Eier können aber sehr unterschiedlich sein.Die Brutdauer liegt zwischen 10 und 19 Tagen, im Mittel bei 13 Tagen (Quelle: Wikikpedia).

Was ich bislang auch nicht wusste, ist, dass die Jungvögel noch bis zu drei Wochen praktisch flugunfähig sind und sich in dieser Zeit vorwiegend in Bodennähe aufhalten. Oh je – keine guten Aussichten in einer Katzengegend. Unsere Oldies sind nicht mehr sehr jagdeifrig, aber es gibt genug andere, junge Katzen in der Nachbarschaft.

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9. Februar 2012, 06:12
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